WM 2006 - die Kolumne (Vorberichte) |
16.05.2006 11:31
Niki2000
Fortunafan

Dabei seit: 02.01.2002
Herkunft: Düsseldorf Fan von: FORTUNA DÜSSELDORF, Ipswich Town, Christophe Agnolutto, Tadej Valjavec
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| WM 2006 - die Kolumne (Vorberichte)
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Elfenbeinküste von niki2000
Die Elefanten kommen. Niederkassel, die Perle an Rhein und Sieg, wird Gastgeber für die Elfenbeinküste bei der Fifa WM 2006 sein. Das Golfhotel Klostermannshof in der gerade mal 25 Jahre alten Stadt ist Herberge für die französischsprachigen Ballkünstler. Elefanten in einer so jungen Stadt? Das passt doch nicht zusammen. Passt es doch. Denn diese Elefanten sind jung, voller Power und kennen sich alle aus der berüchtigten Fußballschule in Abidjan. Abidjan ist mit 3,6 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes, Hauptstadt jedoch ist das 200.000-Seelen-Dörfchen Yamoussoukro, in dem ein Nachbau des Petersdoms steht. Diese Hauptstadtverlagerungstaktik kennen wir ja auch aus Fußballentwicklungsländern wie den USA (New York – Washington) oder Kanada (Toronto – Ottawa). Im Gegensatz zu diesen Nulpen hat die Elfenbeinküste jedoch eine rasante Entwicklung hinter sich. Nationaltrainer Henri Michel, einst Kolonialherrscher, jetzt Schmusepapa, hat eine Mannschaft rund um den Starstürmer Didier Drogba konstruiert, die in Afrika ihresgleichen sucht. In der Qualifikation wurden Kamerun und Ägypten mit einer elefantenungleichen Leichtigkeit weggeputzt, dass deren Fans Hören und Sehen verging. Mehr als souverän und vollkommen glücklos (Kamerun verschoss nicht in der 94. Minute den entscheidenden Elfmeter) zogen die Kakaoexportweltmeister damit in die Endrunde nach Deutschland ein.
Zurzeit der Unabhängigkeit 1960 waren 100 % des Kaders noch nicht mal gezeugt. Vielleicht noch nicht mal deren Eltern. Drogba ist mit 28 Jahren bereits einer der Alterselefanten im Team. Läuft die Mannschaft am 10.06. in Hamburg gegen Argentinien mit meiner Wunschelf auf, so kommt sie auf einen Altersschnitt von 25,27 Jahren. Drogba ist nicht der einzige europaweit bekannte Fußballästhet in den Reihen der Ivorer. Didier Zokora (25) vom AS St. Etienne ist der Anführer im Mittelfeld. Kolo Touré (25) und Emmanuel Eboué (23) bilden sowohl bei Arsenal London als auch in der Nationalelf ein brillantes Verteidigergespann. Abdoulaye Meité (25) kickt für Olympique Marseille, Guy Demel (24) spielt nächstes Jahr international für den HSV und auch Arouna Koné (22) sammelte schon Europapokalerfahrung beim PSV Eindhoven. Ansonsten liest sich der 23-köpfige Kader wie das „who is who“ der französischen Ligue 1. Kein Spieler ist mehr Angestellter eines Vereins im Heimatland. Der Legionärsstrom aus der Fußballakademie in Abidjan reißt nicht ab.
Vor der Weltmeisterschaft testen die Ivorer noch gegen die Schweiz, Chile und Slowenien, drei Pflichtsiege gegen eher kleine der Szene, auch wenn es die ja angeblich gar nicht mehr gibt. Ernsthaftere Gegner sind in Gruppe C dann Argentinien, die Niederlande und der Geheimfavorit aus Serbien & Montenegro. Alles ist möglich in dieser Todesgruppe. Die Titelaspiranten sollten sich in Acht nehmen vor den perfekt eingestellten Elefanten, die den europäischen Taktikfußball dank Chefstratege Michel längst verinnerlicht haben. Pekkerman, van Basten und Petkovic, aufgepasst auf den vermeintlichen Außenseiter aus Westafrika. Elefanten haben bekanntlich meist den längeren Atem.
__________________ Wenn ihr Macro hört, euch aber noch so Micro fühlt, dann seid ihr hier genau richtig! (Philipp Braun)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Niki2000: 16.05.2006 11:47.
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16.05.2006 13:06
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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The Spätzle-Connection and his chief executor himself proudly present........
Der deutsche WM-Kader 2006
oder 23 Männer auf dem Weg zu Heldentum oder Vaterlandsverrätern
Wir schreiben den 16. Mai 2006, ganz Deutschland ist von Ersatz- und Hilfsbundestrainern, Allesbesserwissern, Fussball- und sonstigen Experten und natürlich genialen Altstars und nicht zu vergessen mächtigen Journalisten und Boulevardschreiberlingen besetzt, die seit gestern wieder wissen, warum die Fussball-WM 2006, das Jahrhundert-Sportereignis in Deutschland nur in einem Fiasko enden kann, weil jeder aus dem Stehgreif mindestens 3-5 Spieler nennen kann, die so unabdingbar sind, dass sie uns schnurstracks zum Titel geschossen hätten........aber dieser Lausejunge und Kalifornienurlauber und Möchtegerntrainer hat mal wieder nur seiner Nase gehorcht und ganz anders entschieden. Hören wir mal rein, wenn sich zwei solcher Experten über den Kader unterhalten..
Mensch, hast du diesen Kader gesehen, verstehst du das, da kann man doch nur den Kopf schütteln und sich fragen, ob dem Klinsi sein Hirn in der Sonne Kaliforniens ausgetrocknet ist, nimm doch nur mal die Innenverteidigung..
Wieso ?? wegen Nowotny ???
Na gut, mag sein, dass wir nicht über eine Riesenauswahl an Innenverteidigern verfügen, die einen Stammplatz in der Bundesliga haben, darüber hinaus taktisches Spielverständnis haben, eine ausgeprägte Technik, die es ihnen ermöglicht, jederzeit sich spielerisch aus heiklen Situationen zu lösen und zudem noch zweikampfstark sind und sich in der Luft durchsetzen können.....aber wir haben doch Wörns, aber den hat er ja abgesägt..
Wörns,ja genau Christian Wörns, den Wörns, der bei den letzten 3 Turnieren stets bewiesen hat, dass er sowohl mit den Beinen als auch gedanklich zu langsam ist, Super-Christian, der jeden Zweikampf gewinnt, solange es nicht gegen Spitzenstürmer wie Verpaskowski aus Lettland geht – wie die Letten sind diesmal trotz ihm nicht dabei ??? – nun gut, aber wie er von diesem Robben aus den Niederlanden vorgeführt wurde, das hatte doch etwas von Comedy und die WM soll doch auch Spaß machen, oder ???
Also wenn der Nowotny mitdarf, dieses Auslaufmodell aus Leverkusen, dieser Streithannes, der seinen eigenen Verein verklagt, na dann MUSS doch auch uns Christian mit.
Aber der hat wenigstens den Trainer nicht persönlich beleidigt und angegriffen und das über die Medien...
Gut, aber, also, wenn ich nur daran denke, wen der Klinsmann da an Innenverteidigern zuhause läßt, also zum Beispiel den Sinkiewicz, der war doch seine eigene Entdeckung, jung, entwicklungsfähig, polnischer Abstammung (denkt man an Klose und Podolski muss das einfach ein Gütezeichen sein...)
Du weißt schon, wieviele Tore Köln letzte Saison kassierte..
Gut Köln hat über 70 Tore in der Buli kassiert, aber was kann denn die Innenverteidigung dafür, ja gut, die Rückrunde, da sah er gegen einige Gegner ziemlich alt aus und beging Anfängerfehler, aber so starke Gegenspieler wie Amanatidis oder Casey oder Vittek laufen ja bei der WM nicht rum, dieser Henry oder Toni oder dieser van Nistelroy, das sind doch alles auch nur Menschen mit zwei Beinen und Füßen...tja und dann hätten wir doch noch von Bayern den...ach nee, der Ismael ist ja Elsässer, den wollten wir ja nicht, aber den van Buyten vom HSV ?? Wie, der ist Belgier, kann man da nichts gegen tun, aber Bordon, das wäre doch einer gewesen, Brasilianer, hmm, aber das ist doch Kuranyi auch, aber der ist ja auch nicht dabei..
Gut, dann wenigstens den Fahrenhorst von Bremen, der hat Champions-League gespielt, den muss man doch nehmen, der ist doch technisch brillant und hat auch Erfahrung, o.k., die hat Nowotny mehr...ja,dann, wenn der Klinsi so einen Jugendwahn hat, dann hätte er doch den Westermann mitnehmen müssen.
Wester-who ??
Na, Westermann von Bieleld.
Ach der, das war doch der, der kurz vor Schluß dem Pizza zwei Tore geschenkt hat durch technische Anfängerfehler....
ja, aber shit happens....Oder den Brzenska, der hat doch den Metze bei Dortmund verdrängt – ach der soll die U21-EM spielen, aber wenn der im Verein den Vorzug bekommt, wieso spielt der Metze dann bei der WM und der Brzenska nur U21 ?? Und dann gibt es noch Leute wie Franz von Wolfsburg, Madlung von Hertha, der alte Babbel ist doch auch nicht schlechter als Nowotny, sag mal, wo spielen überhaupt eigentlich noch Deutsche als Innenverteidiger sonst in der Bundesliga ???
In Mainz, Manuel Friedrich, zweikampfstärkster Spieler der Bundesliga, zudem 70% aller Kopfballduelle gewonnen, zudem taktisch flexibel und kann verschiedene Systeme spielen, bei Standards immer gefährlich......
Siehst du, wußte ich doch, ich würde einen finden, der unbedingt mit gemusst hätte, wenn der dabei wäre, dann würden die anderen garantiert Angst bekommen und unsere Abwehr sicherer stehen, da bin ich mir ganz sicher, zumindest glaube ich fest daran oder hoffe es sehr....
Friedrich wäre durchaus eine Alternative gewesen zu Huth, dem angeschlagenen Metzelder oder zu Nowotny...ich glaube, ich hätte ihn mitgenommen, aber ganz ehrlich......so hundertprozentig sicher, dass er besser ist, bin ich auch nicht.
Macht nichts, schau doch mal ins Tor, damit fängt das Elend doch an, warum der Klinsi sich für Lehmann entschieden hat, das versteht doch kein Mensch, der Kahn ist unser Titan, der war 2002 der beste Torwart der Welt und davor auch....
Sag mal, haben die Russen Lew Jaschin dabei ??
Jaschin ???? Bist du blöd ?? Der spielte doch 58-70....Ja, aber damals war er der beste Torwart der Welt.....
Ach so, du meinst...
Ja, ich meine...hmmm, stimmt schon, in den letzten Jahren, da war der Jensemann vielleicht besser, zumindest ist er der bessere Fussballer und beherrscht den Strafraum besser..aber warum Hildebrandt und nicht Enke ??
Warum nicht Rost, Jentzsch oder Koch ?? Der dritte Keeper ist eh nur Tourist, völlig wurscht, wer da mitfährt...
Aber die Außenverteidiger, das erkläre mir mal, wieso läßt dieser Schwabenheini den Owomoyela zuhause und fährt mit nur einem Rechtsverteidiger zur WM ??
Darüber habe ich auch nachgedacht, aber vielleicht denkt Klinsmann, dass bei Bedarf auch Schneider oder Lahm rechts verteidigen können und links spielt dann halt Jansen von Gladbach und zudem kann man hinten auch mit Dreierkette spielen oder Frings übernimmt die Position, im Wechsel mit Schneider, das hat 2002 ganz gut geklappt...
Aber Owomoyela hat bei Bremen CL gespielt und das gut...
Ja, aber meist im Mittelfeld, weil es Schaaf zu riskant war, ihn hinten spielen zu lassen ohne Absicherung. Ist sicher ein Streitfall, aber es gibt halt nur 20 Feldspieler...
A propos Mittelfeld, was soll denn der Hitzlsperger da, der kann doch gar nichts außer mit dem linken Fuss drauf zimmern, dass man Angst hat, der Ball landet gar nicht mehr...stattdessen wäre Scholl doch viel besser gewesen.
Ja, der Scholli, der einzige Spieler bei Bayern, der mir immer sympathisch war, Super-Techniker, immer frischer Wind, aber Luft nur für 20 Minuten, was macht der denn, wenn er in die Verlängerung muss ?? Ich glaube, wir können bei der WM keinen Spieler gebrauchen, dessen Luft nicht für volle 90 Minuten und mehr reicht, so schade dass andererseits ist.
Trotzdem, Hitzlsperger, nee, der wird ja nicht mal 20 Minuten spielen...
Da kannst du recht haben, den habe ich auch nicht verstanden, aber wenn man über Alternativen nachdenkt, dann wären das für mich vor Scholl eher Freier oder Rolfes gewesen oder doch Ernst von Schalke oder vielleicht den Polanski von Gladbach, der hat Mumm und Power und auch einen harten Schuß wie Hitzlsperger.
Ist aber kein Linksfuß...
Ja, aber Linksfüßer haben wir doch einige...Jansen und ......ja, wen eigentlich noch....ist Trochowski einer ?? dann hätte ich den mitgenommen...
Gut, aber was soll denn der Scherz mit Odonkor, der ist doch Leichtathlet und kein Fussballer...
Aber wohl der schnellste Fussballer bei der WM und hat bei der EM-Quali der U21 überragend gespielt..
Aber der ist doch Null torgefährlich..
Mag sein, aber er schlägt doppelt so viele Flanken wie der zweite in der Statistik in der Bundesliga und hat dadurch die meisten torchancen erarbeitet von allen Spielern, dass der passende Abnehmer beim BVB fehlte, dafür kann er nichts, aber mit Klose und Ballack habe wir zwei und als Konterstürmer ist er genial...dank der Schnelligkeit und was kann Klinsi verlieren, wen haben wir besseres ?? wenn wir über rechts einen Mann brauchen, der mit Dribblings und Flanken für Torgefahr sorgt ???
Freier von Bayer – ha das reimt sich sogar...
Ja, aber wo war Freier in den letzten zwei Jahren bis auf die letzten 10 Spiele ?? Und Deisler ist verletzt...und sonst, wer fällt dir noch ein....???
Ähm warte mal, gehen wir mal die Vereine durch...Bayern sind eh alle Deutschen dabei, Bremen, Owomoyela hatten wir schon, HSV, da spielen nur Ausländer auf der Position, Schalke, haben die überhaupt Deutsche außer Ernst und Kuranyi ?? Hertha, nö da ist mir auch keiner aufgefallen und dieser Boateng ist vergleichbar mit Odonkor nur nicht so schnell, Stuttgart, Tiffert ??? Nee, danke, Nürnberg...
A propos Nürnberg, warum ist Kießling nicht dabei, wenn ich an Hanke und Neuville denke....dann hätte Kießling eher dabei sein müssen...
Also bei Hanke gebe ich dir recht, schon aufgrund der Sperre, aber Neuville kann man mitnehmen, war nach Klose zweitbester deutscher Scorer in der Liga, ist schnell, auch bei Kontern stark und gibt immer 100% Einsatz, vergessen wir nicht, ist nur ein Joker. Aber bei der Frage Hanke oder Kuranyi hätte ich auch pro Kießling gestimmt...
Endlich sind wir uns mal einig....
Ja, sieh mal an, bei 23 Leuten sind wir doch auf einen gekommen, bei dem es uns beiden unverständlich ist, warum nicht ein anderer fährt, vielleicht noch bei Hitzlsperger, aber ansonsten...
Hast recht, eigentlich ist der Klinsi nicht zu beneiden gewesen...
