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Zum Ende der Seite springen GP Schwarzwald-Triberg 2007 Jedermänner
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09.03.2007 22:19

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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RE: GP Schwarzwald-Triberg 2007 Jedermänner

Zitat:
Original von Niggel
Wenn ich jetzt nicht irre, ist an dem Samstag in Trier ebenfalls ein Marathon.
Puuhh, das wird ein hartes WE, aber gutes Training für den Ötzti.


Hey Niggel, ich denke Du wirst auf Deine Kosten kommen...Das wird dann ein ü500km und ü10000hm Wochenende oder was blinzelnd

Ich gebe Zu das mir vermutlich das Rennen am Samstag (und Freitag) und der Rad-Marathon reichen werden....




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20.03.2007 11:51

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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RE: GP Schwarzwald-Triberg 2007 Jedermänner

Zitat:
Original von Donishäusle
Zitat:
Original von Niggel
Wenn ich jetzt nicht irre, ist an dem Samstag in Trier ebenfalls ein Marathon.
Puuhh, das wird ein hartes WE, aber gutes Training für den Ötzti.


Hey Niggel, ich denke Du wirst auf Deine Kosten kommen...Das wird dann ein ü500km und ü10000hm Wochenende oder was blinzelnd

Ich gebe Zu das mir vermutlich das Rennen am Samstag (und Freitag) und der Rad-Marathon reichen werden....


Wem der Feldbergrunde nicht sportlich genug ist kann sie übrigens problemlos mit diesem Schmankerl aufpeppen... Augenzwinkern

Wiedener Eck da Neuhof




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20.03.2007 12:20

Fraenki
Saisonende - kein Nerv mehr zum radeln ( 2008 )

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die 26 zwischen 947 und 960 sind aber ein Druckfehler ...... blinzelnd

oder ????




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Wer sich keine Zeit nimmt
wird nie welche haben.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Fraenki: 20.03.2007 12:20.

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20.03.2007 14:28

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Zitat:
Original von Fraenki
die 26 zwischen 947 und 960 sind aber ein Druckfehler ...... blinzelnd

oder ????


Oh nein.....Nicht ganz korrekt sind eher die 14%- und 16% -Stellen, weil ich zwischendurch mal Schlangenlinien fahren musste volltrottel




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13.05.2007 22:29

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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GP-Rennstrecke

Nun gings also heute auf die berüchtigte Strecke des GP Schwarzwald wo die Jedermänner ach die Gelegenheit bekommen sollen die Strecke der Profis (wenn auch auf 3 statt7 Runden) zu geniessen....volltrottel
Nach schöner Anfahrt bei bestem Wetter (nur Pollen waren wieder zahlreich) gings also auf die Strecke wobei wir die Geutsche zunächst links liegen ließen (kannte ich auch schon gut) und auf die weitere Strecke fuhren. Zunächst geht es etwas wellig weiter, bis eine langgezogene, recht breite Abfahrt hinuter nach Brigach und St. Georgen führt, wo der nächste keinesfalls zu verachtende Hügel wartet (700m, 7%, siehe Anhang), ein ziemlicher flacher Anstieg führt zu schnellen Abfahrt nach Triberg (hier dürfte man als Solist gegen eine konsequent fahrende Verfolgergruppe schlechte Karten haben, wenn die dann noch fahren können). Zum krönenden Abschluss kommt der Schlussanstieg nach Triberg hinein (kleine Welle Am Anfang und dann immer noch ordentliche 5% bis ins Ziel).

Sehr geiler Kurs Gut gemacht das könnte richtig lustig werden. Vor allem das Finish im Stile eines Klassikers gefällt mir hervorragend. Zudem sollte sich das Feld an der Geutsche ziemlich schnell und ziemlich deutlich sortieren.
Zum Abschluss hab ich noch einen Google-Pfad angefügt (.zip in .kmz umbenennen). Ich empfehle Optionseinstellungen für die Tour mit Kamerawinkel 75 Grad und Kamerabereich von 250m, das gibt einen coolen Effekt cool

Dateianhang:
zip GPS.zip (6 KB, 717 mal heruntergeladen)

Donishäusle hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
St. Georgen.png TribergFinish.png






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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 13.05.2007 22:34.

