01.09.2004 17:52
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
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Pyrenäen-Rdf. 2004/ Pyrenäen-Fernfahrt 2005
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Das Philipp's Bike Team aus Mallorca veranstaltete in diesem Jahr zum zweiten Mal eine 9-tägige Rundfahrt quer durch die Pyrenäen mit Start und Ziel in Manresa. Ich habe mich gefragt, ob es nicht ein wenig fahrlässig war, sich anderthalb Wochen vor dem Start noch schnell anzumelden 
- aber es hat sich über alle Maßen gelohnt. Praktisch alle von der TdF bekannten Pässe wurden überquert, dazu ein paar mehr oder weniger bekannte Übergänge in Spanien sowie Geheimtipps wie der Col de Spandelles. Ich hatte am Ende 1120 km und fast 22000 hm zu Buche stehen - und doch war die Fahrt ein Genuss von der ersten bis zur letzten Etappe (was sicherlich nicht jeder Teilnehmer so empfunden haben mag 
).
Ein Tourtagebuch eines der Teilnehmer könnt ihr hier bestaunen, einige Fotos sind auch dabei, mehr Fotos werden später online gestellt. Wenn persönliche Eindrücke von meiner Wenigkeit gewünscht werden, bin ich gern zum Schreiben bereit, aber es könnte sich etwas in die Länge ziehen 
- ich habe einfach wahnsinnig viel gesehen und erlebt in diesen 9 Tagen.
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
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01.09.2004 18:38
Tourmalet
User der Herzen

Dabei seit: 27.02.2002
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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einfach nur geil
__________________ Iro...Iro...Iro-was?
Nicht aus Versehen.
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01.09.2004 18:51
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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In der Tat! 
Den Tourmalet empfand ich als nicht besonders schlimm. Von Gripp aus bis kurz vor La Mongie zieht die Strasse sehr gleichmäßig mit zumeist 8-10% hinauf. Erst dann kommen ein paar sehr steile Rampen, v.a. kurz vor dem Ziel der TdF-Etappe. Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich nicht sah, wo ich hinauffahren musste, da die Sichtweite teilweise nur knapp 30 Meter betrug 
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__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 01.09.2004 18:51.
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02.09.2004 22:57
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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Also gut, hier sind erst mal die ersten beiden Etappen. Der Rest wird dann nach und nach folgen. Ich hoffe, irgendwann auch noch ein paar Fotos präsentieren zu können.
1.Etappe, Manresa – Berga
In der wenig einladenden 70000-Einwohner-Stadt Manresa, nördlich von Barcelona, beginnt das Abenteuer Pyrenäen-Rundfahrt mit einem „Prolog“ über etwa 60 km. Selbstverständlich habe ich mich bei der schnellsten Gruppe, den „Haien“, angemeldet ;-) . Wir verlassen die Stadt auf der idyllischen Hauptverkehrsstrasse in Richtung Norden bei konstantem Nordwind und sind froh, als die Strasse irgendwann schmaler und ruhiger wird. Ein paar kleinere Anstiege stellen kein Problem dar, wenngleich sie doch zum Teil einige Kilometer lang sind. Aber kein Vergleich zu dem, was noch kommen mag. Und so rollen wir noch ziemlich fit nach 62 Kilometern in Berga ein. Gruppenleiter Beat hat schon vorher die Möglichkeit eines zusätzlichen Anstiegs zu einem Kloster 500 hm oberhalb der Stadt in Aussicht gestellt, und als wir unser Hotel erreicht haben, fragt er, wer denn Interesse hätte. Vier Leute melden sich: Didi, Michael, Steffen (mein Zimmerkollege) – naja, und ich. Auf den ersten beiden Kilometern aus Berga heraus zeigt uns Beat den Weg, dann müssen wir allein weiterziehen. Wir fahren bergauf in Richtung Rasos de Peguera, Bergankunft bei der Vuelta `99, und biegen nach einigen Kilometern links ab auf eine kleine Stichstrasse. Etwa 3 km geht es von dort noch hinauf mit einer geschätzten Steigung von bis zu 14%, dann erreichen wir unser Ziel und genießen eine phantastische Fernsicht nach Süden. Hat sich gelohnt. Auf der rasanten Abfahrt zurück kommen uns noch einige weitere „Bonus-Interessenten“ entgegen.
