Natürliche Leistungssteigerung |
11.08.2007 12:51
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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| RE: aus der aktuellen ZEIT:
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Original von Arno
Nach Deiner Beschreibung sowie der auf der Site hinter dem Link könnte man die Trainingsszenarien LT (Lactat Threshold) und Vo2Max bzw. Bereich der anaeroben Schwelle und maximale Sauerstoffaufnahme am Besten umschreiben mit 2 mal über 20 Min. fast am Limit sowie 4 mal 5 Min. am Limit fahren.
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Wenn man die MSP (Maximum Sustainable Power) über einen bestimmten Zeitraum als "Limit" betrachtet, dann findet LT-Training deutlich unterhalb der MSP für 60 Minuten (FTP) statt. Bei Vo2Max-Intervallen ist es nicht unumstritten, mit wieviel % der MSP über 5-8 min tatsächlich gefahren werden soll. Aber es ist sicher richtig, daß 4x5 min @ MSP5, also mit der maximal erbringbaren Leistung über diesen Zeitraum ( = am Limit), ein wirksames Vo2Max-Training darstellen. (...wenn es einem gelingt, beim letzten Intervall noch die entsprechende Leistung zu generieren...)
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Also das eine eher so wie Zeitfahren, also ein wenig über die Zeit eingeteilt, das andere eher so wie ein langer Fünf-Minuten-Sprint (Berge gibts hier in der Gegend nicht). Was meinst Du, kann man das so ausdrücken?
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Man muß sich auch ein 5-Minuten-Intervall einteilen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn bei meinen Intervallen (sofern sie nicht am Berg gefahren werden), die Leistung im letzten Drittel deutlich abfällt. Den Begriff "Sprint" würde ich nicht für Belastungen verwenden, die > 20 s andauern.
...
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Du wirst also sozusagen mal so eben ohne Vorbereitung 12ter bei RaR? Hm, in einem der Berichte vom Henninger kam die Zeile "und Donishäusle übte sich mal wieder im Tiefstapeln" oder so ...
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Tja. Leute, die fast ihr gesamtes Leben Ausdauersport betrieben haben und auch im Jahresverlauf nie wirklich außer Form kommen, haben es mit ein paar intensiven Einheiten deutlich leichter, sich in Rennform zu bringen. Dazu besitzt Donis auch bemerkenswerte anaerobe Fähigkeiten, die bei der Art, in der Jedermannrennen gefahren werden, ziemlich hilfreich sind.
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von peso: 11.08.2007 20:35.
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12.08.2007 00:05
Arno unregistriert
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Downhill ! Paragliding !
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Peso, nochmal herzlichen Dank für die detaillierte Beschreibung.
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Original von peso
Tja. Leute, die fast ihr gesamtes Leben Ausdauersport betrieben haben und auch im Jahresverlauf nie wirklich außer Form kommen, haben es mit ein paar intensiven Einheiten deutlich leichter, sich in Rennform zu bringen. |
Dieses im Jahresverlauf nie wirklich außer Form kommen ist, glaube ich, der springende Punkt.
Wenn man jetzt wie ich im letzten und diesem Jahr mehrere Wochen hintereinander höchstens am Wochenende mal wenige Stündchen fahren kann, nützen einem auch die vielen Jahre auf dem Rad nix mehr. Mehrere dieser Fünf-oder-sogar-Sechs-Tage-Löcher mit 12 - 16 h Arbeit hintereinander ohne jegliches Rad-Training sind einfach der absolute Form-Killer.
Donis hat den Riesen-Vorteil, jeden Tag bei 90 Min. Arbeitsweg schon mal die Beine freizukurbeln und auf einem brauchbaren Niveau zu halten. Diese Gelegenheit hatte ich früher auch mal, das bringt es schon ganz schön.
Ich habe auch heute auf der Fahrt leidenderweise halb im Ernst mit dem Umsatteln auf Downhill geliebäugelt - das macht auf jeden Fall auch totalen Spaß. Oder Paragliding - mein Favorit für die Zukunft, wenn nur das ganze Reglement nicht wäre.
Nein, im Ernst. Wenn man so wie ich jetzt radsport-trainingstechnisch aufgrund des hohen Zeitaufwandes an einem toten Punkt angelangt ist, muss man sich für die natürliche Leistungssteigerung eine andere Strategie überlegen. In meinem Fall hieße das, zum allgemeinen Trainieren einen Sport zu nehmen, der wesentlich intensiver ist und Radsport wie auch jetzt schon nur zum Fun am Wochenende.
