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Geschrieben von teufelsberg am 12.04.2007 um 15:58:
| Zitat: |
Original von donon
| Zitat: |
Original von teufelsberg
wie schnell fährt denn der fahrer in einer haarnadelkurve einer passabfahrt, vor allem, wenn er sie nicht kennt? |
Ich gebe Bugno völlig recht:
- In einer Haarnadelkurve eines Alpenpasses fahren die Fahrer viell. mit 35 Sachen runter. Die großen (lebensgefährlichen, nicht renntaktischen) Gefahren liegen eher in den Geraden, wenn man mit 90 runterrauscht. Hat man ja damals bei Casartelli gesehen, da wars auch (ziemlich) gerade.
- Am Arenberg bei Paris-Roubaix passiert natürlich viel. Aber da geht's ja auch nicht schnell zur Sache.
- Der Kemmelberg, jedenfalls so, wie er gestern gezeigt wurde, provoziert die Fahrer geradezu, ein überhöhtes Risiko zu nehmen. Nur kann man dort eben nicht, wie bei Ski-Abfahrten, Sturzräume und Fangzäune bauen - weil das Risiko eben das Pflaster. bzw. der Nebenmann ist. Aber man hätte die Alternative, die Strecke zu entschärfen (was bei Alpenpässen eben nicht geht), ohne dass ich einen Verlust in der sportlichen Qualität des Rennens sehen würde.
|
verstehe ich nicht.
in einer haarnadelkurve fahre ich je nach enge vllt. 15 kmh, und warum? weil ich sonst aus der kurve fliege.
wenn die gefahr auf der kemmel-abfahrt so groß ist, fahre ich eben langsamer. (weiß jemand, wie schnell die tatsächlich darunter fahren?)
der unterschied ist doch, dass die haarnadel jeder als gefährlich einschätzt und seine geschwindigkeit anpasst. das sollte doch jeder abgehängte rennfahrer auf der zweiten runde nach den stürzen auch auf der kemmelabfahrt hinkriegen.
wo ist denn die verführung?
und: niemand wird doch abfahrten mit hohen geschwindigkeiten aus dem rennprogramm nehmen wollen, oder doch?
ich will die pflasterabfahrt gar nicht verteidigen, sollen sie sie doch asphaltieren, das rennen braucht sie nicht.
aber im prinzip kann ich doch auch nicht dem alleebaum die schuld geben, wenn ich dagegen knalle.
Geschrieben von donon am 12.04.2007 um 16:18:
@teufelsberg:
ich sehe den unterschied darin, dass man die Haarnadelkurve gar nicht schneller als 30 km fahren kann. Wer da ein höheres Risiko auf sich nimmt, fährt meinetwegen 35 und macht damit, wenn alles gut geht, tatsächlich wichtige Sekunden gut. Wenn nicht, landet er aber "nur" in der Leitplanke oder im Graben. Richtig gefährlich sind doch die Hochgeschwindigkeitsabfahrten. Und da wird mittlerweile schon darauf geachtet (eben seit Casartelli), dass möglichst wenigstens die gefährlichsten "Alleebäume" (im Gebirge dann halt die Poller) geschützt werden. Jedenfalls gibt es bei besonders gefährlichen Abfahrten immer wieder Diskussionen, ob man die mit ins Programm nehmen muss; oftmals ist jedoch einfach keine vernünftige Alternativroute denkbar. Immerhin werden Berge wie der Colle del Finestre oder der Gotthard von der Naturstrassenseite her gefahren (obwohl - bei der Tremola wars glaub ich kürzlich anders, aber ich finde, das entwertet mein Argument nicht).
Geschrieben von teufelsberg am 12.04.2007 um 16:27:
bei zahlreichen abfahrten bewegt man sich im wahrsten sinne des wortes "am Abgrund". ich wundere mich schon gelegentlich, wieso da nicht öfter jemand drüber fliegt und wenn dann meist riesiges glück hat und selbst wieder hochklettert.
ich finde auch, es gibt zu viele massensprints riesiger felder, aber was will man machen.
letztlich gibt es natürlich strecken, auf denen man schneller stürzt (--> ein höheres risiko wählt als auf anderen).
aber immer gilt: letztlich machen die fahrer (durch ihre gewählte geschwindigkeit) eine strecke gefährlich.
