21.07.2008 14:01
Piti unregistriert
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Wird vielleicht mal Zeit, dem Toursieger 2008 
einen Thread zu widmen.
Kimmage hat ein tolles Portrait geschrieben: Christian Vande Velde: Christian soldier
| Zitat: |
Let’s start with the cheating. Let’s start with what he didn’t know. Let’s start with the training camp that morning in Solvang, California, when they left the team hotel and rode out into the valley until they reached the team cars. It was January 1999. He was 22 years old and about to embark on his second season with the US Postal team. “Okay, Christian,” they said. “This is what we want you to do.”
It was a 10km time trial. His instructions were to ride flat-out from the valley to the top of the hill, where a doctor would be waiting to take a sample of his blood. The blood would be tested for lactate. The numbers would be posted on a chart. The chart would tell the tale of the rider’s fitness and potential. Every member of the squad was being assessed.
He took his place with the big Postal stars as they lined up in the valley: Tyler Hamilton, Frankie Andreu, Jonathan Vaughters, Kevin Living-ston, George Hincapie and, last but never least, Lance. Lance with the legendary physiology; Lance, who prided himself on winning every test; Lance, so determined to win again: “Nothing personal, guys, just business.” How could he lead the team if he was not the team leader?
But here’s the twist. Lance Armstrong is not the team leader. No, the rider with the best figures that morning is the young Belgian-sounding Chicagoan, Christian Vande Velde. So you can imagine the howls at management level when the doctor arrives with the results. “Oh Christ! Who’s going to tell Lance?”
So the result is “massaged” so that Lance can feel good about himself, and Vande Velde is cheated; cheated of the buzz that comes with winning; cheated of knowing that on that day in 1999, he had more physical gifts than the man who would go on to win seven Tours de France. And for the next eight years, that’s mostly how it is. |
Warum muss ich dabei gerade an Dj"Evans hat nicht die Klasse von Armstrong"Hans denken?
Bei diesem Artikel halte ich einen Disclaimer für angebracht, dass ich mir den Inhalt des Verlinkten nicht notwendigerweise zu eigen mache. Ob VdV tatsächlich "clean" fährt, wovon Kimmage überzeugt zu sein scheint, werden die Zeit und die Offenlegung seiner Daten zeigen müssen. Andererseits würde ich einem Mann, der offenbar soviel Misserfolg hinter sich hat, dass sein Selbstvertrauen in seine Fähigkeit als Radrennfahrer beinahe verlorengegangen ist, einen großen Erfolg gerne gönnen.
| Zitat: |
It was time to start begging again. He called Bjarne Riis and offered to ride for 2005 on the minimum wage with CSC, but the nightmare continued. Underraced and struggling with his back, he finished the Tour of Italy but suffered like a dog. He returned to his home in Girona, lit a fine cigar and drank two bottles of wine with his wife, Leah. He was done. It was over. He phoned Vaughters at three o’clock in the morning. “I’m hearing good reports about your new outfit,” he chirped. “Think you could do with another good director?’”
Vaughters convinced him to keep racing. He sat out the Tour and had started training again when he got the call; the call from Shaun Tucker; the offer that turned him round. Toyota had agreed to sponsor a new US team and were offering to sign him. He was thrilled. And he returned to work with CSC feeling a lot more relaxed.
But he still wasn’t confident. He remembers a stage of the Vuelta (Tour of Spain) that autumn, jumping away in a breakaway group that is moving clear of the pack. They reach the critical phase and he knows what’s coming next . . . The team car drawing slowly alongside . . . the window being lowered . . . the manager glaring.
“Can you win?” Riis barks. “What?” “Can you win the stage?” He considers his response. If he says “no”, Riis will immediately order the team to chase. If he says “yes” and fails, Riis will go berserk. It happened at least five times in that Vuelta and his answer was always the same. “No.”
[...]
Vande Velde wasn’t sure. He was already racing clean and liked the crew at CSC. But he also liked David Millar and Julian Dean and Will Frischkorn and Ryder Hesjedal and Danny Pate. And he absolutely loved Vaughters. “It was an American team, a new team, and I saw this as a challenge; I could work with the young Americans and tell them the good and bad things that have happened to me in the past. It wasn’t about being a leader.”