2. Etappe, Berga – Ax-les-Thermes
7:00 Uhr aufstehen, 7:30 Uhr Frühstück, 9:00 Uhr Abfahrt – so sehen die meisten Morgenstunden meines Urlaubs aus. Auch in Berga. Als wir starten, ist es noch sehr kühl – Ärmlinge nachdrücklich empfohlen. Wir Haie starten als letzte der drei Gruppen und sehen nach einigen Kilometern gerade noch, wie sich die „Roller“ vor uns wunderbar verfahren. Beats Rufe verhallen ungehört, und so muss er später per Handy die Gruppe zurück auf den korrekten Weg lotsen.
Nach knapp 30 Kilometern erreichen wir La Pobla de Lillet, und nun geht es los: die erste große Hürde, der Alto de la Creueta, wartet. Angesichts der Länge des Anstiegs von 20 Kilometern fahre ich relativ verhalten los und wundere mich daher, dass mir nur einer folgen will, Manfred aus Stuttgart. Zusammen fahren wir den ersten Teil des Berges bis Castellar de n’Hug, wo gewartet werden soll. Manfred scheint stärker, wartet aber gelegentlich auf mich, während ich versuche, gleichmäßig zu fahren und nicht zu überdrehen. Gelingt mir auch ganz ordentlich. Im zweiten Teil des Berges fährt Manfred dann allein vornweg, ich erreiche die Passhöhe mit etwas Abstand als Zweiter. Nach und nach trudelt der Rest der Gruppe ein.
Es ist kühl auf 1900 Metern Höhe, trotz Ärmlingen und Windjacke friere ich bei der Abfahrt in Richtung Super-Molina. Aber die Sonne scheint in voller Pracht. Weiter unten wird es wärmer, in rasanter Fahrt geht es auf schnurgerader Strasse in Richtung Puigcerda. Das Merida-Mietrad weist leider als höchste Übersetzung lediglich 52:13 (oder gar nur 52:14, hab’ nicht genau geschaut) auf, womit man auf langen, abschüssigen Geraden schnell an seine Grenzen stösst. Naja, abgehängt wurde ich zum Glück nicht ;-) .
In Bourg-Madame, kurz hinter der ehemaligen Grenzstation, gab es eine Mittagspause, dann begann der lange und recht flache Anstieg zum Col de Puymorens. Auf den ersten 20 Kilometern gab Beat das Tempo vor, damit die Gruppe zusammenblieb. Nicht nur mir war es eine Spur zu langsam. Wenn man bergauf immer wieder bremsen muss und seinen Rhythmus nicht findet, kann das schon ein wenig nerven. Kurz hinter Portè-Puymorens, etwa 6 km vor dem Pass, wurde es einigen zu bunt. Didi „griff an“, Manfred folgte ihm sofort. Kurz danach gingen auch Kurt und Michael auf und davon. Ich blieb noch bei der Gruppe, Beat sagte irgendwas von „abgerechnet wird am Tourmalet“. Nichtsdesdotrotz, wenig später kitzelte es dann doch zu stark in den Beinen, und ich verabschiedete mich ebenfalls nach vorn. Die Steigung war mit 5-6% sehr moderat, aber der Wind blies ziemlich stark. Irgendwann holte ich Michael ein, knapp 2,5 km vor dem Pass auch Kurt, der sich bei Gegenwind gern an mein Hinterrad heftete. Kurz vor dem Pass erreichten wir auch die zwei Führenden Didi und Manfred, zusammen erreichten wir den Kulminationspunkt auf 1900 Meter Höhe. Warten, ein paar Fotos machen, für Fotos posieren ;-) – und dann ging es auf den letzten Teil der Etappe, die Abfahrt nach Ax-les-Thermes. Beat bestand darauf, dass die Gruppe in den Abfahrten stets zusammenbleibt und er vorn fährt. So weit, so gut, leider steuerte er die Kurven höchst vorsichtig an und ließ es auf den Geraden größenteils nur rollen. Daher schmerzten meine Arme stets stärker als meine Beine wegen des permanenten Bremsens ;-) . Egal, letztendlich erreichten wir glücklich und unverletzt nach 142 Kilometern unser Etappenziel. Und die Müdigkeit hält sich bei mir in Grenzen. Noch kann ich auch als „Hai“ das ganze sehr genießen, mal sehen, wie lange noch.
edita: hier noch das Gruppenfoto der "Haie" am Puymorens - meine Wenigkeit ist der Typ unter dem Passschild in der roten Windjacke. Und dieser "Bauchansatz" wurde vom Wind verursacht 
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__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 02.09.2004 23:12.
