Geschrieben von Barus am 11.06.2009 um 13:56:
Ich war viel zu schnell im Anstieg zur
Wilhelmshöhe, konnte aber dennoch das Grüppchen um Charlie, Donis und peso nicht halten. Die nächsten 5...6 Leute (darunter ein MTBler) musste ich auch ziehen lassen und die dritte Gruppe erwischte mich oben genau auf der Kuppe.
In der Abfahrt habe ich die wieder zu einigen der Ausreißer hingefahren und mich dann im Windschatten eingereiht. Da keiner aus der Führung gehen wollte, musste man vorfahren um das Tempo hochzuhalten. Irgendwann kam einer mit einem Zeitfahraufsatz vorbei und führte das windscheue Grüppchen bis zum
Kandel.
Bei der Auffahrt ließ ich mich nicht provozieren und fuhr stur mein Tempo. Dadurch haben mich einige überholt und ich konnte meinerseits nur ein Mädel überholen...
Oben angekommen konnte ich leider kein bekanntes Gesicht ausmachen. Also hab' ich mich nach kurzer Pause wieder in die Abfahrt gestürzt. Im Gegenhuckel nach St. Peter hatten mich wieder ein paar Leute eingeholt und mir flog die Kette vorn runter. Nach einem kurzem Stop konnte ich sie wieder einfangen (die Leute natürlich

) und mich zur nächsten Steigung bringen lassen. Am Rande sah ich Donis, peso und Charlie 'frühstücken', fuhr aber weiter, weil ja viele Köche bekanntlich den Brei verderben...
Im Anstieg zum
Schauinsland kam die Sonne raus und ich zog nun endgültig die Ärmlinge aus (hatte sie am Kandel nur runtergestreift) und wunderte mich, wie ich hier im letzten Jahr nur mit 34/23 fahren konnte. Wieder kassierten mich im unteren Teil einige Fahrer, aber die meisten blieben in Sichtweite. Auf dem letzten Steilstück gab es ordentlichen Gegenwind, der dann im Flachstück ganz oben zu Rückenwind wurde.
Die Stohrenabfahrt war weitgehend trocken und autofrei! Langsam bekomme ich auch ein Gefühl für das Trek und damit auch recht flott durch die Kurven.
Am
Wiedener Eck muss ich unten gleich wieder zwei Leute ziehen lassen. Nach etwa 2/3 des Anstiegs fing es an zu regnen und ich zog die Ärmlinge und die Regenjacke an. Ein paar Meter weiter standen einige Leute in einer Kapelle(?) unter... Ein paar Kehren weiter oben fing es an zu Hageln und plötzlich war alles wieder vorbei.
Die Abfahrt war zwar feucht aber trotzdem schnell, nur die Gullydeckel im unteren Teil mahnten zur Vorsicht. Kurz vor Ende der Abfahrt begann es wieder heftig zu regnen und mir spülte es den Schweiß in die Augen.
In der Anfahrt zum
Feldberg packte mich auf einmal ein Krampf im linken Oberschenkel, aber ich konnte nach kurzer Pause weiterfahren. Der Feldberg selbst war wieder ekelhaft, da man die Steigung nicht sieht. Durch den Rückenwind musste ich mich auch nicht gar so sehr wie in den letzten Jahren quälen. Der obere Teil war in eine Wolke gehüllt und es nieselte vor sich hin. Nach zwei Bechern Tee und ein paar Happen von diesen leckeren Mohnzöpfen ging es wieder weiter. Mittlerweile war ich relativ oft mit einem Look 586(?)-Fahrer unterwegs. Ich war bergab schneller, er bergan (was sich jedoch durch seine Pinkelpausen etwas relativierte). So hügelte es sich bei immer besser werdendem Wetter über die restlichen Kilometer. Nur in der Anfahrt nach Schönwald zogen wieder schwarze Wolken auf.
Nach der Ortspassage begann es zu tröpfeln. In der Abfahrt nach Triberg komme ich ewig nicht an einem britischen Benzfahrer vorbei. In Triberg selbst herrscht recht starker Verkehr und es beginnt zu regnen. Im Geschlängel der Zielanfahrt parkt man in aller Ruhe rückwärts aus und fährt Schritttempo. Ich komme nicht vorbei und es beginnt der Wolkenbruch...
Im
Ziel werde ich fast vom Zielbogen begraben, stelle mich unter, streife wieder Ärmlinge und Regenjacke über, genieße noch ein Stück Mohnzopf und warte auf den Rest.
Nach dem Duschen gab es noch die Pokalübergabe einen 'leckeren' Kaffee und ein paar Nudeln...