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Geschrieben von DjHans am 07.10.2007 um 18:02:

 

Ich glaubs dir, ich weiß nicht so viel auf dem Gebiet. Aber das muss mathematisch doch bestimmt auch so ins Verhältnis setzen können, dass man einen Wert hat, der dann vergleichbar ist.



Geschrieben von Cannavaro am 07.10.2007 um 18:15:

 

Zitat:
Original von DjHans
Ich glaubs dir, ich weiß nicht so viel auf dem Gebiet. Aber das muss mathematisch doch bestimmt auch so ins Verhältnis setzen können, dass man einen Wert hat, der dann vergleichbar ist.

Hab bisher noch kein Verhältnis gefunden, was genau stimmt. Ich schaue aber mal kurz, ob man eines mathematisch bestimmen kann.



Geschrieben von Rieper am 07.10.2007 um 19:12:

 

ich weiß nich...hoffe das es sauberer wird...aber weiß nich...bin skeptisch bei der sache...vlt war einfach nur die fahrweise anders....



Geschrieben von der prophet am 07.10.2007 um 19:16:

Daumen hoch!

Möchte an dieser Stelle mal Cannavaro danken für seine äußerst interessanten Auswertungen.



Geschrieben von Cannavaro am 07.10.2007 um 19:24:

 

Zitat:
Original von Rieper
vlt war einfach nur die fahrweise anders....

Bei Giro und Tour wurde eigentlich nicht taktiert. Bei der Vuelta muss ich Dir recht geben, da wurde nach Arcalis und am Monachil etwas gebummelt.
Die Wette war dieses Jahr auch nicht so schlimm, dass es einen großen Einfluss gehabt hätte.
Allerdings hasst du recht Wattzahlen sind nicht alles (vor allem, wenn ich sie mit meinen begrenzten Kenntnissen berechne). Wie Dj Hans und teufelsberg schon gesagt haben, kommt auch der Abgang einiger großer Namen hinzu (durch Dopingsperre oder Karriereende).



Geschrieben von Alfred am 08.10.2007 um 18:31:

 

Ob das Jahr sauberer war als die davor? Es wäre sehr wünschenswert. Nur, wenn ja, was hat es gebracht? Wird es für eine Änderung der Mentalität sorgen? Di Luca, Contador, Bettini... Die Fahrer wissen was gespielt wird. Dazu dieser Ir(r)e, der z. B. einen Jaksche und seine Aussagen abqualifiziert und irgendwelche Geldsummen in den Raum stellt, anstatt den Behauptungen nachzugehen. Ebenfalls bei Bettini während der WM, Rasmussen wird auch wochenlang von der UCI geschützt, Contador sogar von hohen spanischen Politikern, nicht nur vom Verband. Der BDR hält u. a. an Sprenger fest, der italienische Radsportverband wird ständig vom CONI korriegiert... OK einige Teams haben vielleicht Angst und haben vor allem während der Tour nichts riskiert und hatten ihre Sportler halbwegs unter Kontrolle, das kann sich aber schnell wieder ändern, erst Recht bei den Funktionären. Und wenn sie mal wissen, wie man die neuen Testmethoden umgehen, manipulieren kann, dann sind die Fortschritte die jetzt vielleicht da sind, sofort wieder weg, leider.

Was ich toll finde, dass ein Contador noch keinen Vertrag hat. Die Teams zittern wohl alle vor der Einladungspolitik der ASO. Mal schaun, was da alles passiert. Wir werden sehen ob dort nochmals ein Team wie Astana starten darf. Wenn ja...



Geschrieben von DjHans am 08.10.2007 um 18:35:

 

Weil hier mal wieder Rasmussen angesprochen wird. Er soll sich Wochen lang vor den Kontrolleuren versteckt haben und das obwohl er angeblich munter Mittel benutzt hat von denen er wissen konnte, dass er nicht entdeckt werden würde. Das passt nicht ganz zusammen. verwirrt



Geschrieben von kuestentanne am 08.10.2007 um 19:35:

 

Vielleicht hat er schlicht auch noch andere Sachen genommen, die man schon nachweisen kann. Schließlich scheint es ja üblich zu sein, sich nen Doping-Cocktail reinzupfeifen statt nur ein Mittel.



Geschrieben von Flahute am 08.10.2007 um 21:01:

 

Vor allem wird Dynepo genauso wie "herkömmliches" Epo den Hämatokritwert in die Höhe treiben.
Wenn Rasmussen sein Blut in der Trainingsphase auf unzulässige Weise "geboostet" hat, könnte ein unangekündigter Bluttest für ihn doch ziemlich unangenehme Folgen haben...



Geschrieben von jonas am 08.10.2007 um 22:40:

 

Ausserdem ist es ja ein sehr alter Hut, dass man auch in der Trainingsphase dopt um härter und länger trainieren zu können.



Geschrieben von apoka am 08.10.2007 um 23:17:

 

Zitat:
Original von Alfred
Ob das Jahr sauberer war als die davor? Es wäre sehr wünschenswert. Nur, wenn ja, was hat es gebracht? Wird es für eine Änderung der Mentalität sorgen?


Das Thema Doping rückt zwar immer mehr in den Mittelpunkt was derzeit begrüßenswert ist, allerdings hat es meines Wissens nach keine durchgreifenden Änderungen gegeben. Mag sein, dass 2007 sauberer war als die Jahre davor, aber hat es mittel- und langfristig etwas gebracht? Es gab hier schon öfter Diskussionen, ob man Doping so reduzieren könnte, dass der Radsport wieder glaubwürdig ist. Es erscheint mir inzwischen nicht mehr unmöglich, aber Schritte in die Richtung habe ich nur wenige gesehen. Wir können uns also auch 2008 wieder auf dopingverseuchte Rennen freuen.



