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Geschrieben von Tourmalet am 01.10.2003 um 13:37:

Daumen hoch! RE: ich finde

Zitat:
Original von ogkempf
es so wie es nun liegt eigentlich hervorragend. Die drei Landesrundfahrten schön über das Radsportjahr verteilt.

Leