Heutige Radtour |
18.10.2008 22:43
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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Das Blöde an Leipzig ist, daß echte Berge in näherer Umgebung kaum zu finden sind. Das Schöne an Leipzig ist, daß sich fast alle deutschen Mittelgebirge noch vernünftig mit dem Auto bzw. der Bahn erreichen lassen. Heute wählten wir uns aus diesen das kleinste, fuhren also in den malerischen Südostzipfel der Republik nach Zittau und nahmen in bester Friedensfahrttradition ein paar tschechische Hügel und genau einen Kilometer Polen mit.
Erster Anstieg des Tages war die schon checkergeprüfte Steigung zur Hochwaldbaude. Die Lausitzer Dörfchen am Fuße des 749 m hohen Berges haben mit ihren touristisch hübsch herusgeputzten Häuschen vor pittoresken Sandsteinkulissen eine herzerwärmende Anmutung von Puppenstube, Weihnachten und Weltfrieden, daß sich die 1,5 km zum Gipfel dieser unsinnigen, ja wahnsinnigen Streckenidee in ihrer wadenfeindlichen Monstrosität schon fast etwas beleidigend präsentieren. Hier wird die 20-Prozent-Marke öfter überschritten, als daß der Gradient zweistellige Werte verläßt. Letztere Tendenz zeigt allerdings die eigene Geschwindigkeit...ach was...Tendenz? Dauerzustand!
Immerhin wird die Mühsal mit dem wohl spektakulärsten Rundumblick belohnt, den ich überhaupt kenne. So ganz fern im Dunst zeige ich Barus auch die Spitze des Ješted, denn da wollen wir noch hin.
Ab Križany sind gut 600 hm zu erklettern. Das läuft ganz passabel, brechen doch eifrig angelegte Serpentinen den Blick nach vorn und halten die Steigung in Grenzen. Erst die letzten drei Kilometer zum Gipfel sind deutlich steiler, ganz am Ende kommt dann auch noch Brockenstimmung auf: es ist noch steiler, windig, und viele bunte Anoraks klettern unbekümmert auf den Berg. Es gibt wohl kaum einen Berg, der seine Anfahrt so "beherrscht" wie der Ješted. Der Rotationshyperboloid ( 
) auf dem Gipfel präsentiert sich aus allen Entfernungen und Winkeln und läßt, befindet man sich selbst erst auf 400 m Höhe, doch einigen Zweifel im bereits müden Muskel entstehen.
Wir fahren bergab nach Liberec - leider wird diese Auffahrt komplett neu asphaltiert und war deshalb heute kein Vergnügen - und beginnen hinter Minkovice einen geradezu abenteurerlichen Aufstieg nach Šimonovice. Wer noch eins hat dieses Stück Straße direkt aus der Wohlstandsschweiz nach Tschechien verlegt? Die Straßenbauer wurden nicht müde, eine Kehre nach der anderen mit Zauberasphalt in den Hang zu legen, dabei haben sie sogar ein Einsehen mit dem Velofahrer und nötigen ihm nur 11% maximale Steigung ab. Ein Traum auch die folgende Abfahrt bis Domaslavice.
Der Spaß endet in Ceský Dub, als Barus mit unwilligem Umwerfer vor einer asphaltierten Mauer steht. 15% mit 50 Zähnen?
Die Südanfahrt zum Ješted gönnen wir uns nur bis auf 600 m, dann wird es Zeit, den Rückweg anzutreten.
Sieht man irgendwo auf der Welt eine Bahnlinie auf einer Karte oder auch den Hinweis auf einen "Fahrradweg", dann vermutet man einen entspannten Heimweg. In Tschechien ist das anders. Dort bedeuten solche Schilder nur eins: andere haben es auch schon geschafft, also jammert nicht so! Was wellt sich der inzwischen leider recht schlechte Asphalt in Richtung Grenze. Barus vermutet schon ein defektes SRM, als plötzlich die Ortsnamen zwar weiterhin Zungenbrecherqualitäten haben, aber auf grünen Tafeln in der Landschaft hängen...wir sind in Polen. Keine zehn Minuten, aber immerhin. Fünf Kilometer später sind wir wieder in Zittau
111 km / 2200 hm
peso hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von peso: 19.10.2008 08:22.
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19.10.2008 00:17
maniroller
Winterpokalteambenutzer