Geschrieben von Joe Turner am 10.10.2007 um 14:08:

 

Zitat:
Original von DjHans
Ulle war ja 97 Alpe d'Huez glaub sogar schneller als Lance 01.


Nö. Lance 2001 38:01 - Ulle 1997 38:23

2004 war Lance dann schneller als 2001, Ulle hingegen langsamer als 97.

Unter 39 min blieben neben den beiden und Pantani bislang nur Floyd Landis sowie Klöden.



Geschrieben von Scout am 10.10.2007 um 15:10:

 

Ich sehe das etwa so wie Alfred & Apoka. Im Moment sind viele Fahrer/ Teams etwas vorsichtiger geworden.
Aber, wenn Verbände, Organisatoren, Funktionäre & Labore nicht langfristig an einem Strang ziehen, dann haben wir sehr schnell wieder alte Verhältnisse. Natürlich auch wenn Kontrollen nicht greifen.

Ein Signal von allen wäre sehr wünschens Wert und nicht die rum Eierei und das sportpolitische Tauziehen. Nur dann kann es ein Umdenken aller geben.

Die Spitzenfahrer (Top 30) denke ich sind nach wie vor ziemlich voll. Und nicht nur im Profisport. Augenzwinkern



Geschrieben von Joe Turner am 10.10.2007 um 15:47:

 

Zitat:
Original von apoka

Das Thema Doping rückt zwar immer mehr in den Mittelpunkt was derzeit begrüßenswert ist, allerdings hat es meines Wissens nach keine durchgreifenden Änderungen gegeben. Mag sein, dass 2007 sauberer war als die Jahre davor, aber hat es mittel- und langfristig etwas gebracht? Es gab hier schon öfter Diskussionen, ob man Doping so reduzieren könnte, dass der Radsport wieder glaubwürdig ist. Es erscheint mir inzwischen nicht mehr unmöglich, aber Schritte in die Richtung habe ich nur wenige gesehen. Wir können uns also auch 2008 wieder auf dopingverseuchte Rennen freuen.


Man sollte die Sache auch mal von einer etwas größeren Warte aus betrachten. Geschichtlich gesehen lässt die derzeitige Entwicklung durchaus auch hoffen. Man darf die Früchte nur nicht in den nächsten Jahren erwarten. Seit 1998 haben wir regelrechte Skandale, die sowohl das Doping als auch die Dopingbekämpfung verändern.

Die Zeiten, in denen Fahrer vollgepumpt vom Rad fallen, Mannschaften unmittelbar die Doping-Betreuung der Fahrer organisieren, oder Mediziner über Blutbeutel plaudernd im Flugzeug sitzen, dürften zumindest vorbei sein. Doping ist - gerade auch durch die Bekämpfung - geheimer, perfektionistischer, teurer geworden.

Die Dopingbekämpfung ist tatsächlich und auch in der öffentlichen Meinung in den letzten 10 Jahren auf dem Vormarsch. Von 2008 sollte man noch nicht allzuviel erwarten, bis 2018 hingegen einen ordentlichen Schritt.



Geschrieben von steffi am 10.10.2007 um 18:01:

Daumen hoch! 2007 - Das sauberste Jahr seit langem?!

jawoll, mit dem saubersten Toursieger und dem saubersten WM-Sieger seit langem



Geschrieben von teufelsberg am 10.10.2007 um 21:22:

  RE: 2007 - Das sauberste Jahr seit langem?!

Zitat:
Original von steffi
jawoll, mit dem saubersten Toursieger und dem saubersten WM-Sieger seit langem


finde ich unfair, dass du den mutmaßlichen protoursieger nicht erwähnst. pfeifend



Geschrieben von arno¹ am 11.10.2007 um 21:58:

  RE: 2007 - Das sauberste Jahr seit langem?!

Das sauberste Jahr ... ... ... es gab August doch diese Veröffentlichung, habe leider nur noch diesen einen Link hier: http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/die_blutspur_des_radsports_1.536876.html - da gibt es eine sehr "schöne" Dopinghistorie.

Zitat:
2006/2007: Mit der Operación Puerto wird der spanische Blutsumpf trockengelegt. Die Zahl der Doper ist so klein wie nie mehr seit 2001. Weniger als ein Viertel der 180 zur Tour de France 2007 gestarteten Fahrer pedalen mit manipuliertem Blut. Allerdings sagt Sottas: «Unter den ersten 30 des Gesamtklassements ist die Prävalenz höher als in den hinteren Rängen.» ...

Die Tour de France 2007, als Tour de Farce verschrien und am Ende von den Medien auf die Doping-Berichterstattung reduziert, war eine der saubersten seit langem. Selbst bei grösster Vorsicht lässt sich sagen: 75 Prozent der Fahrer waren ungedopt.

Also *nur* großes Grinsen so an die 25% gedopte Fahrer ... das ist doch mal akzeptable, super geringe Fan-Betrugsquote!

Ist aber in anderen Sportarten wohl nicht anders, wenn man bedenkt, daß es z.B. im Fußball noch nicht mal Trainingskontrollen gibt und in der Leichtathletik Hämatokritwerte jenseits von Gut und Böse erlaubt sind. Möchte auch nicht wissen, wie z.B. die Boxer im Abendprogramm aufgepumpt sind.


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