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05.09.2004 11:28
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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Hier ist nun Teil 3 des Abenteuers:
3. Etappe: Ax-les-Thermes – St. Girons
Nach einer Nacht in einem ehemaligen USP- bzw. „E-u-schkatel“-Teamhotel (mit ziemlich kleinen Zimmern...) geht es am Morgen gewohnt zeitig wieder auf Achse. Zum Einrollen bleiben uns ziemlich exakt anderthalb Kilometer, dann führt die Strecke zwecks Umfahrung des Ariege-Tals rechts ab – geschwind hinein in eine 12%-Rampe. Nichts für Morgenmuffel. Auf den nächsten etwa 4 Kilometern führt die schmale Strasse konstant bergauf, bald liegt das Ariege-Tal weit unter uns. Dann geht es hügelig weiter. Landschaftlich ist dieser erste Etappenteil phantastisch, andererseits summieren sich die vielen kleinen und größeren Anstiege schnell auf 600 hm, noch lange bevor der erste offizielle Anstieg des Tages überhaupt erreicht ist ;-) . Zudem ist die Abfahrt in Richtung Tarascon eine Schotterpiste übelster Sorte, teilweise fahren wir den Berg mit 10 km/h hinab – bestes Armmuskeltraining! In Tarascon biegen wir rechts ab und folgen nun der diesjährigen TdF-Strecke in umgekehrter Richtung, zunächst nach Vicdessos. Dort beginnt der Anstieg zum Port de Lers, dem ersten und zugleich schwersten Pass des Tages. Gleich im unteren Teil warten Rampen mit 11-13% Steigung. Mal wieder fahre ich mit Manfred vornweg. Die Strasse ist unheimlich schmal, unübersichtlich und der Belag sehr schlecht – wie die TdF-Karawane dort heil heruntergekommen ist, ist mir ein Rätsel. Weiter oben führt der Anstieg relativ gleichmäßig mit 8-9% zur Passhöhe in 1517 m Höhe. Flaschen auffüllen, ein paar Fotos machen, dann geht es in die kurze Abfahrt. Unten an einem idyllischen (und zum Baden einladenden ;-) ) Bergsee angekommen, beginnt sofort der 4 km lange Anstieg zum Col d’Agnes. Gruppenleiter Beat, Manfred und Didi fahren voraus, ich pedaliere etwa 50 Meter hinter dem Trio solo den Berg hinauf. Nur nicht zu viel Kraft verpulvern, es kommen noch drei Berge! Auf der anderen Seite des Passes fällt die Strasse fast senkrecht ab ;-) . Im Ernst, die Abfahrt ist richtig steil, und Beat fährt mal wieder seeeeeehr vorsichtig runter – die Bremsen laufen heiß, und meine Arme werden taub... In der Abfahrt kommen mir Gedanken wie „Hier ungefähr hat Mancebo attackiert“ oder „in dieser Kehre fiel Heras zurück“ – es ist schon aufregend, „tdf-geweihten“ Boden zu befahren ;-) .
Unten in Aulus-les-Bains machen wir Mittagspause, ich esse eine ziemlich kleine Portion Spaghetti Carbonara und muss dafür 9 € hinblättern – Wucher! Etwa 3 Meter hinter der kleinen Gaststätte beginnt sofort der Anstieg zum Col de Latrape. Obwohl nur etwa 5 km lang, ist das Ding gar nicht so einfach, schon gar nicht, wenn man vorher `ne halbe Stunde Ruhepause gemacht hat. Am Latrape komme ich zur Abwechslung mal allein als Erster an. Es folgt eine lange Abfahrt nach Seix, auf der wir leider wieder Gegenwind haben. Die Sonne brennt mittlerweile mit voller Stärke, und ich habe am Morgen geistesgegenwärtig vergessen, mich mit Sonnencreme einzureiben – na super! Zumindest stehe ich mit dem Problem nicht allein da...