Mal schauen, Laufen geht mir eigentlich zu sehr auf Knie und Hüfte und ich finde, man kann sich nicht so gezielt dauerhaft im hohen Bereich belasten wie beim Radfahren. Oder Schwimmen: ist immer so unpraktisch. Das ganze zum Hallenbad-Gefahre, Umgeziehe und Gedusche für die kurze dreiviertel Stunde am Abend. Es wird aber wahrscheinlich doch das Schwimmen.
Um noch mal auf meine Idee aus einem vorigen Posting zurück zu kommen: ist es vorstellbar, daß man mit drei bis viermal die Woche 10 x 25 m Tauchen (mit jeweils normaler Bahn dazwischen) einen nennenswerten Reiz auf die körpereigene Erythropoetin-Produktion setzen kann?
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12.08.2007 20:40
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von Arno
Donis hat den Riesen-Vorteil, jeden Tag bei 90 Min. Arbeitsweg schon mal die Beine freizukurbeln und auf einem brauchbaren Niveau zu halten. Diese Gelegenheit hatte ich früher auch mal, das bringt es schon ganz schön.
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Das denke ich auch. Bei mir hat ja selbst eine Rekom-Woche mit Dauerregen noch mind. 180 Radkilometer, dank des schönen Sonntages nun sogar 250km. Ohne Vorbereitung bei RaR würde ich so auch nicht stehen lassen, ich hab in den letzten 2Wochen schon noch 4-5 sehr gezielte Einheiten gemacht, was ich mit den 3er-Blöcken am WE skizziert hatte war eher die Idealvorstellung.
Zudem ist der RaR tatsächlich trotz fast identischer Höhenmeter noch deutlich mehr auf mich zugeschnitten, als zum Beispiel der GPS. Kurze Wellen auf der Scheibe wegdrücken und am Ende eines längeren flachen Berges noch eine steile Rampe hochsprinten kann ich schon ganz gut.
Jetzt aber noch was zur natürlichen Leistungssteigerung (vielleicht) parexellance:
Was haben Susanne Ljungskog, Thomas Rohregger und Joe Friel seit heute mit mir gemeinsam
Eine ziemlich seltsame Pedalposition.
Ich hab seit einigen Wochen sehr aufmerksam diesen Blog und zugehörige Artikel auf Cyclingnews verfolgt:
Klick
Steve Hogg
Klingt erstmal alles sehr strange und erinnert ein bisschen an die Vorfusslauf-Hysterie bei den Läufern. Vielleicht doch nur ein guter Marketing-Einfall eines kleinen Schuh-Fabrikanten
Studien gibts auch und die sind wenig erhellend. Andererseits scheint die Theorie sehr sinnvoll, zumal ich Ähnliches schon ganz unabhängig beim winterlichen Training auf dem Stepper bemerkt habe (bei "mehr Fuss" auf dem Stepper kann man die gleiche Leistung sehr viel einfacher erbringen.)
Doch "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie...." Also ausprobieren, Bohrer raus und ein paar Löcher in die schönen Carbon-Sohlen von den Nike Lance Schuhe bohren. Die schweren SPD-Pedale vom Stadtrad tun auch irgendwie weh aber das muss jetzt sein
Erste Ausfahrt heute: ziemlich eigenartig zunächst aber doch sehr gutes Gefühl. Beim Gefühl bleibt es, denn gerade jetzt musste ich meine Pulsmesser-Tacho einschicken
Aber es geht, und bislang hab ich es sogar ohne peinliche Sturzeinlagen geschafft
Mein nächstes Rennen (und letztes für dieses Jahr) st ein topfebenes 20k ZF, da passt das eigentlich auch sehr gut. Bin gespannt wie meine Erfahrungen sind.
I'll keep you posted......
__________________ Go funk yourself
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 12.08.2007 20:41.
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12.08.2007 21:07
Arno unregistriert
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Hi Donis - Du wirst lachen. Habe genau das mit den SPD-Schuhen für mein Querrad gemacht, allerdings nicht ganz so extrem, aber die Schlitze für die Cleats-Schrauben mit der Bohrmaschine um ca. 1 cm zur Mitte verlängert bzw. ausgefräst.
