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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Die Profi-Szene » L.A.-"der einzige böse doper auf der ganzen welt"-thread » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen L.A.-"der einzige böse doper auf der ganzen welt"-thread
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Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
09.08.2004 18:30

Cyclist
Italienfan

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@rider

Du nennst keine Quellen, sondern nur deine Meinung. Meinungen sind keine Beweise. Bist du Mediziner? Betreust du Profi-Sportler? Woher nimmst du die Erkenntnis, dass deine Thesen der Wahrheit entsprechen? Ich als jemand, der keinen Einblick in die genaue medizinische Betreuung einzelner Fahrer und Teams hat, kann die Fragen nicht mit 100%iger Sicherheit beantworten bzw. beweisen. Wenn du meinst, das zu können, Hut ab! Ich kann meine Einschätzung, meine Meinung wiedergeben, mehr aber auch nicht. Und mehr Insiderwissen hast du vermutlich auch nicht.

Wenn du meinen Beitrag genau gelesen hättest, wüsstest du das ich nicht von Dopingmitteln, sondern von Hilfsmitteln gesprochen habe. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Diese Mittel müssen nicht auf Dopingliste stehen. Es gibt zudem Mittel zur Förderung der Regeneration und Mittel zur Förderung von Leistung. Differenzierst du da überhaupt ? Ich lehne reine leistungssteigernde Mittel ab, kann aber regenerationsfördernde Mittel akzeptieren.

Und letztenendes ist jeder Sportler für seine Gesundheit selbst verantwortlich.




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Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Cyclist: 09.08.2004 18:35.

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09.08.2004 18:33

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
1. In den 60/70/80 Jahren wurde noch viel mehr gedopt da es keine oder geringe Kontrollen gegeben hat und trotzdem langsamer gefahren wurde. Passt nicht!

Die Dopingmittel der Vor-Epo-Aera (z. B. Strichnin) waren wohl teilweise noch gefährlicher, als die heute üblichen Hormone. Aber bezüglich leistungssteigernder Wirkung waren sie eher mit Traubenzucker zu vergleichen, als mit Epo.

Zitat:

2. Im Fall Taktik und Angriff hat Doping keinerlei Auswirkung. Da sollten die Ohrknöpfe (Funk) verboten werden das würde vieles ändern, Wetten!

Wenn du einen guten Wettmodus findest.

Zitat:

3. Zülle wurde bei der Tour mit EPO erwischt vor Jahren und war ein Jahr später wieder auf dem Podest. Und der fuhr dann Clean da er sich nicht leisten konnten wieder was zu nehmen.

Die Kontrolle war einfach: Hämatokrit < 50 %. Er hat das gemacht, was jeder andere auch getan hat.

Zitat:

Da bin ich wieder dabei "aus einem Esel macht man kein Rennpferd". Doping hin oder her die Spitze bleibt die gleiche. 2. Beispiel Virenque!

Für den gilt das gleiche, wie für Zülle. Kleine Randbemerkung: Camenzind hat vermutlich seit 10 Jahren Epo genommen, die letzten Wochen ist er aufgeflogen. Nehmen Virenque and friend nun kein Epo, weil es Kontrollen gibt? Schon mal was von D. Millar gehört? Nie positiv! Dennoch zwei Jahre gesperrt.

Zitat:

4. EPO ist ein Heilmittel und hat den gleichen Effekt wie ein Höhentrainingslager. Absolut unschädlich bei Ärtlicher Überwachung!!!!!

Epo ist ein Hormon, die sind per se alle gefährlich. Abgesehen davon: man paracelsus.


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09.08.2004 18:42

KofiAnan
Pavé-Experte

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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von rider
Zitat:
Original von KofiAnan
1. In den 60/70/80 Jahren wurde noch viel mehr gedopt da es keine oder geringe Kontrollen gegeben hat und trotzdem langsamer gefahren wurde. Passt nicht!