In Seix (superschmale Ortsdurchfahrt, noch einmal: wie zum Geier kommen die TdF-Fahrer hier unversehrt durch?!) biegen wir links ab in Richtung Col de la Core. Nach etwa 3 km, in der Ortschaft Sentenac, verlassen wir die Passstrasse und fahren rechts durch den Ort. Leider ist die Dorfstrasse eine Wand mit etwa 16% Steigung, und wir sind froh, als es ausgangs des Ortes wieder flacher wird. Wir befinden uns nun auf einem besseren Feldweg in Richtung Col de Catchadegue (ziemlich abgefahrerer Name für einen namenlosen Pass... ;-) ). Die letzten 2 km zur Passhöhe sind noch einmal richtig hart, Manfred und Didi fahren ein paar Meter vorneweg. Beat neben mir keucht wie eine Dampflok, ich spare mir noch ein paar Körner.
Durch sprichwörtliches Hinterland fahren wir nun dem letzten Pass des Tages, dem Col du Portech, entgegen. Trotz Beats Ankündigung, den Pass würden wir gar nicht mehr spüren und da rollen wir ganz locker drüber, sind die drei Kilometer Anstieg noch einmal eine Herausforderung – bei Steigungen von 10% und mehr und nach den Strapazen des Tages kein Wunder. Aber schnell ist auch diese Hürde gemeistert, und die restlichen ca. 12 km bis St. Girons rollen wir locker aus. Erst gegen 17:30 Uhr kommen wir nach 143 Kilometern in unserem Hotel an. Die anderen beiden Gruppen sind schon da – die haben allerdings die letzten zwei bzw. drei Anstiege ausgelassen. Sind ja auch keine „Haie“... ;-)
Ab nächster Woche soll auch eine komplette Fotogalerie auf der Philipps's-Bike-Team-Homepage stehen. Und meine eigenen Fotos kommen vielleicht auch irgendwann einmal...
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
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05.09.2004 21:41
Tourmalet
User der Herzen

Dabei seit: 27.02.2002
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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| Zitat: |
Original von Checker
Unten in Aulus-les-Bains machen wir Mittagspause, ich esse eine ziemlich kleine Portion Spaghetti Carbonara und muss dafür 9 € hinblättern – Wucher! |
Der Schneeviehvirus hat sogar in Sachsen schon seine ersten Opfer gefunden.
__________________ Iro...Iro...Iro-was?
Nicht aus Versehen.
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05.09.2004 22:48
Tourmalet
User der Herzen

Dabei seit: 27.02.2002
Herkunft: Zuhause Fan von: Zeitgeist
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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| Zitat: |
Original von Checker
| Zitat: |
Original von Tourmalet
[quote]Original von Checker
Unten in Aulus-les-Bains machen wir Mittagspause, ich esse eine ziemlich kleine Portion Spaghetti Carbonara und muss dafür 9 € hinblättern – Wucher! |
Der Schneeviehvirus hat sogar in Sachsen schon seine ersten Opfer gefunden.
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In Spanien kostete das Zeug etwa halb so viel. 
[/quote]
In der Weltstadt mit Herz in der S Bahn wahrscheinlich noch dreimal so viel.
Nee, is ein guter Bericht, Chapeau.
__________________ Iro...Iro...Iro-was?
Nicht aus Versehen.
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05.09.2004 21:46
Niggel
Möchtegern-Bergziege

Dabei seit: 03.10.2003
Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.
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RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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Das ergibt richtig Fernweh.
