Der gläserne Athlet? |
25.11.2007 19:12
Windkante
108

Dabei seit: 14.01.2002
OFFLINE
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Original von Renner_1
wenn ich öffentlich sage ich bin sauber, ist das zum gähnen.
glaubwürdiger wirst du nur wenn du gewisse sachen sagen würdest die andere dann nicht bringen. eigentlich müsste man mit dem finger auf andere zeigen, und namen nennen. nennst du den namen von wem, der eh schon am boden liegt (jaksche zB im moment) sagen sie du bist ein "tritbrettfahrer", nennst du jemand bisher nicht auffälligen hast du eine anzeige wegen rufschädigung, und der prozess ist verloren.. |
das haben ja schon einige gemacht, ich persönlich finde z.B. einen Lang oder Fothen deshalb nicht glaubwürdiger. Insbesondere wenn Lang dann noch behauptet, daß er bisher von Doping nichts mitbekommen hat.Sehr glaubwürdig! Bei der Armstrong- Mobbingaktion gegen Simeoni war er z.B. im Peloton.
Ich verstehe vor allem nicht, wieso ein sauberer Fahrer ausgerechnet auf die Fahrer schimpft, die wenigstens auspacken. Klar, die haben auch betrogen, aber das Einzige, was man damit bewirkt, ist doch daß man die Omerta stärkt und kein Mensch mehr auspackt. Wieso schimpft man nicht auf so Leute wie Landis?
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Original von Renner_1
. es gibt fahrer da würde eine ganze bevölkerung die hand ins feuer legen ("der dopt niemals"). der udo böltz war so jemand (er ist aber menschlich für mich noch immer ein großer). auch heute gibt es einige von denen. und irgendwann wacht man auf. |
..diese Einstellung habe ich noch nie verstanden, die haben Menschen, die den Sport nicht verfolgen oder sehr naiv sind. Grundsätzlich muß ich doch bei jedem Radpofi/Sportler davon ausgehen, daß er wahrscheinlich was nimmt. Es gibt Fahrer, bei denen es deutliche Anzeichen gibt, daß sie was nehmen, bei anderen gibt es sie nicht, aber wirklich überraschen kann einen doch kein Name.
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Original von Renner_1
sowas wie die teamvereinigung aus frankreich und deutschland bringt nicht viel, nächsten sommer sind da bestimmt 15 team oder 20 drin.... |
bringt die denn was, wenn sie kleiner ist? Von Holczer habe ich bisher nur Antidopinggeschwätz gehört, gemacht hat der doch bisher noch nichts.Das Gerolsteinerteam ist ja ganz sauber Weltspitze ( so wie damals Telekom 
). Die Werte von Schumacher sind z.B. immer noch nicht offengelegt worden. Und bei T-Mobile wollte man letztes Jahr noch Valv Piti verpflichten und hat die Fahrer noch nicht einmal darüber informiert, welche Substanzen auf der Dopingliste stehen...
__________________ "Ich habe mit dem Bordcomputer gesprochen" "Und?" "Er haßt mich"
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25.11.2007 23:28
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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Original von DjHans
Tu ich doch
Die Provider haben einige Monate Zeit das umzusetzen (sind ja riesige Datenmengen, die plötzlich anfallen, habe irgendwie 6 Monate im Hinterkopf, die genaue Zahl fällt mir aber grad nicht ein), das geschieht nicht von heute auf morgen am 1. Januar. Klar die Gerichte brauchen länger, aber allzu lange wird dann tatsächlich noch nicht gespeichert sein. Aber es hieß hier ja man soll nicht über Politik reden, also greif ich hier die Vorhaben im Sport an, wenn ich gegen diese wetter, dann wetter ich selbstverständlich auch gegen andere.
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du zitierst hier einen wikipediaartikel zur meinungsfreiheit, nicht zur informationellen selbstbestimmung, von der ich gesprochen habe.
keine ahnung, was die meinungsfreiheit hier soll; jeder doper kann doch die meinung haben, dass er dopen will. er darf es nur nicht. Augen rollen
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Ich zitiere den Artikel aufgrund folgender Aussage:
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wieso ist datenfreiheit höher einzuschätzen als andere rechte? sollten oder müssen gar gar keine daten erhoben werden?
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Die Meinungsfreiheit wird von der beschlossenen Totalprotokollierung schwer gefährdet. Unter anderem deshalb ist Datenschutz sehr, sehr wichtig.
