Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei? |
02.08.2005 13:22
blaho
Weltmeister
Dabei seit: 23.07.2002
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Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei?
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Jürgen Zäck (fast 100-facher Ironman) in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau:
| Zitat: |
| Seit 1994 habe ich keine Leistungsdiagnostik gemacht, weder habe ich meinen Laufstil und meine Radposition überprüfen lassen, ich komme auch ohne Laktatmessung und Pulsmesser aus - und ich vermisse nichts!... Der Athlet muss weg vom vorgefertigten Trainingsplan aus dem Computer. Ich brauche keine Pulsuhr. Weil ich meinen Körper selbst einschätzen kann, ich sage meinen Pulsschlag plus-minus zwei Schläge genau vorher. Dahin muss es wieder kommen |
Bisher habe ich das Training mit diesen hochtechnisierten Spielereien sehr genossen. Jetzt waren sowohl am Polar als auch am Cyclosport die Batterien alle und ich bin gezwungenermassen ohne "technischen Support" unterwegs gewesen. Interessanterweise ging es mir wie Jürgen. Als der HAC4 endlich wieder lief hat er mir nur bestätigt, was ich ohnehin im Gefühl hatte. Ich bekomme den gefühlten Puls auf +/- 5 Schläge hin und um die Zeit zu nehmen reicht mir auch eine popelige Stopuhr. Die Vorbereitung für meinen besten Ironman (10 Std. 3 min.) habe ich mit einer Timex Ironman 100 Lap durchgezogen und für den Puls habe ich mich herzlich wenig interessiert, sondern alles nach Gefühl gemacht.
Momentan habe ich das Gefühl, dass mich die ewige Buchführung mit Höhenmetern, Durchschnittspuls und diesen Spielereien eher unter Druck setzt als unterstützt.
Wie sieht es bei Euch aus? Hochtechnisiert oder eher Zäck-like?
__________________ Wie sagten Sie so treffend im Ziel von Kailua Kona: "Die letzten Kilometer waren die Hölle." Ich verrate Ihnen jetzt mal was: Bei mir sind es schon die ersten Kilometer.
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02.08.2005 13:24
Glgnfz
Illuminatus

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Lehmen Fan von: Leuten, die durchaus auch arbeiten...
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| RE: Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei?
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ich finde man muss aber ne zeitlang mit pulsuhr gefahren sein, um den puls halbwegs gut schätzen zu können.
ich fahre im moment (pulsuhr ist unterwegs zu polar - würg!!!) auch ohne und bilde mir ein so bis auf 5 schläge ziemlich gut schätzen zu können.
__________________ Hier könnte Ihre Signatur stehen!
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02.08.2005 13:47
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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| RE: Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei?
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Eher Zäck-like. Erinnere mich daran, dass er schon mal einen Triathlon zu Ende gehen musste.
Die letzten Wochen fahre ich auch ohne Pulsuhr, weil die Batterie im Brustgurt leer ist, aber eigentlich habe ich kein Problem, mit Pulsuhr zu fahren, gerade weil ich häufig bei identischen Strecken und ungefähr gleicher Geschwindigkeit unterschiedliche Werte habe.
@GLGNFZ: Du hast einen Polar und einen HAC4, kein Wunder, dass es dann nicht mehr zum Auto reicht.
__________________
2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9
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02.08.2005 13:48
badorties
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.04.2003
Herkunft: Kassel Fan von: Radsport? und ungedopten Fahrern
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| RE: Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei?
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ich finde, bergauf (insbesondere untrainiert) verschätzt man sich - jedenfalls ich - relativ schnell, da bin ich manchmal erstaunt, wie hoch der Puls wirklich ist. Und auch nach meiner langen Krankheit dieses Jahr, war ich froh ab und an einen Pulsmesser dabeizuhaben, das hat vielleicht mit meinen fast 40 zu tun, daß sich der Körper nicht mehr so schnell regeneriert, sicherlich auch mit den 8 Wochen Antibiotika..., aber in so einem Fall kann eine Pulsuhr durchaus lebenswichtig sein.
Aber es stimmt: vor meiner Krankheit, mit Min und Maxpulsalarm gefahren, habe ich kaum draufschauen müssen. Da wußte ich meist auch bei +/-5 Differenz, wo ich war.
__________________ tía Käthe
Ex-Tippspielsieger
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02.08.2005 13:59
Rino Albergo
...

