Frage: Sozialer und wirtschaftlicher Status der Fahrer |
09.08.2006 13:41
Joe Turner
Kinderbildermaler

Dabei seit: 04.08.2006
Fan von: Identitäten
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| Frage: Sozialer und wirtschaftlicher Status der Fahrer
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Mich verblüfft an der derzeitigen Diskussion über die zukünftige Dopingbekämpfung sehr, dass daran keine Fahrer teilnehmen und dies von allen anderen Parteien scheinbar auch als selbstverständlich angesehen wird. Man liest stets nur vom Radsportverband, den Rennveranstaltern, den Teams, den Sponsoren und unabhängigen Experten. Schaut man sich vergangene Diskussionen zu anderen Problemen im Radsport an, beispielsweise der Einführung der ProTour, kann man diesen Fakt ebenfalls feststellen. Es gibt lediglich fast schon privat zu nennende Stellungnahmen einzelner Fahrer, eine wirkliche Interessenvertretung ist meines Erachtens aber nicht ersichtlich.
Bei all dem gewinnt man den Eindruck, dass die wirtschaftliche und sportliche Abhängigkeit der Fahrer doch sehr groß sein muss und ihre Mitspracherechte in offiziellen Dingen eher gering sind.
Ich kenne mich darin aber nicht aus! Kann jemand von Euch mal was dazu sagen, wie das Verhältnis und die Abhängigkeiten Fahrer - Team, Fahrer - Radsportverband sind? Inwieweit vertritt der BDR die Interessen der Fahrer wirklich oder inwieweit ist er lediglich ein "fahrerfernes" Verwaltungsorgan? Muss man sagen, dass - mit Ausnahme der Stars - die Fahrer wirtschaftlich schon sehr abhängig und daher austauschbar sind und sich radsportpolitische Stellungnahmen nicht leisten können?
Oder trügt mich mein Eindruck komplett?
(P.S. Hallo allerseits, bin neu hier)
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09.08.2006 14:15
Helmut Flieg
Adjutant
Dabei seit: 17.11.2005
Herkunft: dd
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| RE: Frage: Sozialer und wirtschaftlicher Status der Fahrer
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nee, is se nicht, das ist oberste Verband. Die Interessenvertretung der Fahrer ist das wo der Voigte der Sprecher von ist.
__________________ www.dermaulkorb.de
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09.08.2006 18:50
mhs4
Frauenradsportfan
Dabei seit: 11.09.2005
Herkunft: Dresden Fan von: Tina Liebig
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Also wie sieht es denn nun bezürlich der Frage des Threaderöffners aus? Bestehen Abhängigkeiten, die weniger öffentlich sind? Würde mich auch mal genauer interessieren.
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09.08.2006 19:02
Sunshine Thurau
Finisseur

Dabei seit: 06.08.2006
Herkunft: NRW Fan von: TI-Raleigh, Rudi Altig
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| Zitat: |
Original von mhs4
Also wie sieht es denn nun bezürlich der Frage des Threaderöffners aus? Bestehen Abhängigkeiten, die weniger öffentlich sind? Würde mich auch mal genauer interessieren. |
Offensichtlich bestehen sie. Wenn man Aussagen von Manzano und anderen hört, liegt das doch nahe. Die Fahrer hängen am Tropf der Manger, Betreuer, Ärzte, wobei die Betreuer teilweise als Drogendealer unterwegs sind.
Ich stelle mir das so vor: Du kommst in ein Team, wo gedopt wird. Es gibt gewisse Dopingpläne, die vom Arzt ausgearbeitet werden. Die sollen von den Fahrern eingehalten werden. Das ist wichtig für den Arzt, damit er anhand der Medikation feststellen kann, inwieweit die Mittel helfen oder auch nicht. Ein ungedopter Fahrer ist für den Arzt uninteressant, da er als Testobjekt ausfällt.
Ein anderer Moment des Dopingzwangs ist das, was man von der Mafia kennt. Man wird erst dann ein richtiges Mitglied der "Familie", wenn man jemanden umgenietet hat. Dann nämlich kann man nicht mehr zur Polizei rennen und auspacken, ohne selber in den Knast zu wandern. Ein gedopter Fahrer kann dementsprechend schlecht andere anschwärzen, ohne selber aus dem Verkehr gezogen zu werden.
Aber ich bin Laie auf dem Gebiet. Es gibt so'ne und so'ne Teams. TMO gehört bestimmt zu den saubersten Teams, wo solche Zustände nicht herrschen. Auch Gerolsteiner. Bei Teams wie den ehemaligen Kelme, Liberty Seguros, Phonak (?), frühere Gewiss Ballan war die von mir beschriebene Arbeitsweise jedenfalls nicht unwahrscheinlich. Ohne dass ich jemanden beschuldigen will. Die Faktenlage gibt einiges her.
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