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Geschrieben von fassa am 16.10.2008 um 17:25:
In einem Berciht vom WDR über das Sterben der Radrennen hat
Wüst mal gesagt:
| Zitat: |
| "...muss man erkennen, daß Deutschland wohl doch keine Radsportnation ist." |
Recht hat er!
Geschrieben von gardener am 16.10.2008 um 17:33:
Dass
Modeerscheinungen wie D-Tour, Hofbräu-Cup, Bühl, Karlsruhe oder Hamburg den Ullrich-Zabel-Hype nicht lange überleben werden, war vorauszusehen. Der (wahrscheinliche) Verlust dieser künstlichen Rennen ist zwar schmerzhaft, aber zu verkraften.
Viel mehr bedauere ich das Verschwinden der Rennen, die es auch schon vor dem Hype gab. Niedersachsen, RLP, Friedensfahrt hat es bereits dahingerafft, Köln und Frankfurt folgen sicher in Bälde. Und das ist dann nicht mehr der natürliche Schrumpfungsprozess nach dem überblähten Zeitraum 97-06, das geht an die Substanz.
Geschrieben von Snebolinho am 16.10.2008 um 17:33:
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
Snebolinho im Profibereich gab es an der Strecke jede Menge Zuschauer, bei jeden Rennen Deutschlands. Also von daher war die Sportart nie in Gefahr. Auch die Six Days und Nachtourkritieren waren gut besucht. |
Es geht hier nicht primär um die Zuschauer die an der Strecke stehen (die zahlen ja keinen Eintritt) sondern um Einschaltquoten und Sponsoring im Spitzenbereich.
Ohne ein Zugpferd wie es eben Jan Ullrich war bleibt in einem Land wie Deutschland das Interesse aus und die altgedienten Sportarten treten wieder an diese Stelle.
Deutschland hat doch nie mit seinen Fahrern im Allgemeinen gelitten sondern immer mit Jan Ullrich. Beispiel: Wie viele Nachrichten in gängigen Medien (Tagespresse, Sportschau, übergreifende Sportzeitschriften) bezogen sich auf Radsport im Allgemeinen und wieviele auf das Gewicht Jan Ullrichs oder dessen Tourvorbereitung?
Die Sixdays sind eine andere Geschichte, dort ging und geht es mehr um das Event im Eigentlichen, viel Rahmenprogramm, Parties etc.pp...jedenfalls habe ich einen dahingehenden Artikel über die Münchner Sixdays gelesen...
Geschrieben von Rino Albergo am 16.10.2008 um 17:35:
das ist schon ein schritt in die richtige richtung, da der entzug der wirtschaftlichen basis der einzig mögliche weg gegen doping ist ... wenn es nix mehr zu verdienen gibt, wird sich jeder genau überlegen, ob er seine gesundheit aufs spiel setzt ... allerdings bringt ein alleingang hier nix, der schadet nur dem deutschen radsport, die junkies aus spanien, usa und dem ostblock lachen sich ins hemd ... ich hab das schon öfter gesagt: 2 Jahre mal keinerlei radsport im fernsehen weltweit, also auch keine werbeverträge mehr für die fahrer, und schon trocknet der ganze sumpf aus ...
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 17:35:
| Zitat: |
Original von Snebolinho
Es geht hier nicht primär um die Zuschauer die an der Strecke stehen (die zahlen ja keinen Eintritt) . |
Stop! Sie bezahlen sicherlich kein Eintritt, aber die Sponsoren verdienen an ihnen an der Strecke. Beispielsweise Sparkasse, Bierbrauerein usw. Ohne denen ist eine Austragung gar nicht möglich. Die meisten Rennen in Deutschland werden gar nicht übertragen.
Geschrieben von Snebolinho am 16.10.2008 um 17:39:
Die Sparkasse sponsort alles was zwei Beine hat oder auf/in irgendeinem Gefährt sitzt...an jedem Fussballjugendplatz hängen bei uns Sparkassenplakate.
Die wären bestimmt als letzte verloren gegangen...aber größere Rennen lassen sich nicht mit Sparkassensponsoring ausrichten, da zählt der harte Euro...
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 17:41:
Das eine hat mit dem anderen nix zu tun, das diente als Beispiel.
Geschrieben von Styler am 16.10.2008 um 17:41:
ch hab das schon öfter gesagt: 2 Jahre mal keinerlei radsport im fernsehen weltweit, also auch keine werbeverträge mehr für die fahrer, und schon trocknet der ganze sumpf aus ...[/quote]
na und nach zwei jahren fängt der ganze dreck von vorne los! so wie es momentan läuft mit evtl. erhöhung der sperren und den besseren test. so kann es weitergehen das ist ein guter anfang für einen ehrlichen kampf gegen doping
Geschrieben von DjHans am 16.10.2008 um 17:42:
| Zitat: |
Original von Rino Albergo
das ist schon ein schritt in die richtige richtung, da der entzug der wirtschaftlichen basis der einzig mögliche weg gegen doping ist ... wenn es nix mehr zu verdienen gibt, wird sich jeder genau überlegen, ob er seine gesundheit aufs spiel setzt ... |
Ich hab mich gestern mit Ablassbriefen nur so eingedeckt. Ich bin glücklich, denn nun kann ich mich auf der Erde so schlecht benehmen wie ich will, ich komme trotzdem in den Himmel und nicht in die Hölle. Eine andere Möglichkeit habe ich auch nicht, wenn ich mir das Fegefeuer ersparen will, denn ich habe einen sehr schlechten Charakter und so ist das der einzige Weg.
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 17:42:
| Zitat: |
Original von Styler
so kann es weitergehen das ist ein guter anfang für einen ehrlichen kampf gegen doping |
Eher das Ende, Kampf gegen Doping muss finanziert werden was ohne Sponsoren nicht möglich ist.
Geschrieben von Snebolinho am 16.10.2008 um 17:44:
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
Das eine hat mit dem anderen nix zu tun, das diente als Beispiel. |
Natürlich hat das eine mit dem Anderen zu tun...
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 17:46:
Wie ich schon sagte, es war nur ein Beispiel.
Geschrieben von DjHans am 16.10.2008 um 17:46:
| Zitat: |
Original von ThunderBlaze
| Zitat: |
Original von Styler
so kann es weitergehen das ist ein guter anfang für einen ehrlichen kampf gegen doping |
Eher das Ende, Kampf gegen Doping muss finanziert werden was ohne Sponsoren nicht möglich ist. |
Tja Thunder, es gibt eben Leute, die da tatsächlich dran glauben.
Eigentlich ist es aber so: Die Verräter und Totengräber des Radsports verlassen das sinkende Schiff, wie zu erwarten, zuerst. Auf kurz oder lang werden nur noch die wahren Freunde übrig bleiben. Das wiederum bietet aber auch neue Chancen.
Geschrieben von Steamboat am 16.10.2008 um 17:50:
Dass diese Entscheidung getroffen wird, war mir nach der Bekanntgabe der Dopingfälle völlig klar. Sie ist auch uneingeschränkt richtig.
Ich habe diejenigen nicht verstanden, die sich hier regelrecht gefreut haben, dass Kohl und Schuhmacher überführt wurden... und sich eigentlich ja noch einen vom oder auf den Scheiterhaufen wünschten. Mir wäre es lieber gewesen, dass es keinen weiteren Fall gegeben hätte - auch wenn das jetzt vollkommen illusorisch klingt. An diejenigen, die sich freuen, dass es Schumi und Berni erwischt hat, freut Euch weiter - die, die es bedauern, weil sie ahnten, was passieren wird - nämlich dass der Standort Deutschland für den Radsport zur Randlage wird, die mögen sich grämen und trauern. Ich bekenne mich zur Trauergemeinde.
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 17:51:
@DjHans: Dann denken diese Leute nicht logisch, da fragt man sich was sie in ihrem Studium gelernt haben. Sorry das zweifel ich an deren Kompetenzen.
Ne neue Chance gerne? Aber dann ohne der jetzigen Führungspersonen des BDR und der einzelnen Verbänden der Länder.
Geschrieben von Snebolinho am 16.10.2008 um 17:55:
Und mal ganz ehrlich, jeder ARD Redakteur der hier (vielleicht) mitgelesen hat in den allermeisten Zeiten seit Juli 2006 musste doch zu dem Schluss kommen dass Radsportdeutschland keine Übertragungen mehr verträgt.
Soviel Häme und auch Freude über neuerliche Dopingfälle, ganz zu Schweigen vom immer wieder geäußerten Generalverdacht lässt doch nur den Schluss zu dass dieser Sport in Deutschland unerwünscht ist.
Dieser Aspekt sei aber nur am Rande erwähnt!
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 18:05:
Vergleiche mal C4F mit anderen Foren... So ganz stimmt das nämlich net.
Geschrieben von DjHans am 16.10.2008 um 18:09:
Es ist nicht alles logisch... Vor allem, wenn es um langfristiges Denken geht, hat der Mensch seine Probleme.
Die andere Möglichkeit ist, dass man ein wenig mit dem Strom schwimmen will.
Snebolinho hat durchaus Recht mit seinem Argument. Aber wenn man sich die Quoten ansieht, muss man sagen: Richtig gehandelt. Was ich aber nicht hören will, sind die vorgeschobenen Gründe. Ich erinnere mal an den 26. Februar 2007. Da hat Jan Ullrich auf die Behauptung reagiert, dass er dem Radsport schade. Er hat aufgezählt, was er für den Radsport in Deutschland alles erreicht hat und wer alles profitiert hat und hat auch in weiteren Interviews in den folgenden 2 Jahren klar gestellt, wer dem Radsport wirklich schadet. Er ist dafür hier verhöhnt worden. Jetzt, 2 Jahre nach seinem letzten Rennen sind die Trümmer, die der Kreuzzug gegen ihn und die "bösen" Sportler verursacht hat, klar sichtbar. Dass der Radsport nach seinem Karriereende an Stellenwert verlieren würde, war klar. Dieses Ausmaß wurde aber von anderen verschuldet. Die Verbände, Organisatoren, aber auch Teams haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, selbst Schuld, kann man da nur sagen. Und mit den Verbände, Organisatoren und Teams haben einige "Fans" denselben Pakt geschlossen. Sie sind Mitschuld an der Situation.
Auch wenn das, wie Thunder auch sagt, in anderen Foren anders aussieht und dieses Forum wohl der Treffpunkt aller angeblichen (denn in Wirklichkeit sind sie es nicht) Moralisten ist, hat man durchaus eine solche Außenwahrnehmung.
Geschrieben von ThunderBlaze am 16.10.2008 um 18:15:
DjHans und wodurch sind die Quoten enstanden? Bei der Berichterstattung hat man sich seine eigene Übertragung kaputt gemacht, das ist dann ja klar das die Quoten in den Keller gehen. Mit ner anderen Berichterstattung wären auch mehr Zuschauer am Bildschirm geblieben, aber was hat man gemacht? Die Zuschauer quasi gebettelt umzuschalten.
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