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13.05.2007 22:31

peso
Ehemalige Bergziege

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RE: GP-Rennstrecke

Zitat:
Original von Donishäusle
Zudem sollte ich das Feld an der Geutsche ziemlich schnell und ziemlich deutlich sortieren.


Keine falsche Bescheidenheit... smile




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13.05.2007 22:32

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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RE: GP-Rennstrecke

Zitat:
Original von peso
Zitat:
Original von Donishäusle
Zudem sollte ich das Feld an der Geutsche ziemlich schnell und ziemlich deutlich sortieren.


Keine falsche Bescheidenheit... smile


Hoppla, da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken Jörg Ludewig




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06.06.2007 15:56

Barus
Trekkie

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RE: GP-Rennstrecke

Die Wahlsachsen kommen!


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08.06.2007 15:05

Barus
Trekkie

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Fan von: Fettnäpfchen

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RE: GP-Rennstrecke

Kommt der Kurs in etwa hin?
Ich glaube, ich habe mich in/bei den Ortschaften:
  • Waldkirch
  • Kirchzarten
  • Furtwangen
  • Schönwald
etwas vertan, oder?

Dateianhang:
zip GPS258.zip (15 KB, 715 mal heruntergeladen)



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08.06.2007 17:41

DjHans
Danke Jan!

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Der GP geht durch keiner dieser Ortschaften...

Lediglich der Marathon.




__________________
Danke Jan, für die tollen Jahre. Du bist der "Tourgott"!
--------
Vive le Tour!
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08.06.2007 18:33

peso
Ehemalige Bergziege

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Zitat:
Original von DjHans
Der GP geht durch keiner dieser Ortschaften...

Lediglich der Marathon.


Und da wir uns bei den Selberfahrern befinden, liegt die Vermutung nahe, daß...




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08.06.2007 23:34

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Nun das sieht schon ganz hübsch aus, nur das man gleich am Anfng noch auf der B500 bis kurz vor Schönwald fährt und dafür am Ende die Strecke zwischen Schonach und Triberg, sowie kurz vor Waldkirch nicht auf der B294 sondern auf der Landstrasse. Aber es vermittelt schon einen ganz netten Eindruck großes Grinsen

BZF bin ich ziemlich genau 16:00 min gefahren der Sieger hatte 15:08, damit bin ich als mäßiger Zeitfahrer eigentlich ganz zufrieden. Hab auch auf dem ersten Teil 360 Watt getreten und am Ende nur noch 300, obwohl ich mir schon vorgenommen hatte am Anfang nicht zu überziehen volltrottel
Für dieses Monster von Berg hatte ich mit 34-23 noch eindeutig zu optimistisch gekettet.

Der Anfang war auch sehr lustig auf KSP von der Hauptstrasse zum Kurhaus großes Grinsen , die Kurven waren so eng das man bremsen musste....




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09.06.2007 08:38

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier
Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.

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@Donishäusle:
Gut gemacht ja großer meister... Gut gemacht.

Ich wünsche allen Teilnehmern morgen viel Erfolg, viel Spass und gutes Wetter.
Ich hätte mich gerne mit euch im Schwarzwald gebalgt. Wenn auch nur die ersten Kilometer. großes Grinsen
Nächstes Mal dann hoffentlich.

winkend




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Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.

Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

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09.06.2007 10:04

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani

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Zitat:
Original von Donishäusle
BZF bin ich ziemlich genau 16:00 min gefahren der Sieger hatte 15:08, damit bin ich als mäßiger Zeitfahrer eigentlich ganz zufrieden. Hab auch auf dem ersten Teil 360 Watt getreten und am Ende nur noch 300, obwohl ich mir schon vorgenommen hatte am Anfang nicht zu überziehen volltrottel
Für dieses Monster von Berg hatte ich mit 34-23 noch eindeutig zu optimistisch gekettet.


Irgendwo ist noch einer mit 14:49 aufgetaucht blinzelnd
War jetzt am Ende 16ter , wobei hoffentlich angesichts der ungleichmäßigen Renneinteilung sicher noch "Room for Improvment" bleibt....

Ich geh mir jetzt erstmal ein 25er Ritzel holen.......




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09.06.2007 11:14

peso
Ehemalige Bergziege

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18,2 km/h? VAM 1863 hm/h.

Ganz ok...

geschockt




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09.06.2007 12:03

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Zitat:
Original von peso
18,2 km/h? VAM 1863 hm/h.

Ganz ok...

geschockt


das sind hier doch keine heurigen Hasen sonder echte Schwarzwaldbiker großes Grinsen
Das wird heute wahrscheinlich noch etwas heftiger ohje...

Übrigens ist es jetzt sogar ein 12-27er geworden Radler (Jacques Tati)




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10.06.2007 22:36

Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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würg Jour sans....

Zitat:
Original von Donishäusle
Übrigens ist es jetzt sogar ein 12-27er geworden Radler (Jacques Tati)


Und das war auch bitter nötig. Beim Rennen gestern hatte ich einen wirklich schlechten Tag. Das Rennen beginnt ja gleich mit dem Anstieg zu Geutsche, wo es das erwartete Gemetzel gab. Ich hab eigentlich nach 50m Schon gemerkt das ich die Spitze oder eine der vorderen Gruppen nicht würde halten können und hab auch ständig ans aufgegeben gedacht, bin dann aber doch weitergefahren, weil man ja auch gelegentlich die zweite Luft bekommt.
hoffend

Die kam nicht, und so war ich ganz froh noch als einer der Letzten (ca. 50ster, Ergebnisse gibts noch keine) überhaupt in die Wertung zu kommen, die hatten den Mindest-Schnitt mal eben auf 31km/h von 28 hochgesetzt (mein Schnitt am Ende 31,3). Nach dem Rennen war ich dann ganz schön kaputt und heute stand ja noch die Feldbergrunde an (258km/5000hm). Die ging dafür gar nicht so schlecht, aber später davon wie auch von den Rennen insgesamt mehr jetzt bin ich zu müde.....good night




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12.06.2007 10:03

peso
Ehemalige Bergziege

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Ein Floh im Ohr

Wie unsere Bergkenner mit gebirgssicherem Blick auf das Profil unschwer erkennen können, zog es auch Peso und Barus auf die höchste Erhebung der deutschen Mittelgebirge, auf den Feldberg im postkartenidyllischen Schwarzwald. So zum ersten Mal ganz vorsichtig neugierig wurde ich nach dem Erlebnisbericht von Donishäusle, der einen Radmarathon im tiefsten Süden der Republik über 258 km und 5600 hm absolviert hatte und sowohl Schönheit der Strecke als auch die Schwierigkeit der Anstiege als einmalig für die deutsche Marathonszene beschrieb.

Viele Monate später las ich dann den Terminplan des "GP Schwarzwald". Freitag: BZF an der Geutsche 4,5 km / 7,5%; Sonnabend: Rennen mit 60 km / 1600 hm; Sonntag: Radmarathon: 258 km / 5600 hm. Ha, drei auf einen Streich! Wenn da nur nicht das kleine Problem der 600 Anfahrtskilometer bis Triberg wäre...

...welches mich den Floh schon in den Tiefschlaf schicken ließ, bis unvermittelt Barus mit dem Telephon Floh und Peso wieder hellwach klingelte. "Sag mal, am Sonntag, da habe ich noch nichts vor..."

