[das wollte ich schon immer mal loswerden ,aber erst herr millars geständnis (?) hat mich wieder daran erinnert...
das gedopt wurde und wird muss nicht gesagt werden ,die geständnisse der letzten jahre/jahrzehnte u.a. von anquetil ,thurau ,virenque und seit neustem vermutlich millar ,die positiven proben ,und die auffallend häufig bei (ehem.) radprofis auftretenden gesundheitlichen schäden (wie krebsleiden ,herzversagen etc.) sollten ein beleg dafür sein das dies tatsächlich der fall war und ist...
aber ,(und jetzt schlag ich mich auf die seite des radsports) in anderen sportarten wurde und wird genauso gedopt ,siehe leichtathletik ,schwimmen ,tennis etc. ...ja sogar fußball...
positive proben gab es ja genug in letzter zeit ,aber vor allem im schwimmen und in der la kommen einem manche weltrekorde (ich denke da an ddr ,china und u.a. auch den usa) sehr spanisch vor....
als bsp. auch die 100m der herren:
2001 und 2002 liefen die läufer regelmäßig unter 10s ,oft sogar unter 9,90 ,bei der wm 2001 bestzeit 9,81 und 2002 sogar weltrekord mit 9,78 (greene und montgomery)
2003 hingegen gab es ganz selten rennen unter 10,0 ,das wm-finale sogar etwa eine 10,10 !!!!! und die jahresweltbestzeit eine 9,93 !!!
....im schnitt also etwa 1,5 zehntel (0,15) sekunden langsamer also 2001 und 2002..............sehr auffällig ,oder......und montgomery und greene ,die 2001/2002 dominiert haben gingen 2003 ganz unter......(vielleicht ,weil sie aufgehört haben zu dopen ???)
wieder zum radsport:
für mich gibt es keine schönere ,elementarere ,anspruchsvollere und unterbezahltere sportart...
die jungs ackern das ganze jahr ,müssen ihre nahrung und schlicht das ganze leben dem radsport unterordnen ,nur um den lebensunterhalt bezahlen zu können (diese berufsanforderungen sind z.B. in den viel viel besser bezahltem tennis ,motorsport ,auch teilweise la ,und fußball
nicht vorhanden ,die genießen schonmal das leben ,sowas kann sich ein durchschnittlicher radprofi nicht erlauben.........).....
das preis/leistungs-verhältnis stimmt also imho überhaupt nicht......die radprofis quälen sich das ganze jahr ,teilweise unter höllenschmerzen und kriegen relativ wenig....und die anderen kriegen ja schon einfach so (ohne was gemacht zu haben) mehrere hundertausend dollar antrittsgage oder sogar gehälter im millionenbereich.....
mein vorwurf richtet sich vor allem an die tour de france.....
sie ist nach fußball-wm und olympia das drittgrößte sportereignis des planeten ,findet im gegensatz zu denen jedes jahr statt und is regelrecht eine geldvermehrungsmaschine...........und was kriegt der sieger der tour : 400.000 $ ........ok........,und der sieger eines ja viel viel schwereren tennis grand-slams oder eines major-golf-tuniers : mehrere millionen....da stimmt einfach das preis/leistungsverhältnis auch unter berücksichtigung der weltweiten medienpräsenz überhaupt nicht.....
und ,um wieder zum doping zu kommen:
wenn man das sieht ,ein 100m läufer pupmt sich für 10s voll und staubt ma eben mehrere hunderttausend dollar ein ,und der radprofi ,der wie kein zweiter den stetigen dopinggerüchten ausgesetzt ist ,am meisten dafür verurteilt wird ,obwohl die immernoch tausendmal mehr leisten als die weicheier und sesselpupser (sry ,inga das musste einfach sein....) der anderen sportarten , kann man doch den radprofi verstehen (vor allem den nicht sooo talentierten) ,dass er zur ampulle greift... ,denn nur mit müsli essen schafft es keiner ein rennen vom niveau einer tour zu gewinnen (und die nehmen ja schon zig legale nahrungsergänzungsmittel und was weiß ich nich ,weil es einfach keine anspruchsvollere sportart gibt....)
ich will damit nur sagen ,dass ich radprofis verstehe ,wenn sie dopen ,aber irgendwelche tennis-"profis" z.B. die selbst ,wenn sie in der ersten runde rausfliegen ,mehr bekommen ,als so manche radprofis bei der tour.....(auch wenn die von preisgeldern abhängig sind...) nicht...
nicht das wir uns falsch verstehen ,ich heiße doping nicht gut ,es stellt eine sportliche unfairneß den nicht-dopern (falls es die gibt ,aber ich hoffe es doch....) gegenüber dar ,und kann
vor allem auch gesundheitliche spätfolgen verursachen...
btw, ich bewundere jeden ,der zu gibt ,gedopt zu haben ,denn das beweist anstand gegenüber sich selbst und den fans und zuschauern (als paradebeispiel nenne ich gerne anquetil ,der das auch noch "relativ einläuchtend" begründet hatte.....dem hätten viele ex-profis ruhig folgen können ,aber wahrscheinlich fürchten sie um ihren ruf oder irgendein ungeschriebenes gesetz unter radprofis zum schweigen zum thema doping.........bei mir jedenfalls is anquetil durch sein geständnis in meiner ansicht ganz klar gestiegen ,vor allem als mensch.............er hatte wenigstens den mut.............nehmt euch ein beispiel ihr anderen und lasst das lügen ,um es später doch zuzugebeben ,das is ja fast noch schlimmer als das dopen selber...........gell ,herr millar -> cofidis-doku-aussage)
.....von aktuellen rennfahren verlange ich das nicht unbedingt ,denn sie setzen ihren ruf ,beruf ,das gesicherte leben und zukunft aufs spiel....
fazit: wenn ich doping einer sportart gutheißen würde müssen ,obwohl man das nicht sollte und dürfte , würde ich den radsport nennen ,weil das preis/leistungs-verhltänis vor allem bei durschnittlichen rennfahren (oft) nahezu inakzeptabel ist.......,hier ist imho vor allem die tour als drittgrößtes sporterignis des planeten gefragt....
sicherlich denken jetzt viele : "der hat nen schatten" oder zweifeln das gesagte zumindest stark an........aber das sind meine beoabachtungen und meinungen als jahrelanger intensiver sportfan....aber ihr könnt ruhig versuchen ,mich eines besseren zu belehren ,ich bin für jedes hilfreiche oder ergänzende argument dankbar und für alles offen...
ihr könnt auch ruhig wieder mit konsequenter 0-post-manier reagieren ,ich wollte ja das einfach nur mal loswerden...
In diesem Sinne...
danke für die aufmerksamkeit (derer ,die es tatsächlich bis zur letzten zeile durchgehalten haben...)