__________________ Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.
Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart
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06.09.2004 18:06
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Osten Fan von: Bands mit schönem Namen ;)
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| RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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Also gut, der nächste Akt. So langsam wird aus der Radtour ein Rennen 
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4. Etappe: St. Girons – Bagneres de Luchon
Das typisch französische Frühstück, Croissant-Butter-Marmelade-und-sonst-nix, hängt mit bereits jetzt zum Halse raus. Zudem werde ich das Gefühl nicht los, dass Steffen und mir in St. Girons ein Einzelzimmer zugewiesen wurde, denn unser „Reich“ maß vielleicht 9 qm. Da half auch die Tatsache nur wenig, dass das USP-Team auch in diesem Hotel schon einmal logiert haben soll. Beat sagt uns am Morgen, dass wir auch in Luchon wieder in einem von Lance geweihten Hotel einquartiert werden – soll ich das jetzt als Drohung auffassen oder nicht?
Genug der Vorrede, kommen wir zum Radeln. Das heutige Menü umfasst lediglich 96 Kilometer und drei Pässe. Unsere Gruppe hat Zuwachs bekommen: Urs aus der Schweiz ist von den „Genießern“ direkt zu den „Haien“ aufgestiegen. Über ihn und seinen Kumpel Werner, der zunächst noch in der Genießergruppe bei seiner Frau bleibt, haben wir ganz abenteuerliche Dinge gehört wie: „Die sind den Port de Lers auf dem großen Blatt hochgefahren!“ Hmm, den ganzen Anstieg? Das schaffen wohl noch nicht einmal Jan Ullrich und Sergey Gontschar. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.
Von St. Girons geht es erstmal ganz leicht steigend gen Westen in Richtung Col de Portet d’Aspet. In St. Lary (der Schreiber fährt vorn rechts in schwarz), 5 Kilometer vor dem Pass, geht der Anstieg richtig los. Urs und Manfred ziehen sofort los wie von einer Hornisse gestochen, da kann und will ich nicht folgen. Bald haben sie 200 Meter Vorsprung. Wie immer versuche ich, locker und ohne mich zu verausgaben den Berg hinaufzufahren. Hinter Portet d’Aspet, etwa 2,5 Kilometer vor dem Gipfel, wird es richtig steil (teilweise 12-13%, schätze ich) und windig. Mein Tempo fällt auf 10-11 km/h. Plötzlich kommen Urs und Manfred wieder in Sichtweite – warten die? Als ich fast dran bin, fährt Urs davon. Ich fahre zu Manfred auf, der im kleinsten Gang herumrührt und gar nicht gut aussieht. Er hat sich doch ziemlich übernommen. Ich fahre weiter und hole etwa 500 Meter vor dem Pass Urs ein. Der fährt mit `ner Riesenmühle, etwa 39:19 oder 39:21, den Berg hoch und fragt gleich: „Na, wollen wir sprinten?“ Nein danke, Virenque – ich verneine höflich. „Ah, ein ganz Abgeklärter!“ Zusammen kommen wir oben an.
In der Abfahrt halten wir kurz am Denkmal von Fabio Casartelli und dann noch ein kleines Stück weiter unten an der Stelle, wo der tödliche Sturz passierte. Einigermaßen befangen fahre ich dann weiter; es geht sofort an den nächsten Anstieg, den Col de Mente, 11 km lang. Nach etwa 5 km bin ich wieder zusammen mit Urs an der Spitze. Der Kerl fährt wirklich abartige Übersetzungen (vielleicht doch auf der Scheibe über den Port de Lers? ;-) ) und daher auch fast immer im Wiegetritt. Wir fahren die ganze Zeit nebeneinander. Der Anstieg ist wunderschön, sehr gleichmäßig und mit flachen Serpentinen zum Luftholen. Ich fühle mich ausgezeichnet und mustere zufrieden Urs, der ganz schön leidend aussieht mit seiner dicken Mühle ;-) .
