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2007 wieder Profirennstall aus Rheinland-Pfalz
"Team Rheinland-Pfalz" in Gründung - Udo Bölts: "Projekt unterstützen"
Radrennsport verfügt in Rheinland-Pfalz über eine lange Tradition. Viele
Radprofis kamen aus Rheinland-Pfalz oder zogen wegen der guten
Trainingsbedingungen dorthin. Der Radsport hat sich seit Aufhebung der
Amateur-Klasse jedoch stark verändert. Aus einer Amateursportart
verschiedener Regionen wurde eine globalisierte Profi-Sportart. Leider fand
diese Globalisierung des Radsports in den letzten Jahren weitestgehend ohne
rheinland-pfälzische Beteiligung statt. Die Erfolge der Rheinland-Pfälzer
Gregor Braun, Udo Bölts oder Rudi Altig bei "Tour de France", Olympischen
Spielen und Weltmeisterschaften sind inzwischen Vergangenheit.
Die Gegenwart sieht düster aus: Von inzwischen ca. 75 deutschen Radprofis in
der ersten und zweiten Liga stammt kein einziger aus diesem wunderschönen
Bundesland zwischen Westerwald im Norden und Pfälzer Wald im Süden. Das
verwundert umso mehr, als kein Bundesland so viele Radsportveranstaltungen
ausrichtet wie Rheinland-Pfalz. Wie kommt es dann zu dieser Diskrepanz?
Diese Frage stellten sich in den vergangenen Monaten auch mehrere
Persönlichkeiten, die in unterschiedlichster Form im Weltradsport tätig sind
und allesamt ihre Heimat in Rheinland-Pfalz haben. Eine Antwort, die sie
gefunden haben, lautet: In Rheinland-Pfalz finden Fahrer, die dem
Juniorenalter entwachsen sind, keine sportliche Heimat, in der sie sich bis
zum Einstieg in die höchste Klasse des Radsports, die UCI ProTour,
entwickeln können.
Das soll sich ab 2007 mit der Gründung des Teams Rheinland-Pfalz ändern.
Kein Bundesland bietet mehr Voraussetzungen für erfolgreichen Radsport:
Rheinland-Pfalz bietet
* eine radsportbegeisterte Bevölkerung mit enormen
Breitensport-Aktivitäten im Radsport;
* das trockenste Klima Deutschlands;
* eine anspruchsvolle und vielfältige Topographie;
* eine innovative Wirtschaft;
* und eine vielfältige Medienlandschaft.
"In diesem Umfeld muss es möglich sein, eine Radsportmannschaft aufzubauen,
die sich zunächst die Ausbildung der Fahrer in der Altersklasse der 19- bis
23-Jährigen zum Ziel setzen will“, sagt der Wormser Lars Diemer, der als
sportlicher Leiter des Teams Rheinland-Pfalz fungieren wird. „Nur der
stetige Vergleich mit dem Radsportnachwuchs anderer europäischer Länder
bringt diese Gruppe weiter."
Das sieht auch Ex-Telekom Profi Udo Bölts so. Als erfolgreichster
Radsportler aus Rheinland-Pfalz wirbt er für die Zukunft des Radsports
hierzulande: "Das Vorhaben, endlich wieder ein "Team Rheinland-Pfalz" an den
Start zu schicken, gehört unbedingt unterstützt. Wo es meine sonstigen
beruflichen und privaten Verpflichtungen zulassen, habe auch ich daher meine
Bereitschaft erklärt, mich in die Sache einzubringen."
Das "Team Rheinland-Pfalz" soll eine Profimannschaft aus Fahrern der
jüngeren Erwachsenen-Jahrgänge werden und Continental Status erhalten. Es
soll nicht nur in Rheinland-Pfalz ansässig sein, sondern vor allen Dingen
dem Nachwuchs aus dem eigenen Bundesland beste Möglichkeiten zum Einstieg in
den Profiradsport bieten.
Das sportliche Fernziel der Mannschaft ist es, rheinland-pfälzische
Radsportler an die Weltspitze heranzuführen. Sollte es gelingen, dem einen
oder anderen Sportler ein Fundament für eine erfolgreiche Radsportkarriere
zu bieten, wäre Rheinland-Pfalz wieder Heimat von "Tour-de-France"-Fahrern.
Eine alte Tradition würde wieder aufleben.
Die Idee zur Wiederauflebung der Mannschaft kam Lars Diemer in der
Zusammenarbeit mit dem Flonheimer Rechtsanwalt Siegfried Fröhlich: "Ein von
mir trainierter Profi wird von Herrn Fröhlich anwaltlich beraten. So
entstand der Kontakt und die gemeinsame Absicht, dem Nachwuchs in
Rheinland-Pfalz endlich wieder eine Chance zu geben", erklärt Diemer wie das
Vorhaben zustande kam.
Rechtsanwalt Fröhlich erklärt seine Motivation zur Mitarbeit am Projekt so:
"Als Rechtsanwalt berate ich zahlreiche Radprofis, Mannschaften und
Komponentenhersteller aus ganz Europa. Irgendwann stellte ich fest, dass ich
keinen einzigen Mandanten aus Rheinland-Pfalz habe, obwohl meine Kanzlei im
rheinhessischen Partenheim ihren Sitz hat. Profiradsport finden in
Rheinland-Pfalz nur durch die RLP-Rundfahrt statt.
Wenn man jedoch wie ich mit Profis sein Geld verdient, dann muss man eben
auch ein Stück an die Nachwuchsförderung zurückgeben.“
Das Werbekonzept des Teams erklärt sich in wenigen Worten: Während viele
Unternehmen Ihre Herkunft aus Bayern oder Baden-Württemberg als
Markenzeichen verkaufen, existiert ein derartiges Wir-Gefühl in
Rheinland-Pfalz nicht.
Das Team versucht sich daher als Werbeträger des Wirtschaftsstandorts
Rheinland-Pfalz zu positionieren. Daneben setzen die Verantwortlichen auf
eine neue Sponsorenstruktur. Fröhlich erklärt diese so: „Der Verkauf der
Namensrechte an einen Sponsor sorgt einerseits für wirtschaftliche
Abhängigkeit, andererseits für einen enormen Druck auf die sportliche
Leistung. Oft hört man, dass Sponsoren ihre Engagement von einzelnen
Erfolgen abhängig machen. Wozu das führt, sieht man derzeit in Spanien.“
Daher laufen derzeit Gespräche zur Bildung eines Firmenpools, um durch
vielfältige Unterstützung der Wirtschaft einen sauberen Sport gewährleisten
zu können.
Die Zukunft wird zeigen, ob dies gelingt.
Weitere Informationen zum Team finden Sie unter
www.team-rlp.com
<outbind://2/www.team-rlp.com>
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Life should NOT be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in sideways, chocolate in one hand, wine in the other, totally worn out and screaming "WOO HOO what a ride!"