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Geschrieben von le coq sportif am 14.08.2007 um 21:46:
der radsport produziert keine hungerhaken? ich erschrecke jedes mal, wenn ich einen radprofi in zivil sehe - selbst die, die im trikot "normalgewichtig" aussehen, erscheinen in normalen klamotten wie streichhölzelchen.
und um leistungssport zu betreiben, ist es wohl in den meisten fällen nötig, zumindest eine krankhafte fixierung auf die ernährung zu haben, und wenn es nur ist, daß man ständig bedenken muß, was genau man ißt. selbst wenn man für seinen sport nicht besonders dünn sein muß, ein normales essverhalten ist das nicht.
und seit wann zählt das gewicht am berg nicht mehr?
Geschrieben von raser am 14.08.2007 um 21:51:
wie kommst du auf 150?! 300+ sind da eher angesagt!
Geschrieben von Harzer Radfahrer am 14.08.2007 um 22:19:
| Zitat: |
Original von le coq sportif
ich erschrecke jedes mal, wenn ich einen radprofi in zivil sehe - selbst die, die im trikot "normalgewichtig" aussehen, erscheinen in normalen klamotten wie streichhölzelchen.
( |
Kann ich bestätigen... Bei meiner ersten Live-Begegnung war ich auch überrascht, wie dünn die sind. Warum die Chicks auf diese Hungerhaken stehen, verstand ich auch nicht, aber egal...
Gesund ist das jedenfalls nicht. Und wenn ich die dünnen Ärmchen von dem Brajkovich sehe, wo selbst das eigentlich hautenge Trikot zu weit geschnitten ist, schrillen alle Alarmglocken... Aber Radfahrer sind sportlich gesehen eh keine Vorbilder für mich. Ohne Ende Ausdauer aber sonst nicht viel zu bieten. Triathleten oder speziell Zehnkämpfer sind da wesentlich vielseitiger - und das sieht man dann auch an dem athletischeren und gesünderen Körperbau.
Geschrieben von teufelsberg am 14.08.2007 um 22:43:
| Zitat: |
Original von le coq sportif
der radsport produziert keine hungerhaken? ich erschrecke jedes mal, wenn ich einen radprofi in zivil sehe - selbst die, die im trikot "normalgewichtig" aussehen, erscheinen in normalen klamotten wie streichhölzelchen.
und um leistungssport zu betreiben, ist es wohl in den meisten fällen nötig, zumindest eine krankhafte fixierung auf die ernährung zu haben, und wenn es nur ist, daß man ständig bedenken muß, was genau man ißt. selbst wenn man für seinen sport nicht besonders dünn sein muß, ein normales essverhalten ist das nicht.
und seit wann zählt das gewicht am berg nicht mehr?
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hungerhaken, sicher.
extreme fixierung auf die ernährung, auch.
nicht "normal", nun gut,
ist es normal nur weil alle es tun?
krankhaft ist die frage. natürlich definitionsabhängig.
so kann man rasmussen&co in einer weiten definition sicher mit erfassen, in einer engeren nicht unbedingt.
so liegt wohl kaum eine körperschemastörung vor, und das selbstwertgefühl wird nicht aus der dünnheit, sondern aus der (ev. darauf beruhenden) leistung, gespeist, nehme ich mal an.
Geschrieben von DjHans am 14.08.2007 um 22:51:
Klar gibt es Extrem Beispiele. Und generell müssen Radsportler auch dünn sein, allerdings nicht krankhaft dünn. Auch im Skispringen nicht. Klar waren die Bilder von Hannwald oder Pettersen erschreckend, ich habe allerdings auch mal Alex Herr vor 3, 4 Jahren im Schwimmbad getroffen und der sah vom Gewicht völlig normal aus. Klar war er recht dünn, aber man hätte im Schwimmbad zig andere mit ähnlicher Figur gefunden. Weit entfernt von solchen Horrorbilder.