Geschrieben von Horatio am 12.04.2007 um 19:42:
zunächst mal halte ich den vorwurf der sensationsgeilhgeit für völlig absurd. im übrigen bin ich froh, dass die kamera da stand, denn wir könnten jetzt die passage kaum diskutieren, wenn wir nicht wüssten, wie und warum die fahrer gestürzt sind.
in prinzip bin ich nahe bei teufelsberg. es sind profis, die wissen, was es heißt, sich bei pflasterrennen aufs rad zu setzen. und dennoch: diese abfahrt ist einfach mist, weil offensichtlich unkontrollierbar. die jungs sind ja einfach nur durch's plfaster zu fall bekommen, da waren keine kurven, keine hindernisse und sonst nix, sie sind einfach gefallen wie die fliegen.
Geschrieben von donon am 12.04.2007 um 21:17:
| Zitat: |
| Original von Horatioin prinzip bin ich nahe bei teufelsberg ... |
... und da ich völlig deiner Argumentation in diesem Punkt zustimme, bin ich also auch ganz nah bei teufelsberg, womit wir also die Standpunkte t. und b.'s im Hegelschen Sinne versöhnt hätten!
Geschrieben von Sunshine Thurau am 12.04.2007 um 21:52:
Vielleicht sollte man die Abfahrt teeren. Was anderes fällt mir momentan nicht ein.
Geschrieben von Sprintstar am 12.04.2007 um 21:57:
| Zitat: |
Original von Horatio
zunächst mal halte ich den vorwurf der sensationsgeilhgeit für völlig absurd. im übrigen bin ich froh, dass die kamera da stand, denn wir könnten jetzt die passage kaum diskutieren, wenn wir nicht wüssten, wie und warum die fahrer gestürzt sind.
in prinzip bin ich nahe bei teufelsberg. es sind profis, die wissen, was es heißt, sich bei pflasterrennen aufs rad zu setzen. und dennoch: diese abfahrt ist einfach mist, weil offensichtlich unkontrollierbar. die jungs sind ja einfach nur durch's plfaster zu fall bekommen, da waren keine kurven, keine hindernisse und sonst nix, sie sind einfach gefallen wie die fliegen. |
Also meine Meinung zum Kemmel (OT Anfang: bin übrigens noch nüchtern, feiern tue ich erst morgen

): Also ich persönlich würde diese Passage bei aller Begeisterung für die flämischen Rennen mal wirklich rausnehmen. Diese Sturzorgie gestern hatte mir den Spass am ansonsten sehr geilen Rennen genommen!
Einerseits gehört dieser Berg nun halt doch zur Tradition, ausserdem ist er ein Selektionspunkt. Andererseits jedoch ist diese Abfahrt lebensgefährlich, diese Stürze passierten da ja nicht zum ersten mal. Ausserdem wird so auch ein meiner Meinung nach rennverzerrender "Glücksfaktor" eingebaut. Nun, ich denke mal, man kann bei diesem Rennen durchaus auch die Route ein wenig ändern, so dass man über einen anderen schweren Helling oder eben über ein flaches, langes Kasseienstück (wie z.B. bei Het Volk) fahren kann.
Zum Rennausgang: Hier habe ich echt mit dem Marcus mitgefiebert, ich habe auch nur auf den Angriff gewartet. Und wie er es gemacht hat, war einfach nur Coolness vom feinsten. Glückwunsch und der erste Sieg für C4F bei einem grossen Rennen!

Rocke fleissig weiter, Burgi!
Geschrieben von Sunshine Thurau am 12.04.2007 um 23:09:
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Original von Flahute
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Original von Sunshine Thurau
Vielleicht sollte man die Abfahrt teeren. Was anderes fällt mir momentan nicht ein. |
Vielleicht noch teeren und federn...
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Geschrieben von teufelsberg am 12.04.2007 um 23:35:
| Zitat: |
Original von donon
| Zitat: |
| Original von Horatioin prinzip bin ich nahe bei teufelsberg ... |
... und da ich völlig deiner Argumentation in diesem Punkt zustimme, bin ich also auch ganz nah bei teufelsberg, womit wir also die Standpunkte t. und b.'s im Hegelschen Sinne versöhnt hätten! |
da sieht man mal, wie unterschätzt radforen doch sind.
in meiner ehemaligen heimat gab es auch eine straße mit schweinisch glattem pflaster, sowohl bei regen als auch nach langer trockenheit und staub (und daran war kein mangel).
da konnte man umfallen wie eine fliege, ohne kurve. passiert ist das immer mal wieder, aber insgesamt recht selten, da sich die radler anpassten.
das ist es ja, was ich nicht verstehe: die brettern beim zweiten mal genau so runter.
ich hänge ja gar nicht an der kemmelabfahrt. in diesem punkt können wir also fast den kreis schließen.
oder teeren, hatte ich ja auch schon gesagt. ob federn jedoch den grip erhöht, ich weiß nicht. auf jeden fall ein optischer höhepunkt.
