Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA |
30.06.2009 22:46
chreezer
race clean

Dabei seit: 23.03.2003
Fan von: Jérémy Roy
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| Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA
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Zwar schon im Dokumenten-Thread, aber eigentlich zu groß um es dort untergehen zu lassen! Auch wenn es natürlich nicht wirklich überraschend kommt...
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Original von Frontal 21
Nach Recherchen des ZDF-Magazins Frontal21 hat der deutsche Radprofi Patrik Sinkewitz vor Anwälten der WADA schwere Doping-Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Teammanager bei Quick Step, Patrick Lefévère, sowie die Teamärzte erhoben. Sinkewitz sagte im November 2007 vor der WADA aus. Doch WADA-Generalsekretär David Howman räumte gegenüber Frontal 21 ein, dass das Protokoll der Sinkewitz-Aussage erst in der vergangenen Woche an den Internationalen Radsportverband UCI weitergeleitet worden sei.
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Sinkewitz erklärte laut WADA-Protokoll, das Frontal21 vorliegt, die Quick Step-Ärzte hätten ihm vor wichtigen Rennen Kortison in den Arm injiziert. Er habe von den Ärzten außerdem Synacthen, Wachstumshormone sowie das Blutdopingmittel EPO erhalten. "Sie nahmen regelmäßig Blutproben, um die Hämatokritwerte zu messen und passten die EPO-Dosen den jeweiligen Werten an", so Sinkewitz laut WADA-Protokoll.
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Der Artikel von Frontal 21: Link
Der Beitrag aus dem TV wird sicher auch in Kürze online gehen.
Die drei Ärzte von Quickstep von 2004 sind die gleichen wie heute:
Toon Cruyt
Manuel Rodriguez Alonso
Yvan Van Mol
Den Spanier hatte ich mir damals schon notiert, weil er auch Chef-Mediziner des spanischen Kanuverbandes war (vllt. auch noch ist?) und dort der Anstiftung zum Doping bezichtigt wurde. Link1 Link2. Vor Mapei war er 2000 bei ONCE tätig mit Nicolas Torrados, wo ja bekanntlich auch systematisch gedopt wurde.
Hoffentlich geht das Team endlich den Bach runter, Sinkewitz ist ja nicht der erste mit Aussagen in dieser Richtung.
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal...
__________________ I’m leaning on this broken fence between Past and Present tense
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30.06.2009 23:09
MrsFlax
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Dabei seit: 09.03.2003
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| RE: Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA
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Original von chreezer
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal... |
... zeigt aber andererseits auch, wie wahnsinnig ernst der tolle "anti-doping-kampf" im radsport zu nehmen ist. wer da nochmal im brustton der überzeugung behauptet, dass die kontrollen greifen und die "schwarzen schafe" erwischt werden, dem kann man dann ebenauch nicht mehr helfen...
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30.06.2009 23:45
fassa
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 20.02.2008
Herkunft: aus dem Nichts Fan von: Bouygues Telecom, Tro Bro Léon, franzöischem Radsport, italienischen Rädern und Campagnolo, Pierre Bordry
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Daß Lefevre ein Schmierenkomödiant war und ist, ist doch schon länger bekannt! Dazu braucht man den Bericht von Frontal21 nun wirklich nicht. Und, daß Sinkewitz ihn vorher schon beschuldigt hat, ist auch bekannt. Im Prinzip erzählt Frontal21 nur Geschichten aus dem letzten Jahrhundert.
Daß das jetzt wieder hochgekocht wird, liegt an der Tatsache, daß am Sonnabend eben die Tour beginnt. Nur daß die WADA die Info offiziell nicht an die UCI gegeben hat, ist neu!
__________________ Für alle die den wilden Osten kennenlernen wollen oder auch schon dort wohnen: 1. Hallzig Historica (www.die-historica.de)
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01.07.2009 06:36
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Original von fassa
Nur daß die WADA die Info offiziell nicht an die UCI gegeben hat, ist neu! |
Naja, und eben das zu vernachlaessigende Detail, dass bei Quick Step TEAMDOPING betrieben wurde.
Aber wenn sie Lefevere rankriegen wuerden, waere das fuer mich garantiert einer der schoensten Radsporttage des Jahres. Der strahlt nicht nur "Mafia" aus, der laesst sie auch in seinen Taten immer mal wieder durchscheinen.
__________________ Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
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01.07.2009 07:56
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Original von Michelin-Männchen
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Original von Bugno
Warum sollte bei Quickstep gelingen, was bei T-Mobile/Stapleton im Sand verlaufen ist?
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Naja, Telekom ist als Sponsor weg, einige Radfahrer und Betreuer haben ihren Job verloren, das ist als Warnsignal an die nachfolgende Generation besser als nichts. |
Dazu der Skandal rund um die Uniklinik Freiburg. Ich will ja nicht behaupten, dass der Fall lueckenlos aufgeklaert ist, aber von allen Skandalen ist bei TMO doch eigentlich noch am meisten rumgekommen. "Im Sande verlaufen" passt deswegen mMn nicht.
__________________ Radsport ist Scheiße - und nichts wird besser!
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01.07.2009 08:17
conconi
dottore
Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara Fan von: Filippo Simeoni
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Original von MrsFlax
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Original von chreezer
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal... |
... zeigt aber andererseits auch, wie wahnsinnig ernst der tolle "anti-doping-kampf" im radsport zu nehmen ist. |
Grundsätzlich natürlich wahr, aber kann ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Die Schweinerei ist doch bei der WADA passiert und nicht "im Radsport".. dass dort (UCI) wohl dann nicht viel bei rumgekommen wäre und man sich bei echtem Interesse auch mal selber hätte bemühen können, mag wohl stimmen, aber dennoch ist die Verzögerung hier erstmal und besonders der WADA anzulasten, die ihren Job nicht getan hat.
Ob das Auswirkungen von Pounds Abgang sind?
| Zitat: |
Original von ogkempf
Aber wenn sie Lefevere rankriegen wuerden, waere das fuer mich garantiert einer der schoensten Radsporttage des Jahres. |
Da würde ich auch sofort unterschreiben.
__________________ Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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01.07.2009 08:33
Alfred
Capitaine de la Route
Dabei seit: 17.03.2005
Herkunft: Senica, seit 93 in D
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Ach, ich erinner mich gerade an den WM Sieger von Stuttgart und an seine Posen danach.
Die Wada... Aber der gute Patrick hat doch auch beim BKA ausgesagt, wenn ich mich nicht täusche. Und die müssten die Ergebnisse doch nach Belgien und Italien, beides Länder mit strengen Antidopinggesetzen, weiter leiten. Da ist dann wohl auch irgendwie was schief gelaufen.
Und was tut sich jetzt eigentlich in Belgien, hat es Konsequenzen für den Tour-Start? Diese ganzen Vorreiter des Anti-Doping Kampfes bei der UCI und ASO müssten eigentlich sofort reagieren, irgendwie halt. Oder ja, er hat das alles nur gesagt, um viel Geld zu verdienen, schätze ich mal. Seine Buchrechte müssten jetzt ins astronomische steigen.
__________________ Man kann nie genug Lob bekommen. (Bruno Kreisky)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Alfred: 01.07.2009 08:33.
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01.07.2009 08:45
Alfred
Capitaine de la Route
Dabei seit: 17.03.2005
Herkunft: Senica, seit 93 in D
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Einer ist mir schon zu fad.
__________________ Man kann nie genug Lob bekommen. (Bruno Kreisky)
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01.07.2009 08:53
Piti unregistriert
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Original von conconi
Ob das Auswirkungen von Pounds Abgang sind? |
Die WADA ist auch nur ein Alibi-Verein. Lediglich durch Dicks Pounds persönliche Fehden hat die WADA sich zu dessen Amtszeit so etwas wie ein Image der Integrität erarbeiten können. Es gibt genügend Beispiele, wo die WADA wirksame Antidopingmaßnahmen blockiert oder sabotiert hat. S107 ist nur das letzte. Die Regularien zum Epo-Nachweis sind schon lange nicht mehr Stand der Wissenschaft und verhindern eine wirksame Bekämpfung von Epo-Doping. hGH könnte längst nachgewiesen werden, wenn u.a. die WADA nicht um die Jahrtausendwende der Entwicklung einer Nachweismethode die Förderung entzogen hätte.
Grundsätzlich ist die Existenz der WADA ja finanziell von denen abhängig, die von fortschrittlichem Doping profitieren.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Piti: 01.07.2009 08:55.
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01.07.2009 09:37
Piti unregistriert
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Nochmal zum Thema Pound, WADA und UCI:
Was ich für die WADA eigentlich viel bezeichnender finde als diese neuerliche "Panne", ist deren Rückzug aus dem Blutmonitoring-Programm. Was dabei herauskommt, wenn die UCI nach Belieben mit dessen Ergebnissen walten kann, war für alle Beteiligten absehbar. Besser konnte die WADA nicht demonstrieren, dass im Clinch mit der UCI persönliche Eitelkeiten eine wesentlich wichtigere Rolle spielen als das Bemühen um einen fairen und sauberen Sport.
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01.07.2009 09:56
fassa
Vuelta-Sieger