Dabei seit: 05.01.2003
Herkunft: hier Fan von: Vivien, Rebecca, Jessika, Mieke und Christina
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| Zitat: |
Original von Barus
Die Spreewaldtour hatte auch weit weniger Höhenmeter als dieser erste Huckel der heutigen Ausfahrt.
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Oh, shit!
Was für eine Tour zu dieser Zeit des Jahres, und was für geile Fotos!
__________________ fotoblog | mieke | facebook.:.fotos
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19.10.2008 09:44
Andi
Lokomotive

Dabei seit: 20.07.2008
Herkunft: Berlin Fan von: Radrennen
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| Zitat: |
Original von peso
.. ein paar tschechische Hügel ... |
Wunderbarer Bericht - bringt mich darauf mal wieder eine Tour in diese Richtung zu planen.
__________________ Das Gefühl, Kraft in Tempo umzusetzen, wird zu einer Leidenschaft, die nie endet!
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19.10.2008 18:42
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von peso
Erster Anstieg des Tages war die schon checkergeprüfte Steigung zur Hochwaldbaude. l] |
Die spinnen, die Sachsen.....
Bei mir war im Nachhall einer saftigen Erkältung heute mal eine sehr unterhaltsame Breitreifentour mit den RIG-MTB-Oldies rund ums Dreisamtal angesagt, bei der wir:
1. Fast den joggenden Volker Finke geplättet hätten (er grüsste dennoch sehr freundlich)
2. Ich auf einigen Downhills und Singletrails rund um Kirchzarten , darunter auch dem mit Udo Bölts Hilfe gebauten, als möchtegern Downhill-Falke ganz neue Seiten an mir kennengelernt habe 
("Trau, Dich Du Sau!)
3. Wir über Stegen und Eschbach vom Scherlenzendobel den gemeinsten asphaltierten Anstieg, den ich im Schwarzwald bislang ausfindig machen konnte, bis zum Grundhof hochkurbelten.
4. Wir zum Abschluss über den spektakulären Kandelhöhenweg zurück Richtung Freiburg fuhren.
Bilder gibts keine, da ich nach reiflicher Überlegung beschlossen hatte die Hände doch besser am Lenker zu lassen.
Vielleicht demnächst wenn die Herbstfärbung im Freiamt wieder einsetzt
__________________ Go funk yourself
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19.10.2008 21:53
Niggel
Möchtegern-Bergziege

Dabei seit: 03.10.2003
Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.
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| RE: Hügelrollern im Rems-Murr-Tal
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Gestern gings an der Saar entlang recht enspannt voran. Das schöne Wetter muss schliesslich genutzt werden.
Ich war fast vollkommen alleine auf der Piste. Bei uns scheinen alle Rennradler im Urlaub zu sein.
78km mt ca. 500 Hm
Heute war es dann etwas heftiger. Wieder alleine gings nach Luxemburg und weil ich mich verfahren hatte, ein Stück durch Frankreich.
Die zwei längeren Steigungen fuhr ich fast am Anschlag. Es läuft noch ganz gut für die Jahreszeit.
Max. Puls 186 BPM, an den Anstiegen Dauerpuls von 175 - 180.
Das Winterrad ist fast fertig und dann werde ich bestimmt etwas ruhiger
111 km mit gut 700 Hm. (mmmh, die HM kommen mir wenig vor. 
)
Das Laufen macht auch immer mehr Spass.
@ Hansi
Hast du die Knieprobleme mit den neuen Pedalen? Da solllten die Cleats mit Bewegungsfreiheit dabei gewesen sein (gelb)
Ich musste bei mir auch nach dem Wechsel auf Shimano wieder etwas an der Cleat-Position tüfteln. Jetzt passt's wieder.
Was die Sachsen da so treiben.

Ich habe ja richtig Angst vor'm Winterpokal. Nicht das Peso mich zum Frühstück verspeist.
Der hatte doch recht harmlos ausgesehen beim Schwarzwaldmarathon.
__________________ Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.
Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart
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19.10.2008 22:22
Hansi.Bierdo
life is a road to roubaix

