Radsport Teams - Vorbild Fußball? |
24.05.2004 22:40
yeti
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 24.02.2002
Herkunft: Dahoam im Landkreis München Fan von: Franz. Teams, Biathlon
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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Also ich glaub das geht auch anders. Im Fußball sinds ja doch meist die gleichen 14, 15 Spieler, die das Stammpersonal sind. Da hat man nicht einen, der in den Bergen besser ist und der andre ist ein Supersprinter. Der Torhüter ist gesetzt, die Stürmer stehen fest usw..
Die Kicker haben alle paar Tage woanders ein Spiel wo die ganze Mannschaft zusammen hinfährt. In einem Radsportteam sind nie ja doch meist nie die gleichen 6-9 Fahrer an jedem WE in jedem Rennen die selben.
Ich glaube auch das ein wenig Eigenverantwortlichkeit mehr bringt. Wenn man die Fahrer zwingt, immer zusammen zu sein, kanns auch zu Lagerkoller kommen. Und für den Gedanken von Cipo und Scirea bräuchte man auch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, wo Bergziegen und Sprinterstars gleichermaßen zu ihrem Recht kommen.
Mir würde sowas nicht gefallen. Mit Zwang erreicht man nichts.
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25.05.2004 02:20
Petr Pivo unregistriert
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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Original von Cyclist
Mario Scirea und Mario Cipollini spielen mit dem Gedanken nach ihrer aktiven Laufbahn gemeinsam ein Team leiten zu wollen, wobei aber nach dem Vorbild des Fußballs alle Fahrer nicht weit von einander entfernt wohnen sollen und gemeinsam trainieren müssen. |
wenn das bei domina vacanze eingeführt werden würde....
Petr Pivo hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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25.05.2004 07:59
Niki2000
Fortunafan

Dabei seit: 02.01.2002
Herkunft: Düsseldorf Fan von: FORTUNA DÜSSELDORF, Ipswich Town, Christophe Agnolutto, Tadej Valjavec
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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| Zitat: |
Original von Raktajino
wenn ich sehe wie schnelllebig manche teams und wie kurz manche verträge sind, denke ich dass es unzumutbar wäre wenn ein fahrer jedesmal bei einem teamwechsel mitsamt seiner familie umziehen muss. |
Schwaches Argument...gerade die heutige Arbeitsplatzentwicklung benötigt eine größere Flexibilität in vielen Bereichen...und andere Sportler (Fußballer, Basketballer, Eishockeyspieler etc) müssen auch umziehen wenn sie den Verein wechseln, zumindest wenn es weiter weg geht...das Sportgeschäft ist doch kein caritatives Wunschkonzert...
__________________ Wenn ihr Macro hört, euch aber noch so Micro fühlt, dann seid ihr hier genau richtig! (Philipp Braun)
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25.05.2004 08:39
Harzer Radfahrer
Tour-Sieger

Dabei seit: 06.04.2002
Fan von: FCB
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Wenn die beiden ein reines Sprinter-Team aufbauen wollen, könnte man das so machen - andernfalls wäre es unrealistisch und nicht unbedingt leistungsfördernd. Ein Bergspezialist bzw. Klassementfahrer benötigt ein völlig anderes Training und auch anderes Terrain als ein Sprintspezialist und die Saisonhöhepunkte sind auch nicht bei allen Fahrern gleich.
Grundsätzlich fände ich aber die Förderung eines größeren Teamgeistes (wie z.B. bei CSC) ganz gut. Wenn ich lese, dass ein Botero wochenlang in den Anden rumfährt, frage ich mich, ob dass nicht auch zusammen mit Ullrich, Klöden, Kessler... in den Alpen möglich ist!
Den Punkt mit dem Umzug sehe ich auch nicht als das große Problem. Vom "kleinen Mann" wird ja auch eine größere Mobilität und Flexibilität verlangt, dann darf man es von Radprofis sicher erst recht verlangen. Und ein Großteil der Herren hat sicher auch noch keinen schulpflichtigen Nachwuchs...
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25.05.2004 09:03
RolleB unregistriert
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| Zitat: |
Original von Harzer Radfahrer
Wenn die beiden ein reines Sprinter-Team aufbauen wollen, könnte man das so machen - andernfalls wäre es unrealistisch und nicht unbedingt leistungsfördernd. Ein Bergspezialist bzw. Klassementfahrer benötigt ein völlig anderes Training und auch anderes Terrain als ein Sprintspezialist und die Saisonhöhepunkte sind auch nicht bei allen Fahrern gleich.
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Eine Lösung die das Team in zwei vielleicht sogar drei Kategorien trennt wäre doch auch möglich. Wenn man dazu noch die absolut zu lobende Vorgehensweise des CSC-Teams nimmt und Trainingslager für das gesamte Team einbaut um den Zusammenhalt und die Koordination während der Rennen zu fördern, könnte das doch schon wieder realistischer erscheinen.
Über die Flexibilität von Personen die in einem Jahr oftmals mehr Geld verdienen - als der "normale" Arbeitnehmer in einem ganzen Leben - müssen wir wohl nicht reden. Eine Klassifizierung bzw. Einordnung der Fahrer in einzelne Trainingsgruppen für Klassiker und Rundfahrten hat sogar Timo (wie ihr es nennt) schon.
Die Vorgehensweise von Timo in Bezug auf Botero und Ullrich kann ich nicht ganz verstehen. Als Arbeitgeber kann ich sicher auch verlangen wann, wie und wo trainiert wird. Warum also auch noch das Hickhack um Rudy. Den hätten sie entweder eingliedern oder rausschmeißen sollen. (Sowohl Ulle als auch Timo) Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.
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25.05.2004 10:08
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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Mario Scirea hat die Pläne der beiden bisher nur angedeutet, um über die genaue Ausgestaltung zu sprechen, ist es vermutlich auch noch viel zu früh.
In vielen Teams obliegt die Trainingsausgestaltung meines Wissens den Fahrern, sicher es gibt Trainingsgruppen, aber häufig mit Fahrern anderer (fremder) Teams, die in der Nähe wohnen. Das hat mit einer Trainingsgruppe vom Prototyp eines Fußballteams wenig gemein. Auch liegt es in der Hand der Fahrer, ob sie mit einem Trainer zusammenarbeiten oder nicht. Bei einem Radsportteam nach Vorstellung der beiden Marios könnte es beispielsweise auch fest angestellte Trainer für die einzelnen Bereiche geben. Außerdem gibt es Trainingsgebiete - wie z.B. die Toskana - die für alle Ansprüche das passende Gelände bieten; natürlich wird das Training an der Saisonplanung ausgerichtet werden müssen, aber ich kann mir durch die geografische Nähe der Fahrer zueinander einen Vorteil vorstellen.
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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25.05.2004 13:49
Raktajino
ex-fan

Dabei seit: 06.01.2002
Herkunft: leipzig Fan von: müßiggang
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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| Zitat: |
Original von Niki2000
gerade die heutige Arbeitsplatzentwicklung benötigt eine größere Flexibilität in vielen Bereichen |
das mag sein... aber ich heiße das nich gut.
was soll denn ein bspw. deutscher profi mit seinem schulpflichtigen kind machen wenn er zu nem bspw. dänischen team wechselt? dem kind in nem crashkurs soviel dänisch beibringen dass es da zur schule gehen kann? das mag im grundschulalter gehen...is aber in höheren klassen sicherlich nich wirklich machbar.
harzer.. der voigt -der mir hier als erster einfiel- hat ein schulpflichtiges kind.
und es wäre äußerst schade wenn profis die kinderplanung auf "später" verschieben müssen weil sie sonst nich wüssten wie sie ihre kinder geregelt großziehen sollen...
und überhaupt niki - sei doch nich gleich so aggressiv 
ich denke nich dass mein argument schwach war. es is doch das einzige contra-argument das es da überhaupt gibt...
__________________ wann hört es endlich auf zu dauern?
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25.05.2004 14:14
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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@Rakta: es ist seine freie Entscheidung, zu welchem Team er wechselt. Was macht ein ausländischer Fußballer mit schulpflichtigen Kindern? Das Private müssen Berufssportler oft hintenan stellen, dafür aber haben sie einen Beruf, den nur ganz wenige auf diesem hohen Niveau ausüben können. Da gelten oftmals härtere Gesetze. Der Teamleitung ist es egal, ob die Kinder dänisch, italienisch oder spanisch lernen müssen, sie will dass das Team Erfolg hat. Das ist das Kriterium. Und wenn eine geografische Konzentrierung grössere Erfolge ermöglicht bzw. die Teamleitung davon ausgeht, dann wird sie dies von den Fahrern verlangen. Viele Fahrer ziehen ja auch schon jetzt freiwillig in die Länder ihrer Teams; Bo Hamburger lebt als Däne in der Toskana, DVEs Russen in der Nähe von Rom um nur ein paar Beispiele zu nennen. Warum sollte eine noch stärkere geografische Konzentrierung und die daraus entstehenden teaminternen Trainingsgruppen nicht mehr Erfolg versprechen als Trainingsgemeinschaften mit Fahrern fremder Teams?
__________________ Cosa ti piacerebbe fare dopo l’agonismo?
Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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25.05.2004 14:22
Raktajino
ex-fan

Dabei seit: 06.01.2002
Herkunft: leipzig Fan von: müßiggang
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| RE: Radsport Teams - Vorbild Fußball?
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| Zitat: |
Original von Cyclist
Das Private müssen Berufssportler oft hintenan stellen, dafür aber haben sie einen Beruf, den nur ganz wenige auf diesem hohen Niveau ausüben können. Da gelten oftmals härtere Gesetze. |
ja... aber das heißt ja nich dass man es noch härter machen muss als es sowieso schon is. und ich weiß auch dass die teamleitung erfolg will. doch darum gehts in so einer diskussion doch nich... ich vertrete meinen standpunkt und nich den der teamchefs.
__________________ wann hört es endlich auf zu dauern?
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25.05.2004 17:08
theBikeMike
Adjutant
Dabei seit: 24.07.2002
Herkunft: Wien Fan von: Lance Armstrong, Roland Green, Jan Ullrich
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Sinnlos, da komplett unterschiedliche Voraussetzungen.
Beim Fußball spielen die 11 und mehr Mann immer zusammen, dies ist beim Radsport (der letztendlich immer ein Einzelsport bleibt) nicht der Fall. Und die Vorbereitung müssen die werten Profis wohl selbst hinbringen, das Stichwort "Eigenverantwortlichkeit" wurde in diesem Zusammenhang gebracht.
Jeder bereitet sich am liebsten in bekannter Umgebung vor und weiß, was er machen muss, um mit anprechender Form in die Saison zu starten. Daher finde ich individuelles (Einzel)Training viel besser als eine Organisationsform wie bei FB-Teams.
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25.05.2004 17:55
Cyclist
Italienfan

Dabei seit: 03.01.2002
Herkunft: Radsportfotoarchiv Fan von: Bella Italia!
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Ist Taktik dann sinnlos? Ich denke Abstimmungsprozesse kann man viel besser im gemeinsamen Training als durch Teambesprechungen realisieren. Oder soll diese Aufgabe die Familie übernehmen? 
In Form kommen kann jeder Fahrer für sich, aber um blind die Abläufe der Kollegen zu kennen ohne viele Worte wechseln zu müssen, das kann meiner Meinung nach nur durch gemeinsames Training erzielt werden und vielfach wird die Bedeutung einer Harmonie innerhalb einer Mannschaft unterschätzt; die kann v.a. durch gemeinsame Aktivitäten / Training gefördert werden.
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Cipollini: «Ritirarmi in Sudafrica, aprire una vineria, una scuola di ciclismo, e stare lì, in mezzo alla natura».
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