Lt. Lamonta-Newsletter muss es so chaotisch gewesen sein, dass Sievers das Team bei Kilometer 100 rausgenommen hat, weil Gefahr für Leib und Leben bestand
Hier der Auszug aus der Mail:
Rheda-Wiedenbrück (rob). Die Norwegische Rundfahrt GP Ringerike endete mit
der fünften Etappe am Sonntag nahe einem Chaos. Bei unübersichtlicher
Streckenführung gepaart mit Regen ereigneten sich zahlreiche Stürze. Die
Lamonta-Mannschaft mit Ausnahme von Philipp Mamos stieg vorzeitig vom
Rad.
Mamos wollte wenigstens seinen vierten Platz in der Gesamtwertung
verteidigen - es gelang ihm nicht. Der Braunschweiger kam nach 161
Kilometern mit 2:57 Minuten Rückstand ein und rutschte auf Rang elf ab
(+2:42 Minuten). Der Norweger Are Andersen gewann sowohl die letzte
Etappe, als auch die Rundfahrt.
Holger Sievers ging mit den Organisatoren anschließend hart ins Gericht.
"Das war unverantwortlich und hatte keinen europäischen Standard",
schimpfte Lamontas Sportlicher Leiter. Zahlreiche der Fahrer die
durchhielten, verloren zehn, 20 oder gar 30 Minuten.
Die Fahrer ereiferten sich vor allem an der unglücklichen Streckenführung.
Direkt hinter einer Abfahrt war eine Holzbrücke zu befahren, deren
Oberfläche sich durch den Regen in eine Rutschbahn verwandelte. Nach 100
von 161 Kilometern entschied Sievers, dass die Gesundheit vorgehe und sich
die Rheda-Wiedenbrücker Mannschaft aus der Rundfahrt verabschiedet. "Das
ist schade, denn am letzten Tag wollten wir eigentlich noch einmal
angreifen", sagte Sievers.
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