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Herkunft: aus dem Nichts Fan von: Bouygues Telecom, Tro Bro Léon, franzöischem Radsport, italienischen Rädern und Campagnolo, Pierre Bordry
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Original von ogkempf
Naja, und eben das zu vernachlaessigende Detail, dass bei Quick Step TEAMDOPING betrieben wurde.
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Sinkewitz hat doch vorher schon berichtet, daß Lefevre ihn mit Dope versorgt hat. Da ist es naheliegend, daß Lefevre auch andere Fahrer seines Teams damit versorgt hat. Denn warum sollte nur Sinkewitz was zu Naschen bekommen?
ehemalige Fahrer bei QST(und Mapei und auch Jugendteam): Cancellara, Pozzato, Eisel, Rogers, Bettini, Sinkewitz und und und ....da freuen wir uns doch, was noch so kommt!
__________________ Für alle die den wilden Osten kennenlernen wollen oder auch schon dort wohnen: 1. Hallzig Historica (www.die-historica.de)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von fassa: 01.07.2009 09:57.
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01.07.2009 10:10
Piti unregistriert
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Was wird kommen?
Soviel wie bei Klöden, den Sinkewitz als Blutdoper und Tourbetrüger entlarvt hat? Toll, da freu' ich mich jetzt schon.
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01.07.2009 10:35
fassa
Vuelta-Sieger

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Wer ist nun eigentlich der Schuldige in dem Bericht? Die WADA oder QuickStep?
Man hat eher das Gefühl das Frontal21 die WADA nur als Mittel zum Zweck benutzt, um dem Radsport was auszuwischen so kurz vor der Tour.
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01.07.2009 11:02
fassa
Vuelta-Sieger

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@MrsFlax: Scherzkeks
Einer muss es doch mal aussprechen!
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