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Geschrieben von MiniMops am 30.05.2007 um 23:41:
Wer behauptet denn, dass man mit Helm risikobereiter fährt als ohne? Selten so einen unsubstantiierten Vortrag gehört. Seit es ABS gibt, fahren die Leute auch nicht anders Auto...oder Airbags...und und und. Völlig haltloses Argument.
Helm tragen ist Prävention und Schutz der Festplatte...ist die mal futsch....dann wars das. Klar kann man auch so stürzen, dass der Helm nicht Schutz genug bietet oder eben nichts nutzt. ABER was sicher ist wie der Aufgang der Sonne, ohne Helm hat man keine Chance den Schädel vor Schäden zu schützen. Wer das Risiko in Kauf nimmt, solls machen. Mir is das völlig wurscht. Von daher ist dieser thread sowieso völlig überflüssig, da es jeder mit sich und seiner Umwelt ausmachen soll, ob er Helm trägt oder nicht.
Ich trag Helm und weiß aufgrund meiner Sturzerfahrung, dass er mich vor erheblichen Verletzungen geschützt hat, wenn nicht sogar mein Leben gerettet hat. Helm tragen macht daher Sinn. Worin der SInn besteht keinen zu tragen, entzieht sich meinem Horizont.
Geschrieben von Rino Albergo am 30.05.2007 um 23:43:
| Zitat: |
Original von MiniMops
Worin der SInn besteht keinen zu tragen, entzieht sich meinem Horizont. |
worin besteht der sinn des rauchens ...?
Geschrieben von MiniMops am 30.05.2007 um 23:48:
Dem Staat mehr Steuern zuzuführen...hoch sollense Leben die Raucher

.
Die Alloholtrinker gleich auch

...
Glaub deine Frage geht am Thema vorbei...
Es geht ja um Schutz...also eine treffende Frage wäre zB., macht es Sinn mit Condom oder ohne...
Geschrieben von Arno am 30.05.2007 um 23:56:
| Zitat: |
Original von MiniMops
Seit es ABS gibt, fahren die Leute auch nicht anders Auto...oder Airbags...und und und. Völlig haltloses Argument. |
MiniMops, das stimmt definitiv überhaupt nicht. Genau das Thema Risikokompensation bei Airbag ist nämlich sehr gut untersucht worden. Die Helmgegner haben sicher den passenden Link parat.
Sehr gute Argumente gegen das pauschale Übertragen auf Radsport gibt es ja schon zwei drei Beiträge vorher. Aber beim Autofahren scheint das unbewusste "Airbag = höhere Sicherheit = riskanter Fahren" leider zu funktionieren.
Geschrieben von Scorpio am 31.05.2007 um 00:19:
| Zitat: |
Original von MiniMops
Helm tragen ist Prävention und Schutz der Festplatte...ist die mal futsch....dann wars das. Klar kann man auch so stürzen, dass der Helm nicht Schutz genug bietet oder eben nichts nutzt. |
geht in die richtung eines ähnlichen kommentars (S. ???), sinngemäß: ich kann mir alles mögliche brechen, da nutzt mir der helm nichts. nicht zu widerlegen, man kann schließlich nicht in einer ritterrüstung radfahren.
| Zitat: |
| ABER was sicher ist wie der Aufgang der Sonne, ohne Helm hat man keine Chance den Schädel vor Schäden zu schützen. |
bsp. 1:
ich habe einmal vor jahren einen bewußtlosen, mir völlig unbekannten rennradfahrer auf einem grünstreifen "aufgesammelt". der per handy < ausnahmsweise dabei > gerufene notarzt sagte nach der ersten untersuchung: "der junge mann hatte glück, daß er einen helm trug. ähnlich äußerte sich dann später auch der klinikarzt. btw, der helm war ziemlich lädiert ... die diagnose lautete u.a. < salopp gesagt > : mittelprächtige gehirnerschütterung.
bsp. 2: (nicht aus dem radsport)
helm zwar getragen, aber nicht festgeschnallt. sturz"ergebnis": doppelter schädelbasisbruch. da hatte man gleichfalls großes glück, daß durch einen anwesenden arzt die notfallversorgung vor ort gewährleistet war + < nach OP/längerem klinikaufenthalt + reha > keine bleibenden folgeschäden zu verzeichnen waren.
| Zitat: |
| Ich trag Helm und weiß aufgrund meiner Sturzerfahrung, dass er mich vor erheblichen Verletzungen geschützt hat, wenn nicht sogar mein Leben gerettet hat. Helm tragen macht daher Sinn. |
*unterschreib*
sturzerfahrung nicht beim radfahren.