Zur Abwechslung mal ein Bild von Boonen. Absolut normal.
http://www.bikenews.it/2005/squadre/quick-s/Boonen-operato-m.jpg
Geschrieben von donon am 14.08.2007 um 23:06:
| Zitat: |
Original von teufelsberg
krankhaft ist die frage. natürlich definitionsabhängig.
so kann man rasmussen&co in einer weiten definition sicher mit erfassen, in einer engeren nicht unbedingt.
so liegt wohl kaum eine körperschemastörung vor, und das selbstwertgefühl wird nicht aus der dünnheit, sondern aus der (ev. darauf beruhenden) leistung, gespeist, nehme ich mal an. |
Ich finde den ganzen Fragenkomplex schon sehr spannend, und ich finde es auch richtig, ihn in Hinblick aufs Dopingproblem zu diskutieren.
Wenn man bedenkt, dass z.B. Leistungssport eine häufige Begleiterscheinung bei anorektisch Erkrankten ist, wenn man in Betracht zieht, welchem extremen Diktat sich die Sportler das ganze Jahr unterziehen müssen - das Fressen bis zum Gehtnichtmehr bei Rundfahrten als Beispiel, um die Speicher halbwegs voll zu kriegen, wenn man schließlich die rückhaltlose Bereitschaft erkennt, mit der Sportler ihren Körper optimieren (in den USA, wo während meines Urlaubs der nachweislich Balco-gedopte Barry Bonds seinen 756. Homerun erzielte und damit einen neuen Rekord aufstellte, lassen sich junge, 16.jährige Nachwuchs-Pitcher die gesunden Ellenbogen operieren, um bessere Würfe hinzukriegen), dann ist es zum Doping nicht mal mehr ein kleiner Schritt.
my2cent
Geschrieben von Sunshine Thurau am 15.08.2007 um 00:16:
| Zitat: |
| Original von donon lassen sich junge, 16.jährige Nachwuchs-Pitcher die gesunden Ellenbogen operieren, um bessere Würfe hinzukriegen) |
Das ist nicht wo wahnsinnig neu. Früher ließen sich einige Leute kastrieren, um große Sänger zu werden. Da ist so ein kleiner Ellbogeneingriff doch zu verschmerzen
Geschrieben von le coq sportif am 15.08.2007 um 07:07:
| Zitat: |
Original von Sunshine Thurau
| Zitat: |
| Original von donon lassen sich junge, 16.jährige Nachwuchs-Pitcher die gesunden Ellenbogen operieren, um bessere Würfe hinzukriegen) |
Das ist nicht wo wahnsinnig neu. Früher ließen sich einige Leute kastrieren, um große Sänger zu werden. Da ist so ein kleiner Ellbogeneingriff doch zu verschmerzen
|
leute? wohl eher jungen (die kastration bei einem mann bringt keine schöne stimme), und die hatten wohl kaum wirkliche entscheidungsgewalt darüber.
Geschrieben von hermann am 15.08.2007 um 08:55:
Ich find das "dünn sein" auch nicht schön, aber von ungersund reden kann, wenn keine Medikamente genommen werden, doch keine Rede sein. Tatsache ist doch, das der Durchschnittsmensch zu dick ist, und mit dem werden die Radsportler hier verglichen.
Im letzten Focus stand doch ein ganz interessanter Bericht bezüglich Lebenserwartung und Essen.
Nach dem Sport bekommen die doch eine ganz normales Aussehen, zb Eddy-der-Dicke (ok, jetzt nicht mehr) oder Moser-der-Schlanke.
Geschrieben von donon am 15.08.2007 um 09:15:
Also, wenns der Sache dient, können wir auch gerne über die Kastration von
Sängern oder meinetwegen die Flagellanten aus der Pestzeit reden. Auch Schumann
band sich, zur Verbesserung seiner pianistischen Fähigkeiten, den Ringfinger zurück,
und ruinierte seinen Anschlag dermaßen, dass er anschließend gezwungen war,
Komponist zu werden. Ich weiss nur nicht, der Unterstützung welches Standpunkts
diese Beispiele dienen. Ist es dann ganz o.k., sich seine Gesundheit zugunsten
der Karriere zu ruinieren, weil es früher auch schon gemacht wurde, oder was soll
das heissen?
Worauf ich eher hinaus wollte, ist: Die Sportler unterwerfen ihren Körper ohnehin
so einem grausamen Regime, dass sie damit fürs Leben gezeichnet sein werden:
Mit Herzen, die sie dazu zwingen, lebenslang abzutrainieren, mit schmerzenden
Gelenken, nicht zuletzt auch sozial mit dem Verzicht, in ihren Zwanzigern eine
bürgerliche Karriere anzustreben. Das heißt: Sie geben ohnehin unendlich viel auf
(oder ordnen es dem sportlichen Erfolg unter). Da halte ich es durchaus für verständlich
(aber natürlich nicht für legitim), wenn sie zusätzlich zu den Nahrungs-
ergänzungsmitteln, dem Training in der Druckkammer, den ständigen
Aufenthalten fern jeden Familienlebens, zur Verbesserung der Leitungsfähigkeit
eben auch jene Mittel nehmen, für die sie neuerdings verurteilt werden.
Um nochmal auf den US-Baseball zurückzukommen: Bonds, der All-Time-Leader
der Homerun-Statistik, ist 43 Jahre alt. Dopingkontrollen gibts in der Sportart, soweit
ich weiss, nicht. Seine Verwicklung in den Balco Skandal ist eher über die Aufklärung
in der Leichtathletik rausgekommen.
Zwei Drittel der Amerikaner verachten ihn, wegen der Dopingvorwürfe. Aber das
letzte Drittel, das ihn unterstützt, reicht aus, um eine gigantische Wirtschafts-
maschinerie am Laufen zu halten:
Wie ich im San Francisco Chronicle gelesen habe, wurde der glückliche Zuschauer,
der den Ball von Bonds historischem 756. Homerun fing, sofort von der Polizei
geschützt und zum Ausgang geleitet - Insider taxieren den Wert dieses Balles
auf bis zu drei Millionen Dollar.
edit: Fehlerteufel
Geschrieben von Sunshine Thurau am 15.08.2007 um 10:03:
| Zitat: |
Original von donon
Um nochmal auf den US-Baseball zurückzukommen: Bonds, der All-Time-Leader
der Homerun-Statistik, ist 43 Jahre alt. |
Ich kenne nur Darryl Strawberry, der in Abel Ferraras "Bad Lieutenant" Idol des korrupten Lieutenants (Harvey Keitel) ist. Keitel setzt mehr Geld als er hat, jedoch scheitert Strawberry mit den New York Mets in den Play-Offs. In der Schlussszene sieht man, wie Keitel in seinem Auto erschossen wird, weil er die Wettschulden nicht begleichen kann.
Geschrieben von Bugno am 20.09.2007 um 10:32:
Herkules ist sicher nicht magersuechtig, faehrt er doch mit 100 kg mit 210 km/h den Berg
hinunter!
Geschrieben von Doubleyou am 20.09.2007 um 10:45:
Zu dünn ist nicht gut. Je dünner, desto weniger Kraft hat man. Man ist dadurch am Berg schneller, hat aber keinen Druck mehr beim Zeitfahren
Geschrieben von gehlhajo am 20.09.2007 um 11:40:
| Zitat: |
Original von Doubleyou
Zu dünn ist nicht gut. Je dünner, desto weniger Kraft hat man. Man ist dadurch am Berg schneller, hat aber keinen Druck mehr beim Zeitfahren |
Was meinst Du mit dünn ? . Ich hatte mal die Ehre im Rahmen der Bayern-Tour 1m vor Klöden zu stehen. Der gute Mann bestand da praktisch nur aus Oberschenkeln. Obenrum sah der aus wie halb verhungert.
Irgendwie zweigeteilt.....
Geschrieben von ThunderBlaze am 20.09.2007 um 15:37:
| Zitat: |
Original von Doubleyou
Zu dünn ist nicht gut. Je dünner, desto weniger Kraft hat man. Man ist dadurch am Berg schneller, hat aber keinen Druck mehr beim Zeitfahren |
Radsport ist ein Ausdauersport. Die Kraft kommt von ganz allein.
Geschrieben von Herr Doepfel am 04.07.2015 um 21:35:
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