Über das Wetter wurde ja schon ausgiebig berichtet, also will ich mich mal überwiegend auf die Schönheiten der Strecke beschränken. Los ging’s runter durch den lichten Nadelwald bei in dem Fall noch sehr angenehmen 25Grad. Cerebellum zeigte sich von Anfang an als eifriger Tempobolzer in den ebenen Abschnitten was die Mitfahrer sicher gern in Anspruch nahmen. Zuerst ging’s durch den nördlichen Pfälzer Wald wo nach dem beschaulichen Iggelheim mit der Brandbuche der zweitgrößte Anstieg des Tages wartete. Bis dahin gabs erstmal keine großen Attacken selbst Niggel machte keine richaard-ähnlichen Vorstöße, wobei ich das Gefühl hatte, dass sich die üblichen Verdächtigen schon Körner für den showdown am Ende sparten
Erster Höhepunkt war sicher die Ortsdurchfahrt in Heltersberg (Udo ließ sich aber nicht blicken

)
Nach Nach 50km war der erste Tankstop notwendig, der auch Ausgiebig genutzt wurde, frisch gestärkt und guten Mutes gings dann über allerlei verschwiegene Radwege und Nebenstrassen Richtung B10 an der entlang wir uns wieder Richtung Annweiler vorbeiteten, mittlerweile bei doch schon deutlich spürbaren 30Grad und drückender Schwüle

Ein Tankstop wäre wahrscheinlich eine gute Idee gewesen aber es sollte ja auch nicht mehr so weit sein. Am letzten Berg zog Kalmit dann schon mal ordentlich am Horn und Puls über 180 gab schon mal einen kleinen Vorgeschmack für die Kalmit

, Fraenki und Cerebellum mußten an der Stelle schon fast der Drückenden Schwüle im Pfälzer Dschungel Tribut zollen, zumal die allgemeinen Getränkevorräte schon ziemlich erschöpft waren….
Wenigstens brachte etwas später ein Dorfbrunnen Gelegenheit sich noch mal zu erfrischen. Helm untertauchen, Handschuhe, Wasser auf den Kopf und das Trikot, da konnte einen die kleine Umleitung kurz vor Maikammer auch nur noch kurz aus dem Konzept bringen
Was sich da oberhalb der Kalmit zusammenbraute, war allerdings bestens geeignet die Kulisse für das große Finale abzuliefern. In Maikammer
ging’s ohne viel Federlesen hinein in die Steigung und das 200meter Schild läutete die Bergankunft ein….Niggel vorneweg machte den Rubiera und ging auch konsequenterweise nach ca. 500m fliegen, wobei ich mich erstmal an Kalmits Hinterrad festbiß. Mein Puls pendelte sich bei 183 ein, und ich verspürte bis auf Weiteres wenig Lust, mal einen Angriff zu reiten
Unerbittlich zog Kalmit vorne mit seinen 58kg Kampfgewicht nach oben, so das ich mich darauf beschränkte einen guten Tritt zu finden und noch ein paar Körner für den sich abzeichnenden Sprint zu sichern. Da ich allerdings doch nicht nur permanent hintendrauf liegen wollte, und vor allem weil Kalmit nach einer Aufrechtphase kurz langsamer wurde

, hab ich dann noch einen Angriff versucht, aber der Bursche war nicht abzuschütteln
So gedachte ich dann den Valverde zu machen und doch einen Schlußsprint zu versuchen

Die letzten paar hundert Meter scheinen ja nie enden zu wollen und wenn man dann noch mal Vollgas geben soll tut das höllisch weh. Kalmit versuchte natürlich noch einen Antritt, den ich aber zum Glück kontern konnte ….
Laut meiner Aufzeichnung waren es dann 20:08 min (200hm-Parkplatz)
Irgendwann sind die 20min ja wohl fällig…..
Daten zum Schlußanstieg 5,6km, 403hm, Kalmit hat etwa 280watt getreten und meinereiner mußte seine 70kg mit etwa 327watt hochwuchten…
Nach und nach kamen auch Niggel, Frankie und Cerebellum an gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen. So blieb nur kurz Zeit zum kollektiven Jammern, bis die ersten Blitze zur Heimfahrt mahnten…..
Fazit: schöne Tour. Jetzt geht’s erstmal in Urlaub und dann mach ich mir mal ein paar Gedanken über eine Kandel-Tour..…
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