Dabei seit: 18.11.2007
Fan von: meiner Ibanez
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| RE: Hügelrollern im Rems-Murr-Tal
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| Zitat: |
Original von Niggel
@ Hansi
Hast du die Knieprobleme mit den neuen Pedalen? Da solllten die Cleats mit Bewegungsfreiheit dabei gewesen sein (gelb)
Ich musste bei mir auch nach dem Wechsel auf Shimano wieder etwas an der Cleat-Position tüfteln. Jetzt passt's wieder.
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Ich weiß es nicht genau. Der Verschluss der Pedale war ganz locker eingestellt, und bei der ersten Fahrt verdrehte ich mir laufend den Fuß, bis ich sie härter einstellte. Allerdings tauchten da schon die Schmerzen auf. Die Cleatstellung (es sind gelbe) mußte ich auch nochmal anpassen, aber jetzt scheint's gut.
Allerdings können die Schmerzen auch von der Arbeit kommen. Wir bauen unser Rechenzentrum total um und sind laufend schwer am Schleppen. Möglicherweise war es auch die Kombination von beidem. Auf jeden Fall geht's wieder besser, der Winterpokal kann kommen.
__________________ If it's not on strava it didn't happen.
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23.10.2008 17:42
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Die ersten 28km ging es sogar recht gut...dann kam der Mann mit dem usw.
Die neue Strasse hat sich gleich mal von ihrer besten Seite gezeigt, das einzige Teilstueck ausserhalb Rotterdams mit exaktem Rueckenwind.
Insgesamt 7km extra, also 35km. Zwei Anstiege, der Mont de la Windstaerke 5, der sich mitten auf der Strecke ueber 6km hinzog. Kurz vor dem Ziel endete der Col de la Windstaerke 5, der in der Bebauung und in den Kurven gelegentlich ein paar Windprozente weniger aufwies. Gemittelt habe ich sagenhafte 26,83km/h
Ich gehe jetzt sterben - und danach duschen!
__________________ Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ogkempf: 23.10.2008 17:43.
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23.10.2008 17:56
fassa
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.02.2008
Herkunft: aus dem Nichts Fan von: Bouygues Telecom, Tro Bro Léon, franzöischem Radsport, italienischen Rädern und Campagnolo, Pierre Bordry
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Ich bin am Montag zum letzten Mal gefahren. Wird Zeit, daß ich mir eine Rolle zulege, damit ich Weihnachten auch trainieren kann....wie der Lance!
Ne, aber Montag war ja schönes Wetter und dies schienen wirklcih ALLE aus meiner Heimatstadt genutzt zu haben. Ganze Horden an Radlern sind mir entgegen gekommen. Nix mit "lonesome-rider-on-the-road" und dem meditativen Aspekt des Pedalierens. Dass die sich auch alle ausgerechnet die schönste Strecke an der Saale hellem Strande aussuchen müssen. Naja, gönnen kann man es den auch mal.
Was mir mehr Angst macht, sind die Freaks, die sich jeden Mittwoch hier treffen um mit 35+ 2,5 Stunden fahren wollen. 35+ ist allerdings nicht die Altersvorgabe, sondern die Geschwindigkeit. 
Da komm ich nicht mal annähernd ran. Meine schlimmsten Träume gehen sogar soweit, dass, wenn ich da mal mitfahren sollte, die mich für tot erklären und wie einen lahmenden Gaul in freier Prärie erschießen. Meine bisherigen Höchst-Durchschnitts-Geschwindigkeit lag bei ca. 25,5 km/h
__________________ Für alle die den wilden Osten kennenlernen wollen oder auch schon dort wohnen: 1. Hallzig Historica (www.die-historica.de)
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25.10.2008 16:57
Söckchen
*klick*

Dabei seit: 25.12.2005
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Hab heute zum ersten Mal, seit ich umgezogen bin, die Landschaft hier in Mittelfranken erkundet 
Sehr schön muss ich sagen, und mal was neues, wie flach es hier ist im Gegensatz zu dem, was ich gewohnt bin...
Schnuckelige 45 km mit 25,5 Schnitt
__________________ Ciclista.net - Radsportblog
Steigungsleistung Rechner
Instagram
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25.10.2008 20:44
Paristours
Zwischensprintanzieher
Dabei seit: 20.09.2008
Herkunft: Hannover Fan von: Schnee, Wind, Frühjahresklassiker
n, Erik Zabel, Thor Hushovd, Alexander Usov, Skispringen
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| Zitat: |
Original von falzarego
165 km; gut sechsundzwanzig Viertelstunden Fahrzeit. |
coole Zeitangabe. Macht einen Schnitt von 25,35 km/h. Nicht schlecht über so eine lange Strecke und mit Gegenwind am Ende.
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26.10.2008 17:15
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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Wir waren heute Teilnehmer an der Radschnitzeljagd, die von Frösis "Grupetto" organisiert wurde.
Vier Ziele im Leipziger Süden mußten erreicht werden, wobei Zweierteams in Abständen von einigen Minuten starteten. Tja...zwei Leute...zwei Garmins...vier Meinungen.
Ich konnte meine Meinung durchsetzen. Leider. Mit fast 93 km waren das 15 km mehr als bei einigen anderen Teams. Bei 31 km/h...
Spaßig war es trotzdem.
93 km / 300 hm
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
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