Vaughters had other ideas. After a promising start to the season at the Tour of California, he presented his masterplan. The team would prepare for the Tour at the Giro D’Italia, spend 10 days resting at St Moritz and sharpen up for the race at a training camp in the Pyrenees. Vande Velde wanted to kill him. Then Vaughters showed him the new paint scheme for the bus and Vande Velde wanted to throw up.
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21.07.2008 14:40
vmart77
Brownie

Dabei seit: 30.04.2003
Herkunft: Beverungen Fan von: Sechsundneunzig, Cleveland Browns, Depeche Mode, Tocotronic, Ronja Räubertochter
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Es wäre zu schön, um war zu sein, wenn er und Vaughters wirklich standhaft geblieben sind. ich hoffe es echt inständig. Was mich befürchten lässt, dass er noch einbricht. Aber er wäre mit Sicherheit ein Toursieger, mit dem ich erstmal kein Problem hätte. Wobei Top 10 auch fantastisch wären und die sollte er auf jeden Fall packen!
__________________ Es gibt nur cool und uncool und wie man sich fühlt.
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21.07.2008 15:06
Donald Duck
Lokomotive
Dabei seit: 11.02.2008
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Ich will da niemandem etwas vorwerfen, ich weiß nichts Näheres über VDV.
Mir ist es nur zu leicht, wenn jemand sagt, er sei sauber. Das sagen ja fast alle. Wenn jemand nach zwei solchen Wochen bei der Tour sagt, er sei sauber, ist das (gilt natürlich auch für Kohl) ein großes Wort.
Wenn man jetzt (2008) schon sauber aufs Podium oder die Top10 der Tour fahren kann, was machen dann 80 Prozent der anderen falsch? Oder haben doch die recht, die sagen, Dopen mache sogar langsamer??
Mir ist das alles zu einfach.
An der Spitze fahren die selbsternannten sauberen Teams wie CSC, Astana, Columbia, teilweise (wie bei VDV) auch Slipstream. Dann die breite Masse, und ganz hinten seit Jahren die Franzosen (denen ich die Sauberkeit oft noch am meisten abkaufe).
Gibt es zwei Arten von Sauberkeit? Schon sehr komisch, was da manchmal abgeht.
Ich kann auch für niemand die Hand ganz ins Feuer legen.
Frankreich hat als Referenz vielleicht z.B. Casar als sehr beständigen Bergfahrer. Der ist seit Jahren am Berg gut dabei. Ich weiß nicht ob der so viel weniger Talent hat als die Leute ganz vorne. Ich glaube jedenfalls nicht dass er in die Top10 fahren könnte.
Das Ganze ist mir etwas zu einfach. Es sind im Grunde die Leute vorne die immer vorne waren. Die Abstände nach hinten sind nicht viel kleiner. Die großen Teams beherrschen weiter. Die ganz großen Teams holen jede Gruppe zurück, die sie wollen.
Man muss vorsichtig sein, aber ich denke es gibt nicht vieles, was neu, besser ist. Es hat sich auch öfters schon gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, allem und jedem alles zu glauben. Es geht um Geld, um Jobs, um Erfolg. Das sollte man vielleicht immer bedenken.
WIr haben mit Holczer auch einen der immer schnell vorne dran ist. Er ist aber sehr intelligent und weiß vielleicht oft mehr, als was er sagt.
Leider wissen die Teamchefs und Leitungen aber hinterher immer alles besser. Holczer hat eine handvoll Fahrer nicht unter Kontrolle. Einer davon ist sowieso die Lachnummer hoch drei. Gewinnen sie, sichern sie Jobs für alle, wäre mal einer positv, ist das Donnerwetter groß. Doping bei uns doch nicht! Vielleicht sollte man da mal eher hören was z.B. ein Jaksche sagt, der Holczer übrigens sehr gut kennt.
