Tour 2007 - Lahme Etappen: |
12.07.2007 11:51
schnippler unregistriert
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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Original von Struempfi
@ Schnippler
ich würde deine These von 4 km/h schneller entspricht 10 % Steigerung hinterfragen. Der Luftwiderstand wächst doch mit der Geschwindigkeit im Quadrat, oder? Eine Steigerung von 36 km/h auf 40 km/h bedeutet dann eine Steigerung des Luftwiderstands um 23 %. Eine Leistungssteigerung um 10 % wäre , vorausgesetzt diese Rechnung stimmt (was ich nicht weiß), eine Steigerung von 36km/h auf 37.8 km/h. Lieg ich da völlig falsch? |
Wahrscheinlich hast Du recht. Das heißt dann erst recht, dass sich 4 km/h nicht durch Doping erklären lassen.
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12.07.2007 11:59
Struempfi
Neutiroler
Dabei seit: 13.03.2002
Herkunft: Schwaben Fan von: Selberfahrern
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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war auch völlig unabhängig vom Doping-Thema.
Aber zurück zur Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tour:
Wie erklärst du dir, dass Anfang der 90iger (Beginn des "EPO-Zeitalter) die Durchschnittsgeschwindigkeit so deutlich gestiegen ist? Ich weiß nicht wieviel es war, aber über 2km/h wars glaube ich schon.
__________________ Mein Doping ist Trollinger ;-)
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12.07.2007 12:01
Brian
[bri:an]

Dabei seit: 08.07.2004
Fan von: Nur von meinen Kiddies
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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Original von schnippler
Wenn ein Satz mit "ich glaube" anfängt, meinst Du dann, dass ich was zitiere?!
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Nein, aber eine andere Quelle als dein Glaube wäre bei einer solchen Annahme gar nicht so schlecht...
| Zitat: |
Original von schnippler
Aber wegen der 4 km/h: Das wären 10 % der Geschwindigkeit. Umgerechnet auf einen 100 Meter Lauf 1 Sekunde, auf einen Marathon 12 Minuten. Solche Sprünge gehen in Ausdauersportarten mit Doping nicht, vielleicht im Kugelstoßen. |
Zumindest die Berechnung stimmt mathematisch ungefähr. Da du aber nicht schreibst dass du nur glaubst im Ausdauerbereich geht das nicht, hast du dann sicher für die Annahme eine andere Quelle, oder?
| Zitat: |
Original von schnippler
Die Doping-Leichtathletik-Rekorde der 80er im Laufen (Kratochvilowa und co.) sind auch nicht 10 % besser als die heutigen Leistungen. Und dazu kommt, dass im Radsport auch die Technik die Leistung stark beeinflusst, die aber unverändert bleibt (oder besser wird), was wiederum die athletischen Steigerungen nivelliert. |
Wer sagt, dass die heutigen Leistungen in der Leichtathletik sauber erbracht werden?
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12.07.2007 12:02
schnippler unregistriert
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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| Zitat: |
Original von Struempfi
war auch völlig unabhängig vom Doping-Thema.
Aber zurück zur Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tour:
Wie erklärst du dir, dass Anfang der 90iger (Beginn des "EPO-Zeitalter) die Durchschnittsgeschwindigkeit so deutlich gestiegen ist? Ich weiß nicht wieviel es war, aber über 2km/h wars glaube ich schon. |
Erstens Materialentwicklung, gerade Greg Lemond war da Experte, zweitens ein sehr guter Indurain, der auch sehr stark sein Team benutzt hat, um seine Erfolge abzusichern. Also zusammengefasst: technischer Fortschritt plus Teamwork.
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12.07.2007 12:31
Sprintstar
Kulturpessimist