Hatte immer Probleme mit Ballenbrennen und habe viel mit angefertigten und modifizierten Einlagen experimentiert, sowie eben diese Geschichte ausprobiert. Und das hat es gebracht, zudem hatte ich das Gefühl, mehr Druck aufs Pedal zu kriegen.
Ein Nachteil: beim etwas kürzeren Radstand meines Querrads kommen meine langen Fußspitzen in extremen Kurven (Gelände usw.) an den auch hohen 32 mm Reifen. Fahre aber fast immer nur normale Naturwege, Schotter, Waldwege u.ä., kein reguläres Gelände, also zu verschmerzen.
Edit: an den Vorderreifen, nicht an die Reifen
Edit2: freue mich natürlich auf Deine Objektivierung des persönlichen Eindrucks. Wann kriegst Du denn Deine Elektronik zurück?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 13.08.2007 13:59.
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13.08.2007 22:35
Arno unregistriert
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| Hypoxietraining, Tauchen, Atemtraining
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Ich hatte mich ja gefragt, ob es möglich ist, mit drei bis viermal die Woche 10 x 25 m Tauchen, jeweils abwechselnd mit einer normalen Bahn, einen nennenswerten Reiz auf die körpereigene Erythropoetin-Produktion zu setzen.
Habe nun mal versucht, mich zu informieren und das Ergebnis scheint zu sein, daß es nicht ganz so schnell zu einem Anstieg kommen würde. Im Folgenden (von hier, Deutsches Ärzteblatt) ist die Rede von etwa 1,5 h bei Sauerstoff mangel (nicht bei Training unter Hypoxiebedingungen). Jetzt ist natürlich Tauchen eine besonders krasse Form des Sauerstoffmangels ;P und man müsste mal Genaueres rausfinden, ob das vielleicht deswegen auch eher zu einem EPO-Bildungsreiz führen könnte.
| Zitat: |
| Jede Form von Sauerstoffmangel, sei es durch Reduktion der Sauerstofftransportkapazität bei Anämie, durch Blockade der Sauerstofftransportkapazität bei Kohlenmonoxydexposition oder durch Verminderung der arteriellen Sauerstoffsättigung bei Ventilationsstörungen oder Höhenexposition, führt normalerweise nach 1,5 Stunden zu einem Anstieg des EPO-Spiegels. |
Insgesamt wäre es aber mit vermehrter körpereigener EPO-Ausschüttung ja auch nicht getan, letzten Endes geht es ja um die Zunahme der roten Blutzellmasse zur Steigerung der aeroben Kapazität bzw. messbare Zunahme der Gesamt-Hämoglobinmasse (siehe hier: http://www.medizin.uni-tuebingen.de/spor...h-train-low.htm). Grundsätzlich kann man sowieso sagen, daß jede Form eines sinnvollen Ausdauersporttrainings Anpassungen in der EPO-Produktion fördert. Der EPO-Spiegel z.B. nach einem Marathonlauf ist stark gesunken und braucht auch einige Tage, bis er wieder auf vorigem Niveau ist.
Hm. Weitersuchend, habe ich im Schwimmsport noch mehr Informationen zu meiner Frage gefunden: http://www.limmatsharks.com/Atmung/ - wer weiß noch mehr dazu?
| Zitat: |
| ... Eine weitere Form des hypoxischen Trainings ist das Schwimmen über 25 bis 50 Meter ohne zu atmen. ... (Damit) trainieren wir in Wirklichkeit aber nicht unter Sauerstoffmangel, wie das in der Höhe der Fall wäre, sondern unter erhöhter Kohlendioxidkonzentration im Blut (= hyperkapnisches Training). Das Signal zu atmen entsteht nicht durch den Sauerstoffmangel, sondern durch die Kohlendioxidkonzentration. Hypoxisches Training unterscheidet sich somit vom Höhentraining, ist aber durchaus mit der physiologischen Situation nach der letzten Wende in einem Wettkampf vergleichbar. Von vielen Trainern wird deshalb hypoxisches Training zur Schulung des Durchhaltevermögens auf Strecken bis 400 m eingesetzt. |
Training der Atmung
Zumindest habe ich auch auf den Seiten von den Limmat Sharks einen äußerst interessanten Artikel zum Training der Atmung gefunden:
| Zitat: |
Man würde vermuten, dass bei normalem Training auch die Atemmuskulatur trainiert würde, ein spezielles Atemtraining also nicht notwendig sei. Dem ist aber nicht so. Es wurde gezeigt, dass trainierte AusdauersportlerInnen von einem zusätzlichen Atemmuskeltraining profitieren, und dass sich bei Untrainierten nur durch Ausdauertraining der Atemmuskulatur - ohne jedes andere Training - die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern lässt.
Wie kann man die Atemmuskeln trainieren? Kräftig ein- und ausatmen, womöglich gegen einen Widerstand? So einfach ist das nicht. |
Dabei sind mir meine früheren Versuche mit Atemtraining wieder eingefallen und der springende Punkt war damals neben dem Atmungsmuskulaturaufbau, auch unter Belastung wirklich gänzlich auszuatmen, um die die erneute optimale Sauerstoffaufnahme behindernde Restluft ("Residualluft") möglichst hinauszubefördern.
Das ist gar nicht so leicht, gerade, wenn man sagen wir eine lange Autobahnbrücke auf der Scheibe hochfährt, irgendwann sich einfach mit aller Macht die Lunge meldet und dann der Lunge zu sagen, "bitte richtig ordentlich tief ausatmen" - das ist echt nicht so easy. Hirn an Lunge, Hirn an Lunge.
Der Witz ist aber: das macht sich tatsächlich sofort bemerkbar. Das Problem ist allerdings, das Ganze so zu verinnerlichen, das man da nicht mehr extra drauf achten muss, was zunächst recht viel Konzentration erfordert. In der nächsten Saison hatte ich auch andere Sachen im Kopf und so habe ich nicht mehr daran gedacht, obwohl es wirklich was bringt. Check it out.
Edit: "(nicht bei Training unter Hypoxiebedingungen)" hinzugefügt.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 24.08.2007 02:21.
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14.08.2007 23:23
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
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Smooth operator
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Hab heute meine Keramik-Lager von Superfly-Cycles eingebaut, die bringen bestimmt 3-2 Watt 
Vor allem fühlen sie sich genial an, geräuschlos und seidenweich
Meine Mittelfuss-Plattenposition geht auch immer besser, dazu noch die Landis-Zeitfahrposition....
Ich komm mir gerade wie runderneuert auf dem Rad vor
__________________ Go funk yourself
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14.08.2007 23:26
peso
Ehemalige Bergziege

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| Zitat: |
Original von Donishäusle
Hab heute meine Keramik-Lager von Superfly-Cycles eingebaut, die bringen bestimmt 3-2 Watt :daumen |
Diese 100-Dollar-Schaltröllchen?
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
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14.08.2007 23:37
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Original von peso
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Original von Donishäusle
Hab heute meine Keramik-Lager von Superfly-Cycles eingebaut, die bringen bestimmt 3-2 Watt :daumen |
Diese 100-Dollar-Schaltröllchen? |
Vor allem das 109 Dollar Innenlager. Gekostet hat mich der Spass zusammen dann 155 Euro. Das innenlager war aber sowieso ein Graus (Gigapipe GXP von Truvative)
Ich hoffe einfach mal das die von CN keinen Blödsinn erzählen, wenn sie das hier schreiben:
Seeing is beliving
Dann wären es bei mir sogar 10Watt
__________________ Go funk yourself
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18.08.2007 23:20
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

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Mal ein Zitat aus nem anderen Thread, weil es eher hier passt.
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Original von Arno
Von solchen Werten kann ich Moment nur träumen ... aber hast Du jetzt also eine Verbesserung festgestellt? Bzw. wirst Du das auch noch mit der Elektronik checken?
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Es waren gestern und heute meine ersten verdrahteten Versuche und elektronischer wird es mangels SRM auch nicht. Die Datenerfassung läuft
Heute bin ich meinen Hausberg, den Eichberg (1,5km, 5,5%) mit 19,5km/h an der LAS (Puls 173) hochgeradelt. Das wäre schon sehr gut. Es ist schon ein eigentümliches Gefühl. Man hat oft das Gefühl erst nach einer gewissen Zeit ins Rollen zu kommen, dafür dann eben "dieseliger". Die Explosivität hat aktuell definitiv gelitten, aber die Eingewöhnung ist ja auch noch nicht vorbei. Das Vereinszeitfahren (20km, flach) wird schon zeigen, ob es was bringt.
| Zitat: |
Original von Arno
Kommen Deine Schuhe nicht an den Reifen? Wie gesagt, bei mir schon ein Problem.
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Und wie 
Ich hab etwa 1,5cm Überlappung. Gelegt hat es mich deswegen noch nicht und ich arbeite daran meine Langsamfahrgewohnheiten entsprechend anzupassen. Im Strassenrennbetrieb sollte es aber kein Problem sein.
| Zitat: |
Original von Arno
Edit: achso, musstest Du die Sitzposition/Sattelhöhe anpassen? Wie stark? |
Etwa 2-2,5cm Tiefer. Lenker ebenfalls. Da das Rad im Moment aber sowieso in ZF-Konfiguration aufgebaut ist, ändert sich das vermutlich nochmal.
__________________ Go funk yourself
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19.08.2007 16:38
Arno unregistriert
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Original von peso
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Original von Donishäusle
Hab heute meine Keramik-Lager von Superfly-Cycles eingebaut, die bringen bestimmt 3-2 Watt :daumen |
Diese 100-Dollar-Schaltröllchen? |
... habe heute als technische Maßnahme mal Hochdruck-aber-nicht-in-die Lager das Rad gereinigt (ca. ein Pfund leichter) sowie endlich die profillosen 32 mm SportContact (rechtes Bild) anstelle der 32 mm Contact (linkes Bild) draufgemacht.
Gefühlte Verbesserung: trotz beschriebenermaßen konstant null Aufbau des Trainings kein Problem, die alte Reisegeschwindigkeit mit der Schnapszahl normal zu halten. Für die bis jetzt immer vorherrschende 30 auf der Uhr musste ich nur noch so mittreten. Also ca. drei Km/h.
Die Conti SportContact, profillose "Slicks" mit hinten 7,5 Bar und vorne 7 Bar anstelle der 6,5 und 6 mit den Schlechtwetter-Contact haben natürlich erstmal den Vorteil des wesentlich geringeren Rollwiderstands, was sich dann auch so um 45 - 50 km noch deutlich bemerkbar macht, sowie die absolute Kurvenhaftung fast wie beim Motorrad. Hauptnachteil ist, daß die Straße wirklich trocken sein sollte. Kurven auf Schotterwegen sind ein wenig rutschiger. Lag aber auch am höheren Reifendruck.
Weitere Erkenntnis: gereinigtes Material rollt auch besser - Sonntagsgefühl. Womit man allerdings schon im mentalen Bereich ist. Sehr interessantes Gebiet, was die mögliche Leistungssteigerung betrifft, werde ich mich demnächst mal mehr drum kümmern. Momentane Hauptidee ist das Neu-Definieren von Zielen (anstelle davon, wenn man mal Zeit hat, die ewig gleichen Runden zu drehen).
Gestern auf der Fahrt habe ich sehr viel mit der Atmung experimentiert und schon so einige Erkenntnisse gewonnen - was allerdings noch zu diskutieren wäre. Desweiteren habe ich jetzt schon jede Menge interessantes Material zu dem Thema gesammelt, nur noch nicht die Zeit gefunden, es mal textmäßig aufzubereiten. Vielleicht heute abend.
Edit: muss mal richtigstellen, daß die Slicks nicht auf leicht feuchter Fahrbahn unsicher werden - hatte mich letztens vorsichtig an doch erstaunlich schnelle Kurven herangetastet. Ganz klar gefährlich sind sie aber bei hoher Geschwindigkeit auf schotter/sandigen Naturwegen - da ist mir letztens bei so 30 km/h in einer langen Kurve das Vorderrad kurz angefangen wegzurutschen.
Arno hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arno: 23.08.2007 22:32.
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19.08.2007 20:41
Arno unregistriert
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Was für Spacerturm? Es hat genau 1 Spacer. Ist 'n Querfeldeinrad (von Drek), war die größte Rahmenhöhe. Der Vorbau ist arg lang und die Sattelüberhöhung für ein Querrad extrem. Aber ich habe seehr laange Arme und fahre meistens einfach nur Schotter oder Waldwege (und natürlich Asphalt).
Ok das Rad ist in ästhetischer Hinsicht eher ne Art Warzenschwein, passt aber also zu mir.
Das Ding hat übrigens einen für den damaligen Preis unschlagbar steifen handgeschmiedeten Alurahmen, bei nem fast 100 Kilo Mann geht das gar nicht anders. Ansonsten: 36-Loch CXP 33, 105er neunfach - also alles so Basics.
