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Geschrieben von Horatio am 12.06.2005 um 11:06:
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Original von bAdpit
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Original von Horatio
Naja, dergleichen muss man wohl nicht überbewerten. 'n Kumpel von mir steht leidenschaftlich auf Gotcha, so richtig mit durch den Wald rennen und so. Und nebenberuflich ist er standhaft pazifistisches Grünenmitglied. |
das passt aber dummerweise überhaupt nicht zueinander!!
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Es passt vielleicht nicht speziell zueinander, widerspricht sich doch auch nicht wirklich. Ist doch quatsch zu glauben, jeder müsse in jeder Disziplin des täglichen Lebens einem bestimmten Grundmuster folgen. Man kann reale Gewalt ablehnen und trotzdem gerne Action-, Kriegs- oder Splatterfilme schauen. Man kann Radsport anschauen und trotzdem nie auf dem Rad sitzen, man kann Blondinenwitze spaßig finden ohne Chauvi zu sein, CDU-Mitglied und kein Christ sein, SPD-Mitglied und kein Sozialist sein usw. Die Realität ist Mehrdimensional.
Geschrieben von Alfred am 12.06.2005 um 11:09:
Ja, sicher, nur er (mein Kohl) hat sie benutzt, zumindest versucht, schätze ich mal. Und er weiß sicher den Wert einer freien Presse zu schätzen, dumm sind sie nicht.
Erinnert mich eher an den Schröder Freund Putin, die Methoden...
Geschrieben von teufelsberg am 12.06.2005 um 11:09:
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Original von Horatio
Es passt vielleicht nicht speziell zueinander, widerspricht sich doch auch nicht wirklich. Ist doch quatsch zu glauben, jeder müsse in jeder Disziplin des täglichen Lebens einem bestimmten Grundmuster folgen. Man kann reale Gewalt ablehnen und trotzdem gerne Action-, Kriegs- oder Splatterfilme schauen. Man kann Radsport anschauen und trotzdem nie auf dem Rad sitzen, man kann Blondinenwitze spaßig finden ohne Chauvi zu sein, CDU-Mitglied und kein Christ sein, SPD-Mitglied und kein Sozialist sein usw. Die Realität ist Mehrdimensional. |
fällt mir zwar schwer, aber ich spar mir mal meine wald-, wiesen- und küchenpsychologie.
Geschrieben von Horatio am 12.06.2005 um 11:11:
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Original von teufelsberg
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Original von Horatio
Es passt vielleicht nicht speziell zueinander, widerspricht sich doch auch nicht wirklich. Ist doch quatsch zu glauben, jeder müsse in jeder Disziplin des täglichen Lebens einem bestimmten Grundmuster folgen. Man kann reale Gewalt ablehnen und trotzdem gerne Action-, Kriegs- oder Splatterfilme schauen. Man kann Radsport anschauen und trotzdem nie auf dem Rad sitzen, man kann Blondinenwitze spaßig finden ohne Chauvi zu sein, CDU-Mitglied und kein Christ sein, SPD-Mitglied und kein Sozialist sein usw. Die Realität ist Mehrdimensional. |
fällt mir zwar schwer, aber ich spar mir mal meine wald-, wiesen- und küchenpsychologie. |
Nee, komm leg los. Aber lass dir nicht zu lange Zeit, ich muss bald weg.
Geschrieben von teufelsberg am 12.06.2005 um 11:16:
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Original von Horatio
Nee, komm leg los. Aber lass dir nicht zu lange Zeit, ich muss bald weg. |
ne ne, erstens geht das nicht so schnell und zweitens bin ich selbst auch von leuten genervt, die mit psychologischem halbwissen um sich werfen. (gestern erst mit einer eigenlich sehr engen freundin über nlp gestritten).
Geschrieben von Jagin am 12.06.2005 um 13:07:
Hmm,
ich kann die Problematik, aus unternehmerischer Sicht, nicht wirklich verstehen. Die Riis Cycling, als Betreiberfirma des Teams, ist sehr auf ein positives Mediumumfeld angewiesen. Im Hinblick auf die Aquirierung neuer Sponsoren und positiver Medienwerte ist das absolut verständlich. Jeder der im Blickpunkt der Medien steht macht ein solche Liste doch zumindest auch im Kopf. Beispiel: Ich bin Schauspieler und weiss der Journalist XY schreibt immer nur Blödsinn über mich... folglich werde ich Interview mit diesem Menschen meiden um keine Munition zu liefern. Bei der Riis Cycling sind nun eine ganze Reihe von Angestellten, die nicht immer alles wissen können. Denen ein Briefing im Umgang mit entsprechenden Journalisten zu geben halte ich für legitim.
Über mich wurde auch schon manch ein Blödsinn geschrieben... meine Konsequenz daraus ist exakt die selbe: Manche Journalisten sind zu ignorieren.
Grüsse Jagin
Geschrieben von Glgnfz am 12.06.2005 um 13:16:
yeah, werner - nur ganz allgemein - reden wir nicht alle lieber mit leuten, die uns wohlgesonnen sind?
Geschrieben von polli am 12.06.2005 um 13:19:
| Zitat: |
Original von Alfred
Ach mei, Mr. 60 %. Welchen Fahrer hat er da verärgert, dass er das an die Presse bringt.
Aber, mein Gott, bekannt ist es, dei Journalisten oder Menschen die kritisch über Doping schreiben, werden geschnitten, sprich sie können sich einen anderen Beruf suchen oder wenn nicht, werden sie bedroht, nicht nur sie, auch deren Familien. Alles bekannt... Dass die Fahrer so dumm sind oder Mr. 60 % für so dumm hält, dass sie lernen müssen, wer "gut" oder "schlecht" ist... Naja. Er sollte sich lieber darauf konzentrieren, dass er neue Sponsoren findet und pünktlich seine Gehälter zahlt... Mr. 60 % ist und bleibt ein Blender...
Aber die Methoden, für so mafiaähnliche Gebilde, sicher üblich. Sonst auch, in der Politik, vielleicht könnte Tick dazu mehr erzählen, wie es in Washington abläuft, wenn es die Netiquette erlaubt und sie Lust hat. |
dito
Er soll sein Geld weniger für aussersportliche Aktivitäten ausgeben, dann brauch er auch nicht soviel Sponsoren aufm Trikot.
Geschrieben von Bobet am 12.06.2005 um 14:23:
Zitat gefällig?
"(Armstrongs) method of dealing with the media precisely mimicked the dope-testing system under whose shadow he lived. Basically, Armstrong tested journalists. He read everything written about him, sifting it for mentions of doping and other negatives. Writers of Web articles were unsurprised to get rebutting e-mails from him, sometimes moments after their articles had been posted. To anger Armstrong was to risk loosing access - a potentially career-scuttling loss for underpaid cycling writers for whom access to the Postal team was crucial. To stay in bounds was to be a friend, a friendship that sometimes involved reporting to Postal on the activities of their less-circumspect colleagues.
"We have friends in the press room," Bruyneel told me, tilting his head mysteriously. "We know what goes on, and who is with who."
"You've got to be careful what you say," VeloNews writer Andrew Wood said. "The walls have ears."
Postal was the only team to snap digital photographs of journalists' faces. ("For the black list", spokesman Jogi Muller joked, lamely but accurately). Behind the tinted windows of the Postal bus, Bruyneel, Muller and Armstrong did their homework, monitoring the behaviour of journalists milling outside.
"They cannot see us, but we can always see them", Bruyneel said. "You can tell a lot by who is talking to who, and how they are speaking." (Zitat aus Daniel Coyle, Lance Armstrong's War, Seite 185 - bevor jetzt die üblichen Einwände erhoben werden: das Buch ist beileibe nicht armstrong-kritisch, die Erzählperspektive des Autors eher von Repekt, ja Bewunderung geprägt).
Coyle weiss darüber hinaus davon zu berichten, dass USPS- Pressesprecher Müller bei der Tour 2003 darauf angesetzt war, herauszufinden, welche Reporter-Kollegen Kontakt zu David Walsh, Armstrongs journalistischem Intimfeind, unterhielten. So scheint der australische Reporter Rupert Guinness dadurch auf die "schwarze Liste" geraten zu sein, dass er Walsh auf der achten Etappe im Auto mitgenommen hat. Früher nannte man so etwas Sippenhaftung. Aber bitte: "reden wir nicht alle lieber mit Leuten, die uns wohlgesonnen sind?" Mit solchen Reaktionen kriegen wir genau den Radsport, den wir verdienen.
Geschrieben von Inga am 12.06.2005 um 14:27:
RE: Zitat gefällig?
wobei ich sagen muss, dass mir viele leid täten, wenn sie mit solchen methoden konfrontiert würden.
Aber journalisten gehören nur bedingt dazu...
Geschrieben von Bobet am 12.06.2005 um 14:34:
RE: Zitat gefällig?
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Original von Inga
wobei ich sagen muss, dass mir viele leid täten, wenn sie mit solchen methoden konfrontiert würden.
Aber journalisten gehören nur bedingt dazu...
