Die Spatzen haben es von den Dächern gepfiffen, aber erst gestern hat er es offiziell verkündet:
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| 25 Jahre Radsport, 15 Jahre Profi, über 600000 km, Ca.1500 Wettkämpfe, mehr als 30 Profisiege, 13 Grand Tours, fast alle Klassiker und unzählige Landesrundfahrten ? Es wird Zeit !!! Ich denk mit knapp 38 darf man sich auch als Rennfahrer mal zur Ruhe setzen und den Platz für andere frei machen. Es gab sicherlich die Möglichkeit noch ein bis zwei Jahre weiter zu machen, aber die Zeit ist reif aufzuhören. Ich bedanke mich bei allen die den ganzen, oder zumindest einen Teil der Strecke mit mir gegangen sind. Vor allem meinem Trainer Prof. Junker, meiner Familie und meinen tapferen Trainingspartnern die es nicht immer leicht hatten.Es schwingt zwar ein bisschen Wehmut mit, aber ich werde dem Radsport sicherlich noch erhalten bleiben. Jetzt allerdings freu ich mich erst einmal auf das danach. Sport frei !!! |
Irgendwann musste dieser Tag ja kommen. Trotzdem ist es seltsam. Frösi war immer ein ganz besonderer Profi für mich. Nicht nur, weil er aus der selben Gegend kam und ich ihn öfters beim Training gesehen habe. Zudem ist und bleibt er der einzige Radprofi, den ich jemals zuhause besucht habe (for the record - es war nicht meine Idee).

Das war irgendwann im Frühjahr 2002: Frösi war mit Pfeifferschem Drüsenfieber außer Gefecht, langweilte sich zuhause und schenkte mir netterweise das Roadbook von der Mallorca Challenge. Unzählige Male habe ich ihn an den Mittwochabenden des Peugeot-Cups auf der Leipziger Radrennbahn beim Renntraining mit und gegen lokale Amateure angefeuert. Und dann die großen
Erfolge: der erste Giro-Etappensieg 2007 in Frascati. 10 km vor dem Ziel habe ich bei einer Quote von 1/14 auf Frösis Sieg gewettet - und so meinen größten Wetterfolg ever erreicht. Die Tour 2005 - so nahe am ganz großen Erfolg. Im regnerischen (wie so oft bei seinen Erfolgen) Finale in Nancy stürzen die Fahrer reihenweise auf den spiegelglatten Straßen, letztlich setzen sich zwei Fahrer vorne ab; alle anderen besiegt Frösi. Oder die DM 2005: selbst Zabel schlägt er im Sprint, nur der blutjunge Ciolek ist noch schneller. Die Siege bei Vuelta, Giro, Deutschland-Tour. Und so vergehen die Jahre. Von Nürnberger zu den Gerols, von Milram zu UnitedHealthcare. Jetzt hat sich das Ende angedeutet - kaum noch Renneinsätze in diesem Jahr, noch weniger Erfolge. Ein letzter
Sieg vor der eigenen Haustür - die Rückkehr zu den Wurzeln quasi.
Alles Gute für die Zukunft, und danke für alles, Frösi!
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DMD KIU LIDT