Stefan Kupfernagel Dritter bei Dwars door Gendringen, Jonas Owczarek hervorragender Zehnter
Der Rheda-Wiedenbrücker GS-III-Rennstall Team Lamonta hat beim niederländischen Halbklassiker Dwars door Gendringen (1.3) groß aufgetrumpft: Nach 200 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 46 Stundenkilometern wurde Stefan Kupfernagel (Foto) Dritter, sein Teamkollege Jonas Owczarek erreichte den hervorragenden 10. Platz. Es gewann Stefan van Djik (Lotto Domo) vor Fulkco van Gulik (Bert Story/Piels).
Die ehemalige "Ronde van Gendringen" ist eine der traditionsreichsten Radrennveranstaltungen in den Niederlanden und wird seit dem Jahr 1937 auf der legendären Rennstrecke "aan de Hoge Rokken" gestartet. Inzwischen gehört das UCI-Rennen zu den TOP-Fünf-Veranstaltungen der Niederlande.
"Das war eine super Teamleistung", freute sich Stefan Kupfernagel nach dem Rennen: "Wir hatten uns abgesprochen, dass wir erst im Finale entscheiden, für wen gefahren wird." So blieb es Lamonta-Profi Christoph von Kleinsorgen vorbehalten, den ersten Akzent zu setzten: Im Alleingang setzte er sich aus dem mit neun GS-I-Formationen besetzten Feld ab und fuhr auf dem topfebenen Terrain einen Vorsprung von maximal 40 Sekunden heraus. "Da musste sich eine komplette Mannschaft einreihen, um Christoph wieder zu holen", staunten Jonas Owczarek. Er war in einer zehn Fahrer starken Ausreißergruppe dabei, die bis eine Runde vor Schluss aussichtsreich im Rennen lag und zwischenzeitlich bis zu zwei Minuten Vorsprung hatte.
Schließlich kam es auf der breiten Zielgerade zu einem echten Massensprint - geradezu ideal für die schnellen Männer des Teams Lamonta: Pech hatte Christoph von Kleinsorgen, der wegen eines unmittelbar vor ihm stürzenden Fahrers eine Vollbremsung einleiten musste und nicht mehr in die Entscheidung eingreifen konnte.
500 Meter vor dem Ziel lag Stefan Kupfernagel auf Position 5, als plötzlich auf der linken Seite Jonas Owczarek alleine im Wind von hinten kam und sich die Seele aus dem Leib schrie, um seinen Teamleader ans Hinterrad zu nehmen. Bis 150 Meter vor dem Ziel konnte Owczarek den Sprint vorbereiten, dann punchten die mega-schnellen Männner um den Sieg. "Auf den letzten 30 Metern sind zwei Mann noch vorbei gekommen", schildert Stefan Kupfernagel, der sich über seinen 3. Platz sehr freute: "In einem so top-besetzten Feld aufs Podium zu sprinten, ist etwas Besonderes."
www.team-lamonta.de