Cm8.3a
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Das ist kein Comeback - lediglich ein Erfahrungsbericht und ne Kaufwarnung an alle Interessierten...
Nach nur 4 Tagen bereue ich schon den Kauf des CM8.3A(M) und ärgere mich sehr darüber, dass ich mir vor ein paar Monaten nicht noch das Vorgängermodell, den CM436 gekauft habe. Ich hätte nur den Computer gebraucht, weil ich den Vorgänger verloren hatte. Sender, Empfänger und Zubehör Für die PC-Auswertung war und ist alles noch vorhanden - und ich war sehr zufrieden. Nein, man wartet eine Weile und kauft sich dann dieses tolle neue Ding - in der Hoffnung, die vergangenen Jahre hätten bei ciclosport dazu geführt, die rasante Fortentwicklung der IT in dieses kleine Teil mit einfließen zu lassen. Verbesserungen zum CM414AM / CM436AM finde ich im Prinzip keine!
Erstens ist er zu groß - ein überdimensioniertes Display, es hätten in der Breite auch locker 0,5-1 cm weniger getan - man hat Angst, im Wiegetritt mit dem Knie den über den Lenker ragenden Computer rauszukicken. Die an sich gute Idee, neben der Geschwindigkeit gleichzeitig zwei Funktionen anzeigen zu lassen, wurde ebenfalls in den Sand gesetzt, weil man die Funktionen nun nicht mehr bequem hin- und zurückschalten kann, sondern nur noch in eine Richtung. Dazu nervt, dass man bei ausgewählter Unterfunktion (die Mitteltaste ist an und für sich unnötig) nicht gleich mit drücken der linken Taste in eine andere Hauptfunktion weiterschalten kann - nein, man muss erst mehrmals die Unterfunktion bis zur Ausgangslage zurückschalten - oder warten.
Die Leistungsfunktion wurde einfach wegrationalisiert, obwohl sie auf der Packung noch beworben wird. Dasselbe ist mit der durchaus interessanten Steig- und Sinkgeschwindigkeit passiert. Die optionale TF und Pulsmessung ist auch an und für sich unnötig - dafür gibt's nämlich doch schon den HAC und Konsorten.
Bei der Aufzeichnungsfunktion werden am Ende der Touren meist mehrere hunderte Meter einfach abgeschnitten und fehlen dann ohne erklärbaren Grund in der Aufzeichnung. Auch zu Beginn der Tour fehlt bei mir immer ein kompletter Intervall. Die Übertragung per USB-Antennenstick funktioniert zumindest auf meinem alten Win98-Rechner auch nicht (trotz vom System anerkanntem Treiber), meist erhalte ich bei jeder Übertragung andere "Daten"; meist eben nur zerhackstücktes Gemüse. Es wird auch nicht mehr ein Ringspeicher benutzt (also die alten Touren fliegen einfach nach und nach raus, wenn voll - vorher kann man ja auf dem PC speichern), sondern nun muss man bei bestehender Verbindung alles selbst aus dem Speicher löschen. Ich nehme an, dass man ein Problem bekommt, wenn man eine Tour fährt - und der Speicher voll ist - dann wird wohl einfach die Aufzeichnung abgebrochen.
Bei der Auflösung der Aufzeichnungsaten hat sich auch nichts geändert - sie ist genauso grob wie vorher - nur alle 20 sec. wird ein Datensatz gespeichert. Theoretisch wäre bei den heutigen Speichersystemen auf jeden Fall auch eine sekundengenaue Speicherung möglich gewesen - aber das ist für ciclosport wohl nur unnötiger Schnickschnack, auf den man verzichten kann. Wenigstens ein 5-sek-Intervall hätte es sein dürfen - aber nein. Und eine Möglichkeit, die Auflösung selbst zu bestimmen, wird einem auch nicht zugestanden.
Schnickschnack trifft es eher, wenn man die groß beworbene neuartige "digitale" übertragungsfunktion bewerten will. Es nervt einfach, wenn der Sender ständig gesucht werden muss. Es nervt, wenn der Computer nach 5 min. in den nicht abschaltbaren "Schlafmodus" fällt - und wenn man sich danach die Daten der Tour ansehen will, erstmal der CM8.3a wieder lange Zeit munter auf Sendersuche geht - natürlich vergeblich, wenn das Rad in der Garage steht. Die als großer Vorteil beworbene 2-in-1-Funktion wird auch kaum jemanden wirklich interessieren, da kaum jemand für sein Zweitrad noch einmal nicht gerade wenige Euros für eine sehr fragil aussehende Lenkerhalterung + Sender ausgeben wird. Und von Rad1 in Rad2 kann man noch selber umschalten, da braucht man kein automatisches System, welches sonst nur an allen Ecken und Enden aufhält. Die dazu gehörende Funkübertragung per USB-Stick ist ebenfalls technisch keine große Sache - und rechtfertigt eigentlich keinen solchen extremen Aufpreis! Im Prinzip hätte wie damals die Version des CM zur PC-Auswertung von der normalen Version getrennt werden sollen (A/AM).
Zu allem Überfluss waren die beiliegenden Kabelbinder (die heißen nicht umsonst so) auch für die Katz - zwei davon brachen schon beim einfädeln der Lenkerhaltung auseinander - und wenn man nicht grade zu Hause eine ganze Sammlung von Kabelbindern in allen Breiten rumfliegen hat, kann man den Sender halt nur mit dem guten alten Tesa festpappen. Und selbst auf ebenstem Asphalt klappert der "Bewegungssensor" gut hörbar vibrierend im Gehäuse herum...
Der Höhenmesser ist auch nicht exakter geworden. Das manuelle nachstellen der Höhe funktioniert auch nicht mehr so einfach wie früher - nun muss man sich eben durch diverse umständliche Einstellmodi hindurchdrücken. In der addierten Summe während der Fahrt auf dem Computer weicht der Wert auch gerne mal 20-30%(!) von der Aufzeichung bzw. der Realität nach oben ab. Auf einer kurzen, flach bis leicht ansteigenden Strecke wurden mir auch schon 10 negative HM angezeigt. Während der Tour gestern zeigte er die Höhenlage während der Tour annähernd korrekt an - in der Aufzeichnung liegt der Totenkopf 15m tiefer: 513m zu 498m...
In der Summe wurden in der Aufzeichnung durchaus realistische 1660 HM - auf dem CM8.3A 1950 HM angezeigt.
Nunja, eine positive Sache gibt's - das einschaltbare Nachtlichtdisplay (allerdings muss man zum kurzen aufleuchten auch immer und immer wieder eine Taste drücken...). Achja - und der Speichenmagnet passt nun auch an Messerspeichen. Aber sonst tue ich mir verdammt schwer, noch was positives an dem Ding zu finden... ich bin sehr enttäuscht und hätte mich vorher besser informieren sollen. Wer den CM8.3A im Auge hat und auf HF-Messung verzichten kann - und den CM436 noch bekommen kann, sollte den letzteren kaufen!
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