Geschrieben von Checker am 13.04.2007 um 09:51:
Ich warte noch auf den ersten, der die Aspekte "Risikokompensation" und "Helm" in die Diskussion einbringt

...
Geschrieben von teufelsberg am 13.04.2007 um 09:57:
| Zitat: |
Original von Checker
Ich warte noch auf den ersten, der die Aspekte "Risikokompensation" und "Helm" in die Diskussion einbringt
... |
und, wer wars?
Geschrieben von deutscher baske am 13.04.2007 um 11:30:
| Zitat: |
| wenn die gefahr auf der kemmel-abfahrt so groß ist, fahre ich eben langsamer |
Nach knapp 2-wöchigem medienentzug melde ich mich hiermit mal zurück.
Wenn die fahrer diesen satz umsetzen würden hätten wir kein rennen mehr. Rennen heißt maximum, dass gilt meiner meinung nach für leistung und risikobereitschaft. Ich will mal behaupten, dass die fahrer harnadelkurven ebenfalls am maximum fahren, nur lässt die kurve nicht mehr als vielleicht 20/30 km/h zu, da man sonst aus der kurve getragen würde. Aber auch wenn es recht langsam aussieht, es ist verdammt schnell wie profis durch diese kurven prettern. Die stürze passieren meist auf gerader abfahrt und seltener in kurven, weil man dort hintereinander fährt, da es normalerweise nur eine ideallinie gibt. Auf geraden ist man dagegen dicht an dicht nebeneinander, was automatisch ein höheres risiko birgt.
Und das muss man ja auch mal sagen; so heftig wie am mittwoch schäperts ja zum glück nicht in jedem rennen, das war vor allem in der anzahl und verletzungsheftigkeit eine traurige ausnahme.
zum sieger:
Habs rennen aus besagtem grund nicht sehen können, aber einen freire, den fuchs höchstpersönlich, so zu schlagen, respekt. Und ventoso ist auch kein schlechter.
Geschrieben von ogkempf am 25.07.2007 um 15:16:
Der Kemmel bleibt!
Der Kemmel bleibt im Programm. Man hat einen schmalen Weg gefunden, der als Abfahrt fungieren wird. Momentan ist er dazu noch nicht geeignet, aber er wird vor 2008 noch richtig ausgebaut werden. Dieser Weg endet direkt nach dem KSP Stueck, was dieses Jahr fuer die Stuerze sorgte.
Geschrieben von tick am 25.07.2007 um 15:21:
RE: Der Kemmel bleibt!
Quelle?
Geschrieben von Glgnfz am 25.07.2007 um 15:23:
RE: Der Kemmel bleibt!
wahrscheinlich mal wieder oggis belgische kommentatoren.
Geschrieben von Ocaña am 25.07.2007 um 15:23:
RE: Der Kemmel bleibt!
Nimmt dem Rennen ein Stück von seinem Charakter, aber ist schon das beste so. Die Verletzungen Jahr für Jahr sind einfach zu heftig.
Geschrieben von Perry am 25.07.2007 um 15:50:
RE: Der Kemmel bleibt!
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Original von Ocaña
Nimmt dem Rennen ein Stück von seinem Charakter, aber ist schon das beste so. Die Verletzungen Jahr für Jahr sind einfach zu heftig. |
Ich denke er bleibt doch?
Geschrieben von Ocaña am 25.07.2007 um 15:54:
RE: Der Kemmel bleibt!
Ja der Kemmel schon, aber die Abfahrt wird frei von KSP sein und dieses Stück ist ja auch ein Teil der Charakteristik.
Geschrieben von Perry am 25.07.2007 um 15:56:
RE: Der Kemmel bleibt!
So meinst du das, alles klar

Aber dann finde ich das die beste Lösung.
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