*geschichte überspring*
ureigenstes persönliches fazit
HELM !!! schon allein aus versicherungstechnischen gründen.
anderer mögen es halten wie sie wollen < kein problem.
nur: ich fahre mit niemand, die/der keinen helm trägt.
wie gesagt: meine ureigenste persönliche ansicht ...
*keinen anspruch erheb auf den stein der weisen*
Geschrieben von Rino Albergo am 31.05.2007 um 07:37:
| Zitat: |
Original von MiniMops
Glaub deine Frage geht am Thema vorbei...
|
nö, dein verständnis geht an meiner frage vorbei ... aus meiner sicht gibt es für das nicht-helmtragen wie für das rauchen keine vernünftigen argumente ... und trotzdem tun es viele ... zum glück immer weniger ...
aber zum glück (und im gegensatz zum rauchen) killen sich die nicht-helmträger im zweifelsfall nur selbst, nicht andere ... nur eine bitte hab ich: macht es nicht, wenn ich in der nähe bin ...
Geschrieben von MiniMops am 31.05.2007 um 08:29:
| Zitat: |
Original von Rino Albergo
| Zitat: |
Original von MiniMops
Glaub deine Frage geht am Thema vorbei...
|
nö, dein verständnis geht an meiner frage vorbei ... aus meiner sicht gibt es für das nicht-helmtragen wie für das rauchen keine vernünftigen argumente ... und trotzdem tun es viele ... zum glück immer weniger ...
aber zum glück (und im gegensatz) zum rauchen killen sich die nicht-helmträger im zweifelsfall nur selbst, nicht andere ... nur eine bitte hab ich: macht es nicht, wenn ich in der nähe bin ... |
Du vergleichst ein aktives tun (rauchen) mit einem Unterlassen (Helm nicht tragen)... da verbietet sich doch ein Vergleich schon von vorneherein.
Aber...egal.
Wie ich bereits geschrieben habe, der thread hier ist völlig unnütz, da es jedem sein Risiko ist. Alle die versuchen, die nicht Helmnutzer (oder umgekehrt) zu missionieren oder zu überzeugen sollen es einfach lassen.
Leute die keinen Helm tragen, wegen Optik, Bräune oder angeblichem Risikobereiterem Fahren halte ich für "bescheuert". Meine Meinung. Ich hab keine verpflichtung das zu tolerieren oder gar zu akzeptieren und ich kenne NIEMANDEN in meinem Radsportbekanntenkreis der keinen Helm trägt. Die denken alle so wie ich

...so habe fädisch.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 31.05.2007 um 08:45:
Und natürlich gibt es negative Risikokompensation. Sonst mit Helm fahrende Radfahrer fahren, wenn sie mal ohne Helm unterwegs sind (Urlaub, gerade nicht zu Hand etc) vermutlich vorsichtiger. Ich würde jedoch daraus nicht zwingend schliessen, dass sie dann auch sicherer unterwegs sind.
Nach meiner Einschätzung beeinflusst die persönliche Erfahrung das Risikobewusstsein beim Radfahren deutlich stärker als das Tragen eines Helms. Ich bin als Kind bzw Jugendlicher deutlich riskanter Rad gefahren als heute. Unfälle und Beinaheunfälle haben mich vorsichtiger werden lassen. Ich achte darauf gute Bremsen am Rad zu haben. Ich kontrolliere den Reifendruck und die Schnellspanner vor einer Fahrt. Ich fahre überland auf Radwegen, wenn vorhanden. Und ich trage Helm und Handschuhe. Das ist im Prinzip das Gegenteil von Risikokompensation.
Ansonsten schliesse ich mir Rino an.
Geschrieben von Arno am 31.05.2007 um 12:03:
Quasi-Helmpflicht im Radsport durch Urteil OLG Düsseldorf
... jedesmal wenn ich es schaffe, ein paar Meter Rad zu fahren, fällt mir diese Helmdiskussion wieder ein. Um jetzt den Kopf mal frei zu haben, ein paar Gedanken von mir zu dem Thema. Vielleicht kann man das ja wirklich mal in der Gazzetta unterbringen, bin also offen für Kritik an Inhalt und Ausführung.
Vorneweg, denkbärs Beitrag "Unvernunft und Risiko; vom Spaß am Sport" spiegelt auch meine Meinung wieder: Bei der zentralen Frage Risikoeinschätzung jeweils entweder aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit oder dem sportlichen "Wer wagt gewinnt", also dem Ausreizen des Möglichen teils auch im Training, habe ich beim Radsport als Konsequenz einen Helm auf.
Im folgenden Zitat geht es um Sportverletzungen bei Radfahren und Mountainbiking: "
... Am schlimmsten sind allerdings Kopfverletzungen. Ist das Gehirn bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma mitbetroffen, ist eine völlige Wiederherstellung der geistigen Fähigkeiten eher die Ausnahme." [
Quelle]
Sollte Grund genug für den Helm sein, falls nämlich das Unausdenkbare doch mal eintritt.
Das Urteil
Die Begründung des OLG-Urteils, das eine Art Helmpflicht auch im Jedermann-Radsport herbeiführt, ist weitaus wortreicher, aber deswegen nicht falsch. Bei diesem Fall geht es um einen Freizeit-Radsportler, der mit hoher Geschwindigkeit (30-40km/h) seiner Gruppe hinterher fahrend in einer nicht einsehbaren Kurve zu Fall kam und sich, weil er keinen Helm trug, erhebliche Kopfverletzungen zuzog.
Er hatte auf Schmerzensgeld gegen einen in der Kurve stehenden Traktorfahrer geklagt, was der Richter ablehnte: "
Zu deutlich überwiegt das grobe Eigenverschulden des geschädigten Klägers, der nicht nur durch seine riskante und verkehrswidrige Fahrweise, sondern auch durch die leichtfertige Vernachlässigung seines Eigenschutzes den Unfall und seine Folgen maßgeblich verursacht hat." [
Quelle]
Grundprinzip: Konsequenzen für sein Handeln tragen
Dieses Urteil basiert auf dem einfachen Grundprinzip, daß ein Mensch die Konsequenzen für sein Handeln tragen muss. Falls z.B. der vielleicht relativ seltene Fall auftritt, daß man beim Radsport stürzt und es zu Kopfverletzungen kommt, muss man, wenn man keinen Helm getragen hat, eben auch die Konsequenzen tragen.
Falls es Personengruppen gibt, bei denen das Anziehen des Helms oder andere Schutzmaßnahmen nicht allgemein vorausgesetzt werden (Kinder mit Straßenverkehrsprotektoren), erscheint das vielleicht zunächst irgendwie ungerecht gegenüber Rennradfahrern, ändert aber nichts am genannten Prinzip.
Weitere Begründungen für die Richtigkeit des Urteils
Im Urteil gibt es neben weniger gewichtigen Gründen für das Ergebnis auch einige sehr richtige, z.B.: "
Bei dieser Gruppe von Radfahrern (Rennradfahrer) steht die Erzielung hoher Geschwindigkeiten im Vordergrund, wodurch naturgemäß ein gesteigertes Unfallrisiko und damit auch eine beträchtliche Steigerung der Eigengefährdung einhergehen."
Die Gegner des Urteils oder der Begründung behaupten nun dem gegenüber, daß Rennradfahren nicht gefährlicher als normales Radfahren sei bzw. es für die Gefährlichkeit keine Beweise gibt.
Verletzungen im Radsport
Eine von Dr. Carsten Temme (Kreiskrankenhaus Rheinfelden, Mannschaftsarzt T-Mobile) verfasste Studie über Verletzungen im professionellen Radsport belegt allerdings, daß es "
... statistisch gesehen alle 58.000 km zu Verletzungen mit Frakturen oder Platzwunden kommt. ... Die Zahl der Kopfverletzungen ist aufgrund der Helmpflicht im Rennen in den letzten Jahren erfreulicherweise deutlich rückläufig." [
Quelle]
Diese Veröffentlichung stammt von Februar 2006. Vom März 2003, also von vor der Einführung der UCI Helmpflicht stammt ein Bericht von einer Orthopäden-Konferenz in Neuseeland, auf der Dr. Temme Zahlen aus seiner einige Jahre laufenden und auch aktuell fortgeführten Studie vorstellte:
"
Vorgehensweise: Studie über 25 Fahrer des Team Telekom über 5 Jahre, jedes orthopädisches Problem und jede Verletzung außer oberflächliche wurde dokumentiert.