Nehmen wir das Beispiel Renner_1. Plötzlich war er hier der Messias, dem bis auf ein paar "Trollen" (Aussage der Mehrheit des Forums) jedes Wort vom Mund abnahmen, der aber unbedingt anonym bleiben wollte. Das wurde von den meisten akzeptiert und überhaupt nicht angegriffen, anonym ist er mit der Speicherung der Daten dann aber nicht mehr, da die Gefahr besteht, dass man die IP Adresse seinem Internetanschluss zuordnen kann, weil Missbrauch stattfindet. Vorbei wars mit der Anonymität. Und er wird sofern er wirklich existiert und kein Troll ist/war, sich ganz sicher nicht mehr zu Wort melden. Es sei denn er war so schlau und nutzt Netzwerke wie Tor. |
lass doch deine nebelkerzen , und komm doch mal zur sache.
dass datenschutz sehr wichtig ist, habe ich nie bestritten. der fixe zusammenhang von datenerhebung und meinungsfreiheit grenzt allerdings an eine fixe idee; die meinungsfreiheit im radsport wird um größenordnungen mehr durch die immer noch herrschende omerta eingeschränkt. siehe dein beispiel renner_1: die einschränkung seiner anonymen meinungsfreiheit durch ev. datenspeicherung (mal abgesehen von der abstrusen konstruktion, die man auch als stumpfe drohung der dopingleugner verstehen könnte) ist doch lächerlich im vergleich zu der einschränkung seiner freien meinungsäußerung durch das herrschende system.
oder nicht, ihr obermeinungsfreiheitbewahrer?
davon abgesehen, bleibst du weiterhin jegliche grundrechtgewichtung, geschweige denn begründung, schuldig. schwach.
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26.11.2007 03:23
Calahan
Zwischensprintanzieher
Dabei seit: 16.11.2007
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Original von Renner_1
hallo, wollte nochmal auf deinen beitrag eingehen:
ich denke es wird eher zweiteres eintreffen: die wut wird verpuffen, weiterhin.
es ist bereits geschrieben worden: es gibt heuzutage einen "markt" für sauberkeit. vor einigen jahren noch war radsport toll und ulle und telekom und saubere magentas und böse lance-amis. heute haben wir zwei saisons hinter uns wo der radsport aus einem guten, einigermaßen angesehenen stand nach ganz unten geboxt worden ist. die leistungen werden überhaupt nicht mehr wahrgenommen (bei den meisten fahrern zu recht) und alles redet nur über betrug. das haben schon letztes jahr einige ganz schlaue, listig und eiskalte typen erkannt (ich hoffe ihr ahnt wen ihr meint weil ich echt angst habe da ganz konkret zu werden -ich meine nicht stapelton, das ist kein böser kerl!) und lassen jetzt den megasauberen raushängen. und die wirklich sauberen fragen sich ob sie bescheuert sind wenn man ohne was zu nehmen so abgehen kann. wir die wir wirklich nix nehmen dürfen uns jetzt fragen lassen warum wir sowas nicht können!
wer heute im radsport noch gute schlagzeilen machen will muss immer ein nochmal besseres antidopingsystem haben. aber was soll das? das kommt davon weil man nicht spricht miteinander! wieso haben teams ein antidopingsystem für zigtausende euro? wenn ich meinen jungs traue dann brauche ich doch keine wissenschaftler auf die zu hetzen. man kennt doch die mentalitäten. ich habe teamchefs gekannt und sportliche leiter die waren wie väter zu ihren fahrern. da hat man am tisch gesessen und auch mal über privates geredet und nach dem rennen auch mal ein bier getrunken oder im winter sich auch so mal getroffen. das waren chefs/leiter die wollten nichts von präparieren wissen und hätten sich die hand für ihre fahrer abhacken lassen wenn da einer was genommen hat. das war teilweise menschlichkeit und wärme -und das ist kein psychogequatsche, der radsport lebt von leidenschaft!
wenn ich einen fahrer einstelle und dem nicht traue und den zehnmal im jahr testen muss um zu vermuten das er sauber ist, was für eine welt ist das. wieso kennt boyer seinen moreni nicht- gutes aktuelles beispiel. ein fahrer "zerstört" ein team (und man hätte es verhindern können)
ich bin etwas abgekommen vom thema.. sportliche erfolge zählen nicht mehr, man muss gegen doping sein. weil aber die fans nicht an der armlänge und der nasenspitze beurteilen können wer ehrlich ist und wer nicht, gibt es gewisse experten die es gar nicht lassen können zehnmal am tag davon zu reden wie sauber sie sind (und sie schämen sich nicht) (bitte nicht schreiben wen ihr vermutet wen ich meine, wir sprechen wohl von den gleichen). aber lügen haben die meisten gelernt in diesem sport.