Was anderes macht bei meinem Spielgebiet keinen Sinn. Habe keine Lust, mir dreimal im Jahr irgendeinen sündhaft teuren Scheiß nachzukaufen, weil er schon wieder verschrammt ist.
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19.08.2007 21:05
Arno unregistriert
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20.08.2007 01:13
Arno unregistriert
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Kann ein eigenes Training der Atmung die Leistung von Ausdauersportlern (Radsportlern) nennenswert steigern? In kurz: ja, sehr ... folgend Text, Zitate und Kurzzusammenfassungen bzw. Links zur Erläuterung.
Zunächst aus zwei Meta-Studien über die Thematik: " Der Zustand des Atmungssystems ist wichtiger für die Leistung gesunder Menschen im Ausdauersport als bisher angenommen" [ Link]. " Wir folgern, daß in den meisten gut kontrollierten und streng angelegten Studien, die sachgemäße Resultatsmessung verwenden, Atmungsmuskulatur-Training eine positiven Einfluss auf die sportliche Leistung hat." [ Link]
Von hier: Wie in verschiedenen Studien gezeigt, schaltet der Körper in den "Überlebens-Modus", wenn die Atmungsmuskulatur ermüdet. Der Blutfluss und der transportierte Sauerstoff werden abgezogen von den Muskeln des Bewegungsapparates und zur Atmungsmuskulatur weggeleitet.
Von hier über Leistungssteigerung bei etwas ausdauertrainierten Sportlern: Atmungstraining erhöhte die Atmungsausdauer von 6 Minuten auf ungefähr 40 Minuten. Radfahren an der anaeroben Schwelle wurde verbessert von etwa 23 Minuten auf etwa 31 Minuten (also um etwa 25 Prozent, wenn ich mich nicht verrechnet habe), während maximale Sauerstoffaufnahme und anaerobe Schwelle unverändert blieben.
Von hier, eine Studie mit trainierten Radsportlern: die Ergebnisse beim Zeitfahren, also im Grunde auch an der anaeroben Schwelle, wurden durchschnittlich um fast fünf Prozent verbessert. Hauptergebnis der Studie ist, daß zwanzig Einheiten Atmungsmuskulatur-Ausdauertraining sowohl die Atmungsmuskulatur-Ausdauer als auch die Rad-Zeitfahrleistung bei neun von zehn trainierten, erfahrenen Radsportlern bzw. Triathleten deutlich erhöhte. Tipp: In dieser Arbeit sind sehr viele Referenzen zu Zusammenfassungen von Studien zu dem Thema verlinkt.
Praxis des Trainings
Es gibt, wie hier zu sehen, einige professionelle Geräte, mit denen auch Sportler ihre Atmung trainieren können. Der Thread ist wirklich ganz interessant, weil sozusagen auch Insider und Benutzer berichten, driftet nach Posting Nummer 34 (Seite 2) aber völlig ab ... ja ja die MTBler ;p
Bei dem Rolls-Royce unter den Geräten, dem Spiro-Tiger dachte ich zunächst: "Oh was Hincapie nutzt, möchte ich auch haben", bis ich dann den Preis sah. Etwa 1000 Euronen für ein zugegebenermaßen professionelles und sinniges Gerät, welches dann vielleicht wieder bei mir im Arbeitszimmer rumfliegt?
Meine Meinung ist: im Grunde braucht man dazu kein Gerät. Was die Yogis schon seit tausenden von Jahren können, sollte ein neuzeitlicher westlicher Mensch ja trotzdem auch irgendwie hinkriegen.
Das von mir als besonders effektiv vermutete gründliche, komplette, kraftvolle Austamen, um die erneute Sauerstoffaufanahme zu verbessern, kann man auch einfach durch Pressen der Luft durch die stark zusammengehaltenen Lippen trainieren. Siehe unten auf dem Foto, an der linken Backe kann man erkennen, welche Kräfte insgesamt wirken. Es muss natürlich nicht immer gleich der rote Kopf sein, es geht auch leichter
Genau das habe ich vorgestern während meiner Experimentier-Fahrt mehrfach so in Zehner-Blöcken gemacht, kombiniert mit langem, heftigem Einziehen der Luft durch die Nase, so daß die Nasenlöcher schon zugehen und somit ein hoher Widerstand gegeben ist. Auf dem Land und auch sonst sieht das ja niemand, den das erschrecken könnte. Die genannten Umfänge sollte man so halten, das man hinterher eine deutliche Ermüdung im Zwerchfell spürt.
