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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Die Profi-Szene » Doping-Dokumente-Thread, Teil 2 » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Doping-Dokumente-Thread, Teil 2
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23.03.2005 10:11

Tapefire!
Deichkönig

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RE: Nina Kraft

Zitat:
Original von Phil
Zitat:
Original von mive
Diese Entscheidung hat aber offensichtlich verfahrensrechtliche Gründe. Die Entscheidung über die zweijährige Sperre wurde zu einem Zeitpunkt getroffen, zu dem die Neufassung der neuen Anti-Doping-Ordnung noch nicht rechtskräftig war, demnach noch die alte Ordnung anzuwenden war. Eine Entscheidung auf der Grundlage der neuen Ordnung war damit juristisch anfechtbar. Da sind mir die zwölf Monate dann doch lieber wie - vielleicht - gar nix.


Ich verstehe nicht, warum man es immer wieder schafft, Verfahrensfehler in Dopingfälle einzubauen (siehe Hamilton). So schafft man auch keine Glaubwürdigkeit.
Werden Dopingfälle einfach zu "lässig" angegangen ?verwirrt


Vor einigen Jahren habe ich einen Bericht gesehen wo die Dopingproben bei einem Kontrolleur im Kühlschrank neben den Getränken gelagert wurden schwer am Nachdenken . In diesem Bericht wurde auch ein Dopingfall im DLV angesprochen, es ging dort um eine deutsche Läuferin. Wenn ein Anwalt sowas sieht ist das doch ein gefundenes Fressen für den. Freispruch wegen Verfahrensfehler halt. auslachen




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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tapefire!: 23.03.2005 10:12.

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24.03.2005 11:33

Alfred
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Dopingbeichte von A. T.

http://www.repubblica.it/2005/c/sezioni/...iclodoping.html

Übersetzung, so in etwa...

In einer Saison 218.000 Einheiten EPO, das "bekannteste" Dopingprodukt der letzten Jahre. 396 Tabletten verschiedenster Anabolika, im Schnitt mehr als eine täglich, jedoch konzentriert auf die Monate November und Dezember, wo es dazu dient, das Training mit einem „Qualitätssprung“ zu intensivieren. 150 Einheiten des Wachstumshormons GH, das durch keine Dopingkontrolle auffindbar ist. Insulin, um den Stoffwechselabbau in den Muskeln zu stoppen und die Zuckerreserven zu vergrößern. 230 Einheiten von IGF3, die neueste Substanz, die die Wirkung des Wachstumshormons GH voll zur Geltung bringt, und ebenfalls für Dopingkontrollen vollkommen "unsichtbar" ist.

Das ist nicht die Medikamentenliste eines Schwerkranken, der an Gott weiß welchen Krankheiten
leidet, sondern das schockierende Protokoll der Saison eines Profiradsportlers. 40.000 Kilometer auf dem Rad, Anstiege, Schweiß, harte Arbeit und Medikamente (erlaubte und verbotene), um diesen Job zu erledigen. Dies alles geht aus den penibel geführten, dicht beschriebenen Seiten der täglichen Aufzeichnungen eines durchschnittlichen Profis hervor, dessen Initialen A.T. lauten(Beschränkung auf die Initialen, da der Betreffende noch „Gegenstand“ einer offiziellen
Untersuchung ist). Er ist in wichtigen Mannschaften als Helfer eingesetzt gewesen, fuhr dann in den Reihen der Amateure und landete schließlich im Netz einer der vielen Anti-Doping-Ermittlungen, konkret im Programm der NAS, "oil for drug" vom Mai 2004. Ein armer Hund, denn trotz des massiven Einsatzes von ungefähr 27 verschiedenen Sorten von Produkten schafft er es nicht, sich aus dem Feld der Wasserträger herauszuarbeiten. Es ist nicht nur so, dass er praktisch nichts gewinnt, sondern derart "hart arbeiten" muss, um überhaupt mithalten zu können.