Wieso nicht ??
Naja, der muss 23 mitnehmen, aber höchstens 13-16 haben die Klasse, um wirklich in einer Elf zu stehen, die auch nur geringe Chancen hat, ins Halbfinale zu kommen...der Rest ist europäisch schon unterer Durchschnitt, geschweige denn weltweit...
Lacht auf... Stimmt, ob nun Rolfes, Hitzlsperger, Freier, Odonkor, Hanke, Kießling oder wie sie alle heißen, keiner von denen ist wirklich internationale Klasse...
Wahrscheinlich hätte ich alle in einen Lostopf gesteckt und einfach gezogen...
Wer weiß, vielleicht hat er es genauso gemacht...
Darauf lass uns einen trinken
Und Weltmeister muss er trotzdem werden, schließlich spielen wir zuhause...
Genau und wenn nicht, erkläre ich dir warum nicht...
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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19.05.2006 23:32
cayo
Ketterechtsträger

Dabei seit: 06.06.2003
Herkunft: Hildesheim
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Italien und Fussball, das gehört zusammen wie Radhose und kein Schlüpper drunter. Italien und Mafia sind ebenfalls untrennbar miteinander verwoben, so kommt es zwangsläufig dazu, dass Fussball und Mafiamanieren auch gelegentlich zueinander finden. Das ganze gipfelt gerade in einem spektakulären Vor-Weltmeisterschaftlichem Fussballskandal, der Sportskamerad Hoyzer als harmlosen Zu-Früh-Abfeifer dastehen lässt.
Wie will man da noch eine ordentliche WM spielen, sich vorbereiten und konzentrieren?
Ganz einfach, Ignoranz und Gelassenheit. Das kriegen sie hin die Italiener, da haben sie eine Menge Übung, das klappt schon. Haken wir ihn also ab den Skandal, kann man ja eh nichts machen und die alte Dame wird schon nicht zwangsabsteigen. Auf geht's Blick, nach vorn, WM in Deutschland.
Was können wir von den Italienern erwarten? Ganz klar, attraktive Spieler mit topmodischen Langhaarfrisuren und Trikots in einem Traum von Mittelmeerblau kurz bevor die Sonne untergeht.
Vor den Spielen DIE musikalisch anspruchvolle und Schunkel-verdächtige Nationalhymne im Repertoire der teilnehmenden Nationen (Tempowechsel, Rythmus alles dabei) und ... Aufgepasst... Das ist neu, Offensivfussball.
Richtig, Nationaltrainer Marcello Lippi will Tore sehen und hat angekündigt entsprechend spielen zu lassen. Arrivederci Cattenacio!
Alles bereitet also für ein erfolgreiches Abschneiden der Azzuri beim Turnier der Turniere.
Werfen wir mal einen Blick auf die Mannschaft des dreimaligen Weltmeisters, die in der Qualifikation, um als Freund in Deutschland Gast sein zu dürfen, souveräne Leistungen geboten hat. Der Kader der Squadra Azzura wurde mit deutlich weniger Überraschungen als z.B. das deutsche Team zusammengestellt.
Nach fast drei Jahren Abstinenz ist Milan Stürmer Filippo Inzaghi wieder im Team. Sein Teamkollege Alberto Gilardino ist ebenfalls ein bekannter aus der Champions League. Zu den Stars in der Offensivabteilung der Blauen zählen sicherlich der gerade noch so eben wundergenesene Francesco Totti, Andrea Pirlo und Urgestein Alessandro del Piero.
Im Tor steht, wie nicht anders zu erwarten Juves Gianluca Buffon. Die traditionell erstklassige Defensivschicht übernehmen namhafte Leute wie Nesta, Cannavaro, Zambrotta, Gattuso und Camoranesi.
Um diese Stars des Teams sind einige (Zitat)"hungrige Nachwuchsspieler" gescharrt worden die sicher ebenfalls das Zeug dazu haben im Turnieralltag für einen fussballerischen Lichtblick zu sorgen oder wenigstens gut auszusehen.
Die Vorrundengegner Ghana, USA und Tschechien sind sicher kein Kanonenfutter (klar, wissen wir Rudi, die Kleinen gibt's ja auch nicht mehr) aber durchaus alle von diesem italienischen Team schlagbar. Meine persönliche Prognose für das Abschneiden des italienischen Teams, ist daher auch das Erreichen des Halbfinales.
Gerade auch weil die Italiener nichts dem Zufall überlassen haben und ihr WM Quartier in Duisburg aufschlagen werden.
Wo sonst in Deutschland fühlt man sich als Mensch aus mediterranen Gefilden wie zu Hause? Ein echter Clou wie ich finde, der sogar noch die Unterkunft des Trinidad-Tobago Teams im deutschen Karibik Ort Rotenburg/Wümme übertrifft.
Das Hotel Landhaus Milser bietet den Ballkünstlern laut eigener Aussage mit "viel Licht, sanften Farben, komfortablen Möbeln und liebevollen Details ein mediterranes Ambiente."
Sauber! Dann kann wirklich nichts mehr schief gehen.
Also, einschalten wenn die Italiener spielen (bitte rechtzeitig, ihr wisst, wegen der Hymne!), los geht's am 12. Juni im malerischen Hannover gegen das Team aus Ghana.
__________________ la flèche allemande
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20.05.2006 14:35
zabelfan
Giro-Sieger
Dabei seit: 20.10.2002
Herkunft: mal hier mal dort
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X-Faktor das Unfassbare
Wahrsagen ist schon so eine Kunst für sich, nicht jeder beherrscht sie und noch wenigern wird geglaubt. Trotzdem will ich mich mal darin versuchen der tote Fisch liegt schon bereit. Wenn meine Vorhersagen richtig sein werden, werde ich mich wahrscheinlich ärgern nicht zu oddset oder betandwin gegangen zu sein, wenn nicht Glück gehabt.
Ich werde also jetzt aus dem toten Fisch lesen (aber hoffentlich trifft mich jetzt kein Hinkelstein). Ah was gibt’s da im Magen denn so: ein Eukalyptus Bon-Bon, ein 5 Gulden-Stück, sowie ein kleines stück undefinierbares, sieht jedenfalls ekelig aus. Hm da hätte ich mir jetzt eindeutigere Sachen gewünscht, ah da ist ja noch was, ein kleiner Tip-Kick Fußball- wie kommt der denn da hin? Ok, ich hab gelernt der letzte Hinweis wäre der wichtigste und dann müsste man wieder von vorne anfangen, dann wieder hinten, dann vorne und so weiter (hört sich vielleicht komplizierter an als es ist).
Also dann fangen wir mal an, der Fußball, könnte mal wieder ein Spieler oder Trainer sein, der was wissen will, das Eukalyptus Bon-Bon, hm müsste irgendwas mit Australien zu tun haben, das undefinierte etwas stellte sich als Sauerkraut heraus, also ganz klar Deutschland und das 5 Gulden-Stück- klar Holland. So dann mal zusammenreimen.
Fußball und Australien-> vielleicht Nationalmannschaft
Australische Nationalmannschaft und Holland -> ah der Trainer ist Holländer
Und dazu noch Deutschland-> ah WM
Es geht also um die Chancen der Australier mit ihrem holländischen Trainer bei ihrer zweiten Fußball-WM in Deutschland. Gut, das hätte man mir auch einfacher machen können.
Das erste Mal waren sie 1974 dabei, damals auch in Deutschland, also mach ich mal mit der Deutung des Sauerkrauts weiter, bis jetzt haben sie insgesamt drei Mal in Deutschland ein größeres Turnier bestritten. Jedes Mal haben sie gegen alle deutschen Mannschaften gespielt (und verloren), da sie aber erstmals nicht mit den Deutschen in der Vorrunde zusammenspielen, können sie erst im Halbfinale auf sie treffen. Das wäre doch mal ein sehr erfreuliches Ergebnis. Ein weiterer Hinweis auf diesen Erfolg gibt das 5-Gulden-Stück, ihr Trainer, Guus Hiddink, hat es bis jetzt geschafft alle seine Teams ins Halbfinale bei einer WM zu bringen (1998 Niederlande, 2002 Südkorea). Allerdings wurden diese Teams immer 4., was den Blechring um den Fisch erklären würde (war wohl doch wichtiger als gedacht).
Schlechte Chancen die Vorrunde zu überstehen haben sie aber wirklich nicht (auch wenns doch unwahrscheinlich ist), jeden ihrer 3 Gruppengegner(Brasilien, Kroatien, Japan) haben sie schon mindestens einmal besiegt. Zumal sie schon beim letzten Confed-Cup die Kängurus als wirksame Waffe im Spiel getestet haben. Wenn sie diese wieder benutzen können wir uns auf eine schöne offensive Spielweise freuen, da Kängurus bekanntlich nicht rückwärts laufen können.
In diesem Sinne
In joyful strains then let us sing:
Advance Australia fair.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von zabelfan: 20.05.2006 15:24.
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20.05.2006 16:40
schnatterinchen unregistriert
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Go black Stars, the stars of our world….
.... So lautet jedenfalls das Motto, das am WM-Bus der Nationalmannschaft aus Ghana zu lesen ist.
…. Ghana, 4maliger Afrika-Champion zum ersten Mal bei der WM dabei, aber mit wem????
Spontan fällt mir da erst mal Anthony Yeboah ein…aber nein, seine besten Zeiten sind seit Eintracht Frankfurt auch vorbei…. Aber da gibt es ja noch einen meiner ehemaligen Lieblings-Lederhosen-Träger. Sammy Kuffour, heute in Diensten des AS Rom, ermöglicht mir dann doch den Zugang zu diesem Team.
Also wie lernt der Ghanaer die Deutschen und die die WM-Luft kennen? Man wählt als Quartier das Maritim-Hotel in Würzburg und bereitet sich auf die Gruppengegner Italien, Tschechien und die USA vor. Keine leichte Gruppe, in der die ein oder andere Überraschung sicherlich möglich ist.
Wenn Trainer Ratomir Dujkovic seine Mannen beobachten will, muss er sich in erster Linie auf den Weg nach Norden machen, jedenfalls wenn er seine Spieler in Ghana besucht hat. Der größte Teil ist in Diensten europäischer Clubs oder bei Clubs der israelischen Fussball-Liga. Immerhin ist John Painstil Vizemeister mit Hapoel Tel Aviv geworden.
Aber mit Kuffour (AS Rom), Eric Addo (PSV Eindhoven) und Essien (FC Chelsea), um nur einige zu nennen, gibt es auch Spieler bei namhaften europäischen Vereinen. Auch ein paar bekannte Gesichter aus der Bundesliga sind im Afgebot der Black Stars. Dazu gehören Otto Addo (FSV Mainz), Matthew Amoah (BVB Dortmund) und Hans Sarpei (Vfl Wolfsburg). Letzterer hat beim Auftakt-Match also fast ein „Heimspiel“. Ich weiß, dass jetzt alle Wolfsburg- und Hannover-Fans aufschreien, aber es ist doch wenigstens das gleiche Bundesland…
Wer mit welcher Rückennummer spielt, bleibt im Moment noch ein Rätsel. Die Offiziellen aus Ghana haben schlicht und ergreifend vergessen, bei der Angabe des Kaders die Nummern zu verteilen.
Die Leistungsstärke des Teams ist momentan noch schwer einzuschätzen. Immerhin gewann Ghana bereits vier Mal den African Nations Cup, war souveräner Gruppensieger in der Quali, sorgte dabei dafür, dass der Gastgeber von 2010 zu Hause bleiben musste, um dann in der Vorrunde der Afrikameisterschaft auszuscheiden.
Also, keine Ahnung was uns am 12.06.2006 um 21.00 Uhr in Hannover erwartet, wenn die Azzuri gegen die in weiß gekleideten Westafrikaner spielen.
Da ich mich jetzt ein bisschen mit dem Team beschäftigt habe, bin ich mal für Ghana, würde mir ein Unentschieden wünschen, auch auf die Gefahr hin, dass dann bei mir zu Hause der sprichwörtliche Segen schief hängt.
Insgesamt dürfte in dieser Gruppe Ghana aber Außenseiter sein und ein Weiterkommen würde bedeuten, dass mit Italien und Tschechien mindestens ein namhafter Vertreter des europäischen Fußballs grandios gescheitert ist. Aber vielleicht erstrahlt ja der schwarze "Stern der Hoffnung" nach der Vorrunde weiter...
Aufbaugegner auf dem Weg zur WM werden übrigens die Türkei, Jamaika und Südkorea sein.
schnatterinchen hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von schnatterinchen: 20.05.2006 16:42.
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20.05.2006 22:04
Harzer Radfahrer
Tour-Sieger

Dabei seit: 06.04.2002
Fan von: FCB
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Portugal - schön stark...
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Nuno „der Schöne“ Gomes ist so einer, Christiano „Oberkörper frei“ Ronaldo genauso, Altstar Figo natürlich erst recht… Die Rede ist von Gründen, warum es traditionell bei Spielen der Portugiesen während einer Fussball-Weltmeisterschaften (alternativ EM) häufig recht eng auf dem Sofa wird. Ein bekanntes Bild in meinem Freundeskreis: Kann man sich bei Klassikern wie Ukraine-Tunesien oder Paraguay-Trinidad and Tobago noch sicher sein, vor dem Fernsehgerät maximal Dinge wie 4 bis 8 Kerle, einen Grill auf dem ein paar Nackensteaks vor sich hin brutzeln, eine Kiste kühles Bier und Chipstüten zu sichten, kommt bei Portugal-X noch das weibliche Element dazu. Sätze aus ca. 10 Metern Entfernung mit einem genervten Klangmuster wie „Was ist so interessant an…“ oder „Nachher kommt doch noch ein Spiel“ werden plötzlich ersetzt durch ein interessiertes „Wer ist das?“ oder auch „Ist das der Gomes?“, wenn der gute Nuno mit seinen mandelbraunen Augen in Großaufnahme über den Rasen schwebt. OK... man(n) antwortet brav und denkt sich seinen Teil aber eigentlich ist es egal - Hauptsache gute Stimmung bei jedem!
Denn außer gut aussehen können die Jungs nämlich auch noch hervorragend Fußball spielen. Aus meiner Sicht so gut, dass ich einfach mal sage: Portugal wird Weltmeister! Eine gewagte These?
Wenn man sich die „Brasilianer Europas“ näher anschaut, fällt zuerst auf, dass sie sich ohne Niederlage mehr oder weniger souverän für die WM qualifiziert haben – in einer zugegeben recht leichten Gruppe. Etwas peinlich dabei sicher das 2-2 in Lichtenstein nach einer 2-0 Führung. Vielleicht aber auch eine typische Schwäche der Portugiesen, denen vor 2 Jahren eine ähnliche Überheblichkeit und Unkonzentriertheit gegen Griechenland den EM-Titel gekostet hat. Ein Highlight in der Quali: Das 7-1 zu Hause gegen die Russen!
Die Mannschaft selbst ist eine Ansammlung von Stars. Im Tor steht Ricardo von Sporting Lissabon. Vor ihm sorgen dann die zwei Abwehr-Asse Paulo Ferreira und Ricardo Carvalho, beide FC Chelsea, für klare Verhältnisse. Unterstützt werden sie meist durch Jorge Andrade von Deportivo La Coruna und Nuno Valente vom FC Everton. Weiter geht´s im Mittelfeld mit dem „Moskauer“ Costinha, dem Spielmacher Deco vom frischgebackenen CL-Sieger FC Barcelona, dem Altmeister Figo, derzeit bei Inter Mailand aktiv und Maniche, dem dritten Mann aus Chelsea. Im Sturm wirbeln dann der neue Torschützenkönig der französischen Liga Pauleta und Christiano Ronaldo von Manu! Als Alternativen seien noch bekannte Spieler genannt wie z.B. Fernando Meira aus Stuttgart, Tiago aus Lyon oder Shimao und der bereits erwähnte Frauenschwarm Nuno Gomes, beide vom Traditionsclub Benfica Lissabon.
