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Geschrieben von arno¹ am 28.08.2008 um 23:35:
RE: Es wird episch hart!
| Zitat: |
Original von Checker
11. Tag, 08.07.2008: Grenzwertiges in den atlantischen Pyrenäen
[...] Eine einzigartige, unglaublich eindrucksvolle und hammerharte Tour war das! Keine Ahnung, wer sich so etwas ausgedacht hat
. Trotz aller Qualen – ich fand den Tag absolut genial und bin froh, dass wir diese Tour gemacht haben. Empfehlen würde ich sie allerdings nicht
. Nur zur Veranschaulichung: die durchschnittliche Steigung aller Bergaufpassagen an diesem Tag betrug über 9%... |
Rrrespekt!
Hab auch mal wieder Lust auf solche Abenteuer ... seufz
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 28.08.2008 um 23:44:
RE: Es wird episch hart!
So langsam nimmt das ja nahezu masochistische Züge an. Kann man das noch freiwillig machen wollen...
Geschrieben von Checker am 03.09.2008 um 12:08:
Die Ausrollphase beginnt...
12. Tag, 09.07.2008: Transfer Zentralmassiv
Nach der gestrigen Gewalttour auf zwei Rädern stand am heutigen Tag zunächst eine Gewalttour mit dem Wohnmobil an. Von der südwestfranzösischen Atlantikküste ins Zentralmassiv ist es schließlich kein Katzensprung, und wir machten uns schon ein wenig Sorgen, da die Mitte Frankreichs verkehrstechnisch nicht allzu gut erschlossen schien. Umso überraschender war es, ab
Périgueux eine funkelnagelneue Autobahn vorzufinden – welche noch nicht einmal unserem GPS-Gerät bekannt war – die uns ziemlich flott in östliche Richtung brachte. Großeinkauf in
Bort-les-Orgues (kleiner „Simpsons“-Insider: es gab keine Bort-Namensschilder

) und sehr schmalen Straßen auf den letzten Kilometern sei Dank, dauerte unsere Autofahrt trotzdem wieder bis in die Abendstunden hinein. In
St-Donat erklärten wir die Reise für beendet, hier gab es einen ganz passablen Campingplatz (und mit fast 1000 m ü.N.N. der höchstgelegene des Urlaubs) – und die Entfernung nach
Super-Besse war nicht groß. Morgen gibt es da so ein Radrennen, da könnte man ja mal vorbeischauen…
Es war kurz vor 19 Uhr – kein Grund, nicht noch eine kleine Feierabendrunde auf dem Rad dranzuhängen. Das Wetter war ideal – die Abendsonne schien vom wolkenlosen Himmel herab und spendete noch genügend Wärme. Die ganze Umgebung war in wunderbar warmes Licht getaucht, nur wenige Kilometer entfernt erhob sich der
Puy de Sancy – wieder ein traumhaftes Fleckchen Erde, das wir hier erwischt haben! Innerhalb kürzester wurde auf der Landkarte eine kleine Runde auserwählt – es sollte „von hinten ran“, also aus Richtung Westen, nach
Super-Besse gehen, um dort schon mal ein wenig die Lage zu peilen. Wird wahrscheinlich auch ein bisschen hügelig werden, dort direkt im
Puy de Sancy-Massiv.
Die Fahrt führte durch wunderbar idyllisches Gebiet – ich weiß, das habe ich schon oft geschrieben

, aber es ist einfach so. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt, wir sind hier praktisch unter uns. An kleinen Anstiegen spüre ich noch das Laktat von gestern. In unserer Gruppe gibt es ein paar kleine Auseinandersetzungen z. B. wegen fehlender Pinkelpausen

– geschenkt. Unsere Strecke führt nun von
Picherande aus hinauf auf den
Col de la Geneste – ein idealer Anstieg zum Auflockern der Beine. Hier oben sind wir immerhin auf fast 1400 m Höhe und genießen die phantastische Aussicht auf die sanften Hügel des Zentralmassivs. Danach teilen wir uns: Andi, Corny und Konrad fahren auf der gleichen Strecke zurück zum Campingplatz, um den Besitzer noch zu erreichen (dessen Büro genau 2 Stunden pro Tag besetzt ist, u. a. 20:30 – 21:00 Uhr

). Ich will mit den beiden Bastis noch nach
Super-Besse weiterfahren und dann in einer Schleife nach
St-Donat zurückkehren. Gesagt, getan. Im Zielort der morgigen TdF-Etappe sind die Aufbauarbeiten bereits im Gange, eine Vielzahl an Wohnmobilen steht ebenfalls schon da. Noch ist aber alles recht ruhig, und wir fahren die letzten zwei Kilometer des Schlussanstiegs hinunter. ‚Ja, hier ist es doch ziemlich steil! Das könnte morgen ganz interessant werden.’
Am Kreisverkehr verlassen wir die TdF-Strecke, biegen nach rechts ab und nehmen die Rückfahrt in Angriff. Mit Rückenwind rollt es phantastisch, auf der leicht abschüssigen Strecke nehmen wir mächtig Tempo auf. Vor
Picherande überrascht uns noch ein zwei Kilometer langer Anstieg – einer von denen, die kein Ende nehmen, weil man davon ausgeht, dass es sowieso nur ein kurzer Stich ist

. Danach geht es auf bereits bekannter Strecke zurück nach
St-Donat. Gegen 21 Uhr sind wir zurück, die Sonne geht gerade unter. Morgen ist großer Tour de France-Tag, und natürlich wollen wir selbst noch ein wenig durch diese wundervolle Gegend radeln. Wir sind jedenfalls großer Erwartung!
Geschrieben von juggernaut am 03.09.2008 um 21:03:
RE: Es wird episch hart!
Danke für die tollen Berichte!
| Zitat: |
Original von Checker
... Kniefall
... |
Diese Geste der Anbetung galt der Landschaft insgesamt, speziell auch den hohen Gipfeln des Hauptkamms, die man während der Auffahrt betrachten konnte. Außerdem demjenigen, der die Eingebung hatte, dort eine solche Passstraße anzulegen!!!
Interessant, dass Dir der Col de Bagargui auf dem Rückweg auch nicht leicht fiel. Viel mehr wäre an diesem Tag bei mir nicht mehr drin gewesen...
Aber eine wundervolle Tour!
Geschrieben von Andi am 09.09.2008 um 11:43:
RE: Es wird episch hart!
Auch von mir willkommen!!
@Checker:
Schöner Bericht zum Tag, der mich viele viele Körner kostete!

Grüße aus Berlin!
Geschrieben von peso am 17.10.2008 um 22:14:
RE: Es wird episch hart!
Bevor das verloren geht...peso zeigt sich begeistert und schmiedet schon eifrig Pläne für den nächsten Sommer.
Das wird doch sicher mit Photos noch gazzettawürdig aufbereitet? Hätte es verdient
Geschrieben von Checker am 17.10.2008 um 22:30:
RE: Es wird episch hart!
Danke... Die Gazetta-Aufbereitung folgt hoffentlich, das liegt aber in den Händen anderer. Und die abschließenden 2,1 Berichte gibt es, wenn ich wieder 2 Hände zur Verfügung habe...
Geschrieben von Niggel am 18.10.2008 um 08:51:
RE: Es wird episch hart!
Wieso entdecke ich diesen Thread erst jetzt?
Hab's erst mal überflogen.

Checker, du bist ein Tier. Nun gut , ist nix Neues.
Hut ab.
Jetzt muss ich mir die ganzen Seiten aber erst mal alle reinziehen.
Geschrieben von Andi am 18.10.2008 um 09:40:
L´étape 2009
Während wir auf den Rest warten träume ich von 2009.
@checker: Ich hab ein paarmal versucht anzurufen! Versuche es heute wieder...Telefonieren geht doch mit einer Hand?oder!
Geschrieben von Andi am 20.10.2008 um 07:45:
Studienmaterial
MOIN CHECKER, CHECK YOUR Briefkasten
Geschrieben von Checker am 20.10.2008 um 19:38:
RE: Studienmaterial
Habe ich getan - vielen Dank! Die erste DVD habe ich bereits angeschaut. Am 1. November auf den Tourmalet...
Okay, alles weitere demnächst per PN oder realem Treffen

.
Geschrieben von Checker am 23.10.2008 um 16:49:
RE: Studienmaterial
Ich habe mir die Strecke jetzt mal genauer angesehen und finde sie doch ganz nett. Auf den ersten Blick gestern war ich noch ein wenig enttäuscht, dass da nur Hügelchen vor dem Schlussanstieg zu absolvieren sind

. Aber teilweise sind die nicht ganz ohne.
Trotzdem wäre ich lieber die Grand Bornand-Etappe gefahren...
Geschrieben von Andi am 14.11.2008 um 14:06:
RE: Studienmaterial
L´étape du Tour 2009 - In 3 simple words: "WILL MIT FAHREN"
Vorbereitungs-DVD erhältlich!
http://www.cyclefilm.com/letapedutour2009.html
@checker: Das wird ein schönen DVD-Abend geben?!
Geschrieben von Ocaña am 14.11.2008 um 14:53:
RE: Studienmaterial
Wow. Der Trailer ist toll gemacht.
Nougat. Mjam.
Geschrieben von kartoffeljäger am 05.12.2008 um 19:22:
RE: Studienmaterial
Hier gibt es auch einen Vorgeschmack auf die Etappe. Die kleinen Hügel vor dem Ventoux sind anscheinend nicht zu verachten
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