Dabei seit: 29.12.2001
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zur trainingssteuerung bzw. zur gesundheitserhaltung ist die einhaltung von pulsfrequenzbereichen bestimmt hilfreich ... ob man den puls dabei fühlt oder misst, ist doch unerheblich ... wenn man allerdings (wie ich) nicht systematisch trainiert, sondern fährt, wenn zeit ist, verkommt der technikkram zur statistikspielerei ... ich fühle mich durch die compis auch eher unter druck gesetzt, allerdings vor allem durch den tacho ... wenn der mal weg ist, fährt sichs (alleine!) deutlich entspannter, hab das im ersten hj2006 so gemacht ...
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Rino Albergo: 02.08.2005 14:00.
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02.08.2005 14:06
flenders
Routinier

Dabei seit: 03.05.2003
Herkunft: Karlsruhe
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| Zitat: |
Original von Rino Albergo
hab das im ersten hj2006 so gemacht ... |
Hast du die Saison 2005 schon abgeschlossen?!
Bei mir ist es so, dass mein Gefühl an manchen Tagen schon reht stark von den von der Pulsuhr gemessenen Werten abweicht - ist nur die Frage, nach was man sich halten sollte
Angepriesen wird ja z.B. im Hochleistungsbereich oft Training nach Wattzahl, aber wenn man da mal einen schlechten Tag hat, dann fährt man ja mit einem viel höheren Puls - nur was ist jetzt der richtige Anhaltspunkt fürs sinnvolles Training? Gefühl, Puls oder Wattzahl?
__________________ TSSD (Tobias Strauß Software-Development)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von flenders: 02.08.2005 14:07.
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02.08.2005 14:38
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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Ja, am Anfang war der Pulsmesser unverzichtbar, überlebenswichtig, wenn man so will. Mittlerweile hab ich viel besser im Gefühl, wie stark ich mich tatsächlich belaste und nutze den Pulsmesser eher zur Kontrolle, also wenn es ans "definierte" Training geht (lange her) oder um Auffälligkeiten zu entdecken (20 Schläge zu hoher Erholungspuls etc., ohne dass man es merkt).
Den Polar hab ich vor allem deshalb, weil man die Geschwindigkeit ausblenden kann
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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02.08.2005 15:29
hawkeye_76
Giro-Sieger

Dabei seit: 20.07.2004
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Ich habe eigentlich auch immer Pulsuhr und Tacho mit Stoppuhr dabei. So ein absoluter Trainingsfetischist mit Statistikspleen bin ich aber nicht. Ich führe zwar Trainingstagebuch, aber nur mit den grundlegenden Angaben.
Mir hilft die recht einfache Variante von Polar, die ich besitze (ich glaube A 7 oder so) mich ganz gut zu orientieren, vor allem im Frühjahr oder nach einigen Tagen Trainingspause. Da ich leider auch meist nur Zeit für Runden so um die zwei Stunden habe und nur selten zu mehr hilft es mir dann, bei den längeren Fahrten am Anfang besser in den Rhythmus zu kommen (ich fahre eigentlich immer den gleichen Berg am Anfang, nur dann unterschiedliche Schleifen). Auch ist es mir schon so gegangen, dass ich mich zu sehr an der Geschwindigkeit orientiert habe, aber dabei nicht so auf den Wind geachtet habe; der Unterschied ist natürlich dadurch immens.
Insgesamt denke ich aber, dass ich auch so ungefähr auf +/- 5 Schläge schätzen könnte.
An dieser Stelle übrigens mal eine andere Frage, was habt ihr denn so für einen Ruhepuls?
Ich (28, 1,90 m, 81 kg, mäßig trainiert) komme so etwa in den Bereich 41 bis 42, wenn ich locker auf der Couch sitze.
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02.08.2005 16:23
ernesTo
Steht alles im Gesundheitspass