Also immerhin der Marathon!

Zum Pflug

Die erwähnten 600 km später lasen wir ein Schild "Mittlerer Schwarzwald" - der war nur nirgends zu sehen. Viel Wald, deutscher Wohlstandsasphalt, aber kein Berg in Sicht? Ah, die Straße verliert an Höhe, Serpentinen schmiegen sich an den Fels, die ersten Uhrenmanufakturen tauchen auf, der Höhenmeter zeigt bald 650 m und die umliegenden Gipfel langweilen sich 500 m weiter oben pittoresk in der Abendsonne. An Deutschlands höchstem Wasserfall vorbei suchen wir das Kurhaus in Triberg auf, wo wir Donishäusle treffen, der uns, freundlich wie der Schwarzwälder nun ist, schon nachgemeldet hat - schließlich gibt es eine Teilnehmerbeschränkung auf 250 Leute. Wir bestaunen das wertvolle Präsent in Gestalt eines Kulturbeutels mit gewichtsoptimierten Badelatschen, denen man sogar anatomisch bequem die Zehenform nachgeschnitten hatte, werfen einen leicht furchtsamen Blick auf die ansteigende Start- und Zielgerade und fahren dann noch ca. 3 km zu unserem Gasthaus.

Dort knurrt uns ein rundlicher Herr hinter dem Tresen schon aus den Augen an, so daß ich mich hinter Barus' Kreuz erst einmal dem vermeintlichen Unbill des Gastwirtes entziehe. Zimmer? Nein, haben wir keins mehr. Wie Reservierung? Friedrich. Hmm, ja, da liegt hier noch ein Schlüssel.

Eine seltsame Art haben die, bis uns gefühlskalten Großstadteremiten nach ein paar Minuten klar wird, daß die Leutchen einfach nur freundlich sind. Keine professionelle, managementbefohlene Freundlichkeit, sondern eine rauh-herzliche Art, welche den Wirt auch versprechen läßt, uns morgen ein "Thermofrühstück" zu bereiten, schließlich werden wir 06:30 schon auf dem Weg zum Start sein. Wir versuchen uns noch den Schalter für das richtige Licht im Sicherungskasten zu merken, nicken artig, als man uns aufträgt, den Schlüssel dann in den Briefkasten zu werfen und besiegeln den Abend mit Handschlag und 60 Euro.

Im Schwarzwald

Nachdem ich Barus noch ein paar Brotscheiben vor der Nase wegfuttern konnte, wir unsere Räder sorgfältig verschraubt und meinem Hinterreifen noch einen neuen Latexschlauch verpaßt hatten, standen wir auch schon am Start des Marathons. Lange gezögert wurde nicht, gleich mal 30x19 aufgelegt und in Richtung Spitze gesprintet. 250 hm hatten die Streckenplaner an den Anfang des Vergnügens gehäuft. Schön in engen Kurven, nicht allzu steil. 4 km mit 6% im Schnitt und 11% maximal flog Barus hinauf, sah irgendwann in einer Rechtskkurve einen bemitleidenswerten Radler über seinem kopfüber geparkten Gefährt stehen und wild eine Luftpumpe schwingen. Genau. Peso hatte es erwischt. Nach 3 km entwich schon die Luft aus der grünen Latexröhre. So schlagartig wie die Luft verließ mich auch jegliche Ambition auf eine ansprechende Zielzeit. Die lange Anfahrt bis zum Kandel wollte ich doch unbedingt noch in der Spitzengruppe mitschwimmen...

Wieder auf dem Rad überkam mich dann so überraschend wie angenehm eine Welle armstrongscher Verbissenheit. Bis zum Gipfel des Kandel fährst du voll! Dann schauen wir mal, wo wir uns befinden. Also säure ich meine Milch schon etwas an und sammle auf den verbleibenden 100 hm die Nachhut des Feldes ein, drücke kleine Wellen auf dem 52er-Blatt durch und riskiere eine ganze Menge auf der schnellen Abfahrt. Vor mir rauschen zwei Grüppchen ins Blickfeld, am ersten bin ich in < 2 sek vorbei, das zweite suche ich mir als meinen Schlafwagen zum Kandel aus. Große Kerle, 2fach-Garnitur - da habe ich vielleicht doch ein paar Flachlandtiere aufgabeln können? Pustekuchen. Ein Mitleidiger führt ab und an mal mit, das meiste muß ich selbst machen. Trotzdem können wir auf an eine weitere Gruppe mit ca. 8 Marathonis auffahren und ich verstecke mich erst einmal für ein paar Minuten in den hinteren Positionen. Mit 40-45 km/h zieht es sich schön flüssig bis Waldkirch.

Kandel

Hinter dem Abzweig zum Kandel steigt es erst mäßig für 5% auf einem Kilometer, bevor es an der ehemaligen Kreislaufklinik sehr steil wird. 11 km mit 8,2 % (Zum Vergleich: Alpe d`Huez hat 7,7% auf 14 km) im Schnitt und 15% Maximal. Sehr unrhythmisch fordert der Kandel seine Bezwinger. 1 km hat > 10%, dann fällt die Steigung auf <6%, um hinter der nächsten Kurve erneut ein Steilstück mit 14% aufzutürmen. Mir ging es blendend. Der Strom überholter Fahrer gibt Mut, im Spinningstil bei 30x24/21 fahre ich voll am Limit. Zu schnell, wenn man noch an die verbleibenden > 200 km denkt, aber Barus möchte ich schon noch bekommen.

Auf etwa 900 m sehe ich dann das Elend vor mir. smile Barus, der nach eigenem Bekunden schon keine Lust, dafür aber Knieschmerzen hat, quält sich auf den letzten Kilometern. Erst will ich ihm etwas Gesellschaft leisten, finde aber keine für mich angenehme Trittfrequenz mehr im Ritzelpaket ( pfeifend ) und fahre dann allein weiter zum Gipfel. Dort treffe ich an der ersten Verpflegung zu meiner Überraschung auch Donishäusle und war mit dem Tag schon wieder versöhnt.

Wir warten noch auf Barus, begeben uns in eine herrliche Abfahrt mit grandiosen Ausblicken und stürmen in den 200-hm-Gegenhang nach St. Märgen. Nach einer erneut schnellen Abfahrt bewegt sich eine 10-Mann-Gruppe einigmeraßen zügig in Richtung Schauinsland.

Schauinsland

In der Führung ein MTB. MTB-Fahrer schert aus, Tempo fällt um 3 km/h. Voller Erbarmen hängt sich der Traktor wieder vor das windscheue Würmchen. So geht das (für mich recht angenehm) bis zum Beginn des nächsten Anstiegs. Der Schauinsland bietet 15,8 km mit 5,2%. Die ersten 5 km bleibt es mit 1-3% erträglich steil, das Tempo, was an der Spitze vorgegeben wird, ist allerdings recht mörderisch. Donishäusle schaut mich an. Die wissen sicher nicht, was da noch kommt. So? Was kommt denn noch? Na, so 4-5 km mit 9-10%... O ha, also lasse ich die Kette aufs kleine Blatt werfen und kurble halbwegs flüssig bei jetzt schon 4-6%. Bei km 8 beginnt das Steilstück, welches für die nächsten 6 km den Kilometerschnitt nicht mehr < 7,4% fallen läßt. Immer wieder 12-15%-ige Rampen liegen ungeschützt vor dem Auge zwischen den Wiesen und werden von unserem wohlmeinenden Zentralgestirn bekocht. Es ist sehr anstrengend, die Geschwindigkeit nur noch knapp zweistellig, aber die forschen Jungs vom Beginn des Anstiegs kommen wieder näher. Kurz vor dem Gipfel überholen mich noch zwei Freizeitradler und auch der MTB-Fahrer schiebt sich wieder mit seinen Reifen schmatzend an mir vorbei. Also bemühe ich noch einmal das 42er und sprinte zur Bergwertung, an der man die nächste Kontrolle aufgebaut hat. Also wirklich...

Belchen

Die Abfahrt vom Schauinsland ist aus der Gegenrichtung ein gefürchtetes schmales und sehr steiles Sträßchen: der Stohren. Durch den dazu recht schlechten Belag war sie eher kein Genuß. Denselben behinderten auch zwei Kraftfahrschleicher, von denen der eine immerhin auf einem geraden Stück kurz hielt und uns passieren, der andere allerdings nur sinnlos sein Horn tröten ließ, als Wilfried in einer Spitzkehre innen vorbeirauschte. Als auch von unten ein PKW in einer Kuve auftauchte, verzögerte unser "Führungsfahrzeug" so stark, daß ich es vor lauter Schreck etwas zu gut mit meiner Vorderradbremse meinte und sich das Hinterrad schon ein gutes Stück vom Boden hob.

Unvermittel folgte der nächste Anstieg. Von den "Großen Vier" der leichteste. Von 600 m geht es erneut auf > 1000 m, allerdings mit lediglich 5,1% im Schnitt. Im unteren Teil fuhren wir ein sehr moderates Tempo, quatschen munter drauf los, und ich ließ mir von Wilfried "seinen" Schwarzwald zeigen. Etwa dieses Schmankerl, mit welchem man drei Kehren zum Gipfel abkürzen kann - das 23%-Schildchen sollte man dabei aber nicht übersehen. Als uns nach und nach doch einige Fahrer überholen, packt erneut der Ehrgeiz seine Krallen aus und läßt uns bei < 6% abwechelnd in der Führung deutlich an Tempo aufnehmen. Und zum ersten Mal geht es mir nicht besonders gut, ganz oben habe ich Probleme, das Rad von Donishäusle zu halten. Die paar Meter sind aber bis zur Abfahrt schnell wieder zugefahren.

Erneut sind wir bergab sehr schnell unterwegs, sammeln hier und in der Anfahrt zum Feldberg ein paar Leutchen ein und blasen mit Rückenwind ins Dach der Tour.

Feldberg

Schon oben am Belchen ärgerten sich schwarze Wolken vor die Sonne und verbreiteten plötzlich Nachmittagsstimmung am Berg. Jetzt, am Fuße des Feldbergs, wird es richtig finster, ein paar einsame Regentropfen fallen mir schon fett ins Auge und hinter dem Horizont kracht es gewaltig. Keine fünf Minuten später fahren wir durch ein veritables Sommergewitter. Ein Segen! Hier unten ist der Feldberg nur mäßig steil und als würde mir der Regen osmotisch Kraft zuführen, jage ich die Autobahn hinauf. Dabei zerlege ich vor lauter Ungeschick die Gruppe, als ich mich kurz umsehe, bin ich schon fast allein. Beinahe erschrocken halte ich ein und klettere dann gemeinsam mit Donishäusle weiter. Es wiederholte sich das Spielchen vom Belchen. Erst kann ich noch gut folgen, dann hänge ich mit starren Blick am Hinterrad in zweiter Position. Wir holen ein Zweigespann ein, das von einer Frau beschlossen wird, bei der ich mich frage, wo zum Teufel hier Kraft bzw. Leistung herkommen. Am Ende fährt mir die Gute auch noch (ein Stückchen, immerhin) davon. Über 4 km im oberen Drittel ist der Feldberg allerdings sehr schwer, dazu nervt der Verkehr auf der gefährlich ausgebauten Fahrbahn.

Auf dem Gipfel wird sich diesmal mit guter Gulaschsuppe verpflegt, einem Schweizer, der mit Urvertrauen in die Werbeversprechen von Continental in den Schwarzwald aufgebrochen war, meine Pumpe geliehen und dann, nach bestimmt 20 Minuten, der letzte Riese des Tages verlassen.

150 km und ca. 3500 hm liegen bereits hinter uns.

Über die Hügel

Was jetzt folgt, läßt sich aus der Erinnerung nur schwer differenzieren. Immer wieder sind es 150 - 200 hm, die mal in giftigen Stichen, mal als langezogenes Bergtal auf das Höhenmeterkonto klettern. Hier folgt jetzt endgültig meine Metmorphose vom Bergfahrer zum Flachlandtier. Am Anstieg habe ich echte Probleme, kann mich nicht mehr zwingen, mich zu quälen. Sobald es bergab geht oder auf flacher Strecke ziehe ich an den Bügeln, daß meine Leipziger ganz stolz auf mich wären. Einem sehr starken Bergfahrer begegnen wir auf 100 km bestimmt fünfmal. Er zieht jeweils am Berg davon und wird dann von uns im Tal mit 45 km/h überrollt, während er mit 25 km/h dahinschleicht. Besonders in den 20 km im Urachtal läuft es phantastisch. Unser Flachlandexpress bekommt dann dauerhaften hanseatischen Zuwachs, mit dem wir auch an schnellen Gruppen zu dritt nur so vorbeifliegen.

Irgendwann bemerkt Donishäusle, daß mein Hinterreifen schon einen platten Eindruck mache (Im ersten Moment glaubte ich, es sei von mir persönlich die Rede...) und der Hamburger schloß sich an. Ja, das sei schon die ganze Zeit so. Also hielt ich und befühlte das Elend. Da waren vielleicht noch 2,5 Bar auf dem Reifen. Keine Ahnung, wie lange ich schon so durch die Gegend fuhr. Ich sparte mir kurz vor dem Ziel den Reifenwechsel und pumpe lediglich nach, was mich kaum weniger erschöpfte als der nächste Anstieg.

Die auf der Streckenskizze verzeichnete Schleife kurz vor dem Ziel wurde uns dann doch erspart. Nach Triberg setzten wir uns noch einmal von unserem 6-7-Mann-Grüppchen ab und flogen in Ziel.

Der Garmin verzeichnete 258 km und knapp 4800 hm. Deutlich weniger, als man versprochen hatte. Aber ich war, dieses eine Mal, auch nicht böse. Vor allem, weil wir doch noch deutlich unter 10 h Nettofahrzeit blieben.

Fazit

Die dumme Panne und mein viel zu schneller Ritt am Kandel hatten mir den Marathon sehr schwer gemacht. Am Ende war ich völlig erledigt, obwohl ich sicher genug gegessen und getrunken hatte.

Um den Reiz der Streckenführung vergleichen zu können, muß ich schon das Allgäu aus der Erinnerung kramen. Bis auf die Autobahn zum Feldberg hätte die Zunge viel zum frohlockenden Schnalzen gehabt, wenn sie nicht am vertrockneten Gaumen geklebt hätte. 39 EUR (+ 10 EUR Nachmeldung) ist die Veranstaltung auf jeden Fall wert. Ob es auch die 600 km Anfahrt sind, muß jeder persönlich mit ein paar Gläsern Wodka ausmachen

peso hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
1006.png






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"One is, after all, always a Frenchman"

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12.06.2007 10:42

Barus
Trekkie

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Ein toller Bericht. Als ob man selbst dabei gewesen wäre. Keks


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12.06.2007 10:50

torte
Gast

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smile Teilzeitbuddhist

Wozu im nächsten Leben als Pantani geboren werden? Als Mitglied der c4f-Wadenarmada würde mir vollauf ausreichen. Oh Mann, warum verteilt der alte Mann mit dem Bart die Stelzen (und die nötige Zeit Augenzwinkern ) nur so ungerecht? Kam Po Wong


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