Die Abfahrt vom Mente ist phantastisch – wenn Beat nicht wäre ;-) . Unten in St. Beat (angeblich Geburtsort unseres Guides ;-) ) gibt’s die Mittagspause. Durch den kleinen Ort verläuft eine der Hauptverbindungen von Frankreich nach Spanien, so dass die Verkehrsbelastung enorm ist und wir froh sind, als es endlich weitergeht. Auf den 20 Kilometern von St. Beat nach Bossost (Spa) macht Beat ordentlich Druck, um dem herannahenden Gewitter zu entfliehen – mit Erfolg. In Bossost beginnt der letzte Anstieg des Tages zum Col du Portillon. Eigentlich wollte ich recht locker hochfahren, doch bald habe ich wieder Manfred und vor allem Urs an meiner Seite – der Kampf kann beginnen ;-) . Wir fahren zu dritt nebeneinander hinauf, sehr zum Missfallen einiger Autofahrer. Die Sonne knallt voll in den Anstieg rein, weit und breit gibt es keinen Schatten – ich mit meinem weitgehend schwarzen Dreiländergiro-Trikot fühle mich da ganz besonders wohl... Ab etwa der Hälfte des Berges beginnt es wehzutun, ca. 2 km vor Schluss an einer sehr steilen Rampe muss ich beißen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Auf dem folgenden Flachstück fallen komischerweise meine beiden Begleiter einige Meter zurück, ich nehme etwas Tempo raus. Noch etwa 1,5 Kilometer, endlich gibt es ein wenig Schatten. Sofort fühle ich mich wieder besser, im Gegensatz zu Urs, der einen Kilometer vor dem Pass plötzlich abreißen lässt. Geschafft! ;-) Wenige Meter vor Manfred fahre ich das letzte Stück zum Portillon hoch und sichere mir die 30 Bergpunkte ;-) . Der Berg war noch einmal ein ganz schön hartes Stück Arbeit, gerade wegen der großen Hitze.
Vom Portillon geht es die letzten 10 km nur noch bergab. Von der Abfahrt aus sehen wir den Superbagneres, den Beat als Bonus-Anstieg für alle Willigen ausgeschrieben hat, thronen, darüber dunkle Gewitterwolken. Etwa 50 Meter (!) vor unserem Hotel bekomme ich die ersten Regentropfen ab. Rad schnell abstellen, rein in die Bude – und schon gießt es wie aus Kübeln. Glück gehabt! Das Thema Superbagneres hat sich damit auch erledigt, vielleicht ganz vernünftig angesichts des folgenden Tages mit 3600 Höhenmetern...
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 06.09.2004 18:12.
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08.09.2004 18:19
Checker
Bart

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Osten Fan von: Bands mit schönem Namen ;)
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RE: Pyrenäen-Rundfahrt 2004
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Eher ein "Jour sans Sicht" 
, hier die nebelige 5. Etappe:
5. Etappe: Bagneres de Luchon – Gavarnie
Beat hatte am Vorabend beim Essen gesagt: „Das heute war die Vorspeise, morgen folgt das Hauptgericht.“ Na endlich, es wird auch Zeit, dass mal ein paar richtige Berge kommen 
. Das heutige Teilstück liest sich fast wie eine Pyrenäen-Königsetappe der Tour de France: Peyresourde, Aspin, Tourmalet und Schlussanstieg nach Gavarnie sind zu meistern. Leider hat sich Manfred eine Bronchitis eingefangen und muss im Begleitbus Platz nehmen, und das gerade heute! Ein Riesenpech, er tut mir unheimlich leid.
Etwas später als sonst geht es am Morgen in Luchon los (das Hotel war entgegen aller Befürchtungen tadellos). Der Himmel ist wolkenverhangen und die Berge liegen im Nebel, es hat fast die ganze Nacht geregnet. Angeblich soll es am Tourmalet besser werden – hoffen wir das Beste.
Nur knapp ein Kilometer Flachstrecke bleibt uns zum Einrollen, dann biegen wir links ab, und nun stehen 15 Kilometer Anstieg zum Col de Peyresourde auf dem Plan. Ich lasse mich zu Beginn ein wenig zurückfallen zu Didi, der es heute sichtlich ruhig angehen lässt. Wir reden kurz, dann fahre ich wieder nach vorn. Noch vor St. Aventin hat sich die „Spitzengruppe“ auf 4 Mann reduziert, Beat, Urs, Werner und mich. Urs quatscht ständig irgend etwas von „2 Berge zum Einrollen, am dritten wird Ernst gemacht“ oder „17 Kilometer lange Abrechnung“. Irgendwann nervt mich das Gerede ein wenig, ich lasse mich ein Stück zurückfallen und fahre in der Folge etwa 30 Meter hinter Urs und Werner zunächst mit Beat, später allein den Berg hinauf. Mit zunehmender Höhe wird es immer nebeliger, bald sehe ich die beiden Schweizer vor mir nur noch schemenhaft. Der Anstieg selbst ist im oberen Teil gleichmäßig und nicht zu steil, also problemlos zu fahren. Ich fühle mich sehr gut und spare meine Kräfte für die noch kommenden Hürden. Nur etwas mehr sehen würde ich gern…
Oben am Peyresourde (die Ersten drei am Gipfel, v.l.: Urs, Werner und meine Wenigkeit) kann man kaum die Hand vor Augen sehen, und es ist ziemlich kalt. Für die Abfahrt ziehe ich mir lange Hosen, Überschuhe und zwei Windjacken an.