Dabei seit: 14.08.2002
Herkunft: nrw Fan von: ulle, mopped, gisi
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ohne pulsmesser kann man kein gefühl für seinen puls entwickeln. also schmarrn was der gute da von sich gibt. zumindest um ein gefühl zu bekommen braucht man das ding.
er trainiert ja auch nach puls, nur das er ihn schätzt. soviel macht er nicht anders als die ganzen hobbyfahrer, die das ding halt am handgelenk haben.
ich fahre 80% der zeit mit pulsmesser und ohne tacho. benutze den pulsmesser aber nur als grobe orientierung und bin kein sklave der uhr.
bin eigentlich ganz zufrieden damit und werde es auch weiterhin so machen.
nen ruhepuls von knapp über 40 kommt mir übrigens auch sehr niedrig vor. was bringt davon abgesehen eigentlich dieses ruhepulsvergleichen? der ruhepuls ist doch so individuell, dass er prinzipiell garnicht richtig vergleichbar ist und überhaupt nichts aussagt (bei hawkeye trotzdem ganz gut, dass ers geschrieben hat, denn der puls wirkt echt komisch). damits nicht langweilig wird werfe ich dann mal meinen hämatokritwer in den raum 
48!
mfg
ernesto
__________________ wer die size braucht, hat´s nicht kapiert!
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02.08.2005 16:32
Glgnfz
Illuminatus

Dabei seit: 29.12.2001
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hämatokrit hatte ich auch neulich 49! meine frau, die sich nie bewegt hatte 47! also selbst die kommt fast in probleme und bekommt dast schon ne zweiwöchige "schutzsperre" aufgebrummt, wenn sie getestet wird.
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02.08.2005 16:55
blaho
Weltmeister
Dabei seit: 23.07.2002
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| Zitat: |
Original von ernesTo
ohne pulsmesser kann man kein gefühl für seinen puls entwickeln. also schmarrn was der gute da von sich gibt. zumindest um ein gefühl zu bekommen braucht man das ding.
er trainiert ja auch nach puls, nur das er ihn schätzt. soviel macht er nicht anders als die ganzen hobbyfahrer, die das ding halt am handgelenk haben.
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Dass er nach Puls trainiert kann ich da nicht herauslesen. Nur, dass er ihn ziemlich genau schätzen kann.
Wenn man wirklich nach Puls trainieren will, kommt man um eine Leistungsdiagnostik (und wenn's nur ein Conconi-Test ist) doch nicht herum.
Was muss ich meinen Puls EKG-genau haben, wenn ich meine anaerobe Schwelle nicht ebenso genau kenne?
Oder glaubt wirklich jemand daran, dass 2 min. auf dem Rücken liegen während der Polar die HF misst, eine zuverlässige Art der Leistungsdiagnostik ist?
Ich bin interessehalber gerade dabei, Ergebnislisten von Marathonläufen der letzten 20-25 Jahre zu vergleichen und trotz gewaltiger Aufrüstung im Materialbereich wird der Schnitt immer schwächer.
Beispiel Kandel:
13.03.2005
564 Teilnehmer - 46 Starter unter 3:00
08.03.1992
779 Teilnehmer 237 Starter unter 3:00
Allerdings muss ich die Einschränkung machen, dass ich nicht weiss, inwiefern sich die Strecke geändert hat.
Trotzdem kann man diese Entwicklung generell beobachten. Mit den Zeiten, mit denen man heute manchen 10-km Lauf gewinnen kann, wäre man vor 20 Jahren selten unter die ersten 10 gekommen. Hier wieder die Einschränkung, dass es etwas mehr Läufe gibt, was sich aber nicht auf die Teilnehmerzahl auswirkt.
__________________ Wie sagten Sie so treffend im Ziel von Kailua Kona: "Die letzten Kilometer waren die Hölle." Ich verrate Ihnen jetzt mal was: Bei mir sind es schon die ersten Kilometer.
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02.08.2005 18:15
xxGinesxx unregistriert
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Also ich fahr ohne Pulsuhr - ich besitze nämlich keine.
Gab zwei Momente, wo ich mal wgn des Pulses abgekackt bin (u.a. am Torfhaus, hallo Harzer, hallo Chreez 
), aber in der Regel merke ich schon, wenn mein Herzerl sagt, dass ich 'nen Gang zurückschalten soll.
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