Trainer dieser Truppe wird der Weltmeistertrainer Luis Felipe Scolari sein, der 2002 den Titel mit Brasilien gewann.
Die Vorrunde scheint lösbar: Mexiko, Iran und Angola heißen die Mitstreiter um die ersten beiden Gruppenplätze. Im Achtelfinale wartet dann allerdings ein Gegner aus der „Hammergruppe“ C, in der sich die Niederlande, Argentinien, Elfenbeinküste und Serbien tummeln. Um das Phrasenschwein zu füttern, muss an dieser Stelle aber gesagt werden: Wer den Titel gewinnen will, muss jeden Gegner schlagen können…
Eine Verbesserung der bisherigen WM-Bilanz sollte in jedem Fall möglich sein. Zu der Glanzzeit von Benfica Lissabon und dem damaligen Weltstar Eusebio konnte man 1966 in England den 3. Platz erreichen. Darüber hinaus gelang nur noch 1986 und 2002 die Qualifikation für eine WM, wo man dann aber jeweils in der Vorrunde ausschied. Bei dem vorhandenen Potential eigentlich beschämend. Im Gegensatz zu der “Goldenen Generation“, aus der Spieler wie Victor Baia, Fernando Couto, Joao Pinto oder Rui Costa hervorgingen, scheint die Mannschaft neben der Schönspielerei jetzt auch die Effektivität für sich entdeckt zu haben. Die Offensive war schon immer stark - Ferreira und Carvalho sind Garanten, dass es die Defensive jetzt auch ist...
Damit das Vorhaben WM-Titel gelingt, wird sich das Team im Hotel Klosterpforte in Ostwestfalen einquartieren – direkt vor den Toren des Klosters Marienfeld. Der göttliche Beistand scheint also gesichert!
Erfolg macht schön...
http://www.kodice.com/pekatus/tios/monograficos/Luis%20Figo/Luis%20Figo%2005.jpg http://pwp.netcabo.pt/nunagomes/06a2249798.jpg
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Harzer Radfahrer: 20.05.2006 22:07.
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21.05.2006 12:06
maillot jaune
Wasserträger

Dabei seit: 25.11.2004
Herkunft: Münster Fan von: Fabian Wegmann, Greenday, Silbermond, Red Hot Chily Peppers, The Rasmus, Wir sind Helden, Sportis, Wise Guys,......
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Saudi-Arabien - hauptsache dran glauben...
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...und nun kommen wir zu unserem nächsten Programmpunkt. Viele Zuschauer haben uns gebeten, doch mal etwas mehr über nicht-europäische Teams zu berichten, da man über diese ja weniger weiß. Daher haben wir uns entschlossen, eine kleine Serie aus Saudi-Arabien zu starten. Heute diskutieren in der Hauptstadt Riad vier echte Wüstensöhne für uns die Chancen ihres Teams bei der WM. Viel Spaß!
Mohammed: Ahlan wa sahlan - Herzlich willkommen. Wir möchten Sie hier bei Wasserpfeife und einem Tässchen Tee über die Chancen der „Grünen“ bei der Weltmeisterschaft in Almanya aufklären.
Bei dieser WM möchten wir das Abschneiden von vor vier Jahren vergessen machen…
Ibrahim: Damals verloren wir das Auftaktspiel mit 0:8 gegen die Deutschen und schieden anschließend ohne ein einziges Tor nach der Vorrunde aus.
Abdullah: Aber erinnern wir uns lieber an bessere Zeiten unserer Mannschaft - zum Beispiel unsere erste WM-Teilnahme im Jahre 1994. Damals erreichten wir sogar das Achtelfinale, immer noch das beste Abschneiden bis heute. Und wir holten unseren höchsten Sieg bei einer WM - ein 2:1 gegen Marokko.
Hussein: Also ich glaube nicht, dass „die Falken“ bei der vierten WM-Teilnahme über die Vorrunde hinauskommen.
M: Wie bitte??
H: Naja schließlich haben wir von den letzten vier Testspielen nur eins gewonnen.
I: Ach, das liegt daran, dass sich unser Trainer Marcos Paqueta erst noch eingewöhnen muss. Schließlich ist er ja erst seit Dezember hier.
H: Und ich kann immer noch nicht verstehen, warum unser alter Trainer gefeuert wurde. Immerhin haben wir in der Qualifikation souverän den Gruppensieg davongetragen.
M: Ach der Trainer wird bei uns doch fast so oft gewechselt wie der Ölpreis steigt. Paqueta ist ja nun auch schon der 15. Trainer in elf Jahren…
H: Ich glaube trotzdem, dass die WM eine Blamage wird. Schließlich ist schon das erste Spiel gegen unseren Angstgegner Tunesien. Mein Tipp: 0:5
A: Allah möge uns beschützen!!
M: Das Gegenteil wird eintreten! Unsere Mannschaft ist sich der Verantwortung, die auf ihr lastet, bewusst. Schließlich wurden wegen des Turniers extra die Prüfungen an den Universitäten und Jungenschulen vertagt!
I: Eben, und der Kapitän unserer Mannschaft, Sami Al Jaber, wird die Gegner sicherlich ganz schwindlig Spielen. Schließlich spielt er schon sein halbes Leben in der Nationalmannschaft und war bis jetzt bei jeder WM dabei.
H: Also ihr meint allen Ernstes, wir werden nach Tunesien auch die Ukraine und anschließend Spanien quasi vom Platz fegen?!
M: Aiwa!! Jaa!!
A: Wir haben noch einen Vorteil, den ihr noch nicht beachtet habt.
H: Und der wäre?
A: Mehr als ein Viertel unserer Spieler heißt Mohammed mit Vornamen. Das wird Allah sicherlich gnädig stimmen!
M: Stimmt, und die Feinde kommen bei der Manndeckung mit den Namen völlig durcheinander…
I: …und wir schießen haufenweise Tore! Perfekt!
H: Naja, also ich…
M: Achtelfinale!! Da werden wir gegen Südkorea oder die Schweiz antreten.
I: Das ist sehr gut, gegen beide haben wir bei einer WM noch nie verloren!
H: Ja, weil wir noch nie gegen sie gespielt haben.
M: Vertrauen wir also der Statistik - und schon stehen wir im Viertelfinale!
A: Mir fällt da gerade noch ein Faktor gegen uns ein, den wir bisher noch gar nicht bedacht haben. In Deutschland dürfen im Gegensatz zu unseren Stadien auch Frauen die Spiele besuchen. Das könnte Allahs Ehre beleidigen und ihn wütend gegen uns stimmen, weil wir nichts dagegen tun.
I: Mmmh, das stimmt natürlich…
H: Tja, so ein Mist…
M: Puh…
I: Ähhhm….
H: Also….
M: Ah, ich habs. Wir zünden einfach einige solcher Leuchtfeuer an, die in den Arenen des Abendlandes sehr beliebt sind. Durch den Rauch dieser werden die Zuschauer und somit auch die Frauen verdeckt!
I: Das ist gut!
A: Ja, das wird Allah sicher gnädig stimmen. So wird er uns siegreich durch Viertel- und Halbfinale bis ins Endspiel führen.
M: Tja…Finale…Gegen wen könnte das sein? Oh….oh nein….!!
I: Was??
M: Gegen D…gegen D…..gegen D..d…d…deutschland!!!
H: Waaaaaaasss??
I: Neeeeiiiin…!!!
A: Allah, hilf!!
H: Naja immerhin sind wir bis ins Finale gekommen!
I: Nein, ich habs!
A: Was?
I: Na wie wir gewinnen!
A: Ja, und wie?
I: Unsere Spieler rauchen einfach vor dem Spiel mit den Deutschen Wasserpfeife. Das sind diese, im Gegensatz zu unseren Spielern, nicht gewöhnt. Sie können nicht mehr richtig spielen, verwechseln die Tore und schießen nur noch Eigentore - und zack - schon sind wir Weltmeister!
M: Hossa!
H: Olé!
A: Allah sei Dank!
__________________ "Das ist ein Guter. Er kommt ja wie ich aus Münster."
Fabian Wegmann
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21.05.2006 13:39
radsportfan
just FAB(I)ulous...

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Stadt der Welt - jetzt Berlin Fan von: FABI, Linus, Grünen Boonen, Cancellara, Gerolsteiner, Gerald, Voigte, Ete, Eurosport, Dopingkontrollen
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Liebe Freunde des Karibikklimas, der heißen Rhythmen und der Fußballweltmeisterschaft,
werfen wir heute einmal einen Blick in das kleinste Teilnehmerland, das je bei einer Fußball WM dabei war, nach Trinidad und Tobago, und schauen wir wie man sich dort auf die WM vorbereitet.
Die Hauptstadt, Port of Spain, ist wie ausgestorben, keine Menschenseele ist zu entdecken. Jedoch sind aus der Ferne leise Trommelklänge zu hören. Anscheinend findet noch ein Testspiel der Mannschaft statt und die ganze Insel unterstützt seine „Soca Warriors“. Sehen wir also einfach mal nach, wie es steht und feiern ein bisschen mit. Aber die Trommelklänge führen uns, anstatt zum Fußballplatz, direkt an den Strand. Dort findet heute anscheinend keine Beachparty statt, stattdessen scheinen wir mitten in einer Zeremonie gelandet zu sein. Ein Einheimischer drückt uns eine kleine Stoffpuppe in die Hand, die in ihrem weißen Trikot mit der Nummer 7 auf dem Rücken stark an den Superstar der englischen Nationalmannschaft erinnert…
Außerdem bekommen wir drei Nadeln und werden aufgefordert diese in die Stoffpuppe zu bohren. Langsam dämmert uns, wie man sich hier auf die WM vorbereitet…Vodoo-Zauber sollen helfen, die Gruppengegner, allen voran die ehemalige Kolonialmacht England, zu schwächen.
Aber man kann den 1,3 Millionen Einwohnern der beiden Karibikinseln diese Rituale nicht übel nehmen, haben sie doch mit Gruppengegnern wie England, Schweden und Paraguay eine nicht sehr einfache Gruppe erhalten - und das als absoluter Außenseiter. Da muss man sich eben zu helfen wissen, wenn man eine Chance haben möchte.
Erfahrung mit sportlichen Siegen über Gegner in dieser Größenordnung hat das Team nämlich noch nicht gesammelt, da in diesem Jahr die allererste WM-Teilnahme ansteht. Schon allein die Qualifikation ist ein Riesenerfolg für das Team unter dem niederländischen Trainer Leo Beenhakker. In der den Relegationsspielen gegen Bahrain machte Trinidad und Tobago nach dem 1:1 im Hinspiel mit einem 0:1 im Rückspiel die Sensation perfekt und schaffte im elften Anlauf endlich die Qualifikation für die WM-Endrunde. Der Tag nach der Qualifikation wurde kurzerhand zum Feiertag erklärt.
Star und Kapitän des Teams ist der Stürmer Dwight Yorke, der schon mit ManU die Championsleague gewinnen konnte und momentan beim FC Sydney kickt. Zusammen mit Stern John bildet er das Sturmduo, welches bei der WM das Runde ins Eckige bringen soll und so den Traum des Achtelfinales wahr machen soll. Als Zweiter der Gruppe B könnten sie dort theoretisch auf Deutschland treffen, falls diese in ihrer Gruppe den Gruppensieg schaffen. Wir sollten uns also in Acht nehmen und die Soca Warriors nicht unterschätzen!
Aber auch falls Trinidad und Tobago nicht so weit kommt, werden die Fans sicherlich in Deutschland für ein Karibikfeeling sorgen, wenn in den Stadien die berühmten Steeldrums, exotisch klingende Metalltrommeln, zum Einsatz kommen. Zu Gast ist die Nationalmannschaft jedenfalls in Rotenburg an der Wümme, wo es sicherlich mindestens so schöne Sandstrände wie in der Karibik gibt….
Am Strand von Port of Spain ist man soeben zum zweiten Programmpunkt der Nacht übergegangen. Es werden dem Geist „Jumbieno“, der als 12. Mann dem Team den erwünschten Erfolg bringen soll, junge Hühner geopfert, deren Köpfe man in Deutschland in der Nähe der Quartiere der Gruppengegner vergraben wird. Solange das ganze Land an diese Rituale glaubt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen in Deutschland.
Ich drücke jedenfalls dem Sieger der Herzen unterstützend noch beide Daumen und freue mich auf karibisches Klima in Deutschland, zumindest im Fußballstadion. In diesem Sinne good luck and may Jumbieno bring you lots of goals!
__________________ "Wir werden alle verrückt geboren. Einige bleiben es."
(Samuel Beckett - Warten auf Godot)
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21.05.2006 23:50
Cyckel Nyckel
Tempobolzer
Dabei seit: 18.07.2005
Herkunft: Kiel
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Schweden
Blond, blauäugig, großgewachsen - so sind sie die Schweden. Oder nicht? Petter Hansson, Innenverteidiger, ist so einer und "Chippen" Wilhelmsson auf der rechten Außenbahn. Und einer noch, der spielt sogar in der Bundesliga, bei der WM aber wahrscheinlich eher nicht: Fredrik Stenman, Abwehrspieler von Bayer Leverkusen.
Also, wie sind sie dann, die Schweden? Mittelgroß, mittelblond, zurückhaltend - "lagom", das heißt mittelmässig, ist aber nicht negativ wie im deutschen sondern bedeutet eher "gerade richtig". Das sind sie die Schweden, ganz normale Menschen. Niklas Alexandersson ist so einer, der erfahrene Mittelfeldspieler, für den die Familie höchste Prorität besitzt. Oder auch Henrik Larsson, der als Champions League-Sieger nach der WM mit seiner Familie zurückkehrt in seine Heimat und in Zukunft wieder für Helsingborg in Schweden Fußball spielt.
Der größte Erfolg der Schweden bei einer WM: Der zweite Platz 1958 im eigenen Land nach einem 2:5 gegen Brasilien mit Pele. Und zwei dritte Plätze, 1950 in Brasilien und 1994 in den USA. Erreichte man damals in der Vorrundengruppe noch ein 1:1 gegen Brasilien war im Halbfinale wieder gegen Brasilien mit 0:1 Schluß. Aber dann gab es als Entschädigung ja noch ein 4:0 gegen Bulgarien im Spiel um Platz 3. Torschütze zum 3:0 war ein damals 22jähriger junger Mann mit Rastazöpfen, der später zu einem der "Super-Swedes" wurde: Henrik Larsson. Bei der WM 2002 war es wieder "Henke" Larsson, der in der Vorrundengruppe die Super-Eagles aus Nigeria im Alleingang abschoss. Sonst war Schweden damals aber eher defensiv eingestellt, holte zwei Unentschieden gegen England und Argentinien, die ebenfalls mit in der Vorrundengruppe waren und schied dann im Achtelfinale trotz Larsson-Tor gegen Senegal mit 1:2 in der Verlängerung aus.
Bei der EM 2004 in Portugal wurden dann die Super-Swedes geboren. 5:0 gegen Bulgarien durch Tore von Fredrik Ljungberg, Henrik Larsson (2) und Zlatan Ibrahimovic (und Markus Allbäck, der dadurch aber nicht zum Super-Swede wurde) - der schwedische Offensivfußball war geboren. 1:1 gegen Italien, Torschütze wieder Zlatan. Beim 2:2 gegen die Dänen war dann wieder Henke an der Reihe. Im Viertelfinale gegen die Niederländer war dann im Elfmeterschießen Schluß. Aber da wollen die Schweden jetzt wieder hin: Viertelfinale gegen die Niederländer.
