Ich hab mich letzte Woche dann doch noch dazu durchgerungen mir das Ding anzutun. Das Wetter war ja Kaiser

-maessig aber eben ganz schön warm (davon wird noch zu reden sein...)
Wie bei Jedermann-Rennen üblich war die Startaufstellung gleich mal ein Problem.
Angeblich gab es ja eine A/B Einteilung, aber zum Einen waren die Kriterien dafür nicht eben klar, und zum Zweiten hat sich sowieso keiner dran gehalten....
Ich hatte es mit einem Platz direkt neben der Tribüne noch ganz gut erwischt (vorderes Drittel). Es ging ja gleich mal 300 HM bergauf nach Schonach. Offensichtlich hatten sich die Semi-Pros aus der ersten Reihe vorgenommen das Feld gleich mal vorzusortieren, jedenfalls ging es schon in der neutralisierten Phase mit über 20 km/h den etwa 5% steilen Anstieg hoch. Kaum war das Rennen freigegeben ging es voll zur Sache. Ich versuchte mich noch möglichst lange mit vorne zu halten (wenigstens kenn ich jetzt meinen Maximalpuls).
Das Ganze war sowieso vergebliche Liebesmüh, denn das Hauptfeld (etwa 120 Fahrer) rollte auf der langen Abfahrt sowieso wieder zusammen. So ging es dann erstmal flott dahin, wobei der starke Gegenwind jeden Fluchversuch ziemlich bald beendete. Jetzt Wildgutachtal (wunderschön nur elend lang). Ich weis ja nicht was die den Jungs in der ersten Reihe in den Tee gemischt hatten, aber das Feld ist im flacheren Teil des Anstieges (1.3%) mit 37.2 Schnitt ganz gut unterwegs gewesen. Das tat mir schon ziemlich weh und als es dann richtig steil wurde hab ich mich nach hinten verabschiedet.
In kleineren Gruppen ging es dann weiter. Spätestens hier blickte ich neidvoll auf die Fahrer die sich private Verpflegungsstellen eingerichtet hatten. Meine 2 Liter, die ich mitnehmen konnte, waren längst weg und bis zur nächsten Verpflegung war es ja noch ein gutes Stück. Hier dann grosser Fehler: hab nicht angehalten um Wasser nachzufassen, weil ich in meiner Gruppe bleiben wollte. Nicht viel später hab ich den Lance gegeben und bin mit am Gaumen klebender Zunge vor mich hingeradelt (das hohe Tempo vom Anfang tat ein Übriges). Eine Wasserflasche in Vöhrenbach hat mich dann nochmal gerettet, aber die letzten 20 Km waren richtig hart.
Zum Abschluss gab es noch die versprochen unterhaltsame Abfahrt. Nach 81.6 Spitze auf mir unbekannter Strecke durch die Triberger Strassen hab ich dann Platzierung Platzierung (81. von allen) sein lassen und bin mit gebremstem Schaum ins Ziel gerollt. Kleiner Sprint noch und dann nur noch ein Gedanke.
Wo gibt es was zu Trinken!!!!
Resüme: schön, hart, und die Frage: wie überredet man die Freundin als Wasserversorger zu fungieren?
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Go funk yourself
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 24.08.2003 19:29.