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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Große Rundfahrten Forum » CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott? » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?
Autor
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20.07.2004 22:26

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

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CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

in mehreren threads diskutiert, aber auch eine grundsätzliche frage: angriff auf den leader oder absichern eines guten platzes.

für die spannung der etappen ist die antwort klar, mit einem angriffsfeuerwerk von basso wäre mehr los. und sonst?

die heutige entscheidung halte ich für einen witz: ohne den versuch einer attacke von basso wird voigt zurück beordert.

wenn basso armstrong nicht abschütteln kann, hätte er doch jederzeit wieder rausnehmen können und voigt wäre dann wie gesehen gefahren.

wenn basso allerdings wegkommt und gemeinsam mit ulle und voigt vorsprung auf den commander rausfährt, hat dies möglicherweise auch eine starke psychologische wirkung.
( wahrscheinlich mehr als die heutige äusserung auf seiner homepage, dass er sich nur auf den alles entscheidenden angriff konzentrieren will)

wenn riis wirklich klöden für den ernsthafteren podiumskandidaten hält, wäre der auch abgehangen worden. so kann man die heutige taktik nur als absicherung des dritten platzes werten.

und nochmal: DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PLATZ DREI UND PLATZ VIER IST FÜRN sagichnich, ABER DER UNTERSCHIED ZWISCHEN ZWEI/DREI UND DEM SIEG IST GIGANTISCH!!!

Vielleicht kann basso morgen mithalten, vielleicht hat er sich auch im ezf extrem verbessert, aber selbst dann kriegt er minuten von armstrong, also kann er sich nicht auf eine attacke verlassen.


hoffnung auf donnerstag, dass seine äusserung nicht nur bluff ist und er den entscheidenden angriff wagen wird. möglicherweise sastre und voigt als vorausgeschickten helfern.
leider ist von den timos wohl nur beppe gut genug, sich am glandon entscheidend abzusetzen. der wäre im flachen dann nicht so die hilfe.

postal wird wahrscheinlich sehr stark auf jede starke gruppe am glandon reagieren, vor allem wenn csc und timo fahrer dabei sind, um eine ev. taktische zwangslage zu vermeiden.

aber sie ( hier im thread also csc) sollen es wenigstens versuchen!!!


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von teufelsberg: 20.07.2004 22:27.

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20.07.2004 22:55

René Vietto
unregistriert
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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von teufelsberg
[...]

wenn basso allerdings wegkommt und gemeinsam mit ulle und voigt vorsprung auf den commander rausfährt, hat dies möglicherweise auch eine starke psychologische wirkung.
( wahrscheinlich mehr als die heutige äusserung auf seiner homepage, dass er sich nur auf den alles entscheidenden angriff konzentrieren will)


wenn riis wirklich klöden für den ernsthafteren podiumskandidaten hält, wäre der auch abgehangen worden. so kann man die heutige taktik nur als absicherung des dritten platzes werten.



Hm...

Das heißt also dass Ulle Basso gegen Klöden helfen sollte?


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20.07.2004 23:32

polli
Soigneur

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Dabei seit: 19.03.2002
Fan von: Bert

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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von xxGinesxx
... und außerdem sucht sich Lance halt die 'richtigen' Freunde aus - da haben die Moppels wahrlich Nachholbedarf...


Das T-Mobile keine Freunde im Peleton hat, wurde wieder sichtbar als Ullrich weder von Brochard noch von den Phonak-fahrer bekommen hat.
Wie wichtig Sympathie ist hat man damals 2002 bei der Vuelta gesehen als der eine Fahrer von Domina Vacanze Heras den Angriff vorbereitet hat.

Da sollten die T's sich mal was einfallen lassen.




__________________
Q:If people are injecting on a regular basis, as with EPO and microdoping, how the hell do they hide the needle marks?
A:That'll be the black socks......blood spots might show on white ones
A:Under their Livestrong wrist bands
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20.07.2004 23:43

teufelsberg
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie

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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von René Vietto

Hm...

Das heißt also dass Ulle Basso gegen Klöden helfen sollte?


erstmal hallo!Ballons

möglicherweise hätte sich klöden auch lösen können?

oder riis hätte mal bei timo gefragt, ob sie zusammen angreifen, statt armstrong den sieg quasi auf dem silbertablett zu präsentieren.

nachdem ich gerade die offensichtliche absprache ( auch in den interviews erwähnt) gesehen habe ( war heute leider medial komplett abgeschnitten, morgen wiederlamentieren ), bin ich noch enttäuschter von riis. dieses absichern des podiumsplatzes erwartet man doch eher von einem beamtenähnlichem team und nicht vom ach so innovativem riis. na ja, da wäre jan doch ideal bei ihm aufgehoben gewesen. fiesgrins


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20.07.2004 23:54

Inga
Dictatress i.E.

Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature
Fan von: radsportfans ;)

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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

riis hat sich für die defensive fahrweise quasi entschuldigt und es auf die verletzungs-situation im team geschoben.

Aber mal ehrlich: wenn basso mit ullrich angetreten wäre, hätten die posties sofort reagiert ( klödi wäre wohl weggeflogen, der war da gerade nicht sehr fit, sastre vermutlich auch) und da azevedo bis dahin die nase noch nicht einmal im wind hatte, glaube ich nicht, dass sie armstrong isoliert hätten. Im gegenteil, da azevedo auch noch frischer als voigt war, hätten sie eine postie-überzahl riskiert.
Gut für basso wäre es natürlich gewesen, evtl klöden loszuwerden.

Wenn usps alleine ulle gejagt hätten, hätten sie ihn evtl auch bekommen = gut für basso und armstrong oder er wäre mit einigen sekunden durchgekommen, die armstrong nicht weh tun, basso aber schon. Gut für lance schlecht für basso.

voigt hätte ulle nie unterstützt, DAS wäre schlechte taktik gewesen

Dass csc usps geholfen hat, ullrich zurückzuholen, fand ich in ordnung. Zwar hatte armstrong die virtuelle führung, basso dennoch das größere interesse keinerlei zeit auf ulle zu verlieren.


Das einzige, was basso anders hätte machen können, wäre mit ulle mitzugehen, in der hoffnung klöden abzuhängen oder dann am letzten anstieg zu attackieren.


Und wir alle wissen ja: wenn die csc-taktik nicht gerade ulle geschadet hätte, würde hier niemand was dagegen sagen Augen rollen




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"We gotta go to that crappy town where I'm a hero"
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21.07.2004 00:02

ogkempf
Tippspielweltmeister

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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von Inga
Und wir alle wissen ja: wenn die csc-taktik nicht gerade ulle geschadet hätte, würde hier niemand was dagegen sagen Augen rollen


Ich schon! pfeifend

Und ich verstehe die Taktik auf der einen seite schon, aber ich mag sie nicht. Basso ist der moderne Beloki, immer so lang wie möglich dranbleiben und mit etwas Glück den zweiten Platz abstauben. Unspektakulär, unatraktiv, defensiv. Da macht das Zusehen keinen Spaß.

Die niederländischen (!!!) Reporter nannten Ulles Attacke den bisher besten Moment der Tour. DAS will das Volk sehen.




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Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
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21.07.2004 00:13

Inga
Dictatress i.E.

Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature
Fan von: radsportfans ;)

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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

naja... angriffe sehe ich auch lieber. Aber ich glaube, wenn ich riis wäre mit basso und einem halben lazaret in der hinterhand, hätte ich wohl genauso gehandelt.

Es mag unattraktiv sein, dass sie lance nicht angreifen - aber es ist schlicht und ergreifend nur realistisch, dass höchstens der zweite platz drin ist. ohje...




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21.07.2004 00:26

schueppi
"der grosse Inventor"

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Dabei seit: 09.07.2004
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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von ogkempf
Zitat:
Original von Inga
Und wir alle wissen ja: wenn die csc-taktik nicht gerade ulle geschadet hätte, würde hier niemand was dagegen sagen Augen rollen


Ich schon! pfeifend

Und ich verstehe die Taktik auf der einen seite schon, aber ich mag sie nicht. Basso ist der moderne Beloki, immer so lang wie möglich dranbleiben und mit etwas Glück den zweiten Platz abstauben. Unspektakulär, unatraktiv, defensiv. Da macht das Zusehen keinen Spaß.


Genau das hab ich heut auch schon gedacht.

Aber ich muss sagen, wie das gelaufen ist fand ich auch enttäuschend. Wie oben schon mehrmals erwähnt erwarte ich da was ausgefuchsteres von Bjarne. Zumindest die Postals noch ein wenig fahren lassen .... bei dem Gegenwind der wohl geherrscht hat, wer es doch einigermasen klar das man Ulle kriegen kann (vor allem in der Abfahrt mit der großen Gruppe), zumal er auch Voigt vorne hatte um die Situation notfalls noch in den Griff zu kriegen nur etwas später, Attacken waren wohl eh nicht geplant. Aber da bei CSC ist man wohl mit dem 2. Platz zufrieden und will den unter allen Umständen verteidigen.

schueppi


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21.07.2004 00:28

vmart77
Brownie

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Dabei seit: 30.04.2003
Herkunft: Beverungen
Fan von: Sechsundneunzig, Cleveland Browns, Depeche Mode, Tocotronic, Ronja Räubertochter

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auch wenn sie minimal war: heute hatte basso seine große chance. hätte er ullrich nachgesetzt und wäre überraschend ohne armstrong zu diesem gefahren, wäre es DIE etappe der letzten jahre geworden. ullrich wäre sicher mitgefahren, dazu voigt zurück. dann wären ullrich, basso und voigt gegen lance landis und azevedo gefahren. dies nicht einmal versucht zu haben, ist das erbärmliche an der taktik von csc heute.




__________________
Es gibt nur cool und uncool und wie man sich fühlt.

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21.07.2004 00:49

René Vietto
unregistriert
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smile RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von teufelsberg
Zitat:
Original von René Vietto

Hm...

Das heißt also dass Ulle Basso gegen Klöden helfen sollte?


erstmal hallo!Ballons

möglicherweise hätte sich klöden auch lösen können?
:


Hallo,
Nach eigener Aussage war er ganz froh, dass Armstrong seine Helfer angewiesen hat
gleichmäßig weiterzufahren.

Ich denke man muß einfach sehen dass Ulles Attacke eher eine Gefahr für
Basso als für Armstrong bedeutete.

Darauf mußte und hat CSC reagiert. (Chapeau Jens)

Die Taktikdeppen waren imho die T-Mobiles:


- sie hatten keinen Mann in der Ausreißgruppe, wofür hat man Botero denn
mitgenommen, um am Sonntag Achter zu werden?

- sie hatten im Schlußsprint 2 Leute und was machen sie draus?

Ich hätte es Jan auch gegönnt aber wenn man ehrlich ist waren CSC und USPS
heute einfach cleverer.

Zitat:
Original von teufelsberg
oder riis hätte mal bei timo gefragt, ob sie zusammen angreifen, statt armstrong den sieg quasi auf dem silbertablett zu präsentieren.


Nun ja, die Forderung dass einige Teams mal zusammen was gegen Armstrong unternehmen
ist ja so neu nicht. Ich finde es immer wieder faszinierend dass es Armstrong
jedes Jahr aufs Neue schafft vor den entscheidenen Etappen in einer Position zu
sein in der er die unterschiedlichen Interessen der gegnerischen Teams gegeneinander
ausspielen kann.


Gruß
René


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21.07.2004 00:58

René Vietto
unregistriert
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Zitat:
Original von vmart77
auch wenn sie minimal war: heute hatte basso seine große chance. hätte er ullrich nachgesetzt und wäre überraschend ohne armstrong zu diesem gefahren, wäre es DIE etappe der letzten jahre geworden. ullrich wäre sicher mitgefahren, dazu voigt zurück. dann wären ullrich, basso und voigt gegen lance landis und azevedo gefahren. dies nicht einmal versucht zu haben, ist das erbärmliche an der taktik von csc heute.


Das würde aber bedeuten, daß Jan für Basso gegen Armstrong und Klöden fahren müßte.

Ich glaube nicht dass Riis da etwas gegen gehabt hätte...

... nur ist das auch im Interesse von Timo Beil?

Gruß

René


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21.07.2004 01:22

Ski
unregistriert
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RE: CSC-Taktik: Meisterleistung oder Schrott?

Zitat:
Original von polli


Das T-Mobile keine Freunde im Peleton hat, wurde wieder sichtbar als Ullrich weder von Brochard noch von den Phonak-fahrer bekommen hat.



also zum einen glaube ich nicht dass die dazu in der Lage waren (Ullrich hat nunmal mehr Druck auf dem Pedal als die meisten ) und es zwar mehr Erholung evtl gebracht hätte, aber nicht bewirkt hätte das der Abstand langsaer zurück geht oder gar größer wird. Desweiteren kann ich es auch irgendwo verstehen, denn für was sollten sie Tempo machen ? Sowas klappt nur bei gleichen oder sich ergänzenden Interessen , aber gesetzt den Fall dass sie durch ablösen vorne geblieben wären mit 30,40 sekunden bis zum vorletzten Berg ( den bis etwa 15 vorm Ziel ) , dann hätte sie Ullrich dort wohl oder übel zersägen müssen um am Berg vorne zu bleiben und bei dem Druck den er heute hatte wären die da ohne Chance zurückgefallen und hätten auch nichts bei erreicht da sie dann ebenfalls von der Gruppe geschnappt worden wären.
Was anderes wäre es wohl gewesen wenn es so gekommen wäre dass er oben Virenque und Rasmussen eingeholt hätte. Virenque hätte zwecks ein paar Pukten wohl mitgearbeitet und Rasmussen mit Hoffnung auf den Tagessieg (und dem hätte ich es eher zugetraut sich da an Ullrichs Rad drüber zu kämpfen und am Ende mitkämpfen zu können ) .

Aber so finde ich hat das nicht viel mit "Freund oder nicht Freund" zu tun , die hätten (wenn sie gekonnt hätten was imo nicht der Fall war ) einfach keinen Grund gehabt mitzuführen.


zu CSC : Vom Titel einfach ausgehend : Weder noch, es war einfach die in der Situation sicherste Variante . Die ist nicht immer schön, aber in der Regel bringt sie nunmal mehr als Hauruckaktionen und das Label des feigen Basso würde ich so noch nicht verteilen wollen, denn es ist nunmal das erste mal das er in der Situation ist eine Podiumschance zu haben bei der Tour und dass er da lieber ein bißchen mehr zur sicheren Variante tendiert kann ich 100% nachvollziehen.
"Einen Schritt nach dem anderen" heißt es doch so schön, erstmal sichern und dann mal schauen was nach vorne geht. Und wenn nichts geht wird Basso wenn er dieses Level halten oder verbessern kann und mit derselben Topform antritt sicher auch in den nächsten Jahren noch seine Chance auf seinen Toursieg haben. Ist ja nicht so als wäre er kurz vorm abdanken und das hier wäre seine letzte Chance Augenzwinkern

Und generell fehlenden Offensivgeist kann man CSC ja nun nich unterstellen, wenn es was bringt sind sie schon schnell dabei mal offensiv zu fahren (ob jetzt "nur" auf Flachetappen,oder auch vorschicken von Fahrern bei Bergetappen, bei Windkante oder auch Sastre, Basso nach La Mongie oder Hamilton letztes Jahr oder Sastre auch im letzten Jahr ) . Ist ja nicht so als wäre dass hier der Höhepunkt in einer langen Reihe der Inaktivität, sondern fast eher ne Ausnahme .


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ski: 21.07.2004 01:24.

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21.07.2004 01:31

OgerTian
Finisseur

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Dabei seit: 18.07.2002
Herkunft: bayern schwaben
Fan von: Filippo Simeoni, Jaja

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von basso hab ich heute mit einem angriff gerechnet.

wenn da keiner mehr kommt naja dann kann er für mich platz 2 bis 10 bekommen und es is mir egal weil ich erinnere mich an solche fahrer kaum noch nach einem jahr.

is eh komisch ich er inner mich an indurain und paar ulle pantani etappen, aber an armstrong hmm grübel da erinnere ich mich an keine wirklich, oder ne doch die vom letzten jahr fallen mir ein smile aber das war schon (als er vom fahrer flog smile )


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von OgerTian: 21.07.2004 01:33.

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21.07.2004 01:37

Boble
Adjutant

Dabei seit: 26.02.2004
Herkunft: Südhessen
Fan von: Ulle, Ete, Vino, Boogerd, Valverde, Cunego

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Angriffe von basso!

In nem Statement, das ich bei cyclingnews gelesen habe, hat Basso gestern schon erklärt, dass er für 10 oder 20 Sekunden nicht angreift, wenn er angreift, müsse auch genügend Zeit raus kommen, um die Tour zu entscheiden, Lance habe letztes Jahr schliesslich auch mit nur einem Angriff gewonnen. Und da Lance bisher keine Schwäche gezeigt habe, hätte er auch noch nicht angegriffen.

Die Taktik von CSC war heute allemal besser als die der T-Mos, der Angriff konnte angesichts des restlichen Profils und den 3 US postal Fahrern sowieso nicht klappen, das zudem Basso ein noch grösseres Interesse hatte Ulle nicht weg zu lassen hat dies nur verstärkt, man hat doch gesehen, wie Lance auf Ulles Attacke reagiert hat, kurz mitgegangen, geguckt, ob noch jemand angreift, und dann seine Leute weiterfahren lassen, ich bin überzeugt, hätte Basso versucht mit Ulle mitzugehen, wäre Armstrong an dessen Hinterrad gessessen.

Ich hoffe das Basso Lance morgen ein paar sekunden abnimmt, und dadurch genug Selbstbewusstsein für ne Attacke am Donnerstag kriegt.

Was hätte ne furiose Attacke heute genutzt, wenn man morgen beim Bergzeitfahren dafür den preis in Minutenform zahlen muss.


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21.07.2004 08:28

rider
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RE: Angriffe von basso!

Zitat:
Original von Boble
In nem Statement, das ich bei cyclingnews gelesen habe, hat Basso gestern schon erklärt, dass er für 10 oder 20 Sekunden nicht angreift, wenn er angreift, müsse auch genügend Zeit raus kommen, um die Tour zu entscheiden, Lance habe letztes Jahr schliesslich auch mit nur einem Angriff gewonnen. Und da Lance bisher keine Schwäche gezeigt habe, hätte er auch noch nicht angegriffen.

Armstrong wird nur keine Schwäche zeigen, wenn er nicht gefordert wird. Und damit er genügend gefordert wird, gibt's nur ein Rezept:
  • Ihn von seiner Mannschaft isolieren; d. h., nie die Arbeit seiner Mannschaft übernehmen - leider hat dies nun 10 Tage lang BLB gemacht und gestern hat sich auch CSC zum Steigbügelhalter des sechsten Armstrongsiegs erniedrigt.
  • Angreifen - und wenn andere Gegner angreifen erstmal die Armstrong-Mannschaft oder gar ihn selber (wenn er schon isoliert ist) die Arbeit machen lassen.

Es ist mir auch klar, dass dieses Rezept gegen einen Armstrong ohne Schwäche immer noch nicht aufgehen muss. Aber wenn man eine Chance haben will, dann nur so. Und dafür, dass CSC ängstlich einen zweiten Platz sichern will, den sie im übrigen gestern noch überhaupt nicht gesichert haben, finde ich nur zum spotten.

Ich messe die Leistung eines Fahrers oder einer Mannschaft nicht nur am absoluten Resultat, sondern auch daran, was ihr Potential gewesen wäre und wie sie dies erreicht haben.

Im ersten Punkt (absolutes Resultat) schneidet CSC vorläufig noch sehr gut ab, aber die beiden anderen Aspekte sind nicht sehr positiv.

Zitat:

Die Taktik von CSC war heute allemal besser als die der T-Mos, der Angriff konnte angesichts des restlichen Profils und den 3 US postal Fahrern sowieso nicht klappen, das zudem Basso ein noch grösseres Interesse hatte Ulle nicht weg zu lassen hat dies nur verstärkt, man hat doch gesehen, wie Lance auf Ulles Attacke reagiert hat, kurz mitgegangen, geguckt, ob noch jemand angreift, und dann seine Leute weiterfahren lassen, ich bin überzeugt, hätte Basso versucht mit Ulle mitzugehen, wäre Armstrong an dessen Hinterrad gessessen.

...und Armstrong wäre von Landis und Azevedo isoliert wesen, was wiederum, vor allem mit einem immer noch vorne postierten Voigt, ganz interessante taktische Möglichkeiten eröffnet hätte.

Zitat:

Ich hoffe das Basso Lance morgen ein paar sekunden abnimmt, und dadurch genug Selbstbewusstsein für ne Attacke am Donnerstag kriegt
.
Mal schauen. Es kann im Kampf um den zweiten Platz noch alles ganz anders kommen.

Zitat:

Was hätte ne furiose Attacke heute genutzt, wenn man morgen beim Bergzeitfahren dafür den preis in Minutenform zahlen muss.

So gesehen braucht man nie anzugreifen, da mit dem "Schluss"-Zeitfahren immer ein Scharfrichter warten wird. Zur Erinnerung: wenn man den Berg hoch angreift, dann müssen die Gegner auch Kräfte investieren, oder sie verlieren Zeit.

Quintessenz: das Verhalten von CSC gestern war so hasenfüssig, dass ich es ihnen - und auch Basso - gönnen würde, wenn Basso morgen bei einem Tee-Mobil-Angriff genügend Zeit verliert, um schlussendlich in Paris nicht mehr auf dem Podium zu sein. Und bin ich nun überhaupt kein Tee-Fan.


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21.07.2004 08:35

xander
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RE: Angriffe von basso!

Zitat:
Original von Boble
In nem Statement, das ich bei cyclingnews gelesen habe, hat Basso gestern schon erklärt, dass er für 10 oder 20 Sekunden nicht angreift, wenn er angreift, müsse auch genügend Zeit raus kommen, um die Tour zu entscheiden, Lance habe letztes Jahr schliesslich auch mit nur einem Angriff gewonnen. Und da Lance bisher keine Schwäche gezeigt habe, hätte er auch noch nicht angegriffen.



was olle basso aber vergisst dabei ist, dass lance es sich letztes jahr leisten konnte, die tour mit nur einem herzhaften angriff für sich zu entscheiden, weil er a – ein verdammt guter zeitfahrer ist und folglich auf die anderen klassementfahrer kaum zeit verliert b – aus dem MZF einen vorsprung vor allen anderen mitfavouriten herausbrachte was ihm den vorteil brachte, dass er nur reagieren und verteidigen musste, statt agieren udn anzugreifen und c – er ein starkes helferteam hatte, welches seine konkurrenz schon vorher ans limit brachte


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21.07.2004 08:50

steffi
Legende der Feld- und Waldwege

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Dabei seit: 02.01.2002
Herkunft: "Tief im Westen..."

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ich habs an anderer Stelle schon geschrieben:
dass Voigte eingebremst wurde, um den Train bleu zu verstärken, damit sie gemeinsam Jan stellen können, fand ich arm
der Train bleu hatte doch bisher alle Fahrer allein im Griff, dazu waren noch Basso und Sastre in der Gruppe und trotzdem hat Jan allein den Herren sportlichen Leitern so viel Angst eingeflößt, dass sie miteinander all ihre Kräfte zusammen spannnen mussten...rational war das nicht großes Grinsen

dass T-Mobil keine Freunde hat im Feld...ich weiß es nicht, hat bisher ja auch nicht gestört
dass das alles überragende USPS-Team gestern noch Verstärkung von CSC bekam, fand ich gestern schon frustrierend großes Grinsen und es hat die Ohnmacht sichtbar gemacht: solange Lance fährt, wird ihn und seine Mannschft und seine Verbündeten niemand bezwingen, da kann einer noch so viel Mut zusammen nehmen

Gegenbeispiel ist Virenque, der hat Narrenfreiheit für seine Punkte-Sammelei unbehelligt von allen Teams bis auf anfangs Moreau...

edit: achsoja Taktik war ja das eigentliche Thema großes Grinsen Basso hat durch die gestrige Aktion nichts auf seinen Hintermann und nichts auf seinen Vordermann gut machen können, das war aber wohl nicht der Sinn der CSC-Aktion zahnlos
und Jan ist drei Plätze in der GW geklettert Kam Po Wong




__________________
.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von steffi: 21.07.2004 09:11.

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21.07.2004 08:50

Basso-Tifo
Tempobolzer

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Dabei seit: 27.06.2003
Herkunft: Berlin
Fan von: Ivan Basso. Nasoni Pellizzotti. Damiano Cunego. Charles Wegelius. Liquigas. Kim Kirchen. Dermot Nally.Ajax, Waltari, Livorno, Ajax, rbb.

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Merkwürdig. Wie ungerecht hier einige wahrhaftige Experten argumentieren.

1. Beachtet man die Gesamtwertung nach der gestrigen Etappe, dann sollte dieser Zwischenstand die Frage nach dem Sinn oder Unsinn der Taktik von CSC beantworten. V o r dieser allenfalls mittelschweren Etappe haben viele eine größere Gruppe im Ziel erwartet. Ich denke, dass Ulles Attacke durchaus selbst für T-Mobile erfolgreich war.

2. Wer hat vor der Tour Ivan Basso einen zweiten Platz und die Herausforderer-Rolle zugetraut. Nun soll er etwas leisten, was selbst Ullrich oder Beloki, die zu den arrivierten Tour-Teilnehmern zählen, höchst selten (--> dosiert) versucht haben: Lance Armstrong und sein Team anzugreifen.
Ich meine, am Freitag Abend wird sich zeigen, inwieweit Riis' Taktik sinnvoll war.

Als Ulle-Sympathisant habe ich mich sehr über seinen Auftritt gefreut. Der Weg ist in diesem Fall das Ziel. Und die Art und Weise, wie er davon gezogen ist, hat einiges zur Wiederherstellung seines Rufes getan. Er hat sich gut gefühlt, er war wütend und sein Angriff hat ihm gut getan. (Alleine die "Los Jungs, kommt mit!"-Geste an Santos Gonzalez und Garcia Acosta zeugt von dieser Befreiung.)

Zurück zu Ivan: Wie er es auf seiner Website beschreibt (und ich es übersetzt habe), macht es Sinn. Bis Donnerstag mithalten und dann versuchen, den einen, entscheidenden Angriff zu fahren. Und selbst wenn diese "Attacke" nicht von Basso ausgeht, selbst wenn er dann "nur" im Gegensatz zu LA bei einem anderen Angreifer mithalten kann, könnte das reichen.

Vor der Tour haben nur sehr wenige Menschen ihm diese Performance zugetraut. Nun soll er plötzlich den Fahrstil, der ihm das weiße Trikot und stetig besser werdende Gesamtplatzierungen eingebracht hat, verändern?




__________________
Schlagfertigkeit: Vorher wissen, was passieren wird.
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21.07.2004 08:55

rider
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Zitat:
Original von Basso-Tifo
Zurück zu Ivan: Wie er es auf seiner Website beschreibt (und ich es übersetzt habe), macht es Sinn. Bis Donnerstag mithalten und dann versuchen, den einen, entscheidenden Angriff zu fahren. Und selbst wenn diese "Attacke" nicht von Basso ausgeht, selbst wenn er dann "nur" im Gegensatz zu LA bei einem anderen Angreifer mithalten kann, könnte das reichen.

So wie's jetzt aussieht, sind das nur Durchhalteparolen. Ich würde mich allerdings gerne eines besseren belehren lassen...

Zitat:

Vor der Tour haben nur sehr wenige Menschen ihm diese Performance zugetraut. Nun soll er plötzlich den Fahrstil, der ihm das weiße Trikot und stetig besser werdende Gesamtplatzierungen eingebracht hat, verändern?

Das Ziel ist der Toursieg. Wer spricht heute noch von Zülles oder Romingers zweiten Plätzen?


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21.07.2004 08:58

badegast
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ich denke, dass die prioritäten über die taktik entschieden haben:
1. best of the rest: csc will um jeden preis einen podiumsplatz sichern, am besten den 2. gesamtrang
2. wenn la schwächelt, angreifen

-> 1. die grössten konkurrenten für basso sind die beiden timos und auf die heisst es keine zeit zu verlieren. noch dazu konnte man einige kokurrenten distanzieren.
-> 2. la hat nicht geschwächelt und usps hat taktisch wohl csc zum arbeiten animiert, in dem man den rückstand auf ju nicht mit aller kraft zugefahren hat. la kann es sich leisten 1-2 min auf ju zu verliern, csc und basso eben nicht.


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