Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta... |
18.06.2005 00:02
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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Cyclist, ich, in meiner Funktion als Soziologie-Dilettant halte es für sehr schwierig, "echte" Begeisterung von Volksfestivität zu trennen. Viele traditions- und so genannte sportkultur-reiche Veranstaltungen lassen bei genauerer Betrachtung starke Zweifel aufkommen, ob sich eigentlich überhaupt jemand, außer ein paar Freaks, für den Sport interessiert. Das gilt für Schalke gegen BVB, den Oberhof-Biathlon-Weltcup, Giro d'Italia gleichermaßen. Einziger Unterschied zu synthetischen Produkten wie den Cyclassics ist eben, dass letztere tatsächlich ein insziniertes Volksfest darstellen, das um den Sport aufgezogen wird, wo dieser aber teilweise stärker im Vordergrund steht als bei den Traditionsveranstaltungen.
Einzig die Vuelta fällt hier völlig heraus, denn die scheint, abgesehen von den Fahrern, schlicht gar niemanden zu interessieren ...
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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18.06.2005 00:28
crn
Universalidiot

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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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| Zitat: |
Original von Cyclist
Die Geschichte macht diese Rennen zum Großteil aus. Sie haben sich aufgrund ihrer Charakeristik zu Klassikern entwickelt und sind Radsportgeschichte. Sie ziehen seit Jahren die Zuschauer in ihren Bann, Retortenrennen wie den HEWs werden wohl nie diesen Stellenwert haben, ob nun als Weltcup oder Protour. Da versucht man künstlich was aufzubauen, was sich aber nicht von innen entwickelt hat. Italien, Belgien, Frankreich etc. das sind Radsportnationen - Deutschland ist davon noch weit entfernt. |
Ich glaube, so etwas nennt sich zirkuläre Definition.
Natürlich hat die Geschichte eines Rennens Auswirkungen darauf, wie es wahrgenommen wird. Aber nur weil etwas alt und verklärt ist, ist die Begeisterung eben nicht besser, wahrer, schöner.
(Mein Ex-Mitbewohner (Hobby-Rennradfahrer) war von den Deutschen begeistert, weil diese einen so hohen Radsport-Sachverstand hätten, im Vergleich zu seinen italienischen Landsleuten, die maximal ein, zwei (italienische) Fahrer kennten, und zwar meist Leute, die schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr fahren, während hier in Deutschland viele Menschen nicht nur aktuelle Fahrer, sondern sogar Ausländer kennen würden. Ihn davon zu überzeugen, dass es soo toll nun auch wieder nicht ist, ist mir nie gelungen. Zugegeben, er ist Napolitaner, und insofern schon aus Prinzip nicht repräsentativ ...)
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"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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18.06.2005 00:30
crn
Universalidiot

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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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| Zitat: |
Original von Sitzerather
hat das rennen in hamburg irgend nen reiz? ok..der waseberg. eine topfebene streckenführung bringt nicht gerade ne selektion. das macht es uninteressant. |
Das das Rennen in San Remo irgend einen Reiz? Ok, der Poggio. Eine topfebene Streckenführung bringt nicht gerade ne Selektion, das macht es uninteressant.
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18.06.2005 00:30
Sitzerather
Weltmeister