Noch eine äußerst herausfordende Übung: während des Fahrens einen Ton, wenn man will auch ne Melodie, singen bzw. ganz laut summen (soll ja keiner mitkriegen), bis sozusagen zum Anschlag. Testet das mal, es ist allerdings nichts für Schwächlinge. Wer viel laut singt oder ein Blasinstrument wie Trompete spielt, hat übrigens auch frei Haus ein super Atmungstraining.
Insgesamt waren das jetzt erst mal nur ein paar kurze Tests und Versuche, das Thema ist einfach zu interessant. Grundsätzlich gibt es drei Trainingsformen (siehe hier) für die Atmung: absichtliches sehr starkes und schnelles Atmen, aber mit ziemlich ausgeglichener Kohlendioxidkonzentration (mit z.B. dem genannten Spiro-Tiger oder auch einfach nur mit einer Tüte), Durchflusswiderstands-Atmung (wie mein Beispiel) und Atmung gegen Überdruck. Dazu später mehr.
Kurz zum Mentalen: es scheint auch eine erhöhte Kraft durch das kraftvolle Atmen zu entstehen. Ähnlich wie durch bewusstes Achten aufs runde, kurbelnde Pedalieren, die möglichst aerodynamische Sitzposition oder das dynamische Sitzen. Vom Atmen kennt man das ja auch von schwerem Heben oder anderen Kraftanstrengungen, die durch gleichzeitiges kraftvolles Ausatmen leichter durchgeführt werden.
Durch vermehrtes Atmen Herzfrequenz senken?
Was ich mir jetzt von u.U. interessierten, trainierten Usern mit Pulsuhren wie Donishäusle, Peso, Barus, Minimops wünsche: bitte mal auf verschiedenen Belastungsstufen testen, ob ein bewusst vermehrtes Atmen, stärker als normal für die Belastung, über einen längeren Zeitraum von ein, zwei, drei Minuten einen Einfluss auf die Herzfrequenz hat.
Arno hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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20.08.2007 07:41
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von Arno
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Original von peso
Diese 100-Dollar-Schaltröllchen? |
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Tja, die Dinger sind halt geil und ich kann sie mir leisten.....
Zur Atmung: Interessante Studien.
da ich lange Jahre Stimmbildung hatte und auch im Chor gesungen habe, kann ich das durchaus bestätigen. Schwimmtraining scheint mir in der Richtung auch eine gute Möglichkeit.
__________________ Go funk yourself
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 20.08.2007 07:41.
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20.08.2007 13:37
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von Arno
Werde aufgrund des äußerst bescheidenen Wetters gleich mal das Schwimmbad im Nachbardorf checken, ob dort ein Schnorchel erlaubt ist. Den man dann modifizieren könnte, so daß die Luftzufuhr so eben an der Grenze ist.
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Ich weiss nicht, ob ich derlei Modifikationen machen würde
Mir ist nur letzthin aufgefallen, dass ich beim Schwimmtraining vor einem Triathlon, wieder sehr stark auf die Atmung, insbersondere die bewusste Ausatmung geachtet habe. Normales Schnorcheln sollte ja auch schon Atemtraining darstellen, da der erhöhte Wasserdruck überwunden werden muss.
Der Effekt der durch die Höhenkammer erzielt wird ist übrigens IMHO nur durch längerdauernde Hypoxie erreichbar, also nicht durch Effekte beim Schwimmtraining.
Die billigste Methode wäre übrigens mit dem Rauchen anzufangen, da das CO zu einer latetenten Hypoxie führt
Raucher haben dementsprechend einen höheren HKT als der Durchschnitt.
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20.08.2007 13:48
kuestentanne
Buten-Kieler

Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm Fan von: THW KIEL
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Rauchen hat aber nicht erwünschte Nebeneffekte
Man kann ja Ameisensäure mit Schwefelsäure mischen, dabei entsteht CO.
Das atmet man dann ein, man sollte natürlich aufpassen, dass man nicht zu viel davon inhaliert
Aber mit natürlicher Leistungssteigerung hat das ja dann nichts mehr zu tun ...
__________________ Love people, use things, the opposite never works!
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