Was ich persönlich mag, ist Geradlinigkeit, was ich nicht so mag, ist Doppelmoral.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Donald Duck: 21.07.2008 15:08.
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21.07.2008 18:47
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| Zitat: |
Original von Donald Duck
Ich will da niemandem etwas vorwerfen, ich weiß nichts Näheres über VDV.
Mir ist es nur zu leicht, wenn jemand sagt, er sei sauber. Das sagen ja fast alle. Wenn jemand nach zwei solchen Wochen bei der Tour sagt, er sei sauber, ist das (gilt natürlich auch für Kohl) ein großes Wort.
Wenn man jetzt (2008) schon sauber aufs Podium oder die Top10 der Tour fahren kann, was machen dann 80 Prozent der anderen falsch? Oder haben doch die recht, die sagen, Dopen mache sogar langsamer??
Mir ist das alles zu einfach.
An der Spitze fahren die selbsternannten sauberen Teams wie CSC, Astana, Columbia, teilweise (wie bei VDV) auch Slipstream. Dann die breite Masse, und ganz hinten seit Jahren die Franzosen (denen ich die Sauberkeit oft noch am meisten abkaufe).
Gibt es zwei Arten von Sauberkeit? Schon sehr komisch, was da manchmal abgeht.
Ich kann auch für niemand die Hand ganz ins Feuer legen.
Frankreich hat als Referenz vielleicht z.B. Casar als sehr beständigen Bergfahrer. Der ist seit Jahren am Berg gut dabei. Ich weiß nicht ob der so viel weniger Talent hat als die Leute ganz vorne. Ich glaube jedenfalls nicht dass er in die Top10 fahren könnte.
Das Ganze ist mir etwas zu einfach. Es sind im Grunde die Leute vorne die immer vorne waren. Die Abstände nach hinten sind nicht viel kleiner. Die großen Teams beherrschen weiter. Die ganz großen Teams holen jede Gruppe zurück, die sie wollen. |
Hast du dir das Klassement auch mal angesehen?
bei dieser Tour sind eben nicht die, die immer vorne waren, mit etlichen Minuten vor allen anderen. Evans hat noch voriges Jahr jeden von den jetzt quasi Zeitgleichen deklassiert.
Wäre mal interessant, seine diesjährigen absoluten Leistungen auf voriges Jahr umzurechnen, aber das gehört in einen anderen Thread.
Jedenfalls ist die Aussage, alles ist wie immer, angesichts des Klassements doch sehr verwunderlich. Aus der Veränderung ist zwar nicht zwingend die Verbesserung zu schließen, aber die Veränderung ist sichtbar. (Ricco und Cobo, die jetzt schon vorne sein könnten und an den nächsten Tagen nochmal Minuten rausholen, dürfen ja nicht mehr mitspielen).
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21.07.2008 21:04
xxEntexx
Zeitfahr-Weltmeister

Dabei seit: 01.03.2007
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Die Story ist öde - bin nach der Hälfte eingepennt.
Und was Vaughters bei USP angeht, hilft dir vllt das weiter...
__________________ Ente Gelänte
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21.07.2008 21:34
deutscher baske
Finisseur

Dabei seit: 13.08.2006
Herkunft: Mönchengladbach Fan von: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Solidarität, Zufriedenheit, Natur
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xxEntexx: danke sehr für den link.
Vaughters scheint mir sehr authentisch- er spricht in einer passage das aus, was ich ebenfalls vertrete:
"Man hat bei ihm (david Millar) EPO gefunden und er hat sofort alles gestanden. Er hat nie geleugnet, wie viele andere, oder versucht, sich herauszureden. Er hat sein Herz am rechten Fleck."
Genauso interpretiere ich das verhalten nach einem dopingbefund ebenfalls- ein doper muss kein schlechter mensch sein- das auftreten dannach zeigt, wie charakterstark er ist! (wobei das für teams wie garmin und csc nicht mehr gilt- da wäre dopen schon eine andere dimension)
__________________ zufrieden sein mit dem, was man hat - unzufrieden sein mit dem, was ist
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