Cycling4Fans - Forum (http://forum.cycling4fans.de/index.php)
- Radsport (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=19)
-- Die Profi-Szene (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=1)
--- Gent-Wevelgem 2015 (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=27510)


Geschrieben von maniac am 31.03.2015 um 11:27:

 

Erfrierungen im Radsport gehören dazu? Hinault leidet immer noch an Taubheitsgefühlen verursacht durch die Extrem-Bedingungen von LBL1980.

Harter Sport, gerne. Aber sobald es vorsätzlich an die Gesundheit geht, muss definitiv einhalt geboten werden. Sonst könnte man auch sämtlichen Doping damit begründen.
(Mal abgesehen davon kann mir niemand erzählen das Hinault damals nicht vollgepumpt war.)

Ich habe aber schon meine Meinung zum Sturm gesagt. Man kann da ggf. mit div. Vorschriften bezüglich der Laufräder div. Gefahren durch starken Seitenwind minimieren.

Ich weiß nicht ob Geraint Thomas und alle anderen mit oldschool 24mm hohen Felgen abgeflogen wären. Nur mit 50+x mm hohen Felgen zu fahrren ist bei Sturm definitiv extrem gefährlich.



Geschrieben von Cubus242 am 31.03.2015 um 12:52:

 

Es gibt auch andere Stimmen.
Anna Knauer auf rsn

Zitat:
Wir mussten uns mit dem kompletten Körpergewicht gegen den Wind lehnen, damit wir nicht umgeweht werden. Allerdings muss ich sagen, dass gerade diese BedingungenGent-Wevelgem 2015 für mich zu etwas Besonderem machten.



Geschrieben von ogkempf am 31.03.2015 um 13:40:

 

Ich finde auf jeden Fall, dass bei solchen Bedingungen die Fahrer selbst entscheiden muessen koennen ob sie sich das zumuten wollen. Ich kann Dege verstehen wenn er da keinen Bock drauf hat. Ich haette das Rennen aber auch nicht missen wollen und scheinbar waren andere Fahrer topmotiviert.



Geschrieben von raser am 31.03.2015 um 14:06:

 

Der Vergleich mit den Fahrern aus den vergangenen Jahrzehnten im Bezug auf deren Härte hinkt. Das mediale Interesse an effektiven Nachrichten ist enorm gestiegen, darüber hinaus gab es Medien wie FB und Twitter, die einem jeden ermöglichen, der Weltöffentlichkeit seine Meinung zu präsentieren, schlicht und ergreifend noch nicht. Das hätte halt zu deren Zeiten ein JD seiner Frankfurter Trainingsgruppe und/oder Frau erzählt und eine dementsprechende Verbreitung erzielt.



Geschrieben von blaireau am 31.03.2015 um 14:26:

 

Zitat:
Original von maniac
Aber sobald es vorsätzlich an die Gesundheit geht, muss definitiv einhalt geboten werden.


Das ist richtig, und ein paar verbindliche Regeln für Veranstalter und Rennleitung wären kein Verlust für den Sport im Sport.

Zeiten ändern sich. Früher war der Helm mal freiwillig, z.B., oder nur in Belgien in Form des Lederstreifen-Helms vorgeschrieben.



Geschrieben von maniac am 31.03.2015 um 14:27:

 

Zitat:
Original von ogkempf
Ich finde auf jeden Fall, dass bei solchen Bedingungen die Fahrer selbst entscheiden muessen koennen ob sie sich das zumuten wollen. Ich kann Dege verstehen wenn er da keinen Bock drauf hat. Ich haette das Rennen aber auch nicht missen wollen und scheinbar waren andere Fahrer topmotiviert.


Das mag für Dege gelten, aber als Fahrer zweiten Ranges hast du kaum die Möglichkeit frei zu entscheiden.
Naja... So spannend das Rennen auch war, wenn immer erst "Blut" fließen muss, dass die Rennen interessant werden?!? Es liegt zwar in der Natur der Sache, dass bei äußeren extremen Bedingungen häufig auch die Rennen die sonst immer oft in einem "langweiligen" Endspurt enden sehr spannend werden. Aber wollen wir das wirklich? Was ist mehr Wert? Das Rennen oder die Gesundheit der Fahrer? Ob sich heutzutage noch überhaupt für die Gesundheit der Sportler (oder gar irgendwenn) interessiert wird? Und wenn sich jemand beschwert, wird immer auf die härte des Sportes der alten Tage verwiesen als Totschlagargument. Scheißegal. Hauptsache die Action stimmt.

(Wobei ich persönlich das Rennen nicht abgesagt hätte, sondern lediglich die Felgenhöhe auf ein sinnvolles Maximum beschränkt... Wer bei Sturm Aerofelgen fährt, macht sich meines Erachtens mitschuldig an div. Massenstürzen und auch Verletzungen.
Ggf. hätte ich außerdem die ganz schlimmen Stellen neutralisiert, oder eine sinngemäße Umleitung gewählt...)



Geschrieben von tal am 31.03.2015 um 15:58:

 

Zitat:
Original von ogkempf

Ich finde auf jeden Fall, dass bei solchen Bedingungen die Fahrer selbst entscheiden muessen koennen ob sie sich das zumuten wollen. Ich kann Dege verstehen wenn er da keinen Bock drauf hat. Ich haette das Rennen aber auch nicht missen wollen und scheinbar waren andere Fahrer topmotiviert.


Sehe ich auch so. Ich halte Deges Aussage "und dann muss man zwei Wochen vor Flandern und Roubaix so ein Rennen fahren" für ziemlichen Quatsch, denn er muss gar nichts. Wenn er nicht will oder es ihm zu gefährlich ist, kann er es ja bleiben lassen.



Geschrieben von maniac am 31.03.2015 um 16:44:

 

Zitat:
Original von tal
Zitat:
Original von ogkempf

Ich finde auf jeden Fall, dass bei solchen Bedingungen die Fahrer selbst entscheiden muessen koennen ob sie sich das zumuten wollen. Ich kann Dege verstehen wenn er da keinen Bock drauf hat. Ich haette das Rennen aber auch nicht missen wollen und scheinbar waren andere Fahrer topmotiviert.


Sehe ich auch so. Ich halte Deges Aussage "und dann muss man zwei Wochen vor Flandern und Roubaix so ein Rennen fahren" für ziemlichen Quatsch, denn er muss gar nichts. Wenn er nicht will oder es ihm zu gefährlich ist, kann er es ja bleiben lassen.


Ein bisschen Polemik: Also sein Leben riskieren oder die Aufgabe des Berufes? Sehr schicke Einstellung! Wie gesagt: Bei einem gewissen Bekantheitsgrad kann man das machen. Aber als Fahrer der 2. Garde oder noch weiter hinten hat man kaum eine Wahl. Oder ist dem so, dass man auf Sicherheitsmaßnahmen im Beruf allgemein verzichten sollte?



Geschrieben von tal am 31.03.2015 um 16:49:

 

Aufgabe des Berufes? Wieviele solche Rennen gibt es pro Jahr? Wenn man dieses G-W aufgibt, ist dann die Karriere im Eimer? Glaub ich ja nicht. Ich glaube sogar, daß auch kleinere Lichter bei diesem Rennen problemlos hätten aufgeben können, habe aber explizit nur von Dege gesprochen.



Geschrieben von maniac am 31.03.2015 um 17:30:

 

Ich habe schon geschrieben: zugespitzte Polemik...

Aber wenn man sich als 2. Reihe-Fahrer vor dem Rennen äußert dass einem das zu gefährlich ist, wie steht es dann um die Vertragsverhandlungen für die nä. Jahre?

Aber vielleicht bin ich auch einfach ein gebranntes Kind. Ich habe mal vor einigen Jahren mich als Zeitarbeiter mich über die Gefahren eines Jobs aufgeregt, wo im Laufe der Jahre auch tatsächlich einige Arbeitnehmer während explizit dieser Tätigkeit tödlich verunglückt sind und wurde kurze Zeit später gekündigt.


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH