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Geschrieben von alon am 31.12.2002 um 18:25:
RE: Transrapid
Ich glaube man könnte einen T auch besser verkaufen wenn er in Deutschland (auch)fährt.
BSP. Die Amis wollen einen Bauen, dann sagt einer dewr kann nicht gut sein die Deutschen haben ja nicht mal einen in ihrem land (außer der Teststrecke im emsland).
Alonbach
Geschrieben von alon am 31.12.2002 um 18:31:
| Zitat: |
Original von steffi
ich bin gegen den Metro-Rapid im Ruhrgebiet von Düsseldorf nach Dortmund:
es gibt viele Bahn/S-Bahn und sonstige West - Ost -Verbindungen im Ruhrgebiet, die Anschlüsse klappen einigermaßen
für den Metrorapid müssten riesige Schneisen durch sämtliche beteiligten Städte und Bahnhöfe geschlagen werden. Für ein neues Verkehrsmittel, das längst nicht alle Städte miteinander verbinden kann, sondern nur auf einer West-Ost-Linie; das alle 5 Min. anhalten muss, weil dann schon die nächste Stadt erreicht ist (hier geht eine Stadt in die nächste über); und in das von den übrigen Bahnen umgestiegen werden muss, um ein Ziel zu erreichen
es wäre schön, wenn die Städte die riesigen Summen, die der Metrorapid kosten würde, für die Optimierung der vorhandenen Verkehrmittel einsetzen könnten, das geht aber wiederum nicht
|
Der Meteo würde aber auch Arbeitsplätzte bringen. Und grade eine Region wie das Ruhrgebiet (das ja eine Hohe AZahl hat) wäre es praktisch. Bei Arbeit denke ich jetzt nicht an die Leute die die Bahnen Bauen und danach wieder nichts zu tun haben , sondern z.B. an den " Transrapid-Bahnhof" (Ausbesserungswerk usw.) hier in Duisburg.
alonbach
PS: Zu dem oben genannten "TBh" : Es würde mir besser gefallen wenn dies nicht direckt neben dem Multicasa( In Planung/bau bnefindliches Einkaufszentrum nähe des HBF und der Königsstr. (Haupt-Fußgängerzone in der City) geplant würde.
Geschrieben von Mikki am 02.01.2003 um 14:11:
Transrapid
Es wird häufig zu kurzfristig gedacht, Argumente wie "den brauchen wir nicht, wir haben doch den ICE" mögen in der Gegenwart stimmen, wie sieht es aber mit der Zukunft aus? Man sollte das ganze auch strategisch sehen. Deutschland wird, wenn an der Entscheidung festgehalten wird, in ein paar Jahren sich zwar mit der Erfindung des Transrapid schmücken können, die Weiterentwicklung und Verkauf wird aber ohne Deutschland abluafen, da werden die Chinesen der erste Handelspartner sein (mit einem weit verbesserten Transrapid).
Meiner Meinung nach wäre die Strecke Berlin - Hamburg bestens für den Transrapid geeignet. Zwischen den beiden Städten gibt es schon auf der herkömmlichen Bahnstrecke kaum Haltestellen, hier hätte der Gewschwindigkeitsvorteil voll ausgespielt werden können, die Planungen waren schon abgeschlossen, im neuen Berliner Großbahnhof (Lehrter Bahnhof) war die Transrapid-Station schon festeingeplant (mit Verbindung auch nach Osteuropa), hätte es den Regierungswechsel nicht gegeben, wäre der Transrapid mit Sicherheit in Deutschland Realität geworden und hätte die unrentablen und sehr unökologischen Kurzstreckenflüge ersetzen können.
Geschrieben von PeterPils am 02.01.2003 um 14:51:
Das Problem am Transrapid ist, das es sich dabei um ein mehr oder weniger verschleppt totgeborenes Projekt handelt.
Das sieht man sowohl am Metrorapid in NRW als auch an der bei weitem noch unsinnigeren Trasse München HBF - Flughafen.
Sinnvoll wäre eine Transrapid-Strecke auf Fernverkehrsrelationen in Ländern mit zentralistischer Infrastruktur,
zum Beispiel liesse sich mit dem Transrapid die Strecke München - Frankfurt in 60 Minuten bewältigen, würde man nun unterstellen, es gäbe nichts als Wüste zwischen München und Frankfurt wäre das Projekt zu befürworten.
In Deutschland funktionieren Transrapid-Projekte schon wegen der dezentralen Infrastruktur nicht.
Und Hamburg scheiterte schon an zu geringen prognostizierten Fahrgastzahlen!
Im Prinzip ist der Transrapid eine gigantische Vernichtung von Steuergeldern, und in einzeln Fällen wird das Geld dann den ÖPNV ent-
zogen! Wie beim NRW Projekt, es gibt nur wenig sinnvolle Strecken...
Geschrieben von muellerin am 02.01.2003 um 15:17:
Es wurde folgendes gesagt:
China hat das Teil in 6 Monaten aufgebaut und benutzt es auch, in Deutschland würde man 10 Jahre dafür brauchen, weil
a) Naturschützer
b) Bürokratie
c) die Planung der Trasse plus Genehmigungsverfahren etc. etc. etc.
sooooooooooooo lange dauern würde, daß sich ein Millionenauftrag in Deutschland zu einer wirtschaftlichen Ente entwickeln würde.
Ich mein, wenn nur bei uns ein Damm gebaut werden würde, 10.000 x kleiner als in China, was würde wohl bei uns passieren?
Geschrieben von PeterPils am 02.01.2003 um 15:24:
Also beim besten Willen, China kann wohl kein Vergleich zu Deutschland sein. Die sind von einer anständigen Demokratie mit allen was dazu gehört soweit entfernt wie ich vom Enstehen des Universums!
Geschrieben von steffi am 02.01.2003 um 15:26:
RE: Es wurde folgendes gesagt:
| Zitat: |
Original von muellerin
Ich mein, wenn nur bei uns ein Damm gebaut werden würde, 10.000 x kleiner als in China, was würde wohl bei uns passieren?
|
ja und das ist gut so und da bin ich stolz drauf, dass so riesige Eingriffe in die Natur nicht einfach über den Willen der Bevölkerung hinweg gebaut werden dürfen, dass in D. ein klitzekleines Umweltbewusstsein herrscht, das solche Projekte hinterfragen würde.
Als nächstes werden in China übrigens drei Flüsse vom Süden in den Norden umgeleitet, damit die in Peking mehr Wasser haben. Welche Naturkatastrophen das nach sich zieht, interessiert dort niemanden...
Geschrieben von muellerin am 02.01.2003 um 15:29:
steffi,
es geht mir jetzt wirklich mal nicht um den Naturschutz, sondern einfach um mal aufzuzeigen, was passiert, wenn in Deutschland ein solches Projekt in Angriff genommen wird.
Das nennt man "Bürokratiehindernis" und das ist nicht immer gut, sondern kann auch sehr hinderlich sein.
Es fängt bei dem kleinen Häuslebauer an und hört irgendwo bei Gewerbe in einem Gewerbebetrieb auf.
Und genau daran wäre letztlendlich immer der Transrapid gescheitert, egal welche Trasse, egal welches Bundesland.
Geschrieben von steffi am 02.01.2003 um 15:35:
D. ist nun mal so dicht besiedelt, dass außer einer Renomierstrecke für den Transrapid (die brauchen wir, das ist mir klar) keine Strecken ohne RiesenProblematik erstellt werden können. Auch ist der Transrapid nur für den Personenverkehr geeignet, für keinerlei Lasten und die Trassen/Schienen/Bahnhöfe nur dafür zu bauen ist abzuwägen. Kostenmäßig sind das alles keine Peanuts
Geschrieben von muellerin am 02.01.2003 um 15:42:
steffi,
sorry, aber es wird ja wohl möglich sein, mit dem Transrapid auch Lasten zu transportieren. Es ist schnell was hergestellt, wo man auch so etwas rumkutschieren kann.
Und nur weil Deutschland dichtbesiedelt ist mit Autobahnen, heißt es noch lange nicht, daß nur ein Prestigeobjekt draus werden muß, sondern die Kosten müssen auch tragbar sein und genau das dürfte das Problem in Deutschland sein.
Von daher seh ich nie einen Transrapid bei uns in Deutschland. Weil daran ist das Projekt schließlich gescheitert, am Geld, und nicht nur an den anderen Problemen.
Geschrieben von Cyclist am 02.01.2003 um 16:41:
Die Frage ist , wofür will man den Transrapid? Als Ersatz für die Bahn, als Ersatz für das Flugzeug?
Der Transrapid macht Sinn für Städtedirektverbindungen, der Luftverkehr nimmt immer mehr zu, da könnte - wie Mikki es schon angedeutet hat - der Transrapid bei Städtekurzverbindungen einspringen. Flughäfen liegen meistens außerhalb der Städte, Bahnhöfe sind zentral. Bei Flughäfen muss man immer mindestens 30 Min. vor Abflug am Schalter sein, das wäre beim Transrapid nicht nötig. Auf einer Strecke Berlin - Paris hätte der Transrapid gegenüber dem Flugzeug einen Zeitvorteil von einer Stunde, wenn man die Wartezeit mit einberechnet (Transrapid: 3 Stunden, Flugzeug: 4 Stunden).
Geschrieben von Heidihs am 02.01.2003 um 16:53:
Na, im Ruhrgebiet brauchen wir definitiv keinen Transrapid! Da stimme ich Steffi zu. Wo bitte ist der Vorteil eines super schnellen Zuges, wenn der auf der Strecke Dortmund - Duisburg satte 5 Minuten einspart? Weil er eben in jeder Stadt halten soll/muß, durch die er fährt. Da sollte das Geld wirklich besser in den Ausbau des bestehenden ÖPNV gesteckt werden. Was den Einsatz in anderen Bundesländern betrifft: da kann ich nichts zu sagen.
Wie blöd wir Deutschen uns anstellen, sieht z.B. auch an der ICE-Neubau-Strecke Köln-Frankfurt. Da wird mitten auf dem platten Land in Montabaur (sorry, ich meine es nicht persönlich) ein Bahnhof mit Ladenstraße gebaut. Es ist seit Eröffnung der Strecke kein Laden vermietet, ab und zu steigt mal ein Fahrgast ein und der ICE hält auch nicht immer. In dem groß geplanten, an den Bahnhof angrenzenden, Industriegebiet hat sich nach mehrjähriger Planung gerade mal 1 (!!!) Betrieb angesiedelt. Aus der IT-Branche, denen es sowieso egal ist, wo sie ihren Firmensitz haben.
Und alles nur, weil die Herrschaften Abgeordneten und Beigeordneten und Landräte und und und sonst die Genehmigung für die Trassenführung verweigert hätten, weil Montabaur den Anschluß an die große weite Welt nicht verpassen will. Bitte, warum fällt denen das erst jetzt ein??? Was war in den vergangenen Jahrzehnten? Hat Montabaur nuuur geschlafen?
Und was den Umweltschutz angeht: ich bin stolz darauf, daß hierzulande nicht jeder jeden Blödsinn machen kann, was ihm so gerade in den Kopf kommt oder weil es ihm in den Kram passt.
Geschrieben von blaho am 02.01.2003 um 17:07:
Heidihs trifft den Nagel auf den Kopf.
Da macht man sich Gedanken um ein paar Minuten Zeitgewinn und soll dafür Milliarden ausgeben und wenn ich die 25 km von daheim ins Büro den ÖPNV benutze, bin ich fast 2 Stunden unterwegs.
Und der einzige Gewinn, der bei diesen Aktionen herausspringt ist das Prestige.
Hat mal jemand gehört, wie schnell die Transrapidstrecke in China gebaut wurde? Und wie lange hätten wir hier dafür gebraucht???
Geschrieben von Cyclist am 02.01.2003 um 17:22:
Es geht hier nicht nur um Prestige, sondern um Handelsbeziehungen. Wir Deutschen sind immer schnell, wenn es darum geht, etwas schlecht zu reden, Veränderungen werden von der Masse negativ wahrgenommen. In den USA ist das anders, da werden Neuerungen positiv gesehen. Natürlich sollte man kritisch sein und überlegen, wo man so etwas einsetzen kann. Aber wenn in ein paar Jahren, China oder Japan (die einen eigenen Transrapid entwickeln) das grosse Geschäft mit dem Transrapid machen und Deutschland aufgrund des fehlenden nationalen Einsatzes und rückständigem Know-How außen vor bleibt, wird das Geschrei wieder groß sein. Es geht doch auch nicht um einen flächendeckenden Einsatz, sondern um ein oder ein paar Refernezstrecken. Das sollte hinzubekommen zu sein. Und zur Umweltproblematik: ich glaube kaum, dass der Chorisin-Ausstoß des ständig wachsenden Luftverkehrs umweltfreundlich ist. Wenn es danach ginge, dürften keine neuen Autos zugelassen, der Flugverkehr müsste auf ein Minimum beschränkt und neue Strassen dürften auch nicht gebaut werden. Es ist wie so oft, eine Abwägungssache.
Geschrieben von Raktajino am 02.01.2003 um 17:46:
| Zitat: |
Original von Cyclist
Und zur Umweltproblematik: ich glaube kaum, dass der Chorisin-Ausstoß des ständig wachsenden Luftverkehrs umweltfreundlich ist. Wenn es danach ginge, dürften keine neuen Autos zugelassen, der Flugverkehr müsste auf ein Minimum beschränkt und neue Strassen dürften auch nicht gebaut werden. Es ist wie so oft, eine Abwägungssache. |
einige forscher und experten sagen, dass der treibhauseffekt nich an den emissionen der menschen liegt, sondern dass sich die erde von alleine erwärmt durch eine verschiebung ihrer bahn. das hats immer gegeben, vor 10000 jahren hatten wir die letzte eiszeit, jetzt kommt vielleicht die nächste warmzeit...wer weiß das schon.
natürlich würden viele umweltschützer (mich eingenommen) den bau neuer straßen, zugstrecken und autos vermindern...aber da spielt der innere schweinehund der bevölkerung nich mit. was einmal da is, lassen sich die konsumkinder nich mehr wegnehmen. der transrapid is in deutschland aber noch nich da, d.h. hier is ein protest endlich mal angebracht. es is ein unterschied, ob man sinnloserweise auf der strecke eines castors sitzt und den dadurch nur noch mehr behindert, oder ob man ein neues vorhaben schon vor dem bau und vor der planung verhindert.
Geschrieben von Cyclist am 02.01.2003 um 17:58:
Pro Transrapid
Der Energiebedarf des Transrapid ist geringer als der der Bahn
Es müssen keine kompletten Flächen (wie bei Strassen, Bahn etc.) bebaut werden
Der Transrapid bewältigt stärkere Steigungen (bis 10%, der ICE nur bis 4 %), daher kann auf Tunnelbau verzichtet werden
Geringerer Lärm als bei der Bahn
Kurzfristig ist der Einsatz des Transrapid umweltpolitisch nicht sinnvoll, langfristig gesehen gibt es positive Effekte.
Geschrieben von alon am 02.01.2003 um 18:38:
Wenn man davon absiegt das der Meteorapid (NRW) im Ruhrgebiet alle paar Minuten halten muss, wäre er eine extreme entlasstung für die Straßen (Grade Autobahnen)!!!
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