Cycling4Fans - Forum (http://forum.cycling4fans.de/index.php)
- Radsport (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=19)
-- Die Profi-Szene (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=1)
--- Weltmeisterschaft 2012 Limburg - Straßenrennen (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=26001)
Geschrieben von DjHans am 23.09.2012 um 22:28:
| Zitat: |
Original von fassa
Bei der Besetzung und dem Kurs sind sie die Verlierer. Keine andere Nation hat so viele Kandidaten auf den Sieg gehabt. |
Ja, was war das für ein Kurs? Letztendlich doch ein Kurs für Klassikerfahrer mit Sprintfähigkeiten. So schwer wie vorher beschrieben, war der Kurs nicht, das hat nicht nur das heutige Rennen gezeigt. Letztendlich war der Kurs dieses Jahr ein eher leichter bis vielleicht mittelschwerer Kurs, wenn man jetzt mal von Kopenhagen absieht. Da waren in den letzten Jahren sicher einige Kurse schwerer (Mendrisio, Varese, Stuttgart...)
Valverde war sicher ein Siegesaspirant. Mit Platz 3 wurde er dem auch gerecht.
Rodriguez verträgt weder lange Kanten, noch ist er ein kräftiger Fahrertyp (und der musste man heute sein). Er war kein Favorit. Er wurde es nur, weil man den Kurs überschätzte und seine Schwäche bei sehr langen Rennen übersah.
Freire ist immer ein Favorit. Aber ein ganz großer Favorit war er sicher nicht, das gab die Saison nicht her.
Mit Contador konnte man doch spätestens nach dem Zeitfahren nicht mehr rechnen und die Spritzigkeit, um ein solches Rennen zu gewinnen, besitzt er auch nicht.
Sanchez hatte dieses Jahr viel Sturzpech. Favorit war er deshalb keiner.
Letztendlich können sie mit Bronze zufrieden sein. Sie haben alles versucht, es kam immerhin Bronze dabei raus. Gegen Gilbert und Belgien war heute kein Kraut gewachsen.
Einen wirklichen Verlierer heute auszumachen, ist schwer. Am ehesten noch Italien, die es zwar versucht haben, aber nicht mal in die Top 10 kamen. Aber auch deren Versagen hat sich im Vorfeld angekündigt.
Holland, Frankreich und Deutschland zwar ohne Medaille, aber mit tollen Platzierungen, mehr konnten sie nicht erwarten.
Geschrieben von Il Pirata am 23.09.2012 um 22:29:
Bin sehr gespannt was nach dem erneuten Debakel mit Bettini passiert?
Geschrieben von jonas am 23.09.2012 um 22:36:
Albasini sollte auch mal lernen auf die Schlussphase zu warten, was der da an Energie verbraten hat.
Schade natürlich, dass Rast und Zaugg durch den Sturz alle Chancen genommen wurde. Die hätten sicher auch in dieser ersten Gruppe ins Ziel kommen können.
Geschrieben von Ocaña am 23.09.2012 um 22:36:
| Zitat: |
Original von DjHans
Rodriguez verträgt weder lange Kanten, noch ist er ein kräftiger Fahrertyp (und der musste man heute sein). Er war kein Favorit. Er wurde es nur, weil man den Kurs überschätzte und seine Schwäche bei sehr langen Rennen übersah. |
Podium WM 2009, Podium LBL, Podium Amstel, Podium Lombardei...interessante Schwäche.
Die Spanier posten jedenfalls Fotos, auf denen sie recht zufrieden wirken. Einzig Freire ist wohl nach dem Rennen verstimmt gewesen, weil Valverde sein Ding gemacht hat und ihn nicht den Cauberg hochziehen wollte.
Geschrieben von Offi am 23.09.2012 um 22:39:
| Zitat: |
Original von Ocaña
Podium WM 2009, Podium LBL, Podium Amstel, Podium Lombardei...interessante Schwäche.
|
Ich zähle keinen Sieg.
Geschrieben von DjHans am 23.09.2012 um 22:39:
Ist sicher relativ. Schlecht ist das natürlich nicht.
Aber bei Giro, Vuelta und vor allem T-A ist er jedes Mal bei weitem die Nummer 1, hier hatte er heute sogar 30-40 Sekunden Rückstand. Er hat es nicht mal mit einer Attacke am letzten Cauberg versucht.
Den Rodriguez in Montelupone habe ich jedenfalls noch nie bei einem echten Klassiker gesehen.