Dafür muß man nur Vorrundengruppen-Erster werden (vor den Engländern mit "Svennis" als Trainer) und im Achtelfinale Polen schlagen. Und wenn die Niederländer dann in ihrer Gruppe zweiter hinter Argentinien werden und im Achtelfinale Mexiko oder Portugal schlagen, dann gibt es die große Revanche...
Mit einer sehr erfahrenen Mannschaft kommen die Schweden nach Bremen ins Park Hotel. Die voraussichtliche Startelf hat ein Durchschnittsalter von 28,7 Jahren. Die jüngsten sind dabei die 24jährigen Andreas Isaksson und Zlatan Ibrahimovic, die ältesten die 34jährigen Niklas Alexandersson und Henrik Larsson. Und fast alle waren sie auch bei der EM in Portugal dabei.
Das letzte Testspiel im März in Irland ging sang- und klanglos mit 0:3 verloren. Aber diese Schlappe ist mittlerweile verdaut, Schweden ist wieder heiß auf die WM. Jetzt wird noch zweimal getestet gegen Finnland und gegen Chile, auch wenn zumindest gegen Finnland weder Henrik Larsson noch Fredrik Ljungberg dabei sein werden. Die dürfen sich vom Champions-League-Finale erholen bzw. im Fall von Ljungberg die Probleme mit der Ferse auskurieren.
Am 10. Juni werden sie dann aber alle dabei sein, wenn es in Dortmund für Blau-Gelb gegen Trinidad und Tobago darum geht, einen guten Start in die WM zu erwischen. Dann will man wieder so weitermachen, wie in der WM-Qualifikation. 30 Tore in 10 Spielen - das ist die Bestmarke in Europa. Die Hälfte davon schossen die drei Super-Swedes: Ibrahimovic 8, Ljungberg 7 und Larsson 5. Und warum sollten die schwedischen Fußballer nicht endlich auch einmal das schaffen, was die Eishockey-Nationalmannschaft ihnen heute gerade zum achten Mal vorgemacht hat: Weltmeister werden!
__________________ Atomic Theory:
"The gross and net result of it is that people who spent most of their natural lives riding iron bicycles over the rocky roadsteads of this parish get their personalities mixed up with the personalities of their bicycle..."
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23.05.2006 03:55
begbie
Zerstörer des reinen Sports

Dabei seit: 07.05.2005
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Oranje Boven - Hup Holland
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ach ja, die niederlande, oder wie wir unseren liebsten nachbarn nennen: holland.
ein wirklich hübsches land, in dem dinge möglich sind, die hierzulande als unmöglich gelten. einerseits darf man dort einfach so drogen kaufen, und wird sogar beraten (--> hab´ ich mal gelesen 
) - andererseits ist autofahren vor allem in innenstädten gerne mal verboten. das stört aber nicht weiter, denn es gibt ein hervorragendes nahverkehrsnetz mit bahnen+bussen und vor allem gibt es das fahrrad.
genaugenommen ist es nicht nur eins, nein es sind ca. 1,2 milliarden fahrräder - mehr als der rest der weltbevölkerung zusammen sein eigen nennt. im schnitt besitzt jeder niederländer so 8-12 stück. diese werden in rudeln auf jeder unbebauten fläche des landes gehalten. in amsterdam habe ich sogar ein mehrgeschossiges parkhaus für fahrräder entdeckt!
angesichts dieser tatsachen ist es erstaunlich, das es in der niederlande mehr weltklasse-fußballer als -radfahrer gibt.
die besten versammelt marco van basten, seines zeichens bereits als spieler ein schlitzohr, in seinem wm-kader.
auch hier sind wieder dinge möglich, die in d nicht möglich sind. zum beispiel mehrere legionäre im team zu haben, obwohl man ein paar gar nicht einlädt.
im klartext heisst das, das leute wie edgar davids, kluivert und rheuma-kay nicht dabei sind, weil sie keiner wollte. das macht nichts, denn mit top-leuten wie cocu, van der vaart, van persie, van nieselroy, van bommel, robben und kuyt sieht es in mittelfeld und sturm sehr gut aus. so gut, dass auch wunderkind huntelaar, mit 33 treffern top-torjäger der ehrendivision, zu hause bleiben musste.
in der abwehr sieht es nicht ganz so berühmt aus. deswegen wollten sie auch jaap stam reaktivieren, aber der wollte nicht. so müssen also van bronkhorst und boulahrouz(hsv) versuchen, den jungs aus der einheimischen liga sicherheit zu geben... - kann sein, das ich mich da täusche, aber ich halte die abwehr für den schwachen punkt der mannschaft.
ob daher der wunsch:
| Zitat: |
Original von Cyckel Nyckel
Aber da wollen die Schweden jetzt wieder hin: Viertelfinale gegen die Niederländer.
... wenn die Niederländer dann in ihrer Gruppe zweiter hinter Argentinien werden und im Achtelfinale Mexiko oder Portugal schlagen, dann gibt es die große Revanche... |
wirklichkeit wird, bleibt abzuwarten.
die gruppe hat nämlich ausser argentinien noch serbien-montenegro und die elfenbeinküste zu bieten. das wird nicht einfach, zumal wie gesagt im 8telfinale auch noch portugal lauern könnte...
sollten sie das schaffen, hauen sie auch die schweden weg, versprochen!
freuen kann man sich auf jeden fall auch auf die fans,
auch dieses mal an einer ganz bestimmten farbe gut zu erkennen:
http://www.tiscali.nl/images/6/5/09.jpg
http://www.keto.de/Euro2004_bestanden/image005.jpg
http://sport.ard.de/wm2006/wm/news200601/06/img/oranje_dpa400.jpg
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von begbie: 30.05.2006 14:38.
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24.05.2006 15:16
aolus86
Wasserträger
Dabei seit: 24.11.2005
Herkunft: Nähe München Fan von: allen Sportlern, die mich mitreißen und begeistern
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Allez les Bleus !!!
Allons enfants de la Patrie,
Les jours de gloire vont arrivé!
Ob diese zwei leicht veränderten Zeilen der französischen Nationalhymne Marseillaise das Motto der französischen Nationalmannschaft bei der WM werden ?? Schön wäre es, aber ich fürchte, les Bleus sind bei dieser WM noch viel schwerer einzuschätzen und gleichen einer Wundertüte als bei der extrem enttäuschenden WM 2002. Auch die EM 2004 endete relativ enttäuschend mit dem Viertelfinalaus gegen Griechenland, das gleichzeitig das Ende der Ära Santini als Nationaltrainer bedeutete.
Der jetzige Trainer heißt Raimond Domenech und steht bereits seit 1993 in Diensten des französischen Fussballverbandes, zuletzt trainierte er (sehr erfolgreich) die U21-Auswahl des Landes. Auch seine Bilanz als Nationaltrainer liest sich auf den ersten Blick nicht schlecht, Domenech hat keines seiner 15 Länderspiele verloren, aber darunter waren auch viele Unentschieden mit teilweise dürftigen Leistungen. Zudem steht Domenech allein schon deshalb in der Kritik, weil er bei Amtsantritt den großen Umbruch predigte und dann während der WM-Quali erkennen musste, dass es ohne einige Alt-Stars nicht geht und erst die Rückkehr von Makalele, Thuram und Zidane den Gruppensieg ermöglichten. Genau mit diesen hatte er es sich aber zu Beginn verscherzt.
Auch der Kader, den er berufen hat, führte zu einigen Irritationen, dieser lautet:
Tor: Barthez, Coupet, Landreau
Abwehr: Abidal, Boumsong; Chimbonda, Gallas, Givet, Sagnol, Silvestre, Thuram
Mittelfeld: Dhorasoo, Diarra, Makelele, Malouda, Vieira, Wiltord, Zidane
Sturm: Cisse, Henry, Ribery, Saha, Trezeguet
Mir persönlich fehlen hier zwei Namen, deren Weglassen ich aus mehreren Gründen nicht verstehen kann – einmal Mexes vom AS Rom als IV und zum anderen Giuly von Barca, dafür hätte ich Givet und Ribery zuhause gelassen, beide werden in erster Linie WM-Touristen sein und sind imho schwächer als die Zuhausegelassenen. Wer Giuly im CL-Finale erlebt hat und auch im Halbfinale, muss sich die Frage stellen, wie stark denn ein Ribery sein muss....
Und angesichts der Verletzungen von Abidal, sowie der schwächeren Leistungen von Boumsong und Thuram zuletzt im Verein, hätte ein Innenverteidiger der Klasse von Mexes den Bleus sicher gut getan.
Bewerten wir mal die einzelnen Bereiche für sich:
Im Tor hatten die Franzosen ein noch länger offenes Duell um die Nr. 1 als wir Deutschen mit zwei kleinen Unterschieden, nicht auf so hohem Niveau und bei den Franzosen wurde den alten Verdiensten der Vorzug vor der besseren aktuellen Leistung gegeben, so steht eben nicht Coupet im Tor, sondern Fabien Barthez, der WM von 98 und Europameister 2000. Auch hier verstehe ich Domenech nicht, Coupet hat in Lyon eine Riesensaison gespielt und auch in der WM-Quali überzeugt. Barthez ist dagegen inzwischen in die Jahre gekommen und repräsentiert eher noch unteren internationalen Durchschnitt, während Coupet durchaus an der Weltklasse anklopft. Insgesamt bin ich gespannt, ob es, wie auch bei den Deutschen hier nicht eine Diskussion während des Turniers geben wird.
Die Abwehr, in der Formation Sagnol, Thuram, Abidal und Gallas hat schon Klasse, wenn da nicht einige Fragezeichen wären, zum einen Thurams schwächere Form zum Saisonende hin, Abidals Verletzung, von der er noch nicht 100% erholt war und auch Boumsongs schwache Leistungen in England, wo er sich sichtlich nicht wohlfühlt und ihm der Ex-Gladbacher Moore den Stammplatz weggenommen hat. Gut möglich, dass Gallas wie bei Chelsea in die IV rückt und Silvestre links spielt, die wenigsten Probleme gibt es auf der Rechtsverteidigerposition mit den beiden Klassespielern Sagnol und Chimbonda, der in der Premier League eine Spitzensaison spielte. insgesamt halte ich die Abwehr für die Schwachstelle des Teams, auch wegen Barthez dahinter, aber vor allem wegen der vielen Fragezeichen hinter der Form einiger Spieler, die Franzosen haben zwar in der WM-Quali nur 2 Gegentore kassiert, aber ob das an einer exzellenten Abwehr oder eher an schwachen Sturmreihen der Gegner lag, lasse ich mal offen...
Das Mittelfeld der Franzosen ist dagegen immer noch sehr gut besetzt, vor allem, wenn Zidane, wie zuletzt bei Real, gesund ist und zumindest 80% seiner Bestform erreicht. Das defensive Mittelfeld mit Makalele und Vieira dürfte eines der drei besten, wenn nicht das beste der Welt sein, offensiv wird wohl neben dem Genie Zidane Wiltord spielen, alternativ Dhorasoo, vielleicht auch beide, wenn Domenech nur auf eine Spitze setzt, was angesichts der Sturmauswahl aber eine fatale Entscheidung wäre. Die Frage, die sich auch schon in der Quali zeigte, wird jedoch sein, wer Ideen entwickelt und den Sturm mit Pässen versorgt, wenn Zidane einen schlechten Tag hat oder aber ausfällt.
Zu guter Letzt der Sturm, der einfach Weltklasse verkörpert, über Thierry Henry muss man wohl keine Worte mehr verlieren, für mich der beste Stürmer der Welt in den letzten 5 Jahren, trotz eines Ronaldo, van Nistelroy oder anderen. Daneben noch Trezegol und Cisse, sowie Saha, der zuletzt bei ManU den Vorzug vor van Nistelroy erhielt und auch viele Tore erzielte und eben Ribery ( nun gut, ein Talent, aber noch nicht so weit wie Henry in seinem Alter).
Auffallend ist, dass die Zeiten, in denen die Franzosen offenbar unter einer Heerschar von Talenten, die immer wieder im Dutzend billiger nachwuchsen, auswählen konnten, vorbei sind, denn der jüngste Spieler ist eben Ribery mit 23 Jahren, insofern wirkt die Mannschaft fast schon einen Tick überaltert und für die Mehrheit wird es endgültig das letzte große Turnier sein und das Karriereende international.
Einer geht auf jeden Fall, „Zizou“ – Zinedine Zidane, für mich der beste Fussballer, den ich je habe spielen sehen, ein Genie auf dem Platz, ein großer, stiller Mensch außerhalb des Platzes, für mich größer und bedeutender als Maradona in jedem Fall, auch über einem Cruyff, Beckenbauer, Platini oder anderen stehend, ihm zuzuschauen war ein Genuß, war eine Freude, war einfach sensationell, wenn er einen guten Tag hatte, er war ein Leader ohne große Worte, der Spieler, der Matches mit einem Spielzug entscheiden konnte, der Kopf aller Mannschaften, in denen er spielte und war sich nie für die Drecksarbeit zu schade. Ich wünsche ihm, dass er noch einmal es schafft, fit and well in ein Turnier zu gehen und seine Bestform annähernd zu finden, damit er einen würdigen Abschied bekommt. Und dann wird er alle uns noch einmal im Fussballerherzen berühren und uns innerlich jubeln lassen, aber auch Tränen vergießen, wenn er geht...
Was kann man den Franzosen zutrauen ?? Die Vorrundengruppe sieht leicht aus, die Schweizer waren schon in der Quali ein unbequemer Gegner, dazu Togo und Südkorea, die fern der Heimat längst nicht so stark sind wie 2002, da sollte trotz allem der Gruppensieg herausspringen, im Achtelfinale wird dann wohl Spanien oder die Ukraine der Gegner sein, wobei bei der Ukraine ganz viel davon abhängt, ob Shevtshenko fit wird, was momentan weniger gut aussieht, insofern wäre das Viertelfinale möglich und das ist auch mein Tipp. Aber es kann viel mehr werden, wenn die Mannschaft sich zu einer Einheit findet und die Top-Spieler wie Makalele, Zidane, Vieira, Henry und Trezeguet Topform finden, es kann viel weniger werden, wenn das nicht der Fall ist. Und es wird auch an Domenech und seiner Taktik liegen, wird er wirklich auf ein 4-5-1 umstellen mit Henry als einziger Spitze ?? Wird er wirklich versuchen, defensiv und auf Konter zu spielen, das kann in die Hose gehen und ist sehr gefährlich. Ich wünsche mir in erster Linie, dass die Bleus ihre Spielfreude wiederfinden und diese zelebrieren, damit es genauso viel Spaß macht Ihnen zuzuschauen wie in den Jahren 97-2001, wo sie den schönsten Fussball der Welt gespielt haben, dann kommt der Rest von ganz alleine.
Ach so, manchen ist es ja offenbar wichtiger, wie attraktiv die Spieler sind oder in welchen Hotels sie absteigen oder welche folkloristischen oder sonstigen Aktivitäten die Fans bieten werden...der gallische Hahn wird sicher ab und zu in den Stadien auftauchen, schön und attraktiv sind die meisten Franzosen aus weiblicher Sicht wohl nicht, meinten jedenfalls drei Frauen, die ich befragte, aber dafür spielen sie hoffentlich schönen und attraktiven Fussball. Ach ja wohnen werden die Franzosen in Aerzen bei Hameln im Schlosshotel Münchhausen, trainieren meist in Hameln, spielen werden sie noch gegen Dänemark und Slowenien vor der WM....
