magersüchtige Bergspezialisten |
14.08.2007 18:47
S0B
Lokomotive

Dabei seit: 16.06.2006
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magersüchtige Bergspezialisten
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irgendwie ist der Voigt ja allein schon verdächtig, weil er kein Hungerhaken ist, wenn man sich z.B. mal den Vergleich mit Gesink anschaut
http://www.cyclingnews.com/photos/2007/a...75/DV217382.jpg
fragt man sich ja schon wie er den am Berg abhängen kann
überhaupt kann man grosse Rundfahrten scheinbar nur noch gewinnen, wenn man mit unerlaubten Mitteln nachhilft oder extrem leicht ist
ich weiss nicht wie ihr das seht, aber als ich letztes Jahr den Fotos von Brajkovic gesehn hab ist mir echt anders geworden
das Rad darf nicht leichter als 6,8 Kilo (?) sein, aber wenn der Fahrer sich Richtung 60 Kilo hungert ist das ok?
wäre es nicht vernünftig, da auch bei 70 oder 75 Kilo zu sagen jetzt ist Schluss, wer leichter sein will muss halt Zusatzgewicht mitschleppen?
wäre das nicht auch ein Weg mal Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
edit: Tippfehler
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von S0B: 14.08.2007 18:48.
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14.08.2007 18:50
Faser
Tour-Sieger

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| RE: magersüchtige Bergspezialisten
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Voigt ist aber auch alles andere als ein Bulle, er ist sogar ziemlich schlank.
Height: 189cm
Weight: 76kg
__________________ “Jan’s problem was that he was a German rider because in the German press if you are good they push you to the top, maybe over the top, and then if they have the chance to kill you, they kill you."
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14.08.2007 18:55
yeti
Legende der Landstrasse
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| RE: magersüchtige Bergspezialisten
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So pauschalieren kannst du das aber auch nicht. Die unterschiedlichen Körpergrößen der Fahrer muss man bei der Gewichtsdiskussion auch beachten. Ein Fahrer der etwa 1,70 m groß ist schaut mit 60 Kilo ganz anders aus als einer, der 20 cm größer ist.
Wenn schon, denn schon müsste das mit Hilfe des BMi geregelt werden so wie bei den Skispringern und Kombinierern.
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14.08.2007 18:55
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
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| RE: magersüchtige Bergspezialisten
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| Zitat: |
Original von S0B
ich weiss nicht wie ihr das seht, aber als ich letztes Jahr den Fotos von Brajkovic gesehn hab ist mir echt anders geworden
das Rad darf nicht leichter als 6,8 Kilo (?) sein, aber wenn der Fahrer sich Richtung 60 Kilo hungert ist das ok?
wäre es nicht vernünftig, da auch bei 70 oder 75 Kilo zu sagen jetzt ist Schluss, wer leichter sein will muss halt Zusatzgewicht mitschleppen?
wäre das nicht auch ein Weg mal Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen? |
das funktioniert ja nicht mal bei topmodels.
so ganz mag ich an die magersucht aber nicht glauben: damit gewinnst du meines erachtens keine tour.
die gefahr mag bestehen, wenn man immer sehr stark auf das gewicht achtet.
allerdings ist ein grenzwert völlig unpraktikabel, es gibts sehr leichte menschen, die ziemlich viel essen.
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14.08.2007 19:07
S0B
Lokomotive

Dabei seit: 16.06.2006
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| RE: magersüchtige Bergspezialisten
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| Zitat: |
Original von Sitzerather
was willst du damit nun eigentlich aussagen? bin mir nicht sicher auf was du dich festlegst.
in der überschrift wird gefragt ob bergspezis magersüchtig sind. dann folgt eine these dass man rundfahrten nur vollgepumpt gewinnen kann. ...?
meinst du mit den 70-75kg radsportler + rad? |
mir erscheinen die extrem dünnen Fahrer halt unnäturlich, und ich bezweifele auch ob das noch gesund ist
Jaksche hat ja auch von "extremen Diäten" berichtet
wenn man sich die Tour dieses Jahr anschaut, da sind mit Rasmussen und Contador auch 2 Fahrer um die 60 Kilo allen anderen um die Nase gefahren, wenn man da eine Reglung wie diesen BMI finden könnte wären die Rennen vielleicht auch wieder spannender
so geht es nur um Watt pro Kilo, und da scheint es leichter zu sein an den Kilos zu sparen als mehr Watt rauszuhaun, wenn man denn entsprechend gebaut ist
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14.08.2007 19:09
DjHans
Danke Jan!

Dabei seit: 02.03.2006
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Ulle hat 97 am Berg alle gebasht. Auch 05 gehörte er noch zu den besten. Und von seinen 73kg Idealgewicht war der doch auch bei der Tour weit entfernt. Allein schon weil er viel muskulöser wurde. Mindestens 75 Kilo hatte er und das bei einer Größe von 1,83. Auch Lance war alles andere als leicht. Im Vergleich glaube ich noch schwerer als Ulle und trotzdem war er noch besser am Berg.
Büffel und Botero sind auch den Berg hochgekommen, so ist es ja nicht.
Außerdem ist 60kg nicht viel. Wenn man dementsprechend klein ist, dann ist das kein Problem. Wenn ein Rujano 60 Kilo wiegt, dann wäre er fett.
Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott.
__________________ Danke Jan, für die tollen Jahre. Du bist der "Tourgott"!
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Vive le Tour!
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14.08.2007 19:51
MrsFlax
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Dabei seit: 09.03.2003
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| Zitat: |
Original von DjHans
Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott. |
auf diesen fotos hier:
brajkovich
rasmussen
... kann ich von einem wie auch immer gearteten fettanteil nichts mehr erkennen.
i.ü. finde ich es ja mittlerweile amüsant, dass du es schaffst bei jedem beliebigen thema früher oder später bei deinem idol anz6ukommen. in einem thread, der "magersüchtige bergspezialisten" heisst, hat er aber meiner ansicht nach nun wirklich nichts zu suchen...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MrsFlax: 14.08.2007 19:57.
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14.08.2007 19:53
T-MobileR
Kapitän
Dabei seit: 26.08.2005
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| Zitat: |
Original von MrsFlax
| Zitat: |
Original von DjHans
Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott. |
auf diesen fotos hier:
brajkovich
rasmussen
... kann ich von einem wie auch immer gearteten fettanteil nichts mehr erkennen. |
Oh mein gott. Da kriegt man ja den Schreck des Lebens wenn man das Bild von Easmussen anschaut.
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14.08.2007 20:07
T-MobileR
Kapitän
Dabei seit: 26.08.2005
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Nur mal so nebenbei: Ein Solarium täte Rasmussen gut
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14.08.2007 20:23
kuestentanne
Buten-Kieler

Dabei seit: 05.08.2002
Herkunft: Stockholm Fan von: THW KIEL
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14.08.2007 20:27
MrsFlax
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Dabei seit: 09.03.2003
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| Zitat: |
Original von KönigderBernina
Ich finde der Radsport hat größere Probleme als dieses. |
größere probleme als die bereitschaft, seinem körper derartiges (und vieles andere) zuzumuten?
was könnte das sein? ein imageproblem? sinkende zuschauerzahlen?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von MrsFlax: 14.08.2007 20:29.
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14.08.2007 20:35
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
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| Zitat: |
Original von DjHans
Ulle hat 97 am Berg alle gebasht. Auch 05 gehörte er noch zu den besten. Und von seinen 73kg Idealgewicht war der doch auch bei der Tour weit entfernt. Allein schon weil er viel muskulöser wurde. Mindestens 75 Kilo hatte er und das bei einer Größe von 1,83. Auch Lance war alles andere als leicht. Im Vergleich glaube ich noch schwerer als Ulle und trotzdem war er noch besser am Berg.
Büffel und Botero sind auch den Berg hochgekommen, so ist es ja nicht. |
schöne beispiele von spitzen-dopern.
genau darum ging es doch, wenn ich das richtig verstanden habe: entweder, man ist ein skelett, oder muss dopen.
nun sind die mageren tourpodisten sicher auch nicht sauber, dass vornweg.
ob es für schwerere fahrer nötiger ist, speziell blutdoping vorzunehmen, kann man tatsächlich diskutieren. diese enormen muskelmassen müssen ja lange mit sehr viel sauerstoff versorgt werden.
andererseits hatte es ulle bspw. ja gar nicht nötig, derart muskulös zu sein, also eher falscher trainingsansatz.
und wer von haus aus einen sehr schweren körperbau hat, ist eben beim bergauffahren benachteiligt, wie der floh auf kpofsteinpflaster.
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14.08.2007 20:51
DjHans
Danke Jan!

Dabei seit: 02.03.2006
Fan von: Ulle, Hilde, Gibo, Fabü
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Ich habe Jan Ullrich ins Spiel gebracht, weil ich ihn als Gegendarstellung genommen habe. Daher passt er sehr gut in dieses Thema. Er oder Armstrong und viele mehr haben bewiesen, dass man kein Knochengerüst sein muss um Bergetappen zu gewinnen. Daher sehe ich auch keinen Grund irgendetwas zu limitieren. Und wenn ein Voigt, der nie mehr als Durchschnitt am Berg war, mit fast 80 Kilo 2. an einem extrem schweren Berg werden kann, dann ist das auch kein Hinweis dafür, dass man extrem dünn sein muss.
Im Gegenteil. Die wenigsten Sieger der Tour waren Knochengerüste. Für 3 Wochen braucht man eben auch eine gewisse Substanz. Wenn man jetzt Pantani mal ausklammert, dann waren alle Toursieger von 1991 bis 2005 über 70 Kilo schwer. Schließlich muss man ja auch Zeitfahren können. Es ist als Radfahrer also nicht unbedingt ratsam dünn zu sein, zumindest wenn man nicht nur Berge hochkommen will.
Rasmussen ist eher eine Ausnahme, mit einem solchen Körper hätte er als einer von sehr wenigen die Tour gewonnen.
Deshalb sehe ich auch keinen Grund irgendetwas zu reglementieren. Im Skispringen fliegt man mit weniger Gewicht weiter. Sicherlich spielt auch die Absprungskraft eine Rolle, dies aber auch erst wieder vermehrt seit man die Anzüge enger gestaltete und die Knochengerüste so weniger Luftpolster hatten. Vor der BMI Regel gab es schon einen gewissen Druck sich in den ungesunden Bereich zu hungern. Allerdings ist auch die nicht optimal, schließlich gibt es im Skispringen auch schon 16jährige Topspringer, die können bei einem schmalen Körperbau die Grenze auch mal unterschreiten ohne, dass sie übermäßig hungern.
Im Radsport sehe ich aber anders als im Skispringen keinen Zwang zum hungern. Man muss ja auch nicht unbedingt Bergfahrer sein. Muskolöse Fahrer sind halt oft im Zeitfahren stärker, Flachlandspezialisten sind meist eher groß. Jeder Körpertyp kann auf bestimmten Terrain großes leisten. Naja gut, einen Körperfettanteil von 30% sollte man auch als Sprinter nicht haben.
Aber da offensichtlich auch muskolöse Fahrer sogar am Berg stark fahren können, sehe ich keinen Grund irgendetwas zu reglementieren. Das man während der Tour einen vielleicht nicht gesunden Anteil an Körperfett hat, das ist klar, aber die meisten Fahrer sind ja schließlich nicht immer so dünn.
Und wenn ich mir Höllentour oder auch Inside Bianchi anschaue, dann sehe ich dort keine Fahrer, die z,B. Süßigkeiten abgeneigt sind. Zabel, Aldag und auch Ulle, keiner hat darauf verzichtet.
Klar gibt es Grenzfälle, Rasmussen, Rujano oder Brajkovic sind solche, aber ich denke nicht, dass der Radsport Hungerhaken produziert und das ungesundes Körpergewicht auch nötig ist um Erfolge zu feiern.
__________________ Danke Jan, für die tollen Jahre. Du bist der "Tourgott"!
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Vive le Tour!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DjHans: 14.08.2007 20:56.
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14.08.2007 21:18
KönigderBernina
Vuelta-Sieger

Dabei seit: 29.10.2006
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| Zitat: |
Original von MrsFlax
| Zitat: |
Original von KönigderBernina
Ich finde der Radsport hat größere Probleme als dieses. |
größere probleme als die bereitschaft, seinem körper derartiges (und vieles andere) zuzumuten?
was könnte das sein? ein imageproblem? sinkende zuschauerzahlen? |
Ich meinte das Thema "Radfahrermagersucht"im Speziellen, welches meiner Meinung die Gesundheit der Fahrer längst nicht so sehr schädigt wie Doping.
In welcher Beziehung auch immer, ist hart gegen sich selbst zu sein ein großer Bestandteil des Radsports.
Sicher ist es nicht gesund, was Rasmussen mit seinem Körpergewicht macht, aber gesund sind 150 Tage Hochleistungssport im Jahr auch nicht.
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14.08.2007 21:37
steffi
Legende der Feld- und Waldwege

Dabei seit: 02.01.2002
Herkunft: "Tief im Westen..."
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| RE: magersüchtige Bergspezialisten
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| Zitat: |
Original von S0B
irgendwie ist der Voigt ja allein schon verdächtig, weil er kein Hungerhaken ist, wenn man sich z.B. mal den Vergleich mit Gesink anschaut
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Voigt wirkt in gelb und am Berg gar nicht so dünn, wie er in Wirklichkeit ist. Am 5.8. in Bochum bestand er bereits nur noch aus Haut und Knochen
ich komme aber trotzdem nicht damit klar, dass er der deutsche Bergkönig ist
steffi hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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