Es ist ein "unsichtbares" Doping, in kleinen Dosen, aber kontinuierlich, um die Kontrollen auszutricksen. Morgen, Mittag, Abend: Zwei Tabletten, eine Injektion subkutan, ein Zäpfchen, eine Infusion, noch eine Injektion. Es gibt kein Pause von Jänner bis Dezember. Es wechseln jedoch die Produkte (je nach Erfordernis), aber die Pharmazie ist immer da. Und sehr viel. Trotz der Anzahl der Einnahmen und der Mengen, A.T. besteht alle Kontrollen mit fliegenden Fahnen, trotz der Teilnahme an bekannten Rennen wie Mittelmeerrundfahrt, Laigueglia, Classica Almeria,
Coppi & Bartali, Klassiker wie Fleche Wallone, Lüttich-Bastogne-Lüttich, Amstel Gold Race. Rennen, bei denen die UCI, zumindest theoretisch, geradezu martialische Anti-Doping-Tests zelebriert, vor und nach dem Rennen. Aber er schaffte es immer, problemlos durchzurutschen, trotz seiner Doping-Odysseen. Das Tagebuch von A.T. ist ein wahres pharmakologisches Nachschlagewerk zwischen Eritropoietin, dem Hormon, das die Produktion von roten Blutkörperchen anregt und
den Sauerstofftransport verbessert, dem Wachstumshormon GH, Schmerzmitteln, Blutverdünnern, um die Nebenwirkungen von Epo abzufangen, Anabolika für Tiere wie Winstrol, Testosteron, Oxandrolon, verschiedensten Gonadotropinen, Insulin, Stimulanzien, Produkten für die Nebennieren und sogar etwas wie "Theodur", ein Spray, der normalerweise gegen vorzeitigen Samenerguss eingesetzt wird. A.T. fährt Rennen in Europa und Amerika. Aber die Saisonbilanz ist enttäuschend. Im September die trostlose Bemerkung: "Das Ende der Saison, es ist einfach nichts gelaufen, ich habe im November mit dem Training begonnen, nur die anderen Fahrer sind alle viel stärker. Von meiner Seite habe ich das Maximale getan. Das einzige, was ich entschiedener angehen muss, ist die Sache mit dem GH. Mindestens 4 Einheiten am Tag, 2 am Morgen, 2 am Abend. Schon das wenige, was ich getan habe, hat viel gebracht: mehr Kraft und du nimmst schneller ab" Sein Bericht ist minutiös, Monat für Monat im Leben eines Radprofis. Im März ist er voller Hoffnung: "Ich fühle mich gut, ich habe mich verbessert .... für die letzte Etappe von Coppi & Bartali habe ich ½ cc von Luforan (ein spanisches Produkt, dass die Wirkung des Gonadotropins stimuliert) genommen, und am Ende des Rennens fühlte ich mich stark." Er berichtet pedantisch von den eingenommenen Substanzen, aber auch von der Ernährung. „Normales Frühstück, zum Mittagessen Pasta oder Reis, zum Abendessen ein wenig von allem, Omelett mit Prosciutto, Käse, Dessert" Es stellt sich jedoch heraus, dass es nicht ausreicht und dass man sich wirklich auf die Pharmazie konzentrieren muss. Die Beschreibung eines Renntages: Am Morgen ½ Geref (eine Substanz, dass die endogene Produktion von GH stimuliert, natürlich verboten), ½ Luforan (ein spanisches Produkt, dass die Wirkung des Gonadotropins stimuliert, ebenfalls verboten), ½ Contramal (ein starkes Schmerzmittel), 2 Carnitene; Neoton in die Vene, Koffein zur Unterstützung des Optalidon. Am Abend: Eine Ladung mit Kohlenhydraten (in dem Fall mit Insulin, dass neben der Verhinderung des Stoffwechselabbaus auch die Fähigkeit zur Speicherung von Glycogen begünstigt), Esafosfina (Zucker) und Neoton per Veneninfusion. Für Etappenrennen: Dinistenil, ein starkes anaboles Steroid, um schneller zu regenerieren; das omnipräsente GH, das heute meistbenutzte Hormon, natürlich verbogen, jedoch nicht durch Dopingtests auffindbar.

Die Strategie ist klar: .In den rennfreien Perioden wird "aufgeladen", in kleinen, mehrfach wiederholten Dosen, um in eventuellen Kontrollen nicht aufzufallen. An Renntagen wird wenig oder nichts gemacht. Dies macht Dopingkontrollen völlig ineffektiv oder schlimmeres. A.T. "konsumiert" am 26. Jänner 4000 Einheiten Epo, und am 27.Jänner besteht er mit fliegenden Fahnen die ja so wirksamen Tests der UCI. Trotz dieses Wirbelsturms an Produkten erzielt A.T. im
Grunde nicht den geringsten Nutzen. Das Ansprechen auf Produkte ist laut Experten immer sehr subjektiv. Es gibt eine Physis, die darauf anspricht, und es gibt eine, die dies nicht tut. A.T. gewinnt nicht nur nichts, sondern ist im Gegenteil oft zum Aufgeben gezwungen. Im Juli, in nur
einem Monat, "konsumiert" er Epo, Anabolika, Gh, IGf, Steroide, Vitamine, verschiedene Nahrungsergänzungen. Aber er schafft es nicht auf gleiche Höhe mit der Konkurrenz. "Bei der Portugal-Rundfahrt waren Fahrer, die alles machten (es gab dort keine Kontrollen). Ich kam nach Hause, machte die üblichen Dinge, aber sie halfen überhaupt nichts".

Um mitzuhalten, war eine "spezielle Behandlung" notwendig. Zwischen November und Dezember 170 Tabletten mit Anabolika, und der Griff zu Gonadotropin, um Schäden an den Hoden zu verhindern. Dann wird es wieder Zeit für die "schweren Geschütze", Epo und GH.

Eine Geschichte, die einen erschauern lässt (allein wenn man an die möglichen gesundheitlichen Folgen denkt), aber sie veranschaulicht vor allem auch das totale Versagen der Anti-Doping-Tests. Wichtige Substanzen, wie GH und Insulin, sind nicht auffindbar. Die meisten Tests werden bei den Rennen gemacht, wobei aber das meiste Doping außerhalb der Wettbewerbe geschieht. Dies ermöglicht immer "größere Ladungen" im Training. Welchen Sinn hat es also, Milliarden in Dopingtests zu investieren, die nur bei den Rennen selbst durchgeführt werden? Dies gestand vor einiger Zeit auch ein Funktionär des CVD (= Aufsichtskommission des Anti-Doping-Gesetzes): "Das Anti-Doping? Es ist eine Abschreckung, die es geben muss, es muss dazu dienen, gewisse Dinge zu verhindern. Jedoch, wenn wir arbeiten sollen, so wie Sie es verlangen, wird es sehr schwierig, diese Arbeit ernsthaft zu machen". Allerdings, warum?




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24.03.2005 11:45

Verrückter
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RE: Dopingbeichte von A. T.

Bla Bla Bla...

Und wer zahlt den ganzen Kram?

Gibt es keine Trainingskontrollen?

Kann man alles glauben oder auch nicht oder es als komplett hirnrissig ansehen.




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24.03.2005 11:47

ISPO Hoffi
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boh is das traurig...




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24.03.2005 11:49

Alfred
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Ja, wenn du die Augen verschließen willst, dann tue dir keinen Zwang an. smile

Wer zahlot den ganzen Kram, wie immer im Drogenmilieu, oder oft... Amateure, Nachwuchsfahrer, die dann versorgt werden von den nächst höher gestuften Fahrer.

Trainingskontrollen. *lach* Vielleicht bei Phonak, weil die unbequem wurden oder sonstigen Querulanten.




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24.03.2005 11:50

Petr Pivo
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RE: Dopingbeichte von A. T.

Zitat:
Original von Verrückter
Bla Bla Bla...

Und wer zahlt den ganzen Kram?

Gibt es keine Trainingskontrollen?

Kann man alles glauben oder auch nicht oder es als komplett hirnrissig ansehen.



a.) wo ein wille ist...

b.) die gibt es. glaubst du, deshalb wird nicht mehr gedopt?

c.) yep


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24.03.2005 11:57

ISPO Hoffi
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Also zu unterstellen das es keine Trainingskontrollen gibt oder diese nur willkürlich durchgeführt werden ist ja wohl eine Frechheit....die gibt es und das sogar im Nachwuchsbereich ab Junioren und das habe ich selber miterlebt!




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24.03.2005 12:04

Verrückter
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Drogenmillieu?

Also ich hab genug Junkies gesehen. Da läuft es Dir kalt den Buckel runter.
Ich hab auch schon genug Radfahrer gesehen. Wenn ich mir denke einer bläßt sich soviel Zeug sonst wo rein und hat noch nicht mal Erfolg damit, dann würd mich interessieren wie so jemand aussieht? Ich kann es den Radfahrern nicht ansehen.




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24.03.2005 12:21

Bugno
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Alf: ist das das Tagebuch von 2001?




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25.03.2005 09:41

Alfred
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Ich schätze 2003 und 2004, EPO Test gibt es nicht so lange. 2004 wurden auch beim Giro einige Saeco Fahrer und Ex Fahrer durchsucht. Er wird wohl in diesem Dunstkreis gewesen sein. Sein fehler, dass er alles dokumentiert hat. Den Namen von T.A., Gerüchte gibt es in I... *g*

Ach, die Trainingskontrollen? *ggg* Ähm, von der UCI? Wie oft wurden Bettini und Co. vor der Klassikersaison unangemeldet kontrolliert? In D, ja, da sind sie wohl strenger, das sieht einer auch in den Ergebnissen bei anderen Sportarten. Ullrich z. B., das kam nicht von der UCI, seine Trainingskontrolle sondern vom DSB. Und wenn mal ein Großer von der UCI positiv getestet wird, wird es doch noch immer vertuscht. Galdeano, Armstrong...

Sicher ist es wie im Drogenmilieu, nur auf einem anderen Niveau als auf einem Bahnhofsviertel. Nicht zuletzt ist Bugno schon verurteilt, weil er damit Amateure versorgt hat. Und das ist ja bei Leibe nicht die einzige Vröffentlichung aus dem Radsport, die solche Praktiken und Medikamentenmengen auflistet, ein Blick in die Dopingabteilung von C4F genügt doch.




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25.03.2005 09:46

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leider kann ich zu trainingskontrollen in anderen ländern nichts sagen...




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25.03.2005 10:40

LiteRadtourer
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Radsport unzensiert: Eine »Bergziege« packt aus

Nach Peter Winnen sind gleich zwei der legendären 21 Spitzkehren im Anstieg nach Alpe d’Huez benannt. Der holländische Radrennfahrer war in den achtziger Jahren einer der stärksten Kletterer im Peloton der Tour de France. Mit seiner Autobiografie, die in einer Serie von Briefen an einen imaginären Freund die Geheimnisse des Profizirkus ergründet, ist er nun auch zu einem der gefragtesten Sportautoren der Niederlande avanciert. Bereits die Auszüge aus Peter Winnens Romandebüt, das Ende März unter dem Titel „Post aus Alpe d’Huez“ endlich in deutscher Sprache erscheint, lesen sich als kleines Radsportlexikon eines Insiders:



Doping: Niemand kommt ohne Doping aus. Die Zeitungen nicht. Das Fernsehen und das Radio nicht. Die Dopingjäger und die Reglementverantwortlichen nicht. Die Zuschauer und die Radrennfahrer nicht. Und warum nicht? Wegen der Aura eines geheimnisvollen Übels, die das Wort Doping umgab. Diese Aura war viel zu verlockend, um das Wort zu streichen. Was auf der Verbotsliste stand, war Doping. Basta! Die Liste ließ sich niemand nehmen. Auch wenn die Suggestion, dass die Liste das Gute für den Sportler vom Schlechten für den Sportler trennte, schwachsinnig war. Auch wenn das Argument, dass der Radrennfahrer vor sich selbst geschützt werden müsse, eine Beleidigung war. Ich verstand, warum es mir zu Beginn der vorigen Tour de France verboten wurde, einen Reizhusten mit einem läppischen Mittel wie Kodein zu behandeln. Das Wort Doping besitzt die gleiche Anziehungskraft wie das Wort Pornografie. Dann unterschrieb ich das Formular. Die Frage »Nehmen Sie Medikamente ein?« hatte ich beantwortet mit: »Vitamine.«

EPO: Ein Segen für den Nierenpatienten, aber eine Katastrophe für den Sport ist diese Entdeckung. Es gab ein Radrennfahren vor EPO, und es gibt ein Radrennfahren danach. Doch nur um den Unterschied sehen zu können zwischen der Suche nach Elixieren und der Entdeckung von Elixieren, muss eigentlich niemand um die Wette fahren.

Gesundheit: Radrennfahren untergräbt die Gesundheit. Das ist nicht weiter schlimm. Die Gesundheit wird bereits ab dem Moment der Empfängnis untergraben. Radrennfahren erfordert aber auch eine glänzende Gesundheit. Dem großen Koffer mit all seinen unterstützenden und heilenden Mitteln juble ich deshalb von ganzem Herzen zu. Wie auch immer die Mittel in meinen Körper kommen, ob per Pille, Kapsel, Zäpfchen, Trinkampulle, Spritze oder Tropf (all die unangenehmen Dinge, die ein normaler Mensch eher mit Krankheit und Verfall in Verbindung bringt als mit Leistungssport), ist mir wurst. Ich bleibe bei dem großen Koffer, denn ich habe auch keine Lust auf die Schlagzeilen: »Winnen gedopt!« Der große Koffer ist sicheres Terrain.

Schuld: Inzwischen war ich dahintergekommen, dass es die ultimative Sportpille nicht gab – auch wenn die Liste etwas anderes suggerierte. Doch offenbar war das Bedürfnis nach dem Übel so stark, dass der Stoiker von Dopingkontrolleur sich einfach über die Hände pinkeln ließ, um es beim Wickel packen zu können. Schuld und Unschuld. Selbst wenn man mich für unschuldig erklärte, würde der Stoiker niemals wissen, ob ich es auch wirklich war. Vieles von dem, was man in den Urinproben gerne finden würde, konnte in den Laboren noch immer nicht nachgewiesen werden. In diesen Tagen wusste ich noch nicht einmal selbst, ob ich nun schuldig oder unschuldig war. Ich machte mir darüber keine Sorgen. Die Sorgen überließ ich der Firma, die ihre Sorgen ihrerseits Pfleger Ruud überließ.

Urin: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, würde ich sagen. Die Frage jedoch bleibt: Wo ist meine Pisse geblieben? Und: Wer wird darüber urteilen? Es ist doch zu verrückt, dass sie sich einfach so mit deiner Pisse aus dem Staub machen. Wer weiß, vielleicht landen die verplombten Behälter in einem ranzigen Labor, wo sie, um Kosten zu sparen, die Apparaturen nicht sauber machen. Wer weiß, vielleicht schlabbern sie dort genauso lustig drauflos wie der Dopingarzt in Ústí nad Labem. Und wer weiß, vielleicht lande ich dort in einer Reihe von Gewichthebern. Es ist noch vieles mehr möglich. Ich habe das Gefühl, als ob sie einfach mit einem meiner Gliedmaßen durchgebrannt wären. Mehr als tausend Kilometer ist meine Pisse nun von mir entfernt, ohne dass ich noch das Sagen über sie habe.

Peter Winnen liesst am Ostersonntag im deutschen Olympia und Sportmuseum in Köln


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25.03.2005 12:19

blaireau
Soigneur

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RE: Radsport unzensiert: Eine »Bergziege« packt aus

Zitat:
Original von LiteRadtourer
EPO: Ein Segen für den Nierenpatienten, aber eine Katastrophe für den Sport ist diese Entdeckung. Es gab ein Radrennfahren vor EPO, und es gibt ein Radrennfahren danach.


Nur zu wahr.
TdFs als Mannschaftsfahren, Milano-San Remo als gut besetzte Giro-Flachetappe.
Wenn 2005 Cipressa und Poggio tatsächlich in Rekordzeit gefahren wurden, dann schaut's nicht aus, als ob da sooo einschneidende Änderungen stattfanden im Vergleich zu 2003/2004.




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"I just dropped in to see what condition my condition was in"
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25.03.2005 19:29

Bartoli
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RE: Radsport unzensiert: Eine »Bergziege« packt aus

Today the police/justice of the Belgium Dendermonde has found forbidden products in the hotelroom of 2/3 riders from Acqua & Sapone. Which riders it is going about is still not known. But they found some hormonal products who increased the oxygen in the blood.

A local agent saw that someone from the team throwed something away in the garbage. The agent took that out of the garbage and found some needles and packeging of the medicines. The police/justice took some action due to this.

Acqua & Sapone is in Belgium too ride the E3 Prijs and Brabantse Pijl this weekend.

Source: Belgium Teletext.

ich habe es im english umgesetzt. Aber es sagt das die police verbotene produkten gefunden hatte beim Acqua & Sapone. Es soll um 2/3 fahrer gehen die am wochenende starten beim E3 oder B.Pfeil. Es soll nicht um Balducci gehen.




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25.03.2005 19:31

Doubleyou
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RE: Radsport unzensiert: Eine »Bergziege« packt aus

Wer RUmsas verpflichtet... der Groschen fällt...


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26.03.2005 15:17

Bugno
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RE: Acqua e Sapone

Laut tuttobiciweb war das mit den Abfällen Bucciero, bei dem Kasachen Kobzarenko wurden 2 nichtbeschriftete Ampullen gefunden.

Kobzarenko wurde vom Team suspendiert, bis das Ergebnis der Analysen feststeht.




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26.03.2005 17:47

Sitzerather
Weltmeister

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RE: Acqua e Sapone
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26.03.2005 18:21

Gap96
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RE: Acqua e Sapone

Zitat:
Original von Sitzerather
noch ein bissel was zu AeS


Egal, was dabei nun schlussendlich 'rauskommt - Diese Dämlich- und Dreistigkeit k...t einen an böse , gut dass die Behörden in manchen Ländern endlich aus dem Schuh kommen!




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Jemand der Pfefferminz nachmacht oder verfälscht, oder sich verfälschten oder nachgemachten Pfefferminz verschafft und in den Verzehr bringt, ist Falschminzer.
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28.03.2005 03:32

eva
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RE: Acqua e Sapone

äh? Gap96?
Die Behörden in welchen Ländern?
Die Belgier für die Italiener? Aqua e Sapone sind doch Italiener?

Bin ein bissl neu hier. Mag eigentlich Radsport, aber ... die ganze Dopingdiskussion verwirrt doch sehr!


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29.03.2005 12:29

Gap96
Wasserträger

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RE: Acqua e Sapone

Zitat:
Original von annelies
äh? Gap96?
Die Behörden in welchen Ländern?
Die Belgier für die Italiener? Aqua e Sapone sind doch Italiener?

Bin ein bissl neu hier. Mag eigentlich Radsport, aber ... die ganze Dopingdiskussion verwirrt doch sehr!


Hallo Annelies, meinte natürlich, dass die Behörden/Staatsanwaltschaften z.B in Belgien und Frankreich oder Italien mittlerweile sehr rigoros vorgehen dürfen, wenn es etwas verdächtiges zu untersuchen gilt.




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