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Geschrieben von Flahute am 18.04.2011 um 15:18:

  RE: paris-roubaix

Zitat:
Original von Hansi.Bierdo
(Viel) Mehr Speichen, die besser halten?

Ich meinte schon Hochprofilfelgen der üblichen Bauart, also mit 32 (oder gar 36) Löchern; so wie im Hobby-Bereich z.B. Rigida DP 18 oder DT Swiss RR 585.

Kann ja sein, dass Schlauchreifen-Felgen (sofern solche von den Profis bei PRB gefahren werden) allein dadurch verwindungssteifer sind, dass sie bauartbedingt wegen der fehlenden Felgenhörner etwas breiter ausfallen. Dann bräuchte man für die Steifigkeit vielleicht nicht mehr extra ein hohes Felgenprofil, sondern kann zugunsten des Komforts darauf verzichten.



Geschrieben von Flahute am 08.01.2012 um 17:07:

Fragezeichen Scheibenbremsen - über den CX-Sport ans Rennrad?

Ich zieh das mal hier rüber, damit wir den Cross-Freunden nicht ihren Thread mit diesen Detailfragen zum Material zumüllen. zahnlos


Zitat:
Original von Piti
Zitat:
Original von Flahute
Ich selber bin da übrigens ganz bei dir, und eine Scheibenbremse am Rennrad würde ich zwar als gewöhnungsbedürftig, aber durchaus als technischen Fortschritt ansehen.

Mal schauen: Teuer, untereinander inkompatibel, erfordert neue Fahrräder, mehr Aufwand für Montage und Fahrradhandling, für das Fahren bei Schönwetter und auf sauberen Straßen schlicht unnötig... Ich bin mir sicher, Scheibenbremsen am Rennrad werden kommen. großes Grinsen

Das ganz bei dir zu sein, war übrigens auf den Aspekt des Gewichts bezogen. Dass sich Scheibenbremsen (zeitnah) im Rennrad-Bereich durchsetzen, hatte ich ja selber angezweifelt (und dabei hatte ich die fehlende Kompatibilität verschiedener Bremssysteme noch nicht einmal berücksichtigt).

Andererseits: Motorisierte Zweiräder werden nahezu durchgängig per Scheibe gebremst, bei Mountainbikes hat sich das inzwischen auch großflächig durchgesetzt, und mittlerweile werden auch Trekkingbikes (zumindest im High-End-Bereich) immer häufiger mit Scheibenbremsen angeboten.
Da erscheint es nur als logische Konsequenz, dass Scheibenbremsen über kurz oder lang auch an Rennrädern zu finden sein werden.
Zumal - um mal deine anderen (Gegen-) Argumente aufzugreifen - der höhere Preis mit der Zeit und v.a. bei größerer Verbreitung noch sinken dürfte, neue Fahrräder schon beim Werkstoffwechsel von Alu (Metall) auf CFK erforderlich waren, und was an einem Fahrrad nötig ist und was nicht, letztlich ohnehin Geschmackssache ist und sich somit einer objektiven Beurteilung entzieht... großes Grinsen

Bliebe also der höhere Aufwand bei Montage und Wartung. Und ich denke nicht, dass dieses Argument Profis (und solche, die es gerne wären) abschreckt, die nach wie vor umständlich Schlauchreifen montieren (lassen), obwohl moderne Drahtreifen heute fast alles besser können... tja....


Zitat:
Original von Hansi.Bierdo
Or nä! Rotierende Massen... Augen rollen

Männers, lest euch mal ein wenig in Laufradphysik ein, bevor wieder das Märchen von den rotierenden Massen ausgepackt wird. Es muss _immer_ das ganze Rad samt Fahrer beschleunigt werden, ob das Laufrad da ein paar Gramm leichter ist, fällt in den einstelligen Prozentbereich. Und dieser liegt hart bei der Meßtopleranz eines Wattmeters.

Moment - das wurde ja v.a. unter dem Gesichtspunkt betrachtet, dass moderne Rennräder heutzutage häufig ohnehin das UCI-Gewichtslimit unterschreiten.
Bevor also jemand mit superleichten Laufrädern an den Start geht und sich als "Ausgleich" ein paar Zusatzgewichte ins Sitzrohr hängen muss, ist es doch sinnvoller, dieses Mehrgewicht in schwerere Laufräder zu investieren, die einen technischen Vorteil bringen (so man Disc Brakes denn als einen solchen erachtet).

Wenn an so einem Laufrad dann auch noch die Masse günstig verteilt ist (also eher im Zentrum an der Nabe als außen an der Felge), dann bleibt unterm Strich doch ein Vorteil - selbst wenn dieser deutlich geringer ausfällt, als von mir zuvor angenommen.



Geschrieben von Papa Razzo am 08.01.2012 um 17:49:

  RE: Scheibenbremsen - über den CX-Sport ans Rennrad?