Ergebnis: 41 Verletzungen und 39 Überlastungssyndrome wurden beobachtet, 78% während des Wettkampfes, 12% während des Trainings und 10% in der übrigen Zeit. Lokalisation: 14% Kopf, 42% obere Extremitäten/Schulter, 24% Brustkorb, 20% untere Extremitäten.
65% der Fahrer trugen einen Helm während des Unfalls. Von diesen hatte keiner ein Schädel-Hirn-Trauma oder Gehirnprellung. In 13% der Fälle wurde der Helm schwer beschädigt. Von den Nicht-Geschützten hatten 23% eine Kopfverletzung mit Auswirkungen auf das Gehirn und einer hatte eine Blutung im Schädel." [
Quelle]
Freizeitradsport wesentlich gefährlicher als normales Radfahren
Selbst wenn man jetzt davon ausgehen muss, daß es im Freizeit-Radsport nicht solche Umfänge, Geschwindigkeiten und die Brutalität der Massensprints des Profiradsports gibt: es ist nicht von der Hand zu weisen, daß Radsport kein Zuckerschlecken ist und sich keinesfalls mit normalem Radfahren vergleichen lässt, wo schlimme Unfälle vielleicht nur einmal im Leben oder noch viel weniger auftreten.
Das Statistische Bundesamt führt für das normale, allgemeine Radfahren im Jahre 2005 für die BRD 77.859 Verletzte bei Benutzung Fahrrad bei einer Gesamtzahl von 82.438.000 Einwohnern auf - dies entspricht einer Rate von etwa einer gemeldeten Verletzung pro 1000 Einwohner pro Jahr. [Quelle:
hier und
hier]
Dies ist ganz offensichtlich eine wesentlich kleinere Größenordnung als bei den Profis, wo eine schwere Verletzung alle zwei, drei Jahre pro Fahrer auftritt. Selbst wenn man jetzt noch eine um den Faktor 10 oder 20 kleinere Kilometerleistung pro Jahr bei einem Freizeitsportler annimmt und somit ungefähr davon ausgehen kann, daß eine schwere Verletzung etwa alle zwanzig bis sechzig Jahre auftritt ist dies mindestens etwa fünfzehn bis fünfzig mal so gefährlich wie eine Verletzung allgemeiner Schwere alle 1000 Jahre bei allgemeinem Radfahren.
Bei den weiteren Überlegungen muss man unter anderem mit in Betracht ziehen, daß die technischen Fähigkeiten der Profis auf ihren Arbeitsgeräten die den weniger vorhandenen der Freizeitfahrer meist weit überlegen sind und daß die Freizeitfahrer trotz ihrer Geschwindigkeit vor allem auch mit anderen Verkehrsteilnehmern konfrontiert sind.
Gute Gründe für das Helmtragen im Freizeitradsport
Ich denke, dies sind gute Gründe für das Helmtragen im Freizeitradsport und hoffe, daß keiner der Leser jemals in die Lage kommt, bei einem Sturz auf den Kopf keinen Helm zu tragen.
Der Freizeit-Radsportler in dem Urteil hatte "
... schwere Kopfverletzungen, vornehmlich ein Schädelhirntrauma 2. Grades sowie eine Schädel- und Mittelgesichtsfraktur." Wenn ich mir das jetzt so vorstelle, tut es mir total leid für den Senior (es war einer aus der Klasse Senioren 4) und ich hoffe für ihn, daß er im Moment nicht mehr allzu stark darunter leidet.
Leute, zieht euch beim Radsport, auch beim Training, einen Helm auf. Vielleicht hat dieser Sturz von dem Mann dann noch einen höheren Sinn gehabt.
Geschrieben von Kalmit am 31.05.2007 um 12:45:
| Zitat: |
Original von Rino Albergo
nö, dein verständnis geht an meiner frage vorbei ... aus meiner sicht gibt es für das nicht-helmtragen wie für das rauchen keine vernünftigen argumente ... und trotzdem tun es viele ... zum glück immer weniger ... |
Dies "nicht-helmtragen" gilt natürlich generell - und nicht etwa speziell nur bezogen auf's radfahren, oder?

