Pulsuhr sinnvoll oder Spielerei? |
02.08.2005 18:15
Schtine
Sprachlos

Dabei seit: 31.08.2003
Herkunft: Reutlingen Fan von: vom gelben Mavic-Motorroller, Hennes Roth; Graham Watson
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Also, meinen Tacho liebe ich, vor allem die Anzeige der gefahrenen Jahreskilometer 
Zum Radfahren bleibt der Pulsmesser zuhause, der darf nur mit zum Laufen.
__________________ www.tourfoto.de
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02.08.2005 18:48
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Also ich hatte jetzt für 3 Wochen keine Pulsanzeige, und hab das schon extrem vermisst. Ich bin ansonsten (fast) maximal technisiert (Höhenmesser, Puls...), und ne Wattanzeige hätt ich auch noch gerne, wenn es nicht so verdammt teuer wäre. Bin zugegebnermassen auch ein kleiner Statistikfreak...
Ich muss sagen das ich mit Pulsuhr eher ruhiger als früher fahre (und das bei steigender Leistung), man kann sich ganz einfach mal eine entspannte Einheit gönnen, nennt das dann GA1 oder Rekom und hat trotzdem gut, unter Umständen sogar effektiver, trainiert.
Man kann auch die unterschiedlichsten Sachen ausprobieren, etwa einen Berg immer wieder mit Maxpuls 160 hochfahren, und dann die erzielten Zeiten vergleichen.
Ich glaube auch das ich meinen Puls sehr gut einschätzen kann, aber wenn ich mal eine Maximalleistung bringen will, ist es meiner Erfahrung auch mal sinnvoll den Puls auf 1-2 Schläge genau anzufahren, was ohne den Pulsmesser doch ziemlich schwierig sein dürfte.
Der angenehmste Effekt ist aber sicher, dass man mit der Pulsuhr auch man einen völlig grottigen Schnitt (Meine schnitte sind fast immer grottig, so zwischen 26 und 28 km/h, dafür dann mit einmal richtig Dampf an einem Anstieg) entschuldigen kann
__________________ Go funk yourself
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02.08.2005 19:36
blaho
Weltmeister
Dabei seit: 23.07.2002
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Original von Michelin-Männchen
Willst Du damit sagen, dass die Zeiten schlechter werden, weil sich die Läufer alle mit ihren Pulsuhren verrückt machen? |
In die Richtung geht es, aber ich will das nicht rein auf die Pulsuhren schieben, das soziale Umfeld hat damit wohl auch zu tun. Nur hier kommt ein gewisser politischer Faktor ins Spiel, den ich mal aussen vor lassen will.
| Zitat: |
| Der angenehmste Effekt ist aber sicher, dass man mit der Pulsuhr auch man einen völlig grottigen Schnitt (Meine schnitte sind fast immer grottig, so zwischen 26 und 28 km/h, dafür dann mit einmal richtig Dampf an einem Anstieg) entschuldigen kann |
Das ist mir nämlich sehr oft aufgefallen. Die Bereitschaft auch mal an einem schlechten Tag an bzw. über die Grenze zu gehen nimmt ab. Die Leute sind einfach nicht mehr leidensfähig.
Ich benutze so ein Ding ja auch, aber es gibt Tage, da sind die Beine wesentlich besser als der Puls mir erzählen will und da ignoriere ich ihn einfach. Gut, wenn ich mal mit einem Herzinfarkt auf einem Feldweg liegen bleibe, weiss ich dass es Sinn gemacht hätte, auf das Ding zu hören.
Aber wie gesagt, ich frage mich auch, wie sinnvoll eine 300 Euro teure Pulsuhr ist, wenn ich keinen Cent in eine Leistungsdiagnostik investiere.
Frage: Wer von denen, die eine Pulsuhr benutzen, macht regelmässig eine LD?
__________________ Wie sagten Sie so treffend im Ziel von Kailua Kona: "Die letzten Kilometer waren die Hölle." Ich verrate Ihnen jetzt mal was: Bei mir sind es schon die ersten Kilometer.
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02.08.2005 19:53
Niggel
Möchtegern-Bergziege

Dabei seit: 03.10.2003
Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.