Beim Mountain Bike fanden erst auch alle: Scheibenbremsen? Also wenn, dann nur an den Monstern von Downhill-Boliden, die schauen eh aus wie Motocrosser ohne Moto(r).
Inzwischen fährt niemand mehr im CC oder Marathon ohne Scheibenbremsen.

Was die Kompatibilität angeht: Das Problem wird überschätzt. Wenn man sich auf Rotor-Grössen einigen kann (zB 140mm Durchmesser, was schon eher klein wäre), ist der Käse gegessen. Denn kaum ein Scheibenbrems-Hersteller macht die Rotoren selbst, das heisst: Vom Material wie von der Dicke her sind die Rotoren zwischen den Herstellern durchaus austauschbar. Fahr selber an einem meiner Bikes vorne eine Magura-Scheibe mit einer Shimano-Bremszange.

Zwei Dinge sind sicher:
1. Matchentscheidend für das Kaufverhalten der Hobbyfahrer wird die Wahl der Profis in den Rennen sein.
2. Das Thema "hydraulische Bremsen am Renner" (ob Felgen- oder Scheibenbremsen, ob SRAM/Avid oder Shimano oder Magura oder Tektro) wird uns in den kommenden paar Jahren intensiv beschäftigen, nicht nur im Radquer.

Wie sagen jeweils die Taiwanesen: Mögest Du in spannenden Zeiten leben. schwanensee



Geschrieben von tubeless am 09.01.2012 um 12:32:

 

Fahren diese Saison Teams mit der elektronischen Campa ? verwirrt



Geschrieben von blaireau am 09.01.2012 um 12:47:

 

Ich glaube, viel dieser Innovationen sind Sponsor-getrieben, weil man mit solchen Produkte höhere Profite erzielt.

Am Ende sind es ganz wenige Dinge (Schlauchreifen, Breitreifen für Städte mit Trassenbahnschiene, Compact-Drive, bessere Beleuchtung, gute Schutzbleche, Leichtgepäck, Leichtrahmen, ...?) die dem Fahrer (ob Freizeit, Touren, Pendler oder Sportler) unterhalb der 0.01% Spitzenfahrer spürbare Vorteile bieten.

Und auch nur unter Umständen. Für eine leicht übergewichtigen Niederländer düfte die Frage des Leichtrahmens völlig unerheblich sein - ja er hat eher Vorteile mit einem massgeschneiderten Stahlrahmen.



Geschrieben von Pedalritter am 25.03.2015 um 21:01:

  RE: Scheibenbremsen - über den CX-Sport ans Rennrad?

2017 soll es soweit sein. Scheibenbremsen am Rennrad halten Einzug in den Profi-Strassenbereich.

http://road.cc/content/news/146616-disc-brakes-be-permitted-peloton-2017



Geschrieben von Herr Doepfel am 25.03.2015 um 21:57:

  RE: Scheibenbremsen - über den CX-Sport ans Rennrad?

Ein Riesenblödsinn, aber das ist ja nicht der erste. schläfrig

Wiesmann hat hier alles zur Scheibenbremse geschrieben, was man dazu wissen muss.

Besonders nett finde ich seinen Ausblick auf die Zeit nach der Scheibenbremse:

Zitat:
Wie eingangs gesagt, die Schlacht ist geschlagen, die Felgenbremse wird zur Nische in der Nische werden. Und weil die Entwicklung von Felgenbremsen vor 15 Jahren aufgehört hat, und diejenige von Scheibenbremsen weitergeht, werden sie eines Tages wahrscheinlich auch in jeder Hinsicht besser sein. Das ist das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Aber wenn wir schon bei Prophezeiungen sind: Stellen Sie sich vor, es kommt eine Generation, die vergessen hat, dass es je einmal etwas anderes als Scheibenbremsen gab. Und an diesem fernen Tag würde eine junge, kreative Erfinderin eine Bremse erfinden, welche die Bremse selbst um ca. 50% leichter werden lässt, und nicht nur das, sogar die Naben und Speichen würden ca. 40% leichter, die Gabel 30% leichter und der Rahmen 10% leichter. Als einzigen Nachteil, müsste die Erfinderin einräumen, hätte ihre Konstruktion ein etwas schlechteres Nassbremsverhalten, aber sie arbeite mit einem Felgenhersteller an dem Problem. Was wäre dann wohl los?



Geschrieben von raser am 25.03.2015 um 22:18:

  RE: Scheibenbremsen - über den CX-Sport ans Rennrad?

Zitat:
Eine gute Fahrrad-Scheibenbremse bringt den Fahrer locker zum Überschlag. Aber das schafft die Felgenbremse genauso. Denn es geht ja nur darum, die Energie im Finger möglichst verlustfrei in die Bremszange zu leiten.


Sehr guter Beitrag.
Gut gemacht


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