d-tour Nummer zwei?! |
19.04.2004 17:14
karteikarte
Tour-Sieger
Dabei seit: 29.12.2001
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d-tour Nummer zwei?!
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Im Jahre 2003 plante man noch der Tour de Suisse den Rang abzulaufen. Langfristig sollte dieses Ziel anvisiert werden!
Davon ist im Jahre 2004 nicht mehr die Rede. Nun soll es Platz zwei der Landesrundfahrten hinter der Tour de France werden.
So sagt es jedenfalls Tourmanager David Pohle. Nachzuelesen in der aktuellen Ausgabe von "Radsport Rennrad extra".
Hier ein paar Zitate:
"Natürlich haben wir Pläne, mit 23,7 % TV-Einschaltquote und 5 Millionen Zuschauern an der Strecke wäre es unverantwortlich über ein solches Potential nicht langfristig nachzudenken."
Zur Realisierung dieses Ziels sagt er folgendes:
"Für unseren Teil ist das eine realistische Zielstellung: wir sind ein motiviertes Unternehmen mit tollen Mitarbeitern, das eine hochprofessionelle Sportveranstaltung präsentiert, die Zuschauer wie Sponsoren gleichermaßen in ihren Bann zieht. Die einzigartige Kombination mit der GIANT Tour, die im letzten Jahr 1.500 Jedermmann-Fahrer auf die Original-Strecke brachte, sowie das vielfältige Rahmenprogramm bilden unsere drei Säulen, auf denen unsere Ziele aufgebaut sind."
Nichts für ungut, aber zu solch einem hohen Ziel gehört etwas mehr als ein buntes Rahmenprogramm oder traumhafte Einschlatquoten. Dazu gehört auch so etwas wie eine Radsport-Tradition, die sich aber nicht verordnen lässt oder in sechs Jahren nachzuholen ist. Hier sind solche Länder wie Italien und Spanien uns meilenweit voraus.
Es gehört ein radsportverrücktes Land dazu, dessen Fachwissen sich nicht nur auf Jan Ullrich und Erik Zabel beschränkt.
Auch tolle Einschaltquoten sind ein schlechter Maßstab. Es bleibt erst einmal abzuwarten, wie sich die Quoten nach einem Karriereende von Jan Ullrich und Erik Zabel entwickeln werden.
Für mich klingt das alles ein bißchen hochgegriffen. Aber Klappern gehört ja zum Handwerk und die Pro-Tour verlangt wahrscheinlich nach ein wenig Marketing in eigener Sache.
Zum Schluß aber noch das Schärfste:
David Pohle über den Scharfrichter der d-tour, den Fichtelberg: "... nicht umsonst heißt der Fichtelberg auch der Mont Ventoux der d-tour."
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19.04.2004 17:23
bergziege
Capitaine de la Route
Dabei seit: 06.01.2002
Fan von: deutschen radsportlern
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blablabla, typisch deutsche Reaktion auf ehrgeizige Ziele. Es ist halt typisch deutsch, dass man alles sofort schlecht macht und nur das negative sieht! ich würde mich freuen, wenn die d-tour weiter aufgewertet wird!
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19.04.2004 17:23
alon
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 09.10.2002
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stand in dem text auch was für drogen der konsumiert
im ernst:
also da liegen einige Rundfahrten vor der Tdour...und selbst platz 5 würde die Dtour im jetztigen Stand nicht erreichen!!! (Tour, Giro, Vuelta, TdS, Portugal, Eneco Tour, Belgien Rdf...etc. - besonders die letzten beiden würd ich aber auf umgefär eine stufe mit der dtour stellen, was man wohl gerne in HH vergisst!)
Und wird die Dtour eigentlich auch in anderen Ländern als BRD im TV gezeigt ? Meines wissens nicht.. also da wär auch aufholbedarf!
Freuen würde mich es trotzdem wen die Dtour eines tages den stellen wert einer vuelta ode rgiros erreichen könnte - vielleicht zum ende meines lebens hin
alon
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19.04.2004 17:37
Tourmalet
User der Herzen

Dabei seit: 27.02.2002
Herkunft: Zuhause Fan von: Zeitgeist
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Und ist so realistisch wie eine deutsche Fussballmeisterschaft des FC Höheischweiler.
__________________ Iro...Iro...Iro-was?
Nicht aus Versehen.
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19.04.2004 18:07
Wolfzge
Mächtig bezipfelt

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Herrenberg Fan von: Percy Schmeisser
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| Zitat: |
Original von karteikarte
Nichts für ungut, aber zu solch einem hohen Ziel gehört etwas mehr als ein buntes Rahmenprogramm oder traumhafte Einschlatquoten. Dazu gehört auch so etwas wie eine Radsport-Tradition, die sich aber nicht verordnen lässt oder in sechs Jahren nachzuholen ist. Hier sind solche Länder wie Italien und Spanien uns meilenweit voraus.
Es gehört ein radsportverrücktes Land dazu, dessen Fachwissen sich nicht nur auf Jan Ullrich und Erik Zabel beschränkt.
Auch tolle Einschaltquoten sind ein schlechter Maßstab. Es bleibt erst einmal abzuwarten, wie sich die Quoten nach einem Karriereende von Jan Ullrich und Erik Zabel entwickeln werden.
Für mich klingt das alles ein bißchen hochgegriffen. Aber Klappern gehört ja zum Handwerk und die Pro-Tour verlangt wahrscheinlich nach ein wenig Marketing in eigener Sache.
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Mir ist es im momenterl wirklich ein Rätsel, warum alles an Ulle, Zabel ,fehlender Tradition und somit mangelnder augenscheinlicher Begeisterung ohne die beiden festgemacht wird.
Bei der letzten Sukkulenteneintopfparty (Fülta) hätte ich locker alle Zuschauer einer Bergwertung in mein Automobil packen können, letzte Woche waren mehr Zuschauer bei "Rund um Schönaich"
als bei den beiden traditionellen, weil hammermässig radsportverrückten Halbklassikern Mailand-Turin und Piemont-Rundfahrt zusammen, die nationalen französischen Zeitfahrmeisterschaften in der Bretagne letztes Jahr mussten wegen erdrückender Zuschauermassen fast abgebrochen werden...lol
Ich sehe hier mittlerweilen keine meilenweiten Vosprünge mehr, ausser der Tatsache, dass das Cyclisme an sich auf internationaler Ebene ziemlich am kränkeln ist.
Es ist doch Mumpitz, das der Radsport in D anscheinend so erbärmlich dasteht, die Rennen sind im internationalen Vergleich!! auch ohne Ulla und Ete sehr gut besucht, wenn auch regional sehr unterschiedlich, keine Frage.
Marketing in eigener Sache find ich übrigens besser, als permanent den Kopf in den Sand zu stecken und zu jammern.
Du weisst ja, Karteikarte, ohne die Jan gäb's kein Team Gerolsteiner.
__________________ Je tiefer der Wald ,
desto dicker die Partisanen.
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19.04.2004 19:17
karteikarte
Tour-Sieger
Dabei seit: 29.12.2001
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| Zitat: |
Original von bergziege
blablabla, typisch deutsche Reaktion auf ehrgeizige Ziele. Es ist halt typisch deutsch, dass man alles sofort schlecht macht und nur das negative sieht! ich würde mich freuen, wenn die d-tour weiter aufgewertet wird! |
Ich habe nichts negativ bewertet. Ich habe beschrieben was Sache ist und wie ich es erlebe. Deutschland hat von seiner Radsporttradition her keine Chance gegen Länder wie Spanien und Italien. Der Gior ist in Italien ein Heiligtum. Dort wird jeder Fahrer fast verehrt wie ein Gott. Für so etwas gibt es in Deutschland keine Basis. Dafür lag der Radsport hier zu lange im Dornröschenschlaf und war doch mehr der Sport von einigen Aussenseitern.
Und das Beispiel Tennis zeigt doch sehr deutlich was werden kann. Daviscup spielt man mittlerweile in Dorfhallen. Dafür interessiert sich keine Sau mehr.
Die Nummer zwei hinter der TDF ist in meinen Augen ein zu ehrgeiziges Ziel. Selbst gegen die Eneco Tour wird man es schwerhaben, falls diese mit der Belgien und Luxemburg Rundfahrt zur Benelux Rundfahrt fusioniert. Gedanken macht man sich in diesen Ländern darüber.
Ich habe nichts gegen ehrgeizige Ziele. Aber sie sollten doch realistisch bleiben. Zumindest wenn man damit an die Öffentlichkeit geht!
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19.04.2004 19:24
Brägel
verheiratet

Dabei seit: 25.02.2002
Herkunft: Worms, Rheinland-Pfalz Fan von: allen meinen Kindern
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Hochmuth kommt vor dem Fall
Nur gut, daß die Radsportkompetenz in D nicht so verbreitet ist, sonst wäre der Typ reif für die Psychatrie
Wenn beispielsweise Volker Finke, Trainer des SC Freiburg, äußern würde, sein Team sei das beste nach dem FC Bayern München, würde ein schallendes Gelächter durch die deutschen Medien gehen.
Eigentlich Schade, daß wir Radsportfans sowas nicht erleben dürfen
__________________ neue Signatur gesucht...
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19.04.2004 19:51
TEVC
Legende der Landstrasse

Dabei seit: 13.03.2002
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| Zitat: |
Original von Brägel
Eigentlich Schade, daß wir Radsportfans sowas nicht erleben dürfen
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och.... wir erleben doch auch Jahr fuer Jahr aehnlich hochgestochene Ankuendigungen...
*schnellweitweg*
__________________ Less is an option!
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19.04.2004 21:05
Inga
Dictatress i.E.
Dabei seit: 28.12.2001
Herkunft: nordish by nature Fan von: radsportfans ;)
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immer dieser größenwahn
Mit solchen aussagen machen sie sich nur lächerlich.
Aber ihr konzept, das sie ja in den letzten jahren schon verfolgt haben: nämlich das eigentliche radrennen immer weniger als mittelpunkt des geschehens zu sehen, sondern als grund, als anlass zu benutzen, minivolksfeste zu veranstalten und den kaufkräftigen selberfahrern das geld aus der tasche zu ziehen... why not. Das konzept könnte dauerhaft aufgehen.
__________________ "We gotta go to that crappy town where I'm a hero"
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