Angekündigt waren ja gelegentliche Schauer. So gesehen war es gar nicht so schlimm. Es gab nur einen Schauer der dauerte aber von 9:00 bis etwa 12:15......Die Aussicht auf ein eher nasses Erlebnis im Schwarzwald hatte nicht eben zu neuen Teilnehmerrekorden geführt. Um sieben waren Gerüchten nach 50 harte Kerle auf die Feldbergrunde aufgebrochen, um 9:00 waren es etwa 150 Fahrer samt meiner Freundin und mir. Pünktlich zum Start hatte es angefangen unerbittlich zu Tröpfeln bis es bald Bindfäden goss. Egal, man ist ja nicht zum Spass hier und meine bessere Hälfte legte auch eine durchaus erstaunliche Motivation an den Tag (sie hasst sonst Fahren im Regen), nach der ersten längeren Abfahrt war aber fast alles eingefrohren, eine Gruppe bildete sich auch nicht wirklich, bzw. war uns zu schnell, so das wir den Kandel schliesslich geradezu herbeisehnten nur damit es irgendwie wieder wärmer werden würde. Der kam dann auch

. Irgendwie hatte der Aufstieg in den Wolken und bei stetigem Nieseln dann schon fast etwas Meditatives

. Die Sicht betrug vielleicht noch 30 Meter und von hinten überholte uns schon der Besen-Bus , den wir dann aber heroisch verschmähten als er mit geöffneten Türen am Strassenrand stand. Einen Tiefpunkt erlitt die Motivation dann, als wir durch die eher kärgliche Verpflegung (kein warmes Getränk, Hefezopf und Bananen, immerhin Cola, kein Vergleich zum SURM

) kaum aufgebaut, die Abfahrt vom Kandel in einem nun wieder heftigen Schauer antreten mussten....Die Unterkühlung drohte und irgendwie konnte nur noch ein Wunder helfen
Das Wunder kam....Ab St. Peter hörte der Regen auf die Sonne kam streckenweise heraus und plötzlich ging es wieder. Dazu zeigte sich, dass die Strecke wirklich wunderschön ausgesucht war. Nachdem mit der Spirzenstrasse der zweite grosse Anstieg geschafft war, ging es auf kleinen wenig befahrenen Strassen, darunter so Kleinode wie das Langenordnach- Schollachtal, oder der Austieg nach Neukirch. Wirklich schön.
So waren die letzten 90 Kilometer wirklich was zum geniessen. Meine Freundin mobilisierte auch die letzten Kräfte und nachdem die letzten 5 km angetreten waren konnte auch der wieder einsetzende Regen nicht mehr schrecken

. Wir kamen knapp nach dem Limit an (18:00) konnten uns aber noch bemerkbar machen und sind nun hoffentlich auch offiziell Finischer.
Unser Teilnehmer-Präsent, ein ziemlich schicker Vaude-Trinkrucksack, hatten wir ja schon und bei einer Nudelsatt-Party (übrigens Vis-a-Vis mit Karsten Migels und Christian Henn am Nebentisch), die Ihren Namen tatsächlich verdient hatte (Nachschlag bis zum Abwinken), konnte man bald schon wieder auf die geschafften 180 Km und 3400 HM zurückblicken.
Fazit: Wunderschöne Strecke, mit Varianten für Jeden. Hochwertiges Teilnehmer-Präsent, und eine Nudel-Party, die das hohe Startgeld noch rechtfertigten . Verpflegung eher dürftig wenn auch zweckmässig. Fehlt eigentlich nur noch gutes Wetter und noch mehr Teilnehmer die für etwas RTF-Feeling sorgen (wir sind fast alles allein gefahren).
ps: Von den Feldberg-Rundlern sind übrigens höchstens 20 im Limit angekommen
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Donishäusle: 22.08.2004 16:18.