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Original von Herr Doepfel
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Rösch gab zudem zu Protokoll, er habe im Teamhotel einen Vorgang beobachtet, der bei ihm die Vermutung hervorgerufen habe, dass hier gerade gedopt werde: "Da stand ein Fahrer eines anderen Teams um kurz vor Mitternacht vor dem Hotelzimmer eines Gerolsteiner-Arztes. Mir war klar, dass der da jetzt keine Massage bekommt."
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Ich bin oft skeptisch, wenn Journalisten über Gerichtsverhandlungen schreiben. Vielen geht das kriminalistische und rechtliche Gespür ab und stattdessen sehen sie eine Schlagzeile, die bei genauerem Hinsehen weniger Sensationelles bietet als die Zeile suggerieren soll.
Beim Koffertransport geht es um Mutmaßungen. Wenn im Rahmen der Verhandlung nicht mehr herauskommt, als dass im Koffer etwas gewesen sein könnte, ist das dünn und nicht verwertbar.
Auch das Ereignis gegen Mitternacht mag einem ja komisch vorkommen, aber diese Beobachtung sagt lediglich aus, dass sich Sportler kurz vor Mitternacht beim Arzt aufhielten - mehr nicht. Wenn der Zeuge nicht mehr gesehen hat -und das schreibt die Zeitung -, dann ist das ebenfalls dürftig.
Wenn der betreffende Arzt darauf angesprochen wird, dann kann er sich entweder nicht dran erinnern (was über so lange Zeit nachvollziehbar ist) oder er gibt zu Protokoll, dass man miteinander geplaudert habe (dann wünsche man der Staatsanwaltschaft viel Erfolg dabei, diese Aussage zu widerlegen).
Viel Wind um nichts (Verwertbares), meine Meinung
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o.T.