Geschrieben von Steamboat am 23.09.2012 um 23:20:
Geschrieben von ogkempf am 24.09.2012 um 07:37:
| Zitat: |
Original von DjHans
Ist sicher relativ. Schlecht ist das natürlich nicht.
Aber bei Giro, Vuelta und vor allem T-A ist er jedes Mal bei weitem die Nummer 1, hier hatte er heute sogar 30-40 Sekunden Rückstand. Er hat es nicht mal mit einer Attacke am letzten Cauberg versucht.
Den Rodriguez in Montelupone habe ich jedenfalls noch nie bei einem echten Klassiker gesehen. |
Welcher Klassiker endet eigentlich mit einer 20% steilen Mauer?
Geschrieben von Nike am 24.09.2012 um 09:20:
Abschneiden des BDR
Die BDR auswahl hat sich gestern echt hervorragend präsentiert. Da hat man mal wieder gesehen, wie wichtig eine gute Manschaft ist. Das müsste doch mal wieder Anreiz genug für potente Sponsoren sein, ein Team mit deutschem Schwerpunkt zu unterstützen. Aus meiner Sicht wäre das ungeheuer wichtig für den Nachwuchs. Es ist zwar schön zu sehen, dass die Jungs auch in den internationalen Teams gefragt sind, doch ich glaube ein heimisches Team könnte hier doch einiges pushen.
Geschrieben von panni am 24.09.2012 um 10:43:
RE: Abschneiden des BDR
Übrigens auch eine sehr feine Leistung gestern wieder von Koen de Kort. Er hatte schon bei MSR gezeigt dass ihm solche Rennen gut liegen. Natürlich ist er für den endschnelleren Boom gefahren, aber so ganz langsam ist er selbst auch nicht. Ich denke der ist inzwischen gut genug, mal das eine oder andere Rennen auf eigene Kappe fahren und auch gewinnen zu können.
Geschrieben von ogkempf am 25.09.2012 um 08:59:
Das Auto von Rigo Uran wurde in Limburg geklaut. Das grosse, neue...mit kasachischem Kennzeichen...
(ja, den Witz habe ich geklaut...)
Geschrieben von Cantabro am 28.09.2012 um 09:56:
Bin zwar etwas spät dran aber in meinen Augen sind auch die Spanier die Verlierer, sie hatten sich sehr viel ausgerechnet und abgemacht für Freire zu fahren. Das wurde im nachhinein nicht eingehalten.
4 km vor dem Ziel lagen die Spanier vorne im Feld, auf der Abfahrt zum Cauberg hin verloren sie ihre Position und als die Belgier den Cauberg mit Leukemans, Gilbert und Boonen vorne in Angriff nahmen waren sie einfach nicht positionniert. Mir ist es egal ob man die Karte Valverde oder Freire spielen will, aber falls man eine Chance haben will dann muss man sich in deren Rad oder wenigstens in den vorderen Reihen des Pelotons positionnieren, und das weiss jeder Berufsradfahrer, und das brauch dann auch kein spanischer Nationaltrainer und auch kein Valverde im Nachhinein auf die angesprochene Kritik von Freire kleinzureden. Sie sind als Mannschaft hier einfach nicht geschlossen aufgetreten. Basta ! Kann sich jeder auf den Videos anschauen.
Mir ist schon klar dass all dies am Ausgang der Weltmeisterschaft und des Endsiegers Philipp Gilberts am letzten Sonntag nichts geändert hätte. Trotzdem, auf Klassikerterrain gilt es positionniert in die Hügel zu starten.
Was die Medaillen angeht alles schön und gut, aber am Sonntag war nur ein Platz der wichtig war und das war der, der es ermöglicht im nächsten Jahr mit dem Regenbogentrikot an den Start der Rennen zu gehen. Medaillen ist eher was für Olympiaden soweit jedenfalls meine Meinung. Glaube nicht dass Silber- oder Bronze-Medaillengewinner in Erinnerung bleiben.
Geschrieben von Cyclish am 28.09.2012 um 11:11:
| Zitat: |
Original von Cantabro
Was die Medaillen angeht alles schön und gut, aber am Sonntag war nur ein Platz der wichtig war und das war der, der es ermöglicht im nächsten Jahr mit dem Regenbogentrikot an den Start der Rennen zu gehen. Medaillen ist eher was für Olympiaden soweit jedenfalls meine Meinung. Glaube nicht dass Silber- oder Bronze-Medaillengewinner in Erinnerung bleiben. |
Ich würde Silber- und Bronzemedaillen nicht zu klein reden. Man rutscht ja immer mal nach.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH