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Geschrieben von hermann am 22.06.2018 um 09:58:
Mosel
Hole nochmal den Thread hervor.
Im Moment fliesst bei mir die Mosel durch die Kehle.
Schöne, frische Sommerweine, richtig leichte "Terrassenweine" von kleinen Wintzern an der Mosel.
Anlässlich der Hochzeit meiner Tochter hatte ich ein paar Kartons von einem feinherben Riesling für so 6 Euro/Flasche rausgeholt, die waren in Nullkommanix leer. Die Belgier/Franzosen kenne das gar nicht, und sind begeistert von der Leichtigkeit dieser Weine, gemischt mit Säure. Auch das leichte Nachperlen ist im Sommer ganz angenehm.
Die Rieslinge von Saar und Mosel sind wirklich auch in der unteren Preisklasse ein Gedicht.
Geschrieben von blaireau am 22.06.2018 um 10:20:
RE: Mosel
| Zitat: |
Original von hermann
Im Moment fliesst bei mir die Mosel durch die Kehle.
Schöne, frische Sommerweine, richtig leichte "Terrassenweine" von kleinen Wintzern an der Mosel. |
Und oft mit 7,5% Alkohol oder so. Dann können Frauen (mit ihrer im Schnitt niedrigeren Alkoholverträglichkeit) zwei Gläschen zum Aperitif trinken. Und eine kleine Restsüsse balanciert die knackige Rieslingsäure oft auch wundervoll.
Die gehypten, roten Brummer haben ja oft 14-15% und mehr drauf. Portwein-abartig. Da hat man eine Fetzen eh man sich versieht.
In D kann man noch wirkliche Wein-Explorationstouren unternehmen, grad weil die Jungwinzer so in Bewegung sind. Und die allermeisten sich herzlich über jeden Besuch freuen, aber das hab' ich alles schon mal gesagt ....
Geschrieben von renner am 22.06.2018 um 14:46:
RE: Mosel
Die Mosel ist in Sachen Riesling ohnehin unschlagbar! Aber wenn man sich die Mosel durch die Kehle fließen lässt, kann man auch noch die Nahe mitnehmen. (meist etwas Säure-betonter) Zum Ausgleich dann in die Pfalz in Höhe Roth u.R. /Maikammer. Dort rutscht der Hang (etwas andere Böden) auch direkt in die Gaumenterasse. Außerdem hat es dort einige traditionsreiche Weißweinsorten, die (außer dem Grauburgunder) gar nicht so bekannt sind.
Ein Rivaner, gefolgt von einem Gewürztraminer und ner Scheurebe lassen den Pedaltritt allerdings auch eckig werden!
Geschrieben von Doggie am 22.06.2018 um 16:09:
Beschäftigt sich jemand mit Tafeltrauben im Garten?
Nach der Etablierung von
D. suzukii (danke, Globalisierung!) wird die bewährte blaue Muskattraube auf Dauer keine Freude mehr machen. Es wird etwas anderes her müssen. Ich hasse Experimente, bei denen man erst in mehreren Jahren ein Ergebnis hat.
Geschrieben von hermann am 26.06.2018 um 09:24:
RE: Mosel
| Zitat: |
Original von renner
Die Mosel ist in Sachen Riesling ohnehin unschlagbar! Aber wenn man sich die Mosel durch die Kehle fließen lässt, kann man auch noch die Nahe mitnehmen. (meist etwas Säure-betonter) Zum Ausgleich dann in die Pfalz in Höhe Roth u.R. /Maikammer. Dort rutscht der Hang (etwas andere Böden) auch direkt in die Gaumenterasse. Außerdem hat es dort einige traditionsreiche Weißweinsorten, die (außer dem Grauburgunder) gar nicht so bekannt sind.
Ein Rivaner, gefolgt von einem Gewürztraminer und ner Scheurebe lassen den Pedaltritt allerdings auch eckig werden!
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Die Nahe ist effektiv nicht so bekannt, habe aber einen guten Vertreter davon in meinen Kelle, Emrich Schönleber ist für mich ein Topwinzer.
Bei Riesling ist aber auch die Saar top, mit Van Volxem, Lauer, Von Othegraven, Müller und co...
Trinke auch gerne mal Grauburgunder. Die anderen weissen Trauben sind nicht so mein Ding, ab und zu einen Sylvaner, ok, aber Weissburgunder zb trinke ich gar nicht (ausser bei Champagner)
Geschrieben von Michelin-Männchen am 26.06.2018 um 11:08:
RE: Mosel
Weißburgunder ist ein guter Kompromiss zwischen dem Geschmack meiner Frau (Chardonnay - mir m ist zu buttrig/ nussig) und mit (Riesling - meiner Frau zu säurehaltig).
Geschrieben von renner am 26.06.2018 um 15:22:
RE: Mosel
| Zitat: |
Original von hermann
Bei Riesling ist aber auch die Saar top, mit Van Volxem, Lauer, Von Othegraven, Müller und co... |
Als Pfälzer darf ich keinen Saar-Wein loben!

Aber die Qualität ist natürlich top! Der Boden (Devon-Schiefer) dort entspricht zwar dem der Mittelmosel, wo eher eine größere Fruchtbetonung vorherrscht als bei den Untermoselanern. Aber die längere Reifephase, bedingt durch die etwas niedrigeren Temperaturen, trägt sehr zur Qualität des Saar-Rieslings bei. Aber ein guter Wein wird natürlich auch im Keller gemacht.
Geschrieben von hermann am 03.01.2020 um 09:04:
Jahresendweine
Währen der Feiertage habe ich mich etwas gehen lassen und meinen Keller runtergetrunken. Hier einige Opfer:
Weiss:
Château Sisquaille 1943 Rivesaltes: herrlicher Süsswein mit viel Frische, nicht alkohollastig trotz seiner 16 Prozent, ideal als Absacker
Gresser Kastelberg Riesling 2013 Riesling Grand Cru (Elsass): schöner typischer elsässer Rielsing, feine Petrolnoten , dicht, etwas pomadig vielleicht aber sehr gut
Dreissigacker Riesling Aulerde 2010: ein Kracher von einem Riesling, ebenfalls Petrolnoten, aber diskreter, herrliche Frische und Fülle, auf dem Höhepunkt
Thanisch: Riesling Auslese Ürziger Würzgarten 1997. Auf den ersten Blick ein junger Wein, so hell im Glass. Sehr ausgewogene Säure und Süsse, exotische Früchte, etwas Apfel, ein ganz toller Dessertbegleiter welcher ich klebrigem Sauternes vorziehe.
Château Belgrave 1959: das Niveau war 0.7 cm unter dem Flaschenhals, wir dachten alle der lebt nicht mehr aber Hallo ! Er hatte noch feine Noten von Laub, Leder, die Tannine waren etwas grob, die Säure fehlte etwas, aber durchaus ein guter Wein.
Château Calon Segur Saint Estephe 1964: tiefe dunkle Farbe, die Nase war top, frische Pflaumen gemischt mit Tertiärnoten, grosse Dichte im Mund, feine Tannine, feine Säure, kräftiger Wein auf dem Höhepunkt
Aber dann….Trommelwirbel:
Château Montrose 1934- Saint Estèphe: Füllstand into neck, Farbe dunkel, natürlich ewas gebräunt am Rand, in der Nase eine Explosion, rote Johannisbeere, Leder und Laub, im Mund wird die Nase bestätigt, Sehr feine Tannine, feine Säure, ein Wein zum Träumen und geniessen, Sehr langer Abgang, der drittbeste Rotwein den ich je getrunken habe und mit Ausnahme eines "toten" Weines der Älteste.
Hatte dieses Jahr ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Weine.
Frohes Jahr 2020
Hermann
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