wenn ich öffentlich sage ich bin sauber, ist das zum gähnen.
glaubwürdiger wirst du nur wenn du gewisse sachen sagen würdest die andere dann nicht bringen. eigentlich müsste man mit dem finger auf andere zeigen, und namen nennen. nennst du den namen von wem, der eh schon am boden liegt (jaksche zB im moment) sagen sie du bist ein "tritbrettfahrer", nennst du jemand bisher nicht auffälligen hast du eine anzeige wegen rufschädigung, und der prozess ist verloren.
auch anhand der ergebisse kann man kaum beurteilen wer was nimmt und wer nicht. es gibt leute die siegen sauber, andere gewinne fast nichts und beenden eine großre rundfahrt fast auf dem zahnfleisch und nehmen trotzdem was.
ich würde es sogar so sagen: es ist für den fan eigentlich fast unmöglich herauszufinden wer was nimmt und wer nicht. es gibt fahrer da würde eine ganze bevölkerung die hand ins feuer legen ("der dopt niemals"). der udo böltz war so jemand (er ist aber menschlich für mich noch immer ein großer). auch heute gibt es einige von denen. und irgendwann wacht man auf.
jaksche wird hat ausgepackt und wird vielleicht weiterfahren. er kennt dann beides: das leben als sauberer und als doper. ich kenne nur das eine. der kontakt zu den fans ist ein besonderer: man spürt immer noch die begeisterung, aber es gibt eben den generalverdacht. man merkt wie viele kritischer werden. das freut mich auf der einen seite (weil jetzt auch die betrüger nicht mehr ganz so gefeiert sind), trifft mich persönlich aber schon böse weil ich ja immer ohne gefahren bin und nichts ändern musste. ich bin froh darum das es überhaupt radfans gibt: ohne die fans gäbe es den sport nicht.
nicht verstehen kann ich fans die heute schon denken es nehmen alle ohne ausnahme was und deshalb feuert man die besten an weil die dann am meisten talent haben müssen. meine ansicht: ein sport nur aus dopern ist kein sport und hätte überhaupt keine beachtung verdient. wen der sport so wäre dann wäre es besser der radsport wäre völlig tot. doping ist kein kinderkram, doping ist kriminell und schädigt die die darunter leiden körperlich und moralisch und finanziell.
cleanrace finde ich gut, achim schmitt ist ja recht bekannt und einer der wenigen wissenschaftler auf dem gebiet radsport, der kompetent, selbst erfahren und für sauberen sport steht. leider haben sich auch in die cleanrace-liste fahrer verirrt wo man zumindest fragen haben könnte.
beckes aussagen waren klasse, er hat es genau auf den punkt getroffen. ich kann es nicht genau sagen, aber ich schätze zumindest in deutschland wird er nicht offen beschimpft worden sein, weil das klima da inzwischen eher so ist das leute die verschiedener meinung sind sich dann eben überhaupt nicht mehr ansehen.
zu der frage ob ich jemanden kennen würde für ein interview: ich hatte es mir schon überlegt, allerdings ist es so das ein interview schon wieder viel mehr aufregung macht wie wenn einer zB hier schreibt. man will ja das es gelesen wird und dann muss man darauf aufmerksam machen. ich wäre eher noch zurückhaltenter als hier.
alle mit denen ich darüber gesprochen habe hier zu schreiben waren skeptisch. ich denke das hat man in sich drin. auch ich lese jeden text nochmal durch und korrigiere auch was wenns nicht ideal war.
das ist umso wichtiger weil ich kürzlich gesehen habe das hier auch profis und u23-fahrer schreiben oder geschrieben haben. es war wirklich meine versicherung nie namen genannt zu haben |
Das ist das Ergebnis des Anti-Doping-Kampfes, wie er seit Straßburg propagiert wird. Eine Gesundung des Radsports lässt sich auf diese Weise nicht erreichen. Wir landen höchstens immer tiefer in Absurdistan.
Leider sind die meisten Leute immer mit den hässlichen Details beschäftigt. Aber wer schaut denn noch auf das große Ganze und darauf, wie eins das andere ergibt?
Einige sind immer nur empört, wenn man versucht, das Ziel der Reise anschaulich zu machen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Calahan: 26.11.2007 03:26.
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