__________________ Biathlon-Tippspielsieger 2006/07, Flandern-Rundfahrt-Sieger was will man mehr
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27.05.2006 10:47
Perry
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.03.2005
Herkunft: Augsburg Fan von: Cunego; Gilbert; Flecha; Ballan; Haussler,Hushovd, Sastre
ONLINE
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Die WM steht an und eigentlich haben die Engländer ein Team zusammen, das absolut titelverdächtig ist. Am „eigentlich“ liest man schon heraus, dass es wohl einige Probleme gibt. Diese Probleme haben derweil nicht zwingend mit als Scheichs verkleideten Journalisten oder der neuen Frisur (die bestimmt noch kommt) von David Beckham oder gar irgendwelchen merkwürdigen Besuchen in merkwürdigen Gebäuden von Wayne Rooney zu tun, sondern vielmehr mit Verletzungspech. Denn für die Weltmeister von 1966 ( lange ist es her ) kommt es im Sturm gleich doppelt heftig. Zunächst brach sich Michael Owen den Mittelfuß und dann auch noch das Wunderkind Wayne Rooney. Ein Schock für ganz Fußball-England, also ganz England. Aber es gibt Hoffnung. Owen, der Senkrechtstarter von Frankreich 1998, gibt an wieder fit zu sein und absolut einsatzfähig. Nur soll man ihm glauben? Der gute Michael hat schon oft genug lange genug gebraucht. Und Rooney? Der ist eigentlich frühestens zum Viertelfinale wieder fit, aber wieder kann man das "eigentlich" erkennen. Denn um es kurz zu sagen: Rooney ist ein Tier! ( im positiven Sinne ) Wenn es einem Spieler zuzutrauen ist einen Mittelfußbruch schneller als es die Ärzte prognostizieren wegzustecken, dann Rooney. Wenn er spielen könnte, dann wäre das auf jeden Fall Gold wert. Er ist wohl der beste Spieler in seiner Altersklasse und das mit Abstand. Kein anderer Fußballer verbindet so gekonnt Robustheit, Kraft und Wille mit Eleganz und Technik. Deswegen ist auch absolut nachvollziehbar, warum Eriksson Rooney mitnimmt: „ Wenn es sein muss, dann spielt er nur im Finale!“
Im Tor steht mit Robinson wieder mal ein Torwart zwischen den Pfosten, der keinen Risikofaktor darstellt, wie sein Vorgänger James oder der gute Seaman auf seine alten Jahre. Robinson bringt Ruhe ins Team und ist ein durchweg solider Torwart, aber keiner von dem Mann irgendwelche Wunderdinge erwarten müsste. Es sei denn die Leute aus Trinidad und Tobago setzten ihre Vodoo-Puppen falsch ein…
Die Abwehr ist wohl so ziemlich die bestbesetzteste des gesamten Turniers. Rio Ferdinand, John Terry, Sol Campbell und Jamie Carragher. Das sind Innenverteidiger! Bei der deutschen Nationalmannschaft wäre man froh, wenn man nur einen Verteidiger von solcher Stärke hätte. Also selbst wenn Campbell plötzlich spurlos verschwindet, wie er es während der Saison bei seinem Club Arsenal getan hat, hat die Mannschaft von Coach Eriksson kein Abwehrproblem. Zudem sind alle vier auch noch extrem kopfallstark, was auf keinen Fall zu unterschätzen ist, denn im rechten Mittelfeld der Engländer spielt ein gewisser David Beckham. Und der ist ein Flankengott, Freistoßspezialist und begnadeter Eckenschläger. Aber soviel ist auch schon klar: Wenn England wieder frühzeitig die Heimreise antreten muss, dann ist er Schuld. Denn David Beckham ist immer Schuld! Deswegen sollte er schon vor dem Turnier diesen Tipp beherzigen: Lieber David, bitte trete nicht an den Elfmeterpunkt… Beckhams Elfmeter sind zur Lachnummer geworden. Ob sein grandioser Ausrutscher in der Türkei, als der Ball circa 8 Meter übers Tor flog oder im EM-Viertelfinale gegen Portugal, als der Elfmeterpunkt Schuld war. Mit Lampard, Rooney und Gerrard hat man ausgezeichnete Elfmeterschützen mit an Bord; Beckham muss nicht schießen.
Wenn wir schon bei Lampard und Gerrard sind, dann bleiben wir doch ein bisschen. Denn diese beiden Spieler bilden die Seele der“ Heroes dressed in grey“. Gerrard ist ein vorbildhafter Spieler, der immer alles gibt und ein Team mitreißen kann. Wie man so schön sagt: Er ist einer, der dahingeht, wo es wehtut. Aber zudem ist er auch sehr torgefährlich, weil er einen exzellenten Schuss hat. Lampard ist ein ähnlicher Spielertyp, aber einen Tick torgefährlicher. Bei Chelsea ist er die absolute Identifikationsfigur und es ist schon sehr verwunderlich, dass jetzt plötzlich über einen Wechsel von ihm zu Barcelona spekuliert wird. Bei Chelsea ist neben Lampard oft Joe Cole der einzige Engländer in der Startformation. Eben jener Joe Cole ist ein begnadeter Techniker mit einem herausragenden Offensivdribbling. Lange fehlte es Cole an Kampfgeist und Defensivverhalten, aber Mourinho hat es ihm bei Chelsea eingeimpft und so ist Cole eigentlich kaum mehr raus zudenken aus der englischen Nationalmannschaft. Und auch der Rest des Teams ist wirklich toll besetzt und außer einer gewissen Alternativenproblematik im Sturm sind die Engländer in der Breite toll besetzt.
Die Gruppe sollte für das englische Nationalteam kein Problem darstellen. Zwar ist mit Schweden der Angstgegner in der Gruppe und auch Paraguay sollte man nicht unterschätzen, aber vom Potenzial her sind die Engländer auch für das Finale gut.Und dann gibt es da ja noch Trinidad und Tobago. Und bei der WM 2002 hat man ja gesehen, wie das mit ehemaligen Kolonien so läuft, als Senegal die Franzosen mit 1:0 besiegte. Auf jeden Fall wird es spannend.
Untergebracht ist das Team in Baden-Baden, wobei man die Spielerfrauen vorsorglich in ein anderes Hotel verfrachtet hat… Die Spielerfrauen werden neben David Beckham sowieso wieder das Thema Nummer 1 rund um das englische Team sein, deswegen wird es wichtig für Eriksson sein, bei seinem letzten Turnier mit England seine Mannschaft bestmöglich abzuschotten.
Einem großen Turnier steht eigentlich nichts mehr im Wege. England bringt alles mit: Stars, Glamour, Wille, Härte und spielerische Klasse. Nur auf eines sollten die Engländer achten: Sie sollten vermeiden im Achtelfinale auf Deutschland zu treffen. Warum? Man muss nur mal Gary Lineker fragen…
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28.05.2006 10:56
seppel
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 05.11.2005
Herkunft: Erzgebirge
OFFLINE
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Der Leser wird sich natürlich fragen wieso ich mir gerade Kroatien ausgesucht habe? Der "Hauptgrund" meiner Begeisterung für den kroatischen Fussball wurde 1969 in Schwenningen als Sohn kroatischer Eltern geboren und spielte in der Jugend bei den Stuttgarter Kickers, wo er als untauglich betitelt wurde. 1986 zog es seine Eltern und ihn zurück in die Heimat. Im selben Jahr wurde er Weltmeister sowie bester Spieler der U21-WM. Auch die folgenden Jahre verliefen sehr erfolgreich und er führte Roter Stern Belgrad neben einigen nationalen Erfolgen zum Titelgewinn des damaligen Landesmeister-Cups. Später spielte er Spanien bei Real Madrid und beim FC Barcelona, wo er sich trotz einiger Verletzungen zu einem der besten Mittelfeldspieler der Welt entwickelte. Für alle die den Namen bis jetzt noch nicht erraten haben, es handelt sich um den Fussballgott

ROBERT PROSINECKI

. Gut mittlerweile hat er seine Karriere beendet, aber wie heißt es so schön: Alte Liebe rostet nicht.
Eines kann man den etwa 4,5 Millionen Kroaten sicher nicht vorwerfen: Sie wären nicht sportbegeistert. Ich erinnere hier nur an den grandiosen Empfang eines Goran Ivanisevics 2001 nach seinem Wimbledon-Sieg, das Davis-Cup Finale 2005 gegen die Slowakei, den dank einer Janica Kostelic mittlerweile jährlich stattfindenden Weltcup-Slalom in Zagreb, ihren Empfang nach den olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City, der Stimmung in den Stadien bzw. Hallen bei Fuß-, Hand- oder Basketballspielen ... . Bezeichnend hierfür ist auch, dass trotz der für kroatisch Verhältnisse extrem teuren WM-Karten, sich bereits wenige Stunden nach dem Startschuss für den Verkauf der 12.000 Tickets mehr als 96.000 Interessenten gemeldet hatten.
Die Geschichte des kroatischen Fußballs ist aufgrund der politischen Umwälzungen von 1989/90, und dem damit verbundenen kroatischen Unabhängigkeitskrieg, noch sehr jung. Erstmals versuchte man bei der Qualifikation für die EM 1996 sein Glück auf internationaler Ebene. Die Qualifikation gelang recht souverän und man ließ immerhin eine große Fußballnation wie Italien hinter sich. Beim Endrundenturnier in England wurde die Vorrunde nach Siegen gegen die Türkei und Dänemark sowie einer Niederlage gegen Portugal locker gemeistert, womit es im Viertelfinale zum Duell mit Deutschland kam. In diesem Spiel waren die Kroaten die bessere Mannschaft und schieden nur sehr unglücklich (Elfmeter Klinsmann, Gelb/Rote Karte für Stimac) aus. Aber diese offene Rechnung sollte zwei Jahre später im Stadion von Lyon beglichen werden. Nachdem die Hürden in der Qualifikation, der WM-Vorrunde (Argentinien, Japan, Jamaika) sowie im Achtelfinal gegen Rumänien erfolgreich übersprungen wurden, kam es zur Neuauflage der Viertelfinalpartie gegen Deutschland. Diesmal durften Bertis Buben zu zehnt zu Ende spielen und wurden völlig verdient mit 3:0 nach Hause geschickt. Anschließend musste man sich im Halbfinale leider den vor heimischer Kulisse spielenden Franzosen mit 1:2 geschlagen geben, allerdings errang man wenigstens den dritten Platz durch ein 2:1 gegen Holland, äh die Niederlande. Darüber hinaus erhielt Davor Suker bei diesem Turnier den goldenen Schuh für den besten Torschützen. Für die EM 2000 scheiterte Kroatien bereits in der Qualifikation in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die ersten beiden Plätze an Jugoslawien und Irland. Zwei Jahre Später schaffte man wieder die Qualifikation für die
Endrunde zur WM in Japan und Südkorea, wo man zwar in der Vorrunde Italien schlug, aber durch unnötige Niederlagen gegen Mexiko und Ecuador die Chance aufs Weiterkommen vergab. Bei der EM 2004 kann man nicht gerade von Losglück sprechen, denn die Vorrundengegner hießen Frankreich, England und Schweiz. Nach zwei Unentschieden gegen die Schweiz und Frankreich sowie einer Niederlage gegen England schied man als Vorrundendritter aus - war aber zur Abwechslung platzierungsmäßig mal auf einer Stufe mit Deutschland.
Wie es das Los so wollte, erwischte Kroatien eine doch recht ausgeglichene Qualifikationsgruppe zur WM 2006. Nach Siegen gegen Loddar's Ungarn und die starken Schweden, folgte mit einem Unentschieden gegen Bulgarien der erste Dämpfer. Von diesem wurde sich doch gut erholt und es schlossen sich Siege gegen Island (zweimal), Malta sowie Bulgarien an. Dann aber der Tiefpunkt: Auf Malta ging man mit einem Unentschieden baden und geriet damit unter enormen Druck, da die Schweden alle ihre Spiele gewannen, bis auf die bereits angesprochene Heimniederlage gegen Kroatien. Aber auch im Rückspiel zu Hause konnten die Tre-Kronors besiegt werden, so dass ein abschließendes Unentschieden gegen die Ungarn den Gruppensieg aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs mit Schweden sicherte.
- Kroatien 21:5 24
- Schweden 30:4 24
- Bulgarien 17:17 15
- Ungarn 13:14 14
- Island 14:27 4
- Malta 4:32 3
Vor der WM wird noch fleißig getestet, wobei man sich mit Österreich (4:1 gewonnen), Iran, Polen und Spanien teilweise doch recht anspruchsvolle Trainingspartner ausgesucht hat. Anschließend heißt es in Bad Brückenau (Unterfranken) Quartier zu beziehen. Das dortige Hotel ist in einem "malerischen Park eingebettet, umgeben von ursprünglicher Natur und königlichem Ambiente. Fern vom Trubel und Hektik unserer Zeit, ist es eine Insel der Ruhe und Entspannung." Also keine schlechten Voraussetzungen. Und schauen wir uns die Lage an, so stellen wir fest, dass in weiser Voraussicht ein recht zentral in Deutschland gelegenes Hotel gesucht wurde, so dass man mit dem Bus "To the finals with fire in our hearts" (jeder WM-Bus einer Nation ist mit einem Slogan versehen) nur kurze Wege in die wohl insgesamt sieben zu besuchenden Stadien hat
Im Vergleich zum größten Erfolg in der kroatischen Fussballgeschichte bei der WM 1998, können wir uns auf eine neue Generation von Fussballern freuen. Einzig Igor Tudor ist aus dem damaligen Kader verblieben und erlebt bereits seine dritte WM. Aus der Bundesliga werden uns mit Josip Simunic, Niko Kovac (beide Hertha), Marko Babic (Leverkusen), Jurica Vranjes und Ivan Klasnic (Werder) einige bekannte Gesichter begegnen. Aber mit Robert Kovac (Juve), Dario Simic (AC Mailand), Darijo Srna (Donezk) und Dado Prso (Rangers) stehen weitere klangvolle Namen im Aufgebot.
Schauen wir uns nun einmal die Vorrundengruppe F an. Mit Brasilien hat man sicher einen dicken Brocken zugelost bekommen, aber trotzdem denke ich, dass den Zauberern vom Zuckerhut zum Auftakt zumindest ein Unentschieden abgeknöpft werden kann. Falls dieses Unterfangen mißlingen sollte, so werden eben die beiden Spiele gegen die Japaner und die Socceroos für die nötigen Punkte herhalten müssen. Als potenzielle Achtelfinalgegner winken dann Italien und Tschechien. Weiter will ich mal nicht planen, da das wohl zu kompliziert wird, nur eines sei an dieser Stelle noch erwähnt: Auf die Deutschen kann man frühestens im Halbfinale treffen.
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30.05.2006 11:25
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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Die Kapsel der Nation
oder warum Team Germany dank gezielter Spionage- und Geheimdienstaktionen auf dem Weg zum Titel nicht mehr zu stoppen ist...
Nun denn, nachdem wir den Kader ausführlich besprochen haben und an diesem nun wohl nichts mehr zu ändern ist, wollen wir uns doch mal dem widmen, was so in der heißen Vorbereitungsphase bei uns und unseren Konkurrenten, ach nennen wir sie besser Mitbewerber oder doch Schlachtopfer so passiert ist und was das für uns bedeutet....
Erst einmal ein Blick auf unser Team und unsere Vorbereitung, nach dem Regenerations-Trainingslager auf Sardinien, dem Stammurlaubsziel von Ballack und Kahn, samt Familien, Kindern und sonstigem Anhang, bei dem vor allem die Fähigkeiten im Beachvolleyball, Wasserball und Cocktailwetttrinken trainiert wurden. Golf konnte aufgrund der großen Hitze leider nicht gespielt werden, was viele bedauerten... Offensichtlich haben die anderen Nationen inzwischen soviel Respekt vor uns, dass sie ihre Stars als Spione in unser Camp schicken, Raul z.B. sollte uns für Spanien ausspionieren, indem er seinen Urlaub im gleichen Hotel verbrachte. Ich weiß zwar nicht, wie die Spanier auf die Idee kommen, dass sie erstmals ein Halbfinale erreichen, weil vorher können sie nicht auf uns treffen, aber immerhin, wenn sie den Kapitän mit solch einer Aufgabe betrauen, dann zeigt das, dass sie fest mit uns dort rechnen.
Danach kam das Trainingslager in Genf, neben einem höchst dominanten 2:1 Sieg gegen die Zweitligaaufsteiger von dort gab es noch ein überragendes 12:0 gegen die A-Jugendauswahl zu vermelden, aber auch den Schock, seit diesem Spiel haben wir die Kapsel der Nation“. Gemeint ist natürlich die Sprungkapsel von Michael Ballack, dessen höchst schwerwiegende Verletzung sofort sämtliche Medien in Angst und Schrecken versetzte und natürlich auch alle Fans, denn schließlich ist Ballack unser einziger Feldspieler von Weltklasseformat und alleine in der Lage, uns ins Finale zu köpfen, jedenfalls ist das das mindeste, was wir von ihm erwarten dürfen. Ist Ballack zu verletzungsanfällig, müssen wir Angst darum haben, dass er die WM belastungstechnisch nicht durchhält, wird die Kapsel heilen und vor allem halten, wird er an Sprungkraft verlieren, alles Fragen, die die Welt und eine ganze Nation in Atem halten. Völlig zur Nebensache geriet da der ausgezeichnete und spielerisch unglaublich überzeugende 7:0-Triumph gegen die kommende Fussballgroßmacht Luxemburg, bei dem sich vor allem unser Polensturm auszeichnete. Aber heute gab es Entwarnung, ER ist wieder da und wird heute abend gegen Japan spielen und das allein wird uns nochmal um 20% verbessern, mindestens, hat zwar keiner gemerkt, dass da gegen Luxemburg Borowski für ihn spielte und das richtig gut, aber Gott sei gedankt, ER spielt wieder...
Überhaupt hat dieses Spiel gegen Luxemburg alles verändert, seitdem glauben wieder 30 % der Deutschen an den Titel und über 50% an das Finale und wie wir wissen, kann Glaube Berge versetzen, zudem wird die Stimmung immer besser, statt Golfbälle und Bananen fliegen Olli Kahn nun in Freiburg Sympathien und Olli-Olli-Rufe entgegen, Jensilein wurde sogar mit englischen Liiehhmän-Rufen an Highbury erinnert, könnte auch daran liegen, dass die Engländer im Schwarzwald ihr Quartier haben und einige von deren Fans nach Freiburg gepilgert sind....Paul Breitners Bild-am-Sonntag-Team testete Costa Rica und verlor nur mit 0:2, worauf Paule Breitner ein 6:0 im Eröffnungsspiel, ein 4:0 gegen Ecuador und ein 2:0 gegen Polen vorhersagte, lieber Paule, warum so bescheiden, wer 0:4 gegen die Ukraine ohne Shevtshenko verliert, den schlagen wir zweistellig, mindestens....
Überhaupt Costa Rica, da wären wir bei unseren Gegnern, also es ist schon lustig anzuschauen, wie sich die alle selbst gerade zerstören und das leben schwer machen, aber uns soll das nur recht sein. Während bei uns die Heile-Welt-Feierstimmung gerade rechtzeitig aufgetaucht ist und alle plötzlich den Klinsi wieder lieben, zusammenhalten und wie ein Mann hinter unserem Team stehen, gut die ein oder andere Frau darf auch dabei sein...zerfleischen sich die anderen regelrecht. Hervorragend, das haben unsere Spione in den Quartieren der anderen ganz hervorragend organisiert...
Fangen wir bei uns in der Gruppe an, Costa Rica wohnt im Europa-Park Rust, das ist Deutschlands größter Freizeitpark und weil die Spieler dort täglich alle Fahrattraktionen umsonst nutzen dürfen und das bis in die Nacht hinein, täglich abends vier verschiedene Shows mit hübschen Mädels auf sie warten und zudem natürlich lärmende Kinder jeden Mittagsschlaf verhindern, sind die Kicker ständig todmüde und wirken auf dem Platz wie wandelnde Schlaftabletten, die sich irgendwie in ein Spiel verirrt haben, dass sie eigentlich gar nicht mögen, aber spielen müssen...weiter so, die 100.000.- €, die unser Sponsor Europa-Park da an die Costa-Ricaner gezahlt haben, zahlen sich jetzt schon aus....
Als zweites warten auf uns die Polen, nun gut, das war schwieriger, aber als erstes haben wir denen den Sturm geklaut, der spielt jetzt für uns, das hat den Vorteil, dass die miteinander Polnisch reden, wenn wir gegen die anderen spielen und gegen Polen dann deutsch, aber gleichzeitig natürlich alle Kommandos der Abwehr verstehen und darauf reagieren können. Zudem haben wir den Springer-verlag gebeten, die dortige Presse zu infiltrieren , ein paar Zeitungen und Medien zu übernehmen und jetzt mit einer heftigen Torwart-Diskussion für Stimmung und Unruhe zu sorgen, ein Torwart- und Trainerkrieg, gegen den unser Kampf ums Tor wie eine Schmusestunde zu werten ist. Dudek wurde ausgebootet, der Held Dudek, dazu der beste Torschütze der Quali und nun wird der Trainer jeden Tag aufs Neue von den Springer-Zeitungen gehängt und die Spieler in Fraktionen pro und contra Dudek, pro und contra Trainer geteilt, irgendwann werden sie so zerstritten sein, dass sie gegen usn sich selbst auf dem Platz bekriegen...
Und Ecuador ?? Nach zwei Siegen werden wir schon fürs Achtelfinale qualifiziert sein, aber auch da haben wir vorgesorgt, in Bad Kissingen wurden den Heilquellen spezielle Zusätze beigemischt, die dafür sorgen, dass die auf Höhentraining eingestellten Muskeln in unseren tiefen lagen, schneller verkrampfen, erste Auswirkungen zeigten sich schon, der beste Stürmer zog sich gleich bei der Niederlage gegen Mazedonien (!!!!!!) einen Muskelfaserriss zu, weitere sind nur eine Frage der Zeit. Außerdem wurde das Gerücht gestreut, dass Bad Kissinger Heilwasser wie eine Art Zielwasser wirken würde, aber nur wenn man mindestens 4 Liter frühestens vier Stunden vor dem spiel zu sich nimmt, die abergläubischen Ecuadorianer werden da sicher die richtigen Schlüsse ziehen...
Nach drei überzeugenden Siegen stehen wir also im Achtelfinale, dort wartet England oder Schweden auf uns, an Paraguay glaube ich nicht wirklich. Nun es hat sich gelohnt, dass wir gezielt bei Wettbüros in England die Quoten hochgepuscht haben, welcher Spieler sich diesmal vor der WM den Mittelfuß bricht, dass es diesmal gleich drei Nationalspieler (darunter Owen, Rooney ) erwischte war zwar teuer, aber sie sind deutlich geschwächt, das schönste ist jedoch, dass sich alle, selbst die Spieler mehr damit beschäftigen, darauf zu wetten, ob Rooney im VF, im HF oder im Finale wieder dabei ist und sie zum Titel schießt, dass sie erst aufwachen werden, wenn sie gegen uns im AF verloren haben...und wenn es halt wie immer im Elfmeterschießen ist...
Viertelfinale – da drohen uns die Holländer, die Argentinier, die Serben-Montenigriner oder aber die Elfenbeinküste....auch da mache ich mir keine Sorgen – Hinterzarten u.a. sei dank, die haben doch als Quartier der Niederländer glatt für den Coup des Jahres gesorgt, haben sie doch nicht weniger als 180.000 Werbezettel an niederländische Haushalte versandt und sie eingeladen in die Region zu kommen, um Stars zum Anfassen zu erleben und für eine Invasion gesorgt, so dass an eine ruhige und gezielte Vorbereitung nicht zu denken ist, Pech zwar, dass ausgerechnet eine davon an den Sekretär des niederländischen Fussballverbandes ging und dieser sich beschwerte und die Fans jetzt 10 KM außerhalb untergebracht wurden, aber was sind 10 Km, wo doch alle ihre Wohnmobile dabei haben...und außerdem hat die medizinische Abteilung des HSV auch gute Dienste versehen und dafür gesorgt, dass der magische Fuss von van der Vaart einfach nicht verheilen will...nun, sollte Serbien-Montenegro soweit kommen, dann wird spätestens dann durch gezielte Information der Teilungskonflikt dank der Volksabstimmung gegen uns offen ausbrechen und die Montenigriner alle den Platz verlassen, weil unsere Jungs ihnen zuflüstern, dass wir bei einer Niederlage die Zahlungen an Montenegro einstellen werden...Elfenbeinküste, dort haben wir dafür gesorgt, dass die speziell geschützt werden.. Herr Heye wurde vom DFB extra beauftragt, die Mannschaft über die besonderen Gefahren zu informieren und ihnen alle Orte und Stellen zu zeigen, an die sie besser nicht hinfahren sollen, damit sie vorgewarnt sind (Anmerkung: Ich finde es für uns Deutsche beschämend, dass wir tatsächlich über solche Dinge nachdenken müssen, dies soll daher bitte richtig verstanden werden, als Satire/Ironie, die Hintergründe sind keinesfalls spaßig sondern beschämend, traurig und machen mich unsagbar wütend). Nach dieser Tour werden sie kaum noch gegen uns antreten wollen. Bleibt Argentinien, nunja, um die ist es so verdächtig ruhig, von denen hört man so rein gar nichts, dass das schon wieder beruhigend ist, weil wo gar nichts los ist, da wird auch beim Turnier nichts los sein, also ich vertraue da voll und ganz in die Spione, die so geheim sind, dass ich selber sie nicht kenne, also müssen sie besonders gut sein...
Also Halbfinale erreicht, wahrscheinlich gegen Italien, aber bis dahin haben die Mühlen der Justiz endlich Ihre Arbeit so weit fortgeschritten, dass Mannschaft und Trainer zu 80% auf dem Platz verhaftet werden wegen des Moggi-Skandals, da hatte der BND doch endlich mal eine formidable Idee, diesen Mann bei Juve so aufzubauen , um rechtzeitig, nachdem uns durch die 1:4-Klatsche im Länderspiel die Gefahren bewußt wurden, entsprechende Tonbänder und Abhörprotokolle an die italienische Polizei zu übergeben, nur der blöde Rummenigge hätte bereits letztes Jahr fast alles kaputt gemacht, als er Moggi als Mafiosi bezeichnete und sein System und unseren Plan damit fast verraten hätte....Selbstverständlich wird unsere Polizei der italienischen die Amtshilfe nicht verwehren, schließlich haben wir alle den gleichen Traum – Weltmeister !!! Und nun sind wir kurz davor..
Wie, die Franzosen sind im Halbfinale und nicht die Italiener ??? Gut, ich weiß zwar nicht, wie sie das geschafft haben, aber kein Problem, wir brauchen nur den Fliegenfänger Barthez lange genug provozieren, damit er ein paar Fehler macht und den Coupet auf französich von der Tribüne fragen, ob er das gesehen hat, dann wird der irgendwann aufspringen, ins Tor rennen, den Barthez rausschmeißen und selber das Tor übernehmen, spätestens dann bricht der interne französische Hahnenkampf aus und wir brauchen nur noch kaltlächelnd zuschauen....
Sollten die Spanier ins Halbfinale kommen, bestehen wir einfach darauf, dass der gleiche Schiri pfeift wie 2002 bei Spanien – Südkorea, wir haben die Schirikommission schon auf diesen Fall vorbereitet, bei dem gilt das Motto, die Heimmannschaft gewinnt immer und Aus oder Abseits ist, wenn ich gegen Spanien pfeife....
Also, das Finale ist sicher und da wartet wer sonst als Brasilien....das war der schwerste Fall, aber nun gut, die ersten erfolge zeigen sich schon in Weggis im Trainingslager..keine ruhige Minute sage ich nur, das ist erst der Vorgeschmack....wir haben sämtliche Karnevalsgrruppen Deutschlands akquiriert, damit die, sobald es aufs Finale zugeht, die Brasilianer bis in die Nacht mit heimatlichen Klängen zum Tanzen verführen und werden den Karneval in Rio einfach in den Juli nach Bergisch-Gladbach verlegen und denen mal zeigen was Karneval am Rhein heißt, zur Not muss halt auch Claudia ihre Heimat besuchen und vorbeischiffern...oder war das Heidi Klum ??? Egal, jedenfalls werden wir nicht eine sondern 20-30 Mädels aufs Feld schicken beim Training, um die Stars abzubusserln und dafür sorgen, dass sie ihre Manneskraft schon vorher lassen, um im Finale nur noch sich mühsam auf den Platz schleppen zu können. Zudem schenken wir Ronaldinho eine kostenlose Zahn-OP, die leider mißglückt und Ronaldo bekommt jeden Tag ein Päckchen von unserer besten Schokolade, Lucio und ein paar anderen lassen wir im Kölner Dom die göttliche Botschaft zukommen, dass der zweite der wahre Christ ist, dann dürfte nicht mehr viel schief gehen und wir werden Weltmeister....
Moment, was wird mir da berichtet, wir spielen gegen Schweden im Achtelfinale, Schweden, an die habe ich gar nicht gedacht, Mist, fällt dazu vielleicht jemand etwas ein, was uns retten könnte ?????
So, jetzt mal ernsthaft: Ich denke, die Vorrunde müssen wir problemlos überstehen, sowohl Costa Rica als auch Ecuador präsentieren sich bisher erschreckend schwach und müssen geschlagen werden, auch Polen ist nicht mehr in der Bestform der Quali und mit Heimvorteil schlagbar, also der Gruppensieg ist drin, dann erwarte ich Schweden oder England, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass die Engländer ohne Rooney gegen ihren Angstgegner Schweden Probleme haben, beides sind schwere Aufgaben, die wir wohl nur mit Glück meistern können, vielleicht schafft Paraguay eine Überraschung, dann wird es leichter, also Viertelfinale ist möglich und realistisch, aber dann Argentinien oder Niederlande, ich glaube, das wars....
Zumal auch der Aberglaube gegen uns spricht, wir haben schonmal 7:0 gegen Luxemburg gewonnen, ich glaube 1998 in der WM-Vorbereitung, das Aus kam dann im Viertelfinale gegen Kroatien...ein schlechtes Omen ??? Ich wünsche mir, dass die Mannschaft erfrischenden Offensivfussball zeigt und die Herzen erobert, einen großen Kampf im Achtelfinale liefert und das Viertelfinale erreicht, wenn sie dann verliert nach gutem Spiel – so what ?? Mehr ist ehrlich gesagt momentan für uns nicht möglich, es sei denn wir zittern uns mit Dusel, Abwehrk®ampf und Siegen von 1:0 oder im Elferschießen doch weiter, aber als Fussballfan will ich das nicht.
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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30.05.2006 16:00
Patrese
Zentralsachse

Dabei seit: 07.05.2004
Herkunft: in the sky Fan von: so ziemlich allem & dem FC Hansa Rostock
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Mexico, Mexico - ra ra ra
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Die Böhsen Onkelz haben Mexiko dereinst recht einfach strukturiert dargestellt: willige Senoritas, lauwarmer Tequila, Sprühpups und nervige Insekten – so wollten die Rechtsrocker vom Main 1986 „im Land der Kakteen“ wieder Weltmeister werden. Das hat nicht geklappt – Maradona sei Dank – und auch die von den Weiten Chihuahuas bis zu den weißen Stränden Yucatáns vorherrschenden Klischees sind bei weitem nicht ausreichend behandelt worden.
Wie ich letztes Jahr an ähnlicher Stelle schon einmal ausführte, ist der „Machismo“ der wohl prägendste Eindruck, den man von den Menschen und damit vom Land an sich bekommen kann.
Kurz beschrieben funktioniert dieser so:
- mexikanische Kinder werden (wie überall anders auch) zunächst mal geboren
- wird´s ein Mädchen: Glück gehabt – sie wird irgendwann Mutter oder Geliebte
- wird´s ein Junge: Pech gehabt
- der Junge wird von der Mutter vollkommen verzogen, da dieser der Mann im Hause ist, weil der Vater wiederum bei einer seiner Geliebten rumhängt
- der kleine Mexicano darf sich also zuhause alles erlauben, wird das totale Muttersöhnchen, beginnt seinen Vater wegen dessen Verhalten der Mutter gegenüber zu hassen und bekommt mal einen sehr gepflegten Ödipus-Komplex verpasst
- später vergleicht der inzwischen erwachsene und verheiratete Mexicano natürlich seine Ehefrau mit seiner Mutter – einen Vergleich, den die werte Gattin gar nicht bestehen kann – und nimmt sich aus lauter Frust eine Geliebte
- sein ehelicher Sohn, der kleine Mexicano Segundo, wird zuhause vollkommen verzogen, darf sich alles erlauben, beginnt seinen Vater zu hassen … der Rest ist bekannt
Fragt mich bitte nicht, ob zuerst die Geliebte oder zuerst das Muttersöhnchen da war. Klar ist nur, dass das daraus resultierende Macho-Gehabe mexikanischer Männer, das Aufplustern, Rumgockeln, Schürzenjagen und Frauenverachten an jeder Strassenecke zu beobachten ist. Natürlich immer begleitet von einer phänomenalen Selbstüberschätzung!
Und ebenso natürlich ist das nicht nur an jeder normalen Ecke, sondern auch jeder Strafraumecke, jedem Torwinkel und jeder Eckfahne zu beobachten. 23 gestandene Machos hat Trainer Ricardo la Volpe, seines Zeichens argentinischer Weltmeister 1978, nach Deutschland entsandt, um mindestens das Achtelfinale zu erreichen. Dazu müssen mit Iran und Angola zwei durchaus schlagbare Gegner bezwungen werden und wenn die Mannschaft einen guten Tag erwischt und am 21.6. auf Schalke auch Portugal niederringt, winkt vielleicht sogar Platz 1 in der Vorrundengruppe. Da dann aber wiederum sehr wahrscheinlich Argentinien oder Holland warten, ist das Viertelfinale wohl doch bloß ein Traum.
Das wird die Männer um den mexikanischen Superstar und diesjährigen Champions-League-Gewinner Rafael Márquez jedoch nicht davon abhalten, mit stolz geschwellter Brust all jene auszulachen, die ihre Verträge von Frauen aushandeln lassen (pfui, Herr Effenberg), nach dem Training nicht sofort die Sonnenbrille aufsetzen (Hallo? Coach???) oder sich gar Hand in Hand mit anderen Männern erwischen lassen (…)?! Achso; das machen sie alle so, die Mexikaner. Komische Art, Zuneigung zu zeigen ..,. was sind denn das für Männer … also jetzt mal wirklich …!!!
Die Mexikaner sind großherzige, freundliche Menschen, die sich wie alle anderen auch in Kultur und Lebensweise von anderen Völkern unterscheiden – Moctezuma sei Dank! Und ich hoffe inständig, dass ihre Nationalmannschaft in den kommenden Wochen zeigt, welch großartigen Fussball sie in der Lage ist zu spielen. Mit etwas Glück und dem nötigen Geschick sind dann auch Argentinien oder die Niederlande nicht unschlagbar.
In diesem Sinne: Mexico, Mexico – ra ra ra
__________________ Eine Gesellschaft, die die Niederlagen ihrer Spitzensportler nicht ertragen kann, ist zutiefst inhuman.
(Siegfried Mentz, Sportpfarrer der Evangelischen Kirche Deutschlands)
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31.05.2006 21:45
badorties
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.04.2003
Herkunft: Kassel Fan von: Radsport? und ungedopten Fahrern
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| Brasilien – Auch Sport kann Kunst sein
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Als ich 1974 das erste mal eine WM live (im TV) erleben durfte, war ich aufgeregt. Klar, eine WM in Deutschland und Deutschland mit Maier, Vogts, Schwarzenbeck, Breitner, Beckenbauer, Hoeneß, Netzer, Overath und Müller – natürlich mußte mich das als Deutscher begeistern – und dann wird Deutschland noch Weltmeister. Dennoch blieb seitdem mein Herz an einer anderen Mannschaft hängen: ohne Ronaldinho, Zico oder Pelé – damals spielte eine andere brasilianische Mannschaft.
0:0 im Eröffnungsspiel gegen Jugoslawien, das erste WM-Turnier ohne Pelé seit 1954 und das erste WM-Spiel ohne ihn seit seinem Rücktritt. Rivelino trug die „Nummer 10“, und eine Bürde, die, wenn man die fußballverrückten Brasilianer kennt, nicht einmal Atlas hätte tragen können. 0:0 im zweiten Spiel gegen Schottland, am Ende zählte man 57 Fouls für beide Mannschaften. Das also war Brasilien ohne Pelé, aber nein was Brasilien in den ersten 45 Minuten des Schottlandspiels zeigte, mußte einen kleinen Jungen aus Deutschland begeistern: sicherlich spielten die Deutschen spitze, aber solche Ballzauberei hatte er noch nicht gesehen. Wie auch im Spiel gegen Zaire, das sie mit 3:0 gewannen, aber vielleicht nur, weil Zaires Jugoslawischer Trainer seinen verletzten Torhüter nicht austauschte. 1:0 gegen die DDR in der zweiten Hauptrunde und der 2:1 Sieg gegen den Erzrivalen Argentinien machte das abschließende Gruppenspiel gegen die Niederlanden zu einem richtigen Halbfinale. Ausgerechnet ein Deutscher, Schiedsrichter Tschenscher aus Mannheim, verhinderte damals aus brasilianischer Sicht das erste Duell gegen die Deutschen bei einer WM, die Niederlande zogen in das Finale ein und Brasilien verlor auch das Spiel um den Dritten Platz gegen Polen. Mein Fazit: Brasilien hatte den verrücktesten Fußball gespielt, schön, phantasiereich und technisch zauberhaft, erstaunte mich überdies mit einigen naturblonden Spielern, da ich mit 7 Jahren dachte alle Brasilianer wären schwarz oder zumindest schwarzhaarig (oder wenn schwarz, dann von Natur aus schwarzhaarig).
Ein Eindruck, der sich in den nächsten WM-Turnieren nicht nur bestätigen sollte, sondern je öfter ich Brasilien in Fußballspielen sah, desto mehr kam ich zu der Erkenntnis: Ich bin bekennender Brasilien-Fan! Das erste Aufeinandertreffen mit Deutschland bei einer Weltmeisterschaft war ausgerechnet das Endspiel vor vier Jahren: für mich die Hölle – natürlich wünsche ich der deutschen Mannschaft alles erdenklich Gute – aber nicht gegen Brasilien!
Ich mußte zwar 20 Jahre auf den ersten (vierten) WM-Triumph warten, aber ebenso die Brasilianer. Dort gilt dieses Jahr wie für alle Jahre: Man weiß, daß man die beste aller Mannschaften hat und eigentlich Weltmeister werden muß! So liegt der Erwartungsdruck mal wieder enorm hoch und auch dieses Jahr schickt man eine Mannschaft, die vom Gehaltsstreifen her den Großteil der brasilianischen Bevölkerung über Jahrzehnte ernähren könnte. Dennoch, man weiß es von Vereinsmannschaften: ein rollender Rubel allein bedeutet noch keinen Erfolg. Allein zwei Spieler aus brasilianischen Vereinsmannschaften schafften es ins WM-Team, alle anderen spielen in Europa (11 bei den M-Mannschaften Mailand (I/A) , München, Madrid- 6 bei den L-Mannschaften, Leverkusen, London, Lissabon, Lyon -3 bei den B-Mannschaften Berlin und Barcelona und einer bei Turin).
Die letzte Vorbereitung für das Turnier erfahren die Brasilianer im Nachbarland Schweiz. In Weggis säumen tausende Fans die Straßen und wenn ich nicht arbeiten müßte, wäre ich nach dem Giro auch direkt nach Weggis gefahren. Nun, ich wäre einer von 20.000 gewesen (Weggis zählt 4.000 Einwohner)... Das sagt eigentlich alles über die Popularität und die Beliebtheit der brasilianischen Mannschaft. Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira brachte es auf den Punkt: In Brasilien zählt nur der Titel! Aber er übersieht, daß der letzte Weltmeister, der in diesem unserem Land ausgespielt wurde, im Vorfeld absolut zölibatär gelebt hatte, Helmut Schön wußte, was in diesem Klima zu Erfolg führt. Parreira allerdings unterschätzt unsere sommerlichen 14° im Schatten: "Wenn meine Spieler rauchen und trinken oder nicht essen und schlafen - das wäre ein Problem. Aber Sex? Nein, der ist immer gut und willkommen". Ich hoffe nur, daß er weiß, wie Deutschland in Deutschland das letzte Mal Weltmeister geworden ist...
Noch gibt es keine eindeutige Wunschelf auf dem Papier, das liegt wahrscheinlich hauptsächlich daran, daß man seine Wunschdreiundzwanzig mit zum Turnier genommen hat. Brasilien erscheint auf jeder Position stark und, sollte einer ausfallen, könnte wahrscheinlich ein linker Verteidiger auch im rechten Mittelfeld spielen oder der Linksaußen als Torhüter. Spekulieren wir aber trotzdem ein wenig, mit wem Brasilien seine Startelf bestreiten wird: Im Tor trägt Dida die Nummer eins, das wird noch nicht mal Uli Hoeneß bestreiten wollen. In der Abwehr sind Cafu, Lucio, Juan, und Roberto Carlos sicherlich die erfahrensten, aber im spätestens im Laufe des Turniers werden Cicinho, Luisão, Cris oder Gilberto bei dem ein oder anderen Spiel zum Einsatz kommen. Gehen wir von einer starken Abwehr und vier Mann im Mittelfeld aus, so sind Drei von den mittleren Vieren sicherlich Ronaldinho, Emerson - Kaka und Ze Roberto wären für mich der Dritte, aber Gilberto Silva, Edmilson, Juninho Pernambucano und auch das brasilianische „Eigengewächs“ Ricardinho (Corinthians) werden alles tun, damit sie bei dieser WM zum Einsatz kommen werden. Ich denke Vorne wird jeder seine Chance bekommen, neben Ronaldo, und bei dem Mittelfeld würde es mich auch nicht wundern, wenn man nur mit zwei Spitzen anträte.
Brasilien spielt in der Gruppe F mit Kroatien, Australien und Japan. Das wäre, verglichen mit Deutschland, eine Qualifikationsgruppe mit Luxemburg, San Marino und Österreich. Als erster Gegner wartet Österreich, ääh Kroatien, na ja, historisch liege ich doch gar nicht so falsch...Bislang gab es gegen Kroatien ein Spiel und ein Remis in Split 2005. Da das Eröffnungsspiel nicht mehr der Weltmeister bestreitet, könnte mehr als ein 0:0 herauskommen, aber wer weiß...das wird sicherlich vom Papier das härteste Spiel für Brasilien gleich zu Anfang, obwohl Kroatien in der FIFA-WRL noch fünf Plätze hinter Japan auf Platz 23 liegt. Es folgt Australien, immerhin 42. der WRL und nur 13 Plätze hinter Deutschland. Fünf Begegnungen gegen Australien bisher bedeuten 3 Siege und ein Unentschieden. Fünf, ach ja, das letzte Aufeinandertreffen war beim Confed-Cup 2001 in Korea. Dort gewannen die Känguruhs mit 1:0 und Brasilien hofft inständig, daß die Spieler die dem Jubel anschließende Alkoholvergiftung heute noch behindert. Trotzdem wäre eine Niederlage wohl gleichermaßen blamabel wie unverantwortlich aus gesundheitlicher Sicht, weil dann nicht allein die australische Mannschaft feiern würde, sondern der ganze ozeanische Kontinent. Bleibt das letzte Spiel gegen Japan. Natürlich haben die Japaner bei der letzten WM mit ihrem Vorstoß ins Achtelfinale keine herausragende Leistung gebracht, aus brasilianischer Sicht. Aus japanischer Sicht sieht das sicherlich anders aus, hier gilt das Achtelfinale 2002 als Aufbruch ins 21. Jahrhundert. Pikanterweise ist der japanische Nationaltrainer ein Brasilianer: Zico, der ehemalige-immernoch-Superstar! Bislang gab es 7 Spiele gegen Japan, noch keines bei Weltmeisterschaften. Fünfmal ging Brasilien als Sieger vom Platz, zweimal triumphierte Japan mit einem Unentschieden. Sollte Brasilien gegen Australien nicht gepunktet haben, wäre eine Niederlage in diesem Spiel wohl das Aus, es hagelte Rücktritte und der jährliche Caipirinha-Konsum in Dortmund würde um das 100-fache ansteigen, allerdings aus Frust...getanzt würde frühestens nach dem Zweiten.
Ohne das Schlimmste befürchten zu wollen, sollte, nein - muß - Brasilien die nächste Runde erreichen und trifft dann wahrscheinlich auf Ghana oder die USA, mögliche Gegner wären auch Italien und Tschechien 
. Alles andere wäre eine nationale Katastrophe, aber so oder so würde ich nach dem Spiel am 22.Juni den ein oder anderen Caipirinha trinken, zumal ich danach fünf Tage frei haben werde und im schlimmsten Fall dann England die Daumen drücken würde 
Es bliebe ohne Brasilien ein Turnier, das, soweit sich keine afrikanische Mannschaft mehr im Achtelfinale befinden sollte, wohl ohne künstlerische Momente sich lediglich im Sportlichen messen würde – und das wäre schade!
Euer Nilsinho!
__________________ tía Käthe
Ex-Tippspielsieger
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01.06.2006 14:50
Sheva
Anti-Bettini

Dabei seit: 24.11.2005
Herkunft: Startort Münsterlandgiro 07 Fan von: Gerald, EBH, Milram
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Mehr als nur Shevchenko
Die Vorbereitung auf das große Turnier in Deutschland hätte für den WM-Neuling Ukraine nicht schlechter beginnen können.
Ausgerechnet Superstar Andriy Shevchenko verletzte sich in seinem wohl letzten Spiel für den AC Mailand am Knie und fiel wochenlang aus.
Ein schwerer Rückschlag, wenn man bedenkt, dass „Sheva“ sein Land mit seinen Quali-Toren erst zur Endrunde in good old Germany brachte.
Durch die Abwesenheit des besten Spielers konnte der Rest der Mannschaft von Trainer Oleg Blochins versuchen sich aus dessen Schatten zu spielen.
Dies gelang ihnen mit einem 4:0 gegen Deutschlands Gruppengegner Costa Rica auch teilweise.
Doch bald wird das Zittern um das berühmteste Knie der Ukraine ein Ende haben,
denn 8 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft scheint Sheva wieder genesen.
