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Geschrieben von blaireau am 27.09.2026 um 19:29:

 

Zitat:
Original von Faser
Es ist im Prinzip fast alles da und muss nicht in irgendeiner Wüste aus dem Bogen gestampft werden.


Also bitte bleiben wir realistisch. Die OS sind eine Werbemaschine geworden und ein gewaltiger Auftrags-Apparat für die Baubranche. Romantische OS wie 1972 wird es nie mehr geben, nirgendwo. Für mich wars ein Grossereignis, bruchstückhafte, aber schöne Erinnerungen hab ich: Valerij Borsow, Mark Spitz, Lasse Viren (ein Doper?), Ulrike Meyfarth, Harry Valerien, Avery Brundage,Stabhochsprung-Theater. TV von morgen bis abends in Farbe, dann die legendäre TV-Serie "Nummer 6" bis Sendeschluss. So meine Erinnerungsbrocken. Wiki weiss alles, natürlich.

Toller Film:
'München 1972 – 8 berühmte Regisseure sehen die Spiele der XX. Olympiade"
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen_1972_%E2%80%93_8_ber%C3%BChmte_Regisseure_sehen_die_Spiele_der_XX._Olympiade

Ich war Teenager, schaute TV von morgens bis abends (hatte Schulferien, glaub ich). So romantisch wirds nie mehr sein, und das liegt glaub ich nicht nur an mir. Nix von "Olympia Frust", damals.

Ohweh, und ein fürchterlicher Terroranschlag, ein grauenvoller Schatten über diesen wunderschönen OS.

PS
Die Elimination der Radverfolgung ein echter Jammer, dafür die Aufnahme von Witzsportarten. So Extrem-Profisportarten wie Tennis würds auch nicht brauchen, find ich, aber ok.



Geschrieben von yeti am 27.09.2026 um 20:23:

 

Zitat:
Original von yeti
Jetzt kann man nur noch auf aussichtsreiche Gegenkandidaten hoffen... ganz traurig böse mit dem Kopf an die Wand


Ein Grund warum ich so strikt dagegen bin - in meiner alten Heimat im äußersten Münchner Nordosten soll das Olympische Dorf entstehen.

https://nordostkultur-muenchen.de/viertel-2/johanneskirchen/ -> Paradies meiner Kindheit, letzter großer Grünzug in München.

Im Johanneskirchner Moos ist der Grundwasserspiegel sehr hoch, wenn da groß gebaut werden soll müsste man diesen extrem absenken. unglücklich - kann niemand ernsthaft wollen.

Wir Kinder sind in Joki wirklich noch wie am Land aufgewachsen, waren einst stundenlang am Bach (Hüllgraben) oder irgendwo zwischen Feldern und Wiesen unterwegs.

Ich hoffe wirklich inständig, dass dieser Kelch an "Joki" vorbeigeht.

Ich will mir nicht man vorstellen, was man da an Straßen und sonstiger Infrastruktur hinklotzen müsste... ojojojoj traurig verzweifelt niedergeschlagen hoffnungslos Ach... hm.... seufz

Die Gegend ist vielleicht erst auf den zweiten Blick schön, aber dann um so mehr.



Geschrieben von yeti am 27.09.2026 um 20:38:

 

https://nordostkultur-muenchen.de/aktuelles/olympiadorf-daglfing-2036/

Möge dieser Alptraum nicht wahr werden... verzweifelt



Geschrieben von Faser am 28.09.2026 um 20:08:

 

Ich denke das Stadtwachstum nach Außen in München kann man nicht mehr aufhalten. Trotzdem natürlich bitter, wenn immer mehr verbaut wird. Zumindest würde man mit Olympia wohl ne gute Verkehrsinfrastruktur mitbekommen. Die hat man ja teilweise wirklich vernachlässigt.
Meine mittlerweile Frau hat übrigens auch in Johanniskrichen (Spilhofstraße) gewohnt, als wir uns kennen lernten. Da hast ewig in die Stadt rein gebraucht.
Mittlerweie sind wir aufs "Land" nach Pfaffenhofen gezogen und arbeiten neben dem Home Office einmal die Woche in München. Vielleicht würde ich mich deswegen auf Olympia freuen, weil es uns nicht direkt betrifft, aber man schnell in der Stadt ist.



Geschrieben von kirchen93 am 29.09.2026 um 19:42:

 

Das ist schon verrückt: als seit Jahren regelmäßig stiller Mitleser (glaube vor 10 Jahren hab ich auch mal ein paar wenige Posts gemacht) muss ich mich hier mal zu Wort melden, da auch ich in Johanneskirchen aufgewachsen bin und in besagten Naturräumen groß geworden bin, obwohl man ja eigentlich in einer Millionenstadt lebt. Das hatte schon immer was und es ist sehr schade, wenn das in 10 bis 15 Jahren weg sein sollte. Das würde meiner Ansicht nach aber auch ohne Olympia passieren.

Generell bin ich als Münchner ganz klar für Olympia und freue mich über die Entscheidung. 2036 käme aber deutlich zu früh, bis dahin wird die notwendige Verkehrsinfrastruktur (Zweite Stammstrecke, U9, Verlängerung U4, S Bahn Ausbau Daglfing-Johanneskirchen) leider niemals fertig.

P.S. @yeti: Das mit dem Grundwasserspiegel glaube ich übrigens gar nicht mehr, meine Mama (die im Gegensatz zu mir noch in der Ecke lebt) hat mir schon früh im Sommer Bilder des ausgetrockneten Hüllgrabens geschickt, was jetzt nicht unbedingt für einen hohen Grundwasserstand spricht.

P.S. 2: Mal sehen, ob Johanneskirchen der Auslöser ist, dass ich jetzt hier öfters mal was schreibe Jippieh!!!



Geschrieben von yeti am 29.09.2026 um 20:14:

 

Den völlig ausgetrockneten Hüllgraben habe ich letztens auch mit Schrecken gesehen...zum allerersten Mal seit 1984 (da bin ich damals mit meinen Eltern von Feldmoching nach "Joki" gezogen).

Erschreckend...

Johanneskirchen bzw. all die "Dörfer auf dem Ziegelland" sind einfach schön - und der Lehm bzw. die Ziegeleien, dies dort früher gab waren der Grundstock für München (Ohne an Lehm tats München ned gem!)



Geschrieben von Faser am 29.09.2026 um 20:41:

 

Aufjedenfall bin ich damals mit dem Rennrad auch oft von Schwabing ins Erdinger Moos gefahren, aber auch oft ins Dachauer Moos. Da könnte man auch ordentlich bauen smile .


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