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Ich fahre und laufe praktisch immer mit Pulsuhr.
Ich bin, wie einige andere auch, der Meinung, dass man ohne lange Zeit mit Pulsmesser trainiert zu haben, seinen Puls nicht abschätzen kann.
Ich dachte das auch und war mehr als überrascht als ich die tatsächlichen Puzlswerte mal angezeigt bekam.
Ich mache mich aber nicht verrückt. Ich führe bezüglich Training auch viele Statistiken, allerdings nichts was mit dem Puls zu tun hat. Für mich ist nur der momentane Puls relevant.
Der Durchschnittspuls z.B. sagt normalerweise genau so viel/wenig aus wie die Durchschnittsgeschwindigkeit, Stärke des Gegenwindes oder des Luftdrucks in den Reifen.
Nur im Zusammenhang mit der Art des Trainings hat dieser Wert eine Bedeutung.
Genaugenommen hat der Durchschnittspuls nur eine Bedeutung bei langen und gleichmässigen GA-Einheiten.
Durch den Pulsmesser erfuhr ich auch, dass ich zur Gattung der "Hochpulser" gehöre. Ich kann GA1 mit 130 Bpm genau so gut fahren wie z.B 1/2 Stunde mit 180 Bpm. (Am Schlussanstieg der diesjährigen
Kalmittour hatte ich vom Einstieg an, eben diesen Puls. Oben noch mehr, nütze aber nichts mehr, Kalmit war zu schnell.)
Kurzzeitig geht es noch etwas höher.
Mein Dauerpuls beim schnellen Pulk-Fahren beträgt meist um 165 Bpm.
Interressant sind die Werte, wenn eventuell beim längeren Bolzen der Belastungspuls zurückgeht und die Leistung etwas einbricht, oder das Verhalten wenn eine Krankheit im Anzug ist.
Ich habe gelernt meinen Körper aufgrund der angezeigten Pulswerte besser zu kennen.
Deshalb trainiere ich fast nur mit Pulsmesser.
__________________ Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.
Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart
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02.08.2005 20:08
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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Das nennst du hochpulsig? Frag mal Rakta ...
1/2 Stunde mit 180 kann ich schon lange, beim Henninger lag der bei 185 durchschnittlich in der ersten halben Stunde ... aber mein Max is auch jenseits der 205
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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02.08.2005 21:22
Niggel
Möchtegern-Bergziege

Dabei seit: 03.10.2003
Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.
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| Zitat: |
Original von crn
Das nennst du hochpulsig? Frag mal Rakta ...
1/2 Stunde mit 180 kann ich schon lange, beim Henninger lag der bei 185 durchschnittlich in der ersten halben Stunde ... aber mein Max is auch jenseits der 205 |
Wie mein Vorposter schreibt, spielt da sicher das Alter eine Rolle.
Ich schätze, ihr seid etwa halb so alt wie ich.
Meinen Maximalpuls habe ich übrigens noch nicht professionell ermittelt. Meine Schätzungen aufgrund meiner Erfahrungen gehen in die Richtung 190 - 195 Bpm.
__________________ Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.
Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart
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03.08.2005 08:36
Kalmit unregistriert
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Also meine Ansicht dürfte bekannt sein. Ich fahr jetzt seit gut 7 Jahren rad - davon 4 "ernsthaft" - und immer ohne Pulsuhr und Trainingsplan, sondern rein nach Gefühl! Also genau das Gegenteil eines Pulsuhr-Sklavens!
Mir ist der ganze Kram zu kompliziert - und für Hobbyfahrer mit niedrigem Leistungsniveau und ohne richtige Saisonziele wie bei uns auch ehrlich gesagt zu lächerlich, zu "Möchtegern-Professionell", es würde mir den Spaß am Fahren eintrüben! Wenn Profis sowas machen wirds schon seinen Sinn haben. Aber warum der 5000-km-Möchtegern-Ulle mit bspw. ner Stelvio-Zeit von 2:20h meint, ne Pulsuhr zu brauchen weiß ich nicht. Und heute gehen doch selbst schon die 50-jährigen Hausfrauen im Aufbaukurs der AOK mit Pulsuhren Nordic-Walken (sorry, Mum). 