Ob er der Belastung von 90 Minuten Spielprasix schon standhalten kann, wird sich am 2.Juni, wenn die Ukraine ihr wichtigstes Testspiel gegen Italien bestreitet, zeigen.
Doch trotz Verletzung kam man nicht davon ausgehen, dass es Shevchenko langweilig geworden wäre. Denn unter der Woche gab er aus unbekannten Gründen seinen Wechsel zum FC Chelsea bekannt.
Aber zurück zum Wesentlichen, also zur Ukraine.
Diese hat nämlich schon in der Qulifikation bewiesen, dass sie absolut WM-tauglich ist, als sie sich am 3.September 2005 mit einem 1:1 gegen Georgien als erste europäische Mannschaft ihr Wm-Ticket sicherte.
In Deutschland warten mit Spanien, Tunesien und Saudi-Arabien durchaus machbare Gegener bevor.
Das Turnier beginnt schließlich am 14.Juni in Leipzig gegen Spanien, ob nun mit oder ohne Shevchenko.
__________________ To be loved makes all the difference. It does not lessen the terror of the fall, but it gives a new perspective on what that terror means.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sheva: 03.06.2006 16:52.
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04.06.2006 18:29
podest-putzer
Weltmeister

Dabei seit: 14.07.2003
Herkunft: Mainz
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Warum Tunesiens Chancen besser sind als die der Elfenbeinküste
Das Team Tunesiens zählt wohl als einziges seines Kontinents bei der Fußball-WM in Deutschland nicht zu den krassen Außenseitern, sondern zu der großen Gruppe der „normalen Außenseiter“. Ein Grund, Tunesien vor einer Nation wie der Elfenbeinküste einzustufen, ist die internationale Erfahrung des Teams. Im letzten Jahr durfte die von Roger Lemerre trainierte Truppe bereits die deutschen Stadien besuchen, allerdings mit mäßigem Erfolg. Die Gruppenphase beim Confederations-Cup wurde als Dritter nicht überstanden und es gelang den Tunesiern nicht, gegen Deutschland das Tor zu treffen. Dies war allen anderen Nationen, die gegen Deutschland spielten, mindestens zwei Mal vergönnt. Drei der vier anderen Nationen trafen sogar drei Mal gegen die oft kritisierte Hintermannschaft der Deutschen.
Um von Deutschland über die Elfenbeinküste wieder zu Tunesien zu gelangen, vergleicht man am besten die Vorrundengruppen. Während die Elfenbeinküste auf die Niederlande, Argentinien und die nicht zu unterschätzende Mannschaft aus Serbien & Montenegro trifft, die immerhin vor Spanien Qualifikationsgruppensieger wurde, hat es Tunesien mit leichteren Gruppengegnern wie der Ukraine, Spanien und Saudi-Arabien zu tun. Gegen Saudi-Arabien ein Pflichtsieg und gegen eines der beiden anderen Teams ein Überraschungserfolg. So könnte das Erfolgsrezept der Nordafrikaner lauten. Im Achtelfinale würde dann schlimmstenfalls Frankreich warten. Aber auch die sind nicht mehr das, was sie mal waren. Außerdem kennt der ehemalige Nationalcoach der Franzosen, Roger Lemerre, jene ganz genau. Er führte die Franzosen im Jahr 2000 zum EM-Titel. Ein Erfolg ist also nicht auszuschließen.
Während die Elfenbeinküste bei einem nicht zu erwartenden Weiterkommen Portugal geschlagen haben muss, um ins Viertelfinale einzuziehen und dann gegen Deutschland oder auch England verliert, hat es Tunesien leichter. Italien wird ganz einfach ausgeschaltet. Im Halbfinale wird es für Tunesien schwerer und man wird als bester afrikanischer Vertreter wahrscheinlich ausscheiden. Man sieht, der ganz große Wurf ist auch für das wohl beste afrikanische Team sehr unwahrscheinlich, doch wenn der ein oder andere Zufall mitmischt, dann ist bei einer Sportveranstaltung wie der Fußball-WM einiges möglich. Ein solcher Zufall wäre zum Beispiel, wenn sich das Wetter abends auf „tunesisch“ einstellen würde. Denn die Tunesier haben kein einziges 15:00-Uhr-Spiel und warme Temperaturen sind in Deutschland momentan abends eher unwahrscheinlich.
Zwei tunesische Leistungsträger spielen bereits in Deutschland. Adel Chedli und Jawhar Mnari vom 1. FC Nürnberg. Kein Spiel mit tunesischer Beteiligung wird allerdings in Nürnberg ausgetragen. Spielorte sind München, Stuttgart, Berlin und im Fall des Weiterkommens Köln oder Hannover, im Viertelfinale Hamburg oder Frankfurt und ab dem Halbfinale warten noch die Stadien in Dortmund, München, Stuttgart und Berlin.
Meine Prognose: Rang 3 für Tunesien.
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06.06.2006 21:57
Perry
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.03.2005
Herkunft: Augsburg Fan von: Cunego; Gilbert; Flecha; Ballan; Haussler,Hushovd, Sastre
ONLINE
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Es lebe ein Land voller Regionen...
Die Spanier und die großen Turniere. Das passt genauso, wie die Brasilianer und Rumpelfußball. Fast jedes Mal gibt es im Vorfeld der WM dasselbe Szenario: Spanien ist DER Geheimfavorit. Spanien spielt mit um den Titel… Das Halbfinale ist das Minimalziel für Trainer Aragones und die Mannschaft kann dass vom Spielermaterial her auch schaffen. Aber man hat eben trotz der hohen Erwartungen noch nie jenes Halbfinale erreicht.
Wenn man die Gruppe der Iberer betrachtet, kann sogar Spanien das Achtelfinale eigentlich kaum verfehlen. Mit Saudi-Arabien und Tunesien hat man zwei Gegner, die im Normalfall nur als Aufwärmgegner dienen sollten. Problematisch könnte es nur werden, wenn Spanien das erste Spiel gegen die Hochgehandelten Ukrainer verlieren sollte. Weil so der Druck extrem steigen würde und schon in der Qualifikation hat man gesehen, dass die junge Mannschaft Nerven zeigt, wenn es gerade Ungelegen kommt. So verlor man zwar kein Spiel in der Qualifikationsgruppe, aber ein wichtiger Sieg gegen Bosnien oder Serbien/Montenegro blieb aus, weswegen es in die Relegation ging, die aber gegen die Slowakei souverän überstanden wurde.
Der Star des Teams ist Raul Gonzales Blanco. Der Madrilene ist nicht nur Spaniens erfolgreichster Torschütze aller Zeiten sondern auch eine Ikone für eine ganze Generation an jungen Spielern. Aber das Denkmal wackelt, denn eine Knieverletzung scheint Raul daran zu hindern an frühere Leistungen anzuknüpfen und ein gewisser David Villa, der in Valencia seine Brötchen verdient und dieses Jahr die Primera Division kurz und klein geschossen hat macht Raul gehörig Dampf und die Startelf wird keine Selbstverständlichkeit für Raul sein. Neben einem der beiden ist im Sturm wohl Teenieschwarm Fernando Torres gesetzt. Wenn Torres in der Nationalmannschaft seine Chancen genauso kalt nutzt, wie bei seinem Heimatklub, dann könnte er ein großer Star der WM werden. Sollte es dieses Jahr noch nicht reichen, dann gehört ihm aber sicherlich die Zukunft. Die Zukunft des spanischen Fußballs gehört sicherlich auch Fabregas und Iniesta, deren Fähigkeiten man schon im Champions-League-Finale bewundern konnte. Aragones musste sich unerklärlicherweise dafür rechtfertigen die Beiden mitzunehmen, deswegen werden beide wohl kaum Chancen auf die Startformation haben.
Auch die Defensive des Europameisters von 1964 ist durchaus weltklasse besetzt. Im Tor steht mit Iker Casillas einer der besten Torhüter der Welt, der vor allem auf der Linie kaum zu bezwingen ist. Selbst als Ersatztorhüter stehen mit Canizares und Reina noch zwei Torhüter erster Güte im Kader. Die Verteidigung wird von Carlos Puyol geführt und dass er das kann, weiß man spätestens, wenn man mal beim FC Barcelona zugesehen hat. Die restlichen Defensivspieler sind allesamt auf internationalem Niveau und wer eine kleine schwäche auf der linken Abwehrseite erkennen möchte, der sieht doch bitte gleich wieder weg. Im Mittelfeld ist eigentlich jede Position doppelt besetzt. Mit Joaquin, Reyes und Luis Garcia hat man drei dribbelstarke und technisch starke Außenspieler, die bei Bedarf auch in den Sturm rücken können. Für die Spielgestaltung im offensiven Bereich hat man Xavi, aber auch Fabregas kann diesen Part übernehmen. Die Spieleröffnung kann gleich von vier Spielern übernommen werden, wobei Albelda wohl die besten Chancen besitz sein Können zeigen zu dürfen.
Hinlänglich bekannt ist das Problem der Spaltung im Land, wenn es um die Nationalmannschaft geht. So ist es dem Spanier an sich ( wie übrigens auch im Radsport ) wichtig aus welcher Region er kommt (Katalonien; Baskenland; …) Erst dann folgt die Nation. Und weil für den spanischen Fan die gleichen Ideale zählen, kann man als Trainer eigentlich nur falsch liegen mit der Nominierung. Mal sind es zu wenige Katalanen, mal zu wenige Andalusier etc. Nur ein großer Erfolg könnte alle Regionen zumindest bis zur nächsten Saison verbinden, denn es gibt sogar manchen Spieler, der freiwillig auf die WM verzichtet. Barcelonas Oleguer ist so einer. Er sagt: „ Ich spiele doch schon in der Katalonien-Auswahl, was will ich denn in der spanischen Auswahl?“ Ob es dem Trainer gelingt ein so zerklüftetes Team zu einer Einheit zu formen, ist zu bezweifeln, zumal Aragones selbst nicht frei von jeder Kritik ist. Spätesten nach seinen rassistischen Äußerungen ist man auch in Spanien kritisch geworden. Es ist sowieso fragwürdig, wieso dieser Mann noch Trainer ist, wenn er Spieler mit rassistischen Ausdrücken beschimpfte.
Aber außer ihm sind mir alle Beteiligten sympathisch und deswegen wünsche ich den Spaniern den Titel und mit einer kühnen Prognose möchte ich auch abschließen:
SPANIEN WIRD WELTMEISTER! am besten im Finale gegen England
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07.06.2006 17:25
Schoob_LE unregistriert
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| Unsere Gruppengegner - Teil I: Ecuador
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Alles läuft über rechts
Kommen wir jetzt zum dritten und letzten Gruppengegner: Ecuador. Der 13,5-Millionen-Staat an der südamerikanischen Westküste konnte sich nach 2002 zum zweiten Mal für eine WM-Endrunde qualifizieren. Bei dem Titelkampf in Japan/Südkorea war allerdings schon nach der Vorrunde Schluss, allerdings wurde ein vielbeachteter Sieg gegen Kroatien (1:0) erreicht. Die Tatsache, dass sich Ecuador als dritte Kraft in Südamerika etabliert hat, ist auch ein Verdienst der jahrelangen Aufbauarbeit, die in den 1980er-Jahren unter dem Serben Dusan Draskovic begonnen hatte und sich in den letzten Jahren unter mehreren kolumbianischen Trainern auszahlte. Das größte Problem dabei war die Überwindung der Differenzen und des Konkurrenzdenkens zwischen den Spielern und Vereinen aus den Küstenregionen und den Hochebenen. Dieser negative Faktor scheint beseitigt und die Zuversicht, dass die „Tri“, wie die Fans ihre Mannschaft nennen, eine Überraschung schaffen kann, rührt von der Tatsache, dass die Mannschaft seit Jahren eingespielt ist und bereits viele WM-Helden von 2002 Erfahrung bei einem Weltturnier sammeln konnten.
Ein kurzer Blick auf den Kader: Ein großes Problem, welches aber anscheinend für Medien und Nationaltrainer kein Problem zu sein scheint, ist aus meiner Sicht die Unerfahrenheit der Torleute. Besonders viele Länderspiele können die Drei jedenfalls nicht aufweisen: Mora (Stammkeeper) absolvierte erst 7 Auswahlspiele, der dritte Mann Lanza sogar erst 5, lediglich Villafuerte kann mit 14 Länderspielen auf eine etwas längere Länderspielkarriere zurückblicken. Vor den Schlussleuten formiert sich eine umso erfahrenere Innenverteidigung mit Rekordmann Hurtado (128 Spiele) und Espinoza (55). Das entscheidende Glied zwischen Defensive und Angriff ist allerdings der rechte Außenverteidiger Ulises De la Cruz vom englischen Premier League-Verein Aston Villa. Unermüdlich rackert der 32jährige auf der rechten Seite und bildet mit der rechten Flügelposition, die von Edison Mendez besetzt wird, ein starkes Gespann. Fast alle Angriffsbemühungen der „Tri“ werden über die rechte Seite vorgetragen. Daraus ergibt sich aber auch schon ein Problem: Die linke Seite ist keinesfalls gleichwertig und mit Reasco und Valencia, der nur in der zweiten spanischen Liga kickt, mit zwei Spielern besetzt, deren große Tage im Nationalmannschaftstrikot noch vor ihnen liegen. In der Angriffszentrale warten mit Kaviedes und Delgado zwei erfahrene Profis auf die Torchancen, die in der Regel kaltblütig genutzt werden. Insgesamt stellt Ecuador eine homogene Einheit, die auch unter Druck nicht auseinander bricht und auch bei Rückständen konsequent im 4-4-2-System weiterspielt.
Fehlendes Selbstvertrauen ist keinesfalls eine Schwäche des Teams. Gegen die „Großen“ Südamerikas wird in der Regel sehr forsch und offensiv angegangen. Nicht umsonst wurden Brasilien und Argentinien zu Hause besiegt. Ohnehin ist Ecuador sehr heimstark: In der Quali gab es auf heimischen Terrain keine Niederlage, ein gern angebrachtes Argument ist dabei die dünne Höhenluft in Quito. Auch wenn die Vorbereitung nicht optimal lief, kann man auch auswärts auftrumpfen, es gab zwar nur einen mageren Sieg gegen Bolivien (2:1), gegen alle anderen Konkurrenten aus der Südamerika-Truppe allerdings waren die Spiele in der Qualifikationsrunde lange offen und erst in der Schlussphase des Spiels geriet man in Rückstand.
Von der sportlichen Seite sind die Vorraussetzungen sicherlich besser als für die Gruppengegner Polen und Costa Rica, aber in den letzten Wochen erschütterte den ecuadorianischen Fußball ein handfester Skandal: Es geht dabei um illegal beschaffte US-Visa, einschließlich Menschenhandel und Korruption. In der Heimat ermitteln nun zwei Staatsanwälte gegen verschiedene Personen, auch aus Nationalmannschafts-Kreisen. In Untersuchungshaft befinden sich der Nationalmannschaftskoordinator, der „Oliver Bierhoff aus Ecuador“ sozusagen, und der Mannschaftsarzt. Außerdem befindet sich ein PR-Beauftragter auf der Flucht vor den Behörden.
Fazit: Abgesehen von den zuletzt erwähnten Problemen, welche die Nationalmannschaft im fernen Germany wohl nur leicht berühren werden, stellt Ecuador eine kompakte Einheit. Gelingt es der Mannschaft in der vermeintlich leichten Gruppe A aufzutreten wie in der Qualifikation, kann der Einzug in das Achtelfinale geschafft werden. Für mehr ist die Mannschaft mit wenig internationaler bzw. europäischer Erfahrung momentan noch nicht in der Lage.
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