Und wenn, dann Integral - und nicht so n'schick lackiertes Stück Styropor! Letztens hab ich übrigens schon wieder was in der Zeitung von nem Autofahrer gelesen, der mit schweren Kopfverletzungen mit Rettungshubi ins Krankenhaus eingeliefert wurde...
Nicht-Helmtragen (ausschließlich beim radeln) mit Rauchen gleichzusetzen, ist daher schon ne recht abenteuerliche Argumentation... In dem Zusammenhang: wer von euch ist eigentlich alles Anti-Alkoholiker? Und wer meidet von euch wirklich nahe zu 100% alle Situationen, bei denen man Passiv mitraucht?
@Minimops: Was das Rauchen angeht: mit den Steuern argumentieren eigentlich immer nur die Raucher... Es sollen auch Konzerne daran verdienen!
Zur RK: Dann dreh doch die Ausgangslage um: Du sagst, der Helm verursacht bei dir keine auch nur minimale Änderung deines Fahrstils - was ich bezweifle, auch weil du nicht gerade selten zu stürzen scheinst - was auf eine generell unvorsichtige Fahrweise schließen lässt. Dennoch hättest du doch ohne deinen Helm deutlich mehr Angst vor einem Sturz, weil dein ultimativer Lebensretter ja fehlt - und würdest daher die ein oder andere Kurve sicherlich eben doch etwas anders fahren - oder etwa nicht? Stell dir vor, du fährst mit dem Auto zu ner Tour und vergisst ihn daheim...
| Zitat: |
| Leute die keinen Helm tragen, wegen Optik, Bräune oder angeblichem Risikobereiterem Fahren halte ich für "bescheuert". Meine Meinung. Ich hab keine verpflichtung das zu tolerieren oder gar zu akzeptieren und ich kenne NIEMANDEN in meinem Radsportbekanntenkreis der keinen Helm trägt. Die denken alle so wie ich ...so habe fädisch. |
Äußerst tolerant - dabei hat man mir gesagt, ich sei hier der Gipfel der Intoleranz! Nur weil alle so denken muss es ja noch weder richtig noch rechtfertigend sein. Und hätte ich eine ähnliche Denke wie du, würde ich dir eine Teilnahme an der Kalmit-Tour untersagen, weil ich Helmträger für "bescheuert" hielte...
Geschrieben von blaho am 31.05.2007 um 13:14:
| Zitat: |
Original von Kalmit
Äußerst tolerant - dabei hat man mir gesagt, ich sei hier der Gipfel der Intoleranz! |
Tja, die Position hast Du definitiv erstmal abgeben müssen. Aber ich bin mir sicher, dass in diesem Thread die Führung noch öfters wechseln wird.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 31.05.2007 um 13:45:
| Zitat: |
Original von Kalmit
Zur RK: Dann dreh doch die Ausgangslage um: Du sagst, der Helm verursacht bei dir keine auch nur minimale Änderung deines Fahrstils - was ich bezweifle, auch weil du nicht gerade selten zu stürzen scheinst - was auf eine generell unvorsichtige Fahrweise schließen lässt. Dennoch hättest du doch ohne deinen Helm deutlich mehr Angst vor einem Sturz, weil dein ultimativer Lebensretter ja fehlt - und würdest daher die ein oder andere Kurve sicherlich eben doch etwas anders fahren - oder etwa nicht? Stell dir vor, du fährst mit dem Auto zu ner Tour und vergisst ihn daheim...
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Bitte in Zukunft die
Quelle angeben, auch wenn diese zu einem anderen Schluss kommt.
| Zitat: |
Und natürlich gibt es negative Risikokompensation. Sonst mit Helm fahrende Radfahrer fahren, wenn sie mal ohne Helm unterwegs sind (Urlaub, gerade nicht zu Hand etc) vermutlich vorsichtiger. Ich würde jedoch daraus nicht zwingend schliessen, dass sie dann auch sicherer unterwegs sind.
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Geschrieben von Schtine am 31.05.2007 um 13:52:
Ich trage nicht nur Helm, sondern bin auch noch ein Kinderquäler

Meine Tochter muss mit ihren zarten 1,5 Jahren auch schon Helm tragen.
Geschrieben von teufelsberg am 31.05.2007 um 13:55:
ob das jetzt die einzig denkbare quelle ist.
minimops "hat fädisch", und das ist auch gut so, so wie er sich geäußert hat.