Die Dopingmittel der Vor-Epo-Aera (z. B. Strichnin) waren wohl teilweise noch gefährlicher, als die heute üblichen Hormone. Aber bezüglich leistungssteigernder Wirkung waren sie eher mit Traubenzucker zu vergleichen, als mit Epo.

Schon mal was von Stenamin gehört?? Das war ein Wundermittel der 70er Jahre und dagegen ist EPO ein nichts!!!


Zitat:

2. Im Fall Taktik und Angriff hat Doping keinerlei Auswirkung. Da sollten die Ohrknöpfe (Funk) verboten werden das würde vieles ändern, Wetten!

Wenn du einen guten Wettmodus findest.

werden sehen.........
Zitat:

3. Zülle wurde bei der Tour mit EPO erwischt vor Jahren und war ein Jahr später wieder auf dem Podest. Und der fuhr dann Clean da er sich nicht leisten konnten wieder was zu nehmen.

Die Kontrolle war einfach: Hämatokrit < 50 %. Er hat das gemacht, was jeder andere auch getan hat.

Das Zülle ein Jahr nach dem Skandal sauber gefahren ist, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Zitat:

Da bin ich wieder dabei "aus einem Esel macht man kein Rennpferd". Doping hin oder her die Spitze bleibt die gleiche. 2. Beispiel Virenque!

Für den gilt das gleiche, wie für Zülle. Kleine Randbemerkung: Camenzind hat vermutlich seit 10 Jahren Epo genommen, die letzten Wochen ist er aufgeflogen. Nehmen Virenque and friend nun kein Epo, weil es Kontrollen gibt? Schon mal was von D. Millar gehört? Nie positiv! Dennoch zwei Jahre gesperrt.

Ich bleib dabei: Millar wäre auch Weltmeister ohne EPO geworden! Bleibe dabei die Spitze ist ohne Doping die gleiche
Zitat:

4. EPO ist ein Heilmittel und hat den gleichen Effekt wie ein Höhentrainingslager. Absolut unschädlich bei Ärtlicher Überwachung!!!!!

Epo ist ein Hormon, die sind per se alle gefährlich. Abgesehen davon: man paracelsus.


Hormone sind nicht gefährlich bei Einnahme unter Aufsicht. EPO wird ua auch bei alten Menschen gespritzt mit Herzproblemen. Ich glaube zur Heilung nicht zur Tötung. Nein, EPO ist ungefährlich bei bedingter Einnahme!




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09.08.2004 18:45

jonas


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Fan von: JOHANN TSCHOPP

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RE: Sehr schön...

Wieso legst du deine Hand ins Feuer, dass Zülle 99 sauber war ?
Würde mich doch interessieren. Augenzwinkern




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jonas
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09.08.2004 18:47

KitKat
Tour-Sieger

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Ich würd nicht mal meine Hand dafür ins Feuer legen das der papst noch ne jungfrau ist und für zülle schon gar nicht...




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Lieber einmal mit Schneewittchen als siebenmal mit den Zwergen!
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09.08.2004 18:48

rider
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RE: @rider

Zitat:
Original von Cyclist

[einiges, das die Kreditwürdigkeit meiner Meinung mindern sollte]
Ich bin engagierter, doping-medizinischer Laie, der selber aktiv (auf Amateur-Ebene) in der Schweiz Radrennsport betrieben hat, heute noch über einen guten Draht in die Szene verfügt und alles, was verfügbar ist, zum Thema Doping und Radsport gelesen hat.

Wenn das nicht reicht, um über Doping zu reden und eine kompromisslose Anti-Meinung zu haben, dann darfst du von wenigen Ausnahmen abgesehen mit niemandem mehr über Doping diskutieren.

Zitat:

Wenn du meinen Beitrag genau gelesen hättest,

Ich habe deine typischen, schon seit zwanzig Jahren gehörten Dopingverniedlichungen, die nicht zu letzt aus den Tätern Opfer machen sollen, durchaus gelesen. Und ehrlich gesagt: ich mag deine menschenfreundliche Grundabsicht durchaus zu würdigen. Aber es sei dir nochmals in aller Direktheit hingeschrieben: Die Doping-Anwender sind Täter, nicht Opfer. Und um dir hoffentlich einen Schuss Naivität zu nehmen: Doping wird wirklich verwendet, um schneller zu sein, nicht um z. B. eine TdS oder TdF zu überstehen. Da sind sind sich die Jungs dann schon zu wertvoll: um des olympischen Gedankens wegen dopt niemand.

Zitat:

wüsstest du das ich nicht von Dopingmitteln, sondern von Hilfsmitteln gesprochen habe.

Nebelgranaten-Taktik. Es gibt Nahrung, Nahrungsergänzung und Doping. Juristisch mag es zwar zuweilen heikel sein, die letzten beiden voneinander zu unterscheiden. Im Alltag ist das aber nicht so.

Zudem sprechen wir im Doping-Thread, zumal nun Oski wirklich mit Epo erwischt wurde, von "hartem" Doping.

Zitat:

Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Diese Mittel müssen nicht auf Dopingliste stehen. Es gibt zudem Mittel zur Förderung der Regeneration und Mittel zur Förderung von Leistung. Differenzierst du da überhaupt ? Ich lehne reine leistungssteigernde Mittel ab, kann aber regenerationsfördernde Mittel akzeptieren.


Als ich jeweils schrieb, ich ginge davon aus, dass der Radsport massiv verseucht sei, da hiess es immer, ich solle Beweise liefern. Das kann ich immer noch nicht. Aber der Sport selber (teilweise auch indirekt gepusht) macht das selber. Das Jahr 2004 war für diesen Sport ein schwarzes (und für andere auch, man schaue mal auf die Leichtathletik).

Der Radsport ist für mich immer noch der interessanteste überhaupt; aber mehr, um ihn als Hobbyist selber auszuüben. Der Profisport zieht mich nur noch in seinen Bann, wenn Doping-"Skandale" auftreten; der Unterhaltungswert tendiert für mich sonst gegen null. Vielleicht ändert sich das ja wiedermal, ich würd's uns allen wünschen.


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09.08.2004 18:59

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
Schon mal was von Stenamin gehört?? Das war ein Wundermittel der 70er Jahre und dagegen ist EPO ein nichts!!!

Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, handelt es sich dabei um eine Gruppe von psychoaktiven Stoffen, wo auch LSD, Amphetamine oder Ecstasy dazugehören. Also reine Aufputschmittel. Plazebo wirken ähnlich ("Massacre à la Chain", Willy Voets).

Lies nach bei Järmann: nichts wirkt so, wie Epo.

Aber ich gebe gerne zu, dass ich mit diesen Aussagen am Rande meines Wissens bewege; über dein "Stanamin" bin ich jedenfalls nie gestolpert.


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09.08.2004 19:00

KofiAnan
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von jonas
Wieso legst du deine Hand ins Feuer, dass Zülle 99 sauber war ?
Würde mich doch interessieren. Augenzwinkern


ganz einfach: weil zülle ein jahr nach dem skandal doppelt und dreifach kontrolliert wurde. frag mal swiss olympic. und epo konnte schon damals die ersten drei bis vier tage nach der einnahme nachgewiesen werden und das zufallsrisiko konnte er nicht eingehen denn das wäre die zweite hölle für ihn gewesen.




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09.08.2004 19:10

Cyclist
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RE: @rider

ich vorverurteile ich niemand namentlich aufgrund seines Berufes, ich habe aber eine generelle Skepzis. Ich glaube nicht an den sauberen Radsport, aber ebensowenig an eine Dopingquote von 100%. Und das absolute Wissen hat keiner gepachtet. Meinungen können ausgetauscht werden, sie sollten nur nicht mit Wissen verwechselt werden. Scheinbar hast du aber ein Problem wenn jemand eine differenziertere bzw. andere Sichtweise zur Dopingproblematik hat als du. Wann ich vom "harten" Doping spreche, überlasse bitte immer noch mir Augenzwinkern Was ist für dich maßgebend? Deine eigene Dopingdefinition oder die der UCI Dopingliste? Aus meiner Sicht ist es naiv zu glauben, dass irgendwelche Maßnahmen Doping ausrotten könnten. Daran glaube ich nicht. Und wie gesagt, die letzte Verantwortlung liegt beim Sportler, es ist seine Gesundheit.

P.S. Schaust du dir noch Radrennen im TV an?




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09.08.2004 19:13

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
Zitat:
Original von jonas
Wieso legst du deine Hand ins Feuer, dass Zülle 99 sauber war ?
Würde mich doch interessieren. Augenzwinkern


ganz einfach: weil zülle ein jahr nach dem skandal doppelt und dreifach kontrolliert wurde. frag mal swiss olympic. und epo konnte schon damals die ersten drei bis vier tage nach der einnahme nachgewiesen werden und das zufallsrisiko konnte er nicht eingehen denn das wäre die zweite hölle für ihn gewesen.

Epo kann erst seit Sidney 2000 mittels eines ursprünglich sehr umstrittenen indirekten Tests, anschliessend ergänzt durch einen zweiten nachgwiesen werden. 2000, nicht 1999. Bis 2000 gab's nur den 50%-Test; und auch heute ist man nicht wesentlich weiter, sonst würde man schon lange nicht mehr die Blutdicke testen.

Wenn man halbwegs gescheit ist oder einen solchen Arzt hat, dann ist bei Hämatokrittests nichts zu befürchten: die Dosierung einfach so planen, dass der Wert die 50% nicht überschreitet.


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09.08.2004 19:15

KofiAnan
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von rider
Zitat:
Original von KofiAnan
[quote]Original von jonas
Wieso legst du deine Hand ins Feuer, dass Zülle 99 sauber war ?
Würde mich doch interessieren. Augenzwinkern


ganz einfach: weil zülle ein jahr nach dem skandal doppelt und dreifach kontrolliert wurde. frag mal swiss olympic. und epo konnte schon damals die ersten drei bis vier tage nach der einnahme nachgewiesen werden und das zufallsrisiko konnte er nicht eingehen denn das wäre die zweite hölle für ihn gewesen.

Epo kann erst seit Sidney 2000 mittels eines ursprünglich sehr umstrittenen indirekten Tests, anschliessend ergänzt durch einen zweiten nachgwiesen werden. 2000, nicht 1999. Bis 2000 gab's nur den 50%-Test; und auch heute ist man nicht wesentlich weiter, sonst würde man schon lange nicht mehr die Blutdicke testen.

Wenn man halbwegs gescheit ist oder einen solchen Arzt hat, dann ist bei Hämatokrittests nichts zu befürchten: die Dosierung einfach so planen, dass der Wert die 50% nicht überschreitet.[/quote]

muss ich dir leider wiedersprechen, dies konnte die ersten tage auch nachgewiesen werden.




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09.08.2004 19:22

rider
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RE: @rider

Zitat:
Original von Cyclist
ich vorverurteile ich niemand namentlich aufgrund seines Berufes, ich habe aber eine generelle Skepzis. Ich glaube nicht an den sauberen Radsport, aber ebensowenig an eine Dopingquote von 100%. Und das absolute Wissen hat keiner gepachtet. Meinungen können ausgetauscht werden, sie sollten nur nicht mit Wissen verwechselt werden. Scheinbar hast du aber ein Problem wenn jemand eine differenziertere bzw. andere Sichtweise zur Dopingproblematik hat als du.

Glaub mir: Probleme habe ich damit nicht. Aber stinken tut mir die Doperei schon. Und meine "Schreiberei" in diesem Forum verstehe ich durchaus im Sinne von ein paar Fans etwas wachzurütteln. Lasst euch nicht alles gefallen und verkaufen. Ihr habt ein recht, auf anständigen Sport - lässt euch nicht verarschen!

Das ist so ungefähr mein Standpunkt. Augenzwinkern

Zitat:

Wann ich vom "harten" Doping spreche, überlasse bitte immer noch mir Augenzwinkern

Ich denke, unsere Diskussion wurde und ist immer wieder durch Missverständnisse geprägt. Ich sage bloss, im konkreten Falle wird's nicht allzuschwierig, Doping von erlaubtem zu unterscheiden.

Zitat:

Was ist für dich maßgebend? Deine eigene Dopingdefinition oder die der UCI Dopingliste?

Die des IOC oder mittlerweile die der Wada.

Zitat:

Aus meiner Sicht ist es naiv zu glauben, dass irgendwelche Maßnahmen Doping ausrotten könnten.

Ausrotten ist vielleicht ein bisschen viel verlangt, zumal wenn man sich die heutigen Verhältnisse vor Augen führt. Aber eine spürbare Verbesserung halte ich durchaus für möglich. Das bedarf aber auch eines Umdenkens der breiten Öffentlichkeit. Man soll nicht mehr die Fahrer bedauern, die um 7 Uhr morgens eine Kontrolle über sich ergehen lassen müssen. Das gehört halt dazu. Und insbesondere soll man den Kontrolleuren den nötigen Respekt erweisen. Die Fahrer sollten den Kontrolleuren dankbar sein - sie helfen ihnen.


Zitat:

Daran glaube ich nicht. Und wie gesagt, die letzte Verantwortlung liegt beim Sportler, es ist seine Gesundheit.

Auch wenn das von einigen, nicht nur von dir nicht verstanden wird: es ist Betrug und vor allem ein Betrug an den Gegnern.

Zitat:

P.S. Schaust du dir noch Radrennen im TV an?

Ja, aber anders als früher. Heute kann ich schon mal auf eine Übertragung verzichten, obwohl ich zuhause bin und grundsätzlich Zeit hätte (z. B. am letzten Samstag). Und wenn ich schaue, dann nicht mehr mit dem Engagement von früher. Wie ich schrieb, für mich ist es ein Zirkus geworden. Schön, der kann einen doppelten Salto aus dem Stand. Aber vielleicht ist der Boden ja auch gefedert, so dass die Absprungkraft verstärkt wird...


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09.08.2004 19:24

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
Zitat:
Original von rider
Wenn man halbwegs gescheit ist oder einen solchen Arzt hat, dann ist bei Hämatokrittests nichts zu befürchten: die Dosierung einfach so planen, dass der Wert die 50% nicht überschreitet.


muss ich dir leider wiedersprechen, dies konnte die ersten tage auch nachgewiesen werden.

Ach ne, jetzt wird's mir aber zu blöd.


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09.08.2004 19:37

KofiAnan
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von rider
Zitat:
Original von KofiAnan
[quote]Original von rider
Wenn man halbwegs gescheit ist oder einen solchen Arzt hat, dann ist bei Hämatokrittests nichts zu befürchten: die Dosierung einfach so planen, dass der Wert die 50% nicht überschreitet.


muss ich dir leider wiedersprechen, dies konnte die ersten tage auch nachgewiesen werden.

Ach ne, jetzt wird's mir aber zu blöd.[/quote]

sorry rider, aber du kommst mir vor wie ein ehemaliger gefrusteter amateurfahrer ohne erfolg und denkt jeder der schneller fährt nimmt epo und anderes......




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09.08.2004 19:43

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
sorry

Heuchler.

Zitat:

rider, aber du kommst mir vor wie ein ehemaliger gefrusteter amateurfahrer ohne erfolg und denkt jeder der schneller fährt nimmt epo und anderes......

Zu meiner Zeit (80er-Jahre) war Epo kein Thema. Und auch andere Doping-Mittel waren in meinem Umfeld nicht verbreitet (habe jedenfalls nichts davon bemerkt).

Im Zweifelsfall wäre ich übrigens lieber ein "gefrusteter" Exrennfahrer, als jemand, der solchen Käse schreibt:
"Hormone sind nicht gefährlich bei Einnahme unter Aufsicht. EPO wird ua auch bei alten Menschen gespritzt mit Herzproblemen. Ich glaube zur Heilung nicht zur Tötung. Nein, EPO ist ungefährlich bei bedingter Einnahme!"

Das kommentiere ich jetzt mal nicht weiter.


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09.08.2004 19:48

TEVC
Legende der Landstrasse

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Dabei seit: 13.03.2002

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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von rider
Zu meiner Zeit (80er-Jahre) war Epo kein Thema. Und auch andere Doping-Mittel waren in meinem Umfeld nicht verbreitet (habe jedenfalls nichts davon bemerkt)


Das glaube ich Dir schlicht nicht. Die Mittel waren damals andere. EPO gabs noch nicht- logisch! ABER Amphetamine und Schmerzmittel und wohl auch Steroide. Aber die haben ein so lange Tradition, dass sie in Deinem Umfeld gewesen sein muessen!




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09.08.2004 19:54

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von TEVC
Zitat:
Original von rider
Zu meiner Zeit (80er-Jahre) war Epo kein Thema. Und auch andere Doping-Mittel waren in meinem Umfeld nicht verbreitet (habe jedenfalls nichts davon bemerkt)


Das glaube ich Dir schlicht nicht. Die Mittel waren damals andere. EPO gabs noch nicht- logisch! ABER Amphetamine und Schmerzmittel und wohl auch Steroide. Aber die haben ein so lange Tradition, dass sie in Deinem Umfeld gewesen sein muessen!

Klar, aber nicht im Junioren- und Amateurbereich. Natürlich hat's mal jemanden gegeben, der von einem "Speer" erzählt hat, den er irgendwo in der Westschweiz vor einem Rennen in einer Toilettenschüssel hat schwimmen sehen.

Oder man hat gemunkelt, der Harry (Name gewechselt) würde massiv laden. Aber die wirklichen Spitzenfahrer, gegen die ich gefahren bin, das waren damals z. B. ein Dani Steiger (später z. B. 3. der TdS-GK), ein Rolf Järmann oder auch die beiden Meiers waren in den Nachwuchskategorien noch sauber, da bin ich mir relativ sicher. Was sie später als Profi gemacht haben, ist ein anderes Thema.


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09.08.2004 20:21

KofiAnan
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von rider
Zitat:
Original von TEVC
[quote]Original von rider
Zu meiner Zeit (80er-Jahre) war Epo kein Thema. Und auch andere Doping-Mittel waren in meinem Umfeld nicht verbreitet (habe jedenfalls nichts davon bemerkt)


Das glaube ich Dir schlicht nicht. Die Mittel waren damals andere. EPO gabs noch nicht- logisch! ABER Amphetamine und Schmerzmittel und wohl auch Steroide. Aber die haben ein so lange Tradition, dass sie in Deinem Umfeld gewesen sein muessen!

Klar, aber nicht im Junioren- und Amateurbereich. Natürlich hat's mal jemanden gegeben, der von einem "Speer" erzählt hat, den er irgendwo in der Westschweiz vor einem Rennen in einer Toilettenschüssel hat schwimmen sehen.

Oder man hat gemunkelt, der Harry (Name gewechselt) würde massiv laden. Aber die wirklichen Spitzenfahrer, gegen die ich gefahren bin, das waren damals z. B. ein Dani Steiger (später z. B. 3. der TdS-GK), ein Rolf Järmann oder auch die beiden Meiers waren in den Nachwuchskategorien noch sauber, da bin ich mir relativ sicher. Was sie später als Profi gemacht haben, ist ein anderes Thema.[/quote]

komisch, der järmann hat mal eingeräumt vor nicht all zu langer zeit das auch er mittel ausprobiert hat.............und wie gesagt, das stichwort vor vielen jahren hiess stenamin. das solltest du als ex fahrer kennen. und ich bleibe dabei das epo die gleiche wirkung wie ein höhentraining hat und bei ärtzlicher überwachung absolut gefahrenlos ist!




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09.08.2004 20:44

rider
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RE: Sehr schön...

Zitat:
Original von KofiAnan
komisch, der järmann hat mal eingeräumt vor nicht all zu langer zeit das auch er mittel ausprobiert hat.............

Was soll daran komisch sein? Es ist allgemein bekannt, dass Järmann Epo verwendet hat. Daher ja auch meine Referenz weiter oben auf seine Person, als es darum ging, zu zeigen, dass nichts so effizient ist, wie Epo (Järmanns Aussage). Aber das ist dir offenbar entwischt, wie so manch anderes auch. *g*

Zitat:

und wie gesagt, das stichwort vor vielen jahren hiess stenamin. das solltest du als ex fahrer kennen.

Ich "kenne" nur Amphetamine, die gemäss kurzer Google-Suche offenbar in die Familie der Stenamine gehören. Wie schon mal geschrieben: Amphetamine & co. sind Kinderspielzeug im Vergleich zu Epo, was die Leistungssteigerung angeht; ansonsten aber gerade für Radsportler saugefährlich.

Zitat:

und ich bleibe dabei das epo die gleiche wirkung wie ein höhentraining hat und bei ärtzlicher überwachung absolut gefahrenlos ist!

Das wird den Körper aber mächtig beruhigen, wenn ein Arzt die Einnahme überwacht. Augenzwinkern

Kann man wirklich so naiv sein? Epo ist ein Mittel, das "normalerweise" sterbenskranke und alte Leute kriegen. Es liegen keine langzeitstudien vor. Man weiss also nicht, ob in zwanzig Jahren bei den heutigen Doping-Anwendern von Epo Spätfolgen auftreten werden. Die Epo-Doper sind ja i. a. R. chronische Anwender und dosieren das Teil recht hoch, da nützt es nichts, wenn ein Arzt die hohe Dose verabreicht.

Kleiner Tipp: es gibt faktisch kein Medikament, das ohne Nebenwirkungen wirkt. Lies: entweder wirkts, und dann hat's auch Nebenwirkungen, oder es wirkt eben nicht.

Und nun troll dich!


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09.08.2004 21:05

Cyclist
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RE: @rider

Womit kann sich jemand einen Vorteil verschaffen, wenn deiner Meinung nach eh alle Fahrer dopingverseucht sind? Ich glaube nicht, dass es hier notwendig ist den Messias zu spielen, jedem ist klar dass im Sport Doping verbreitet ist, nur der Umgang und die Bewertung unterscheiden sich. Und es gibt keine Regel wie man damit umzugehen hat, das kann - Gott sei Dank - noch jeder für sich selbst entscheiden. Du tust gerade so als wäre dein Umgang mit dem Thema der einzig richtige. Akzeptier einfach die unterschiedlichen Sichtweisen, davon lebt doch auch das Forum. Irgendwann dreht sich die Diskussion nämlich im Kreis, da jeder doch bei seiner Meinung bleibt. Wie langweilig wäre es, wenn alle einer Meinung wären! Und da du immer noch Radrennen guckst, kann es mit deiner Abneigung nicht so weit her sein. Würde ich aufgrund der Dopingproblematik den Sport nichts positives mehr abgewinnen können, würde ich meine Freizeit auch nicht mehr dafür opfern. Aufgrund einer Sichtweise, die sich von deiner trotz genereller Ablehnung von Doping unterscheidet, ist mir das aber noch immer möglich.




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