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Vielleicht. Wenn man Coyles Beschreibung der drei Kontroll-Neurotiker Bruyneel, Müller und Armstrong liest (Zitat Bruyneel: "They cannot see us, but we can always see them"), weiss man eh' nicht so genau, ob man weinen oder lachen soll.
Geschrieben von karteikarte am 13.06.2005 um 07:30:
Mein Gott! Die einen halten sich kritische Journalisten mit einer Gut-Böse-Liste vom Leib, ein anderes Team schließt direkt einen Vertrag mit einem Fernsehsender und verhindert so eine kritische und objektive Berichterstattung. Wo ist da der große Unterschied!
Geschrieben von KitKat am 13.06.2005 um 09:13:
| Zitat: |
Original von karteikarte
Mein Gott! Die einen halten sich kritische Journalisten mit einer Gut-Böse-Liste vom Leib, ein anderes Team schließt direkt einen Vertrag mit einem Fernsehsender und verhindert so eine kritische und objektive Berichterstattung. Wo ist da der große Unterschied!
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Die einen machen es geschickt und die anderen eben nicht
Geschrieben von Bugno am 13.06.2005 um 09:21:
Das Thema ist jetzt sowieso erledigt, da CSC dementiert und gleichzeitig solche Methoden als inakzeptabel bezeichnet.
Damit können jetzt auch die Rechtfertigungsversuche eingestellt werden!
Geschrieben von Emilia am 13.06.2005 um 22:00:
| Zitat: |
Original von Bugno
Das Thema ist jetzt sowieso erledigt, da CSC dementiert und gleichzeitig solche Methoden als inakzeptabel bezeichnet.
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i really hope thats thrue, and that giles le roc'h then have to take his words back and apologise to riis.
its typical, when a team have success, all kind of speculations about cheatening and false accusations is coming up. why is it so, that the journalists, without any real facts, are allowed to write whatever they want. i could perfectly understand if riis himself had a list over journalist that he didnt want to speak with.
now that mr 60% is mentioned!!!
i guess that the name
"Monsieur 60 Prozent" always will be follow bjarne riis...

sad eigentlich, because which one of the great tour winners can speak himself free. i dont want to speak about doping, but if someone accuse a team (or teamleader) off using unfair methods i think they have to accuse the rest of the teams in the peleton too. riis trainings methods might seems a bit odd to some people (including myself) but im sure that his ideas and visions is a part of his success/results. i dont think the riders are forced to do anything against their will. in csc you either agree or you disappear like jaksche did last year.
warum eigentlich such a scarring thread title?
Geschrieben von Cyclist am 13.06.2005 um 22:14:
Pressebeobachtung
Dass Unternehmen, wirtschaftliche und politische Instututionen intensive Pressebeobachtung betreiben, wo sowohl die Berichte als auch die Art der Berichterstattung (positiv/negativ) und die Themen festgehalten werden, ist bekannt. Dass Pressebeoachtung auch im Radsport betrieben wird (und nichts anderes sind diese Dossiers) halte ich für legitim und denke, dass viele professionell geführte Teams die Presseberichterstattung über sie entsprechend auswerten.
Geschrieben von Heinz Helfgen am 14.06.2005 um 08:41:
RE: Pressebeobachtung
Vor kurzem war im Spiegel ein Artikel über Tennis, wo beschrieben wird, dass die ATP auch eine Liste über "gute" und "böse" Journalisten führt, dass sie allgemein versucht, eine kritische Berichterstattung über das Profitennis so gut wie möglich zu verhindern und dabei auch ziemlich erfolgreich ist.
Man kann das auch "professionelle Pressearbeit" nennen, ich hoffe aber, dass es im Radsport nicht so weit kommt (bzw. bereits schon so weit gekommen ist)
Geschrieben von Cyclist am 14.06.2005 um 08:54:
RE: Pressebeobachtung
Ich denke man muss unterscheiden zwischen der Presseauswertung an sich und dem Versuch kritische Journalisten von der Berichterstattung auszuschliessen Eine Presseauswertung ist nichts verwerfliches, sondern ein ganz normaler Vorgang, in vielen Unternehmen gibt es extra Abteilungen dafür. Die entscheidende Frage ist, wie man mit den Erkenntnissen umgeht. Meines Wissens besteht keine Pflicht mit jedem Journalisten zu reden. Manche öffentliche Persönlichkeiten sprechen aufgrund von negativer Erfahrungen nicht mehr mit der Bildzeitung - verhindern sie dadurch die Pressefreiheit? Niemand kann einem Journalisten verbieten über Ereignisse zu berichten, man kann aber entscheiden mit welchem Journalisten man persönlich redet bzw. nicht.
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