Dabei seit: 06.08.2006
Herkunft: Leer (Ostfriesland)/Müns
ter (Westfalen) Fan von: Konstantin Gropper und Lars Boom
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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| Zitat: |
Original von schnippler
Wegen einer langsamen Etappe muss man hier nicht so'n Wind machen, die gestern hatte ganz "normales" Tempo. Und was kann das Peloton dafür, wenn vorne 2 Ausreißer eine Bummelfahrt machen.
Ich glaube kaum, dass Doping 10% Gescheindigkeit, also 4 km/h bringt. Völlig unrealistisch. Es ist wohl eher so, dass ein Nicht-Gedopter nicht jeden Tag Anschlag fahren kann, sich also häufiger mal im Feld verstecken wird. Das senkt aber nicht den Schnitt.
Allerdings ist jetzt schon klar, dass ARD/ZDF das zu einer Geschichte verwursten. |
*unterschreib*
Seh ich genauso. Wenn, sagen wir mal, so etwa 50 % der Leute zu sind, die anderen 50 % sauber, dann müssten die sauberen versuchen, an den gedopten drann zu bleiben. Und auf Spiegeleietappen ist das eben so, dass die Sauberen, in diesem Falle, dank mangelnder Selektion halt dran bleiben können. Übrigens: Man sollte bei der Schnittdiskussion auf flachen Etappen niemals den WIND vergessen. Glaubt mir, der kann ne gaaanze Menge ausmachen... Wenn ich hier in Ostfriesland mit dem Rad raus bin, dann sind meine Schnitte IMMER vom Wind abhängig.... naja, zumindest grösstenteils...
Wg. der Medien (über die ich ansich ja sowieso nur allszuoft alles gesagt habe): Was GEZ und viele Zeitungen da in den letzten Tagen so verzapften, ist einfach nur bescheuert. Heute zb. hat unsere Lokaltageszeitung hier nach "messerscharfer Recherche" versucht, zwischen 
, M. Kessler (ein mehr oder weniger "normaler" Dopingfall, 
) und der TdF irgendeinen Zusammenhang herzustellen. Ums besser zu formulieren: Anstatt diese unterschiedlichen Geschichten einfach in unterschiedlichen Artikeln zusammenzufassen, hat das Blatt einfach alles in einen Artikel gestopft. Unterste Boulevardkanone...

Daneben wurden dann wiederum in zahlosen Artikeln Loblieder über irgendwelche Fussballer gesungen... Wie schon so oft gesagt: Wer die bessere Lobby hat, ist halt sauber...
__________________ The idea is good but the world isn't ready yet!
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12.07.2007 12:38
Struempfi
Neutiroler
Dabei seit: 13.03.2002
Herkunft: Schwaben Fan von: Selberfahrern
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| RE: Tour 2007 - Lahme Etappen:
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ich versuch mich verzweifelt an meine Physikvorlesungen zu erinnern.
Beim Luftwiderstand bin ich jetzt von Flachetappen ausgegangen. Bei idealen Bedingungen (keine Reibung; kein Luftwiderstand) behält ein Körper (Radfahrer) seine Geschwindigkeit, wenn er nicht an Höhe gewinnt. Also muss ein Radler auf einer topfebenen Etappe die Reibungsenergie (Reifen auf Boden, Kette, Lager etc) und den Luftwiderstand überwinden. Die Reibungsengergie bleibt in erster Näherung gleich, unabhängig von der Geschwindigkeit. Der Luftwiderstand ist abhängig von der Geschwindigkeit (siehe früheres Posting). Bei höherer Geschwindigkeit muss also mehr Energie aufgewandt werden, um die Geschwindigkeit zu halten. Nun ist Leistung = Energie/Zeit. Wenn man also schneller fährt, muss man in kürzerer Zeit mehr Energie aufbringen, meine Rechnung oben ist also bestenfalls eine Näherung.
Höhenunterschiede:
Die Energie, die man aufbringen muss, um x Höhenmeter zu überwinden, ist unabhängig davon, wie schnell man das tut. Wenn wir jetzt von Tagesleistungen ausgehen, so ist es nach meiner Rechnung in wirklich sehr, sehr.... grober Näherung egal, ob man den Berg in 1 Stunde hochfährt und dann 23 Stunden Pause hat oder in 2 h und mit 22 Stunden Pause. Nach dieser Rechnung ist der Unterschied der, dass der schnellere einfach einen deutlich höheren Luftwiderstand gegen sich hat und deshalb mehr Energie verbraucht. Wie gesagt, dass ist eine allergröbste, von mir selbst zurechtgelegte Rechnung, die keiner wissenschaftlicher Prüfung standhält, eigentlich soll sie nur zeigen, dass eine Geschwindigkeitserhöhung um 10 % eine deutlich höhere Leistungssteigerung als 10 % ergibt. Ob das wirklich stimmt..., ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen, wenn da jemand bewanderter ist als ich.
__________________ Mein Doping ist Trollinger ;-)
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