Wer nicht dort war, hat echten Grund zur Freude.
Die letzte Nacht hat es schon gut geregnet und damit meiner Hoffnung auf eine ruhige Nacht im Zelt einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Ziemlich verschlafen und lustlos war dann um 6 Uhr aufstehen angesagt. Dem Magen hat's gar nicht gefallen, was schonmal 10 min. meines engen Zeitplans gekostet hat.
Am Ring waren es dann immerhin 11 Grad, Dauerregen und leichter Wind. Armstrongwetter eben.
Da ich eher der Ulle-Typ bin, fuhr ich mit Unterhemd-Trikot kurz-Trikot lang-Windjacke-Regenjacke. Mir ist jetzt auch klar, warum Ulle bei den kalten Frühjahrsrennen so schwanger aussieht.
Im Endeffekt war der Kurs schwerer als ich erwartet hatte. Nach einer heftigen Abfahrt am Anfang, an deren Ende eine Radarkontrolle wartete (Sie fahren 82 km/h), ging es dann fast nur noch bergauf. Praktisch keine Flachpassagen, um mal in der Gruppe zu fahren und irgendwie auch keine Gruppe mehr.
Die letzten ca. 3 km dann flach mit vollem Gegenwind, aber wie gesagt: Keine Gruppe!
Auf Runde 2 kamen dann die RTF-ler hinzu. Nach dem Motto "Schlimmer geht's immer" war das Fahren auf der Abfahrt ein Lotteriespiel. Opis, Omis, Kinder, die Mama, die am Anstieg mitten auf der Fahrbahn vom Rad hüpft... es war alles vertreten.
Am schlimmsten aber, an der einzigen Verpflegungsstelle das übliche RTF-Gedrängel. 100 Leute stehen vor der Theke und erzählen über's Wetter. Also Rad abstellen, hinlaufen, Banane holen, Flasche füllen, aufsteigen und weiter. Das macht Laune. Wenigstens gab's jetzt ab und an ein paar Grüppchen.
Auf der 3. Runde der gleich Ärger wie in Runde 2, nur dass hin und wieder die Sonne herauskam. Leider konnte man die dunklen Wolken, die der Wind herantrieb schon arg schnell näher kommen sehen. Und irgendwie hatte ich dann auch die Schnauze voll.
Nach 70 km bin ich zum Auto gerollert, hab das Rad eingepackt, das Zelt geholt und bin nach Hause gefahren.
Fazit: 70 km - 25,76 km/h - 1176 hm - Und solange das mit einer RTF zusammen durchgeführt wird, fahre ich entweder gar nicht mehr oder eben die RTF.
P.S.: In Adenau gibt's einen Superitaliener! Für den hat sich die Sache dann doch rentiert.
P.P.S.: Ich hab' das C4F Trikot natürlich unter den Jacken gelassen.
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Wie sagten Sie so treffend im Ziel von Kailua Kona: "Die letzten Kilometer waren die Hölle." Ich verrate Ihnen jetzt mal was: Bei mir sind es schon die ersten Kilometer.