(welch moderation, btw, aber gut)
wen die theoretischen konzepte zum risikoverhalten im straßenverkehr interessieren, kann
hier lesen.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 31.05.2007 um 14:02:
Ist zwar ot, aber Teufelsberg, ich muss Dir das mal sagen, Du bist ein echter Teufelskerl, hast auf jeden Scherz noch eine besseren als Antwort auf Lager, dabei durchaus selbstironisch, wägst Du alle Fakten gegeneinander ab. Toll.
Geschrieben von Rino Albergo am 31.05.2007 um 14:24:
| Zitat: |
Original von Kalmit
Nicht-Helmtragen (ausschließlich beim radeln) mit Rauchen gleichzusetzen, ist daher schon ne recht abenteuerliche Argumentation... I |
wieso abenteuerlich ...? es geht ja nicht um die tätigkeit, sondern um die tätigen ... und die sind in beiden fällen doch vergleichbar: sie sind idioten ...
Geschrieben von teufelsberg am 31.05.2007 um 14:48:
| Zitat: |
Original von Rino Albergo
wieso abenteuerlich ...? es geht ja nicht um die tätigkeit, sondern um die tätigen ... und die sind in beiden fällen doch vergleichbar: sie sind idioten ... |
idioten, na, wenn du alle erkennst.
raucher setzen sich einem vermeidbaren risiko aus, warum auch immer.
autofahrer tun dies, radfahrer, fußgänger, stadtbewohner, sporttreibende, nichtsporttreibende, zu viel arbeitende, zu viel essende, saufende, sex habende, in problembezirken wohnende.
ungesund lebende jeglicher art.
das leben ist gefährlich, auch wenn nicht besonders.
dass man nicht alle gefahren vermeiden kann, sollte jedem klar sein, wenn er sich damit befasst.
wieso menschen dazu neigen, ihre persönliche risikoeinschätzung als allgemeingültige weltwahrheit aufzufassen, lässt sich psychologisch erklären, muss ich aber hier nicht tun.
Geschrieben von Arno am 31.05.2007 um 15:27:
| Zitat: |
Original von teufelsberg
wieso menschen dazu neigen, ihre persönliche risikoeinschätzung als allgemeingültige weltwahrheit aufzufassen, lässt sich psychologisch erklären, muss ich aber hier nicht tun. |
Es ist einfach schwierig, allgemeingültige Daten für eine allgemeine Risikoeinschätzung zu bekommen und so springt der gesunde Menschenverstand in die Bresche.
Um jetzt mal auf unser Thema zurückzukommen: für den Bereich Freizeitradsport habe ich die Risikoabschätzung
in meinem vorigen Posting mal auf eine allgemeingültige Basis gestellt und es zeigt sich, daß der Freizeitradsport sehr wohl ein deutlich höheres Risiko als normales Radfahren beinhaltet.
Leider hat sich bisher noch niemand dazu geäußert. Noch keine Zeit gehabt zu lesen ... ? Wenn Ihr hier schon so am Schmusen seid, teufelsberg, Michelin-Männchen - he Leute ich langweile mich hier mit meinen Steuererklärungen.
Geschrieben von teufelsberg am 31.05.2007 um 15:54:
| Zitat: |
Original von Arno
| Zitat: |
Original von teufelsberg
wieso menschen dazu neigen, ihre persönliche risikoeinschätzung als allgemeingültige weltwahrheit aufzufassen, lässt sich psychologisch erklären, muss ich aber hier nicht tun. |
Es ist einfach schwierig, allgemeingültige Daten für eine allgemeine Risikoeinschätzung zu bekommen und so springt der gesunde Menschenverstand in die Bresche. |
soll er doch springen, jedoch nicht als basis für beleidigungen und ausgrenzungen benutzt werden, wenn die fakten einfach nichts hergeben.
genau deshalb bringen kalmit und ich doch öfter argumente, wie oft der gesunde menschenverstand völlig in die irre geht (man denke an die lebensmittelskandale etc.)
das "ich fahr nicht mit helmlosen, weil ich nicht zusehen will, wie die beim sturz sterben" ist hanebüchen, ein statistisch relevantes anderes risiko pro gefahrenem kilometer wird sich nicht finden.
beim rauchen dagegen schon; sagt jetzt jemand: "du bist raucher, also will ich mit dir nichts zu tun haben, da du raucherlunge, krebs, offene beine etc. kriegst!" ?
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