Dabei seit: 25.08.2004
Herkunft: Saarland Fan von: Passo dello Stelvio
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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knapp 300km sind nicht alle tage im programm..?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sitzerather: 18.06.2005 00:31.
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18.06.2005 00:33
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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MSR hat auch nicht viele Anstiege und trotzdem einen ganz anderen Stellenwert. Du kannst die Geschichte und Tradition nicht ignorieren. Sie haben den Stellenwert, weil sie seit Jahren die Leute faszinieren. Die 3daagse van de Panne führen teilweise über die selbe Strecke wie die Flandern-RF oder Gent-Wevelgem, aber die Akzeptanz lässt sich nicht vergleichen. Es muss also mehr sein als die reine Streckenführung, und das ist das, was ich als Tradition oder Radsportgeschichte bezeichne.
Neue Rennen könnten irgendwann auch so einen Stellenwert bekommen. Aber dieser lässt sich nicht verordnen, in dem man sagt, man will das zweitwichtigste Rennen werden, in dem man viel Geld investiert. Geld kann helfen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, nur ist diese national ausgerichtet. Bis man Rennen wie Giro oder Vuelta überflügelt, bedarf es vieler, vieler Jahre, wenn überhaupt, einer Entwicklung von der Basis (nicht von oben verordnet) und das nicht national, sondern international.
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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18.06.2005 00:43
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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In Belgien, in der Toskana und der Lombardei habe ich bei den Rennen einen viel höheren Radsportsachverstand erlebt als bei jedem deutschen Rennen. Bei einem U23-Rennen in der Toskana, bei dem ich zufällig war, waren so viel Zuschauer wie bei normalen deutschen Rennen... es kommt immer auf die Perspektive an
| Zitat: |
| Aber nur weil etwas alt und verklärt ist, ist die Begeisterung eben nicht besser, wahrer, schöner. |
Das habe ich nicht behauptet, sondern umgekehrt: ein Rennen hat Geschichte, weil es toll, schön, spannend etc. ist. und das nicht nur ein oder zweimal, sondern seit Jahren! Und wenn ein Rennen Radsportgeschichte ist, wird man diesem seinen Status nicht so schnell aberkennen (können), weil es seit Jahren gezeigt hat, dass es die Zuschauer in den Bann zieht. Ein junges Rennen muss das erst über Jahrzehnte nachweisen, bevor es Ansprüche stellen kann. Und da habe ich Bedenken, ob das der Dtour gelingen wird.
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Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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18.06.2005 01:02
crn
Universalidiot

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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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Ich hab bei der Zielankunft der Schlussetappe der Thüringenrundfahrt U23 mehr Zuschauer gesehen als bei der kompletten Fernsehübertragung der letztjährigen Vuelta ...
Ich halte diese "Tradition"/"wahre Begeisterung"-Argumentation für mystifizierende Heißluftproduktion. Klar, "Tradition" ist marketingtechnisch ausschlachtbar, um ein an sich langweiliges Rennen wie MSR oder PT aufzuwerten. Dann kommen wichtige Fahrer, das Publikum und es wird eben noch mehr "Tradition" produziert. Andererseits hat die Tradition Rennen wie Rund um Berlin oder der Friedensfahrt (für die meisten Ostdeutschen Synonym zu Radsport überhaupt!) kaum Aufmerksamkeit verschafft, einfach weil da das Geld und das Marketing fehlt(e).
Radsport ist nun einmal eine Event-Sportart, soft values wie Tradition sind sicherlich hilfreich bei der Mobilisierung der Kunden, aber mehr eben auch nicht ...
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18.06.2005 09:00
apoka
Legende der Dorfstraße
Dabei seit: 19.07.2004
Fan von: Sport
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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| Zitat: |
Original von Cyclist
Realitätsverlust bei dem Sponsor der Deutschlandtour:
| Zitat: |
Die Fernsehzeitschrift "TV Spielfilm" bleibt Hauptsponsor der Deutschland-Rundfahrt (15.- 23. August). Verlagsleiter Michael Kleinjohann sagte, die "zweitwichtigste Radsport-Veranstaltung nach der Tour de France weltweit" biete eine "attraktive Eventplattform" für seine "junge und dynamische Zielgruppe".
Quelle:rsn |
Zweitwichtigste Radsportveranstaltung weltweit? Hat der Herr Verlagsleiter schon mal was von Giro und Vuelta gehört? Glaubt der überhaupt, was er sagt? Ich habe selten so gelacht wie nach dieser Aussage.... vielleicht hat er auch nur die Bedeutung von weltweit und deutschlandweit verwechselt....
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Giro und TdS sind vor der TdF, die Vuelta danach. Deswegen ist die D-Tour die zweitwichtigste Radsportveranstaltung nach der TdF. 
Die Eintagesrennen kommen meiner Meinung nach auch nicht an die D-Tour ran.
__________________ Vor einigen Jahren stand der Radsport noch vorm Abgrund. Heute sind wir schon einen Schritt weiter.
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18.06.2005 11:29
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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wenn man deiner Argumentation folgen würde, hätten wir zukünftig nur noch Showevents, wo nebenbei etwas Radsport betrieben wird. Retortenrennen auf dem Vormarsch.... Nein, das sehe ich ganz anders und diese extreme Show wie bei einigen Rennen in Deutschland, habe ich im Ausland eher selten erlebt. Die Friedensfahrt hat das Problem, das sie durch Nichtradsportnationen führt, in Ländern wie Belgien oder Italien hätte sie vermutlich überlebt. Rund um Berlin kann man von der Tradition nicht mit Flandern, MSR, Giro, TdF, LBL etc. vergleichen, deswegen hinkt der vergleich. Zudem sind die Deutschen eben keine Radsportnation.
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18.06.2005 11:58
xxGinesxx unregistriert
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| Zitat: |
| In Belgien, in der Toskana und der Lombardei habe ich bei den Rennen einen viel höheren Radsportsachverstand erlebt als bei jedem deutschen Rennen. |
Definiere mal bitte "Radsportsachverstand". Kurbeln, Laufräder und Rahmen gehören offensichtlich nicht zu deinem Feld...
| Zitat: |
| Die Friedensfahrt hat das Problem, das sie durch Nichtradsportnationen führt, in Ländern wie Belgien oder Italien hätte sie vermutlich überlebt. |
Müßig und doch ziemlich haltlos.
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18.06.2005 23:11
crn
Universalidiot

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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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| Zitat: |
Original von Cyclist
wenn man deiner Argumentation folgen würde, hätten wir zukünftig nur noch Showevents, wo nebenbei etwas Radsport betrieben wird. Retortenrennen auf dem Vormarsch....
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Radsportveranstaltungen _sind_ Showevents. Ja, auch der heilige Giro. Oh, ich vergaß, der ist ja dank seiner Tradition und da er in einer Radsportnation ausgetragen wird, gefeit gegen derlei profane Dinge. Per Definition. Wenn der Giro völlig idiotische Anstiege ins Programm nimmt, dann ist das halt Ausdruck seiner Tradition. Wenn MSR, um nicht noch langweiliger zu werden, einen neuen Hügel vor das Ziel klatscht, dann ist das Radsportkultur. Wenn die dtour (schon der Name!) ins Nachbarland fährt, weil es da höhere Berge gibt, dann ist das ein Marketingtrick. Weil Deutsche halt kein Radsportverständnis haben und die dtour ein Retortenrennen ist. Per Definition.
| Zitat: |
Nein, das sehe ich ganz anders und diese extreme Show wie bei einigen Rennen in Deutschland, habe ich im Ausland eher
selten erlebt.
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Tja, das ist halt Sportkultur in Deutschland. Das ist nicht nur im Radsport so. Die Belgier sitzen beim Rennen halt lieber im Club und saufen, die Italiener schwärmen von Coppi und Bartali und die Deutschen feiern. Vom Rennen bekommen alle nicht viel mit, aber how cares. Wer was vom Rennen mitbekommen will, schaut eh fern.
(Dass Tschechien und Polen keine Radsportnationen seien, überlese ich jetzt mal. Richtig ist allerdings, dass dort der Radsport weniger kommerzialisiert ist als in Italien z.B.)
| Zitat: |
Rund um Berlin kann man von der Tradition nicht mit Flandern, MSR, Giro, TdF, LBL etc. vergleichen, deswegen hinkt der vergleich. Zudem sind die Deutschen eben keine Radsportnation. |

Ich nehme an, RuB kann mit MSR nicht mithalten, weil es in Deutschland, einer bekannten Nicht-Radsportnation, ausgetragen wird?
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
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19.06.2005 00:02
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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Wenn du alles ins lächerliche ziehen willst, okay, aber auf diesem Niveau kann man nicht diskutieren.
Woher ziehst du dein Wissen? Von Rennbesuchen oder von Artikeln aus dem Internet bzw. Zeitungen? Ich kann nur von den Rennen sprechen, die ich live miterlebt habe und da habe ich eben entsprechende Erfahrungen gemacht. Das einzige kommerzielle (neben den Werbetafeln) bei den Trittico war z.B. ein Eisstand auf dem Teamparkplatz, beim Giro war es unterschiedlich von Ort zu Ort. Beispiel dieses Jahr: in Grosetto suchte man Stände vergebens, ebenso in Florenz, in Lamporecchio gab es etwas abseits vom Start Brigidini und andere ortstypische Süßigkeiten zu kaufen, aber keine Showelemente. In Chieri kann ich mich auch nicht an irgendwelche Stände erinnern (bis auf den mit Fahrradtrikots) , nur dass ich ohne die Gerols wohl verdurstet wäre... die einzige Show war eben der Giro. Natürlich kann man das Villagio mit den Sponsorenständen als Kommerzstände anführen, jedoch sind diese nur für akkreditierte Personen zugänglich und nicht dazu da, ein breites Publikum zum Rennen zu ziehen. Letztes Jahr bei der Lombardei-RF kann ich mich auch nicht an Showeinlagen und Stände erinnern, aber ich werde dieses Jahr, wenn ich wieder da sein sollte, nochmal genau drauf achten.
Natürlich gibt es bei allen Rennen Kommerz in Form der Werbekarawane, aber das ist nicht das wovon ich rede. Ich rede von den kommerziellen Ständen und Show-angeboten vor Ort und da habe ich unterschiede zwischen Deutschland und einigen anderen Ländern festgestellt (natürlich gibt es auch in Deutschland Rennen, bei denen es nicht so extrem ist). Das einzige Show-Element, das ich bei meinen Rennbesuchen in Italien erlebt habe, war die Vorführung von historischen Fahrrädern. Ob Rennbesucher zwischendurch in die Pubs gehen, weiss ich nicht, ich habe aber immer noch genug Leute vor Ort erlebt, so dass das nicht die Mehrheit sein dürfte.
Ich weiss nicht, was du unter einer Radsportnation verstehst, aber für mich gehören da erfolgreiche Rennfahrer, begeisterte Zuschauer, informierte Fans, Radsportgeschichte und ein hohes Maß an Hobbyradlern dazu und diese Kombination kann ich in Polen und Tschechien nicht finden. Die Zuschauer in Polen sind sicher begeisterungsfähig (wie Polen-RF letztes Jahr), keine Frage, aber es fehlen momentan eben die herausragenden Fahrer. Aber an Showelemente oder Stände für das Publikum kann ich mich dort auch nicht erinnern. Das einzige war der Essenstand für Journalisten und VIPs, was es mittlerweile bei vielen Rennen gibt. Aber für das breite Publikum war da nur Radsport geboten und es kommt trotzdem.
Rund um Berlin ist kein Radrennen von internationaler Bedeutung wie MSR, LBL oder P-R. Es wareigentlich immer auf die nationale Ebene beschränkt, was man schon anhand der Siegerliste erkennen kann. Es ist das älteste Radrennen Deutschlands, hat aber nun mal keine internationale Bedeutung. Wenn du sagst, dass es ein national bedeutendes Rennen war (es wurde zuletzt 2000 ausgetragen), dann kann ich dir zustimmen, international gesehen aber nicht.
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von Cyclist: 19.06.2005 00:34.
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19.06.2005 10:26
steffi
Legende der Feld- und Waldwege

Dabei seit: 02.01.2002
Herkunft: "Tief im Westen..."
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| RE: Deutschlandtour - was sind schon Giro und Vuelta...
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ich kann die Verärgerung einerseits verstehen, schließlich wissen wir, dass im Ranking zuerst die dreiwöchigen Rundfahrten kommen, an der Spitze die TdF, dann die TdS und über die restliche Reihenfolge kann man streiten
aber wenn die Aussage kommt, man strebe an, die zweitwichtigste Radsportveranstaltung nach der TdF zu werden, finde ich das ganz nett 
warum soll man das nicht anstreben? und so ne kleine nationale Überhöhung darf doch auch mal sein 
warum soll man sich in D immer in allem so bescheiden, die anderen tun es doch auch nicht
die Frankreich hab ich z.B. erlebt, dass sie von der Loire-Brücke (über die auch das erste MZF der Neuzeit führte) behaupten, dies sei die größte Brücke Europas, nebenan liege das größte Sumpfgebiet Europas und Finistere sei der westlichste Punkt Europas, nichts davon stimmt. Es stört aber keinen weiter. In D würde das gleich wieder als maßlose Übertreibung gesehen, in Frankreich ist das gesunder Nationalstolz
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