Durch den Nebel (der sich unten zum Glück etwas auflöst) und über feuchte Strassen tasten wir uns den Peyresourde hinab. Nach etwa 4,5 Kilometern machen wir noch kurz Halt in der „Jan-Ullrich-Kehre“ und zeichnen seine Flugkurve nach 
. Ein Franzose hält mit seinem Auto bei uns an. Kurzer Wortwechsel mit Beat, und er weiß sofort, warum wir dort stehengeblieben sind…
Weiter geht die Abfahrt über Louron bis nach Arreau. Am Fuß des Col d’Aspin halten wir an und entledigen uns unserer Winterbekleidung, denn jetzt geht es wieder 12 Kilometer bergan. Urs und Werner geben gleich auf den ersten Kilometern Gas. „Jawohl, verausgabt euch ruhig ordentlich…;-)“ denke ich mir und fahre noch ein Stück zusammen mit Kurt und Steffen, ehe die beiden zurückbleiben. Die ganze Gruppe ist vollkommen versprengt, vorn fahren die beiden Schweizer 2 Minuten voraus, und auch hinter mir kommt lange niemand. Ist das der Respekt vor dem Tourmalet? Sicherlich. Auch der Aspin lässt sich sehr gut fahren, der Berg wird sukzessive immer ein wenig steiler. Etwa 4 Kilometer vor dem Pass ist der steilste Abschnitt erreicht, der aber auch nicht so dramatisch ist.
Auf der Passhöhe selbst ist es noch ungemütlicher als auf dem Peyresourde. Ich ziehe alle Klamotten an, die ich mir in meinen kleinen Rucksack gepackt habe (uns wünsche mir, ich hätte lange Handschuhe mitgenommen…). Auf der Abfahrt gibt es sogar leichten Sprühregen, oder ist das nur die Luftfeuchtigkeit? Auf alle Fälle macht das Bergabfahren heute überhaupt keinen Spaß, mit klammen Fingern bremsen wir uns die Serpentinen hinunter.
Unten in St. Marie de Campan (das ist übrigens der Ort, in dem 1913… 
) angekommen, ziehen uns wieder um, denn jetzt wird uns bestimmt gleich warm ums Herz werden: der Col du Tourmalet wartet, 17 Kilometer mit 7,5% durchschnittlicher Steigung. Urs grinst zu mir rüber, aber wenn er seine „Abrechnung“ will, dann muss er sich ein bisschen beeilen mit dem Umziehen, denn ich fahre jetzt los… 
Zusammen mit Kurt absolviere ich die ersten Kilometer. Hier ist es teilweise noch flach und sogar leicht abschüssig, und wir flaxen: „Jetzt können wir erzählen, wir sind den Tourmalet auf dem großen Blatt hochgefahren!“ In Gripp geht der Anstieg dann eigentlich erst richtig los, ich verabschiede mich von Kurt und fahre allein weiter. Schnell habe ich meinen Rhythmus gefunden, es rollt erstaunlich gut. Die Strasse steigt gleichmäßig mit max. 10%, und ich fühle mich ausgezeichnet – so kann es weitergehen! Unser Begleitbus fährt vorbei, Manfred auf dem Beifahrersitz grüßt aufmunternd. Ab und zu schaue ich mich um – keine Schweizer in Sicht. 
Wieder überlege ich mir: „Hier ungefähr ist Ulle weggeflogen“ oder „Da hat Sastre attackiert“. Macht Spaß, gewisse Streckenabschnitte wiederzuerkennen.
Bald nimmt die Steigung ein wenig zu. Die erste Serpentine kommt, von hier aus sind es noch etwa 3 km bis La Mongie und 7 km bis zum Gipfel. Etwa einen Kilometer später, beim Beginn der Tunneldurchfahrten, wird es richtig bissig. Ich muss einen Gang zurückschalten, das Tempo fällt von 13 auf 11 km/h. So langsam beginne ich zu kämpfen. Dummerweise ist es wieder unheimlich nebelig, man kann teilweise nur 20-30 Meter sehen, und die Strasse ist relativ breit. Dadurch sieht man die Steilheit gar nicht so richtig, und ich wundere mich über mein geringes Tempo und denke: ‚Gleich kommt der Mann mit dem Hammer.’ Der kam zum Glück nicht.
Irgendwann muss ich doch in La Mongie sein! Einer ganz giftigen Rampe, wo mein Tempo unter 10 km/h fällt, folgt ein kurzes flacheres Stück, dann wird es wieder steiler. Plötzlich sehe ich einen sehr sauberen Schriftzug auf der Strasse, dann eine weiße Linie – hier hat Basso gewonnen, und im Nebel hätte ich den Punkt fast verpasst 
. Am liebsten wäre ich kurz umgekehrt, um diese letzten Meter der TdF-Etappe noch einmal richtig zu erleben – aber es galt ja, Urs auf Distanz zu halten 
, von dem ich nicht wusste, wie weit er noch hinter mir lag…
Noch 4 km bis zum Pass. Mittlerweile nehme ich keine Rücksicht mehr auf Puls, Beine etc. und trete voll in die Pedale. Durch dicken Nebel geht es nach oben, vereinzelt kommen einige Radler abfahrend entgegen. Zweite Serpentine des gesamten Anstiegs, noch zwei Kilometer. Noch einer. In der letzten Kehre, etwa 500 Meter vor dem Gipfel, verschalte ich mich noch mal, einen Gang größer statt kleiner (naja, das erste Mal im Leben Campagnolo… 
), und komme fast zum Stehen. Die letzte Gerade, leichte Linkskurve, letzte Rampe – und ich bin oben, wieder 40 Bergpunkte geholt 
! Kurz hinter dem Pass steht unser Kleinbus, und ich muss erst mal heftig anklopfen, um mich bei Pedro (unserem Chauffeur) und Manfred bemerkbar zu machen. Pedro fotographiert mich am Passschild, ich ziehe mich an und laufe ein bisschen rum, auf die anderen wartend. Erst nach 10 Minuten kommen Urs und Werner an, in kleineren oder größeren Abständen nacheinander auch die anderen. Nach einer ziemlich langen Pause (ich habe über `ne Stunde am Tourmalet verbracht, den Großteil zum Glück in der warmen Kneipe) geht es dann in die letzte Abfahrt des Tages, wo wir einem in dieser Gegend durchaus üblichen Phänomen begegnen: Schafe mitten auf der Strasse. Da wir aber sowieso nicht schnell runterfahren, können wir auch rechtzeitig ausweichen 
. ( Impression vom Tourmalet )
Unten in Luz-St-Sauveur sind wir fast wieder aufgetaut 
und können nun den Schlussanstieg nach Gavarnie in Angriff nehmen. Dieser hat bei 18 km Länge lediglich 650 Höhenmeter, ist also ein schönes Dessert… Die Gruppe bleibt zusammen – bis auf die beiden Schweizer Kollegen, die ihre Schmach vom Tourmalet 
tilgen wollen und noch eine Sondernummer einschieben 
. Ich fahre mit den anderen zusammen recht entspannt hinauf. Nach 118 Kilometern erreichen wir das idyllisch gelegene Bergdorf, unser Ziel. Es war ein unglaublich aufregender Tag, und trotz der topographischen Schwierigkeiten bin ich gar nicht allzu erschöpft. Die Form ist sehr gut, und dann macht auch so eine Etappe mit fast 4000 Höhenmetern richtig Spaß. Ich fand’s toll, abgesehen von den Sichtverhältnissen...
edit: gerade sehe ich, das ist ja heute ganz schön viel geworden...
__________________ Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 08.09.2004 18:23.
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