Also warum der Quark!? Könnte auch sein, dass die Pulsuhrindustrie nur ihr Zeug loswerden will, ähnlich der vorgegaukelten Pseudosicherheit bei Fahrradhelmen...
Ich brauch das nicht, ich kenn meinen Körper, meine Form und weiß auch im Winter wie im Sommer, wie schnell ich nen Anstieg hochfahren kann (oder welche Distanzen), bevor die Pumpe Überstunden macht und ein Einbruch vor der Tür steht oder eben nicht, man probiert, wie weit man gehen kann. Genauso wie alle Profis noch vor 10-15 Jahren das gemacht haben! Sicher verschätze ich mich hier und da mal - aber das gehört mit dazu denke ich und ist hilf- und lehrreich! Und an manchen Tagen da scheiß ich auf alles und tret mal von Start bis Ziel ein - und freu mich dann über ne höhenmeterreiche Tour mit gutem Tritt an den Bergen und insgesamt nem guten Schnitt, mehr brauch ich nicht. Warum hier viele sogar eher nur noch mit Pulsuhr und ohne Kilometerzähler fahren ist für mich nicht mal ansatzweise verständlich, aber wem's gefällt...
Beim Radrennen gewinnt auch immer noch der, der am schnellsten ist - und nicht der, der es schafft, den niedrigsten Durchschnittspuls zu haben!
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03.08.2005 08:51
Rino Albergo
...

Dabei seit: 29.12.2001
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Original von blaho
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Original von ernesTo
ohne pulsmesser kann man kein gefühl für seinen puls entwickeln. also schmarrn was der gute da von sich gibt. zumindest um ein gefühl zu bekommen braucht man das ding.
er trainiert ja auch nach puls, nur das er ihn schätzt. soviel macht er nicht anders als die ganzen hobbyfahrer, die das ding halt am handgelenk haben.
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Dass er nach Puls trainiert kann ich da nicht herauslesen. Nur, dass er ihn ziemlich genau schätzen kann.
Wenn man wirklich nach Puls trainieren will, kommt man um eine Leistungsdiagnostik (und wenn's nur ein Conconi-Test ist) doch nicht herum.
Was muss ich meinen Puls EKG-genau haben, wenn ich meine anaerobe Schwelle nicht ebenso genau kenne?
Oder glaubt wirklich jemand daran, dass 2 min. auf dem Rücken liegen während der Polar die HF misst, eine zuverlässige Art der Leistungsdiagnostik ist?
Ich bin interessehalber gerade dabei, Ergebnislisten von Marathonläufen der letzten 20-25 Jahre zu vergleichen und trotz gewaltiger Aufrüstung im Materialbereich wird der Schnitt immer schwächer.
Beispiel Kandel:
13.03.2005
564 Teilnehmer - 46 Starter unter 3:00
08.03.1992
779 Teilnehmer 237 Starter unter 3:00
Allerdings muss ich die Einschränkung machen, dass ich nicht weiss, inwiefern sich die Strecke geändert hat.
Trotzdem kann man diese Entwicklung generell beobachten. Mit den Zeiten, mit denen man heute manchen 10-km Lauf gewinnen kann, wäre man vor 20 Jahren selten unter die ersten 10 gekommen. Hier wieder die Einschränkung, dass es etwas mehr Läufe gibt, was sich aber nicht auf die Teilnehmerzahl auswirkt. |
in kandel gab es keine änderung der strecke, immer flach durch den bienwald ... mehr einfluß hat bei einem marathon im märz da schon eher die witterung ...
ansonsten kann ich deine beobachtungen nur bestätigen ... mit meiner 10k-zeit von ende der 80er wäre ich heute bei fast jedem volkslauf in der region top3, damals hat es selten zur top20 gereicht ... bei meinem schnellsten marathon 88 in berlin (2:48) war ich 930ter !!!
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03.08.2005 08:57
Rino Albergo
...

Dabei seit: 29.12.2001
OFFLINE
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| Zitat: |
Original von Kalmit
Also meine Ansicht dürfte bekannt sein. Ich fahr jetzt seit gut 7 Jahren rad - davon 4 "ernsthaft" - und immer ohne Pulsuhr und Trainingsplan, sondern rein nach Gefühl! Also genau das Gegenteil eines Pulsuhr-Sklavens!
Mir ist der ganze Kram zu kompliziert - und für Hobbyfahrer mit niedrigem Leistungsniveau und ohne richtige Saisonziele wie bei uns auch ehrlich gesagt zu lächerlich, zu "Möchtegern-Professionell", es würde mir den Spaß am Fahren eintrüben! Wenn Profis sowas machen wirds schon seinen Sinn haben. Aber warum der 5000-km-Möchtegern-Ulle mit bspw. ner Stelvio-Zeit von 2:20h meint, ne Pulsuhr zu brauchen weiß ich nicht. Und heute gehen doch selbst schon die 50-jährigen Hausfrauen im Aufbaukurs der AOK mit Pulsuhren Nordic-Walken (sorry, Mum).
Also warum der Quark!? Könnte auch sein, dass die Pulsuhrindustrie nur ihr Zeug loswerden will, ähnlich der vorgegaukelten Pseudosicherheit bei Fahrradhelmen...
Ich brauch das nicht, ich kenn meinen Körper, meine Form und weiß auch im Winter wie im Sommer, wie schnell ich nen Anstieg hochfahren kann (oder welche Distanzen), bevor die Pumpe Überstunden macht und ein Einbruch vor der Tür steht oder eben nicht, man probiert, wie weit man gehen kann. Genauso wie alle Profis noch vor 10-15 Jahren das gemacht haben! Sicher verschätze ich mich hier und da mal - aber das gehört mit dazu denke ich und ist hilf- und lehrreich! Und an manchen Tagen da scheiß ich auf alles und tret mal von Start bis Ziel ein - und freu mich dann über ne höhenmeterreiche Tour mit gutem Tritt an den Bergen und insgesamt nem guten Schnitt, mehr brauch ich nicht. Warum hier viele sogar eher nur noch mit Pulsuhr und ohne Kilometerzähler fahren ist für mich nicht mal ansatzweise verständlich, aber wem's gefällt...
Beim Radrennen gewinnt auch immer noch der, der am schnellsten ist - und nicht der, der es schafft, den niedrigsten Durchschnittspuls zu haben!
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aber du fährst doch gar keine rennen ...
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03.08.2005 09:00
hawkeye_76
Giro-Sieger

Dabei seit: 20.07.2004
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Original von ernesTo
bei hawkeye trotzdem ganz gut, dass ers geschrieben hat, denn der puls wirkt echt komisch
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Ich habe übrigens gestern mal von meinem medizinischen Fachpersonal 
messen lassen. Ich hatte so ca. 1 Minute auf der Couch gesessen. Puls bei 42, Blutdruck bei 132 : 63. Ich würde für normal und gesund erklärt.
Wie seit ihr zu eurem hämatokritwert gekommen, wo kann man das testen?
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03.08.2005 09:06
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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Nun ja, ich muss sagen, dass der Spaß am Radfahren enorm zugenommen hat, nachdem ich eine Weile mit Pulsuhr gefahren bin. Einfach weil ich vorher kaum lange Strecken fahren konnte und selbst mit 40km-Runden nach zwei Tagen keine Lust mehr hatte. Gut, ich hatte mein gesamtes Leben vorher keinen Sport getrieben.
Mittlerweile, nachdem ich seit zwei Jahren ein Rennrad besitze (und seit letztem Jahr regelmäßiger fahre), finde ich es überraschend, wieviel man mit etwas "Struktur" im "Training" erreichen kann. Ich fahre weniger als die von Kalmit angesprochenen 5000 km im Jahr, und, wie gesagt, habe vor zwei Jahren überhaupt mit Sport treiben angefangen. Ich glaube, ohne die Pulsuhr-Erfahrung und ein bisschen strategische Planung (die schon allein aus Zeitgründen nötig ist), hätte ich z.B. niemals beim Henninger mitfahren bzw. ankommen können.
Die Frage ist eben, inwiefern es das Ziel ist, "besser" zu werden, oder einfach nur zu fahren. Bei mir ist es im Moment noch beides ...
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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03.08.2005 09:29
hawkeye_76
Giro-Sieger

Dabei seit: 20.07.2004
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| Zitat: |
Original von crn
Die Frage ist eben, inwiefern es das Ziel ist, "besser" zu werden, oder einfach nur zu fahren. Bei mir ist es im Moment noch beides ... |
Da muss ich dir Zustimmen, bei mir ist es ähnlich. Im letzten Jahr und vor allem in diesem Jahr versuche ich, das Training etwas systematischer zu machen und nicht einfach nur loszufahren. Bei mir ist auch die Zeit das größte Problem. Ich bin immer ganz neidisch auf die, die hier auch unter der Woche 4 und mehr Stunden Zeit haben.
Mir ist es gelungen, mit dem angesprochenen Training meine Zeit auf Standardrunden zu verbessern bzw. die gleiche Zeit bei niedrigerem Puls zu erreichen bzw. am Ende nicht völlig fertig zu sein.
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03.08.2005 09:38
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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Tja, das ist das komische. Ich bin nicht schneller geworden. Meine erste Runde mit dem Rennrad bin ich damals mit 27 km/h gefahren, heute fahre ich sie genauso "schnell". Nur macht es irgendwie mehr Spaß, weil ich danach nicht halbtot vom Rad falle ...
Im Gegenteil, auf den normalen Ausfahrten fahr ich so 23-25 km/h, teilweise noch weniger. Ich hab glaub ich im Training noch nie jemanden überholt ...
Ich messe z.B. nicht die Zeiten, die ich an bestimmten "Anstiegen" brauche. Warum auch?
Solange mir das Fahren Spaß macht und ich trotzdem bei nem Jedermannrennenim vorderen Mittelfeld lande
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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03.08.2005 09:38
rider unregistriert
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| Problem: (Durchschnitts-)Geschwindigkeitsmessung
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Die Pulsuhr halte ich eigentlich für sehr sinnvoll. Damit sind Quervergleiche innerhalb des Trainings (ungefähr gleiche Belastung zu Beginn und am Ende des Trainings - wie verändert sich der Puls, bin ich müde geworden?) sowie Quervergleiche über Tage, Wochen und Monate (eigentlich auch über Saisons) hinweg möglich.
Damit lässt sich rückschliessen, ob das Training gesamthaft gesehen etwas gebracht hat, aber es lässt sich natürlich gerade auch für die niederen Trainingsintensitäten (GA, Rekom, zwischen Belastungsintervallen) das Training sehr gut steuern.
Wie Zäck (oder auch andere hier) glauben, ihren Puls recht präzise einschätzen zu können (wenige Prozent Abweichung), kann ich nicht nachvollziehen. Gerade bei den tieferen Intensitäten kann ich leicht mal mit 117 anstatt 130 oder eben auch (wenn es leicht hoch führt) mit 148 anstatt "gefühlten" 130 unterwegs sein. Für mich ist der Nutzen des Pulsmessers damit gegeben.
Was ich aber problematischer finde, sind die Geschwindigkeitsanzeigen. Auch wenn ich mich immer wieder anstrenge, nicht auf Durchschnitt zu fahren (weil das nun wirklich keine Qualität erzeugt), passiert es mir immer wieder, dass ich gegen Ende des Trainings den Schnitt noch etwas poliere. Da werde ich durch den Tacho-Compi verführt.
Sehr sinnvoll finde ich übrigens die Trittfrequenzmessung, mit der sich gerade auch die Berge hoch die Übersetzung und damit auch den Trainingseffeket steuern lässt. Zudem bilde ich mir ein, dank der zunehmend kleineren Gänge (früher bin ich mit 50 bis 60 u/min die Berge hochgewürgt, heute eher mit 75 bis 90 u/min) sowohl etwas schneller, als auch weniger erschöpfend die gleichen Berge hochfahren zu können.
Und natürlich hätte ich auch gerne eine Watt-Anzeige, mit der sich eigentlich alle Trainingsformen ganz gezielt durchführen lassen würden.
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03.08.2005 11:01
joaquin unregistriert
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| Zitat: |
Original von blaho
Dass er nach Puls trainiert kann ich da nicht herauslesen. Nur, dass er ihn ziemlich genau schätzen kann.
Wenn man wirklich nach Puls trainieren will, kommt man um eine Leistungsdiagnostik (und wenn's nur ein Conconi-Test ist) doch nicht herum. |
Er hat doch auch ein Leistungsdiagnostik gemacht - nur eben seit 1994 nicht mehr. Und dass er seinen Puls "genau einschätzen" kann beweist doch, dass er früher auch mit Pulsometer trainiert hat.
Das deckt sich genau mit den Aussagen vieler hier (und auch meiner eigenen Erfahrung), dass man je länger dabei desto besser seinen Körper einschätzen kann. Dann braucht man im Prinzip auch keine Pulsuhr und keine Leistungsdiagnostik mehr. Ich hab meine letzte LD 1997 gemacht und orientiere mich im groben noch daran (altersmässig heruntergerechnete Werte).
Aber wie Rino schon sagte: wenn man eh nicht viel und systematisch trainiert braucht man auch keinen Pulsmesser.
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03.08.2005 11:15
crn
Universalidiot

Dabei seit: 23.06.2003
Herkunft: Eizelle? Fan von: Paco, Laszlo, Margie, Wegi, J-P, Samu, van Bemmelen, Jakob Piil, T-Mobile, Slawo, ... und der wildgewordenen Blümchenseele
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Nun ja, das "wie viel" denke ich ist gar nicht so entscheidend (solange wir hier über <25Mm/a reden), sondern eher das "wie" und "wozu". D.h. wer sich einfach nur richtig verausgaben will, dem bringt jegliche "Trainingssteuerung/kontrolle" nix, denn er trainiert ja nicht. Sobald es darum geht, irgendwelche "Ziele" zu erreichen, ist eine Trainingssteuerung auch und gerade dann wichtig, wenn eben nur wenig Zeit zur Verfügung steht. In diesem Fall ist eine Pulsuhr sogar das falsche, weil zu ungenaue Werkzeug. Hier bräuchte man viel eher eine regelmäßige LD und ein Leistungsmesssystem. Es wäre mal ein interessantes Projekt, denn ich glaube, dass jemand mit sehr guter Trainingsplanung und -kontrolle mit 3000 Trainingskilometern wesentlich mehr erreichen kann als 15000km-Lustfahrer. Allerdings macht ersteres nicht wirklich Spaß, denn hier ist das Training dermaßen spezifisch, dass man sich wirklich sklavisch an den Trainingsplan halten muss
(in den USA gibt es einige Mit-30er, die mit 3000-4000 km im Jahr Leistungen bringen wie hierzulange B-Amateure; das sind meist hart arbeitende Oberschichtler mit teurem Euquipment, wenig Zeit fürs Training und persönlichem Trainer, welcher in Kooperation mit den personal assistants den Trainingsplan aufstellt; "mein" Prof in Davis war z.B. so jemand, der fuhr zwar 3-4mal die Woche, meist aber nur eine Stunde abends und gewann das Campus-Zeitfahren über 20km mit nem guten guten 40er Schnitt)
__________________ "Haben Sie heute schon gedopt?"
"Nein. - Noch nicht. - Muss ich?"
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03.08.2005 11:21
rider unregistriert
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| Zitat: |
Original von crn
(in den USA gibt es einige Mit-30er, die mit 3000-4000 km im Jahr Leistungen bringen wie hierzulange B-Amateure; das sind meist hart arbeitende Oberschichtler mit teurem Euquipment, wenig Zeit fürs Training und persönlichem Trainer, welcher in Kooperation mit den personal assistants den Trainingsplan aufstellt; "mein" Prof in Davis war z.B. so jemand, der fuhr zwar 3-4mal die Woche, meist aber nur eine Stunde abends und gewann das Campus-Zeitfahren über 20km mit nem guten guten 40er Schnitt) |
Interessant. Kleine persönliche Anmerkung: ich denke nicht, dass man wirklich "systematisches" vs. "lustbetontes" Fahren gegeneinander ausspielen sollte. Zumindest mir bereitet eine systematische Verbesserung meiner Leistung ebenfalls Lust, was allerdings nicht ausschliesst, auch mal rein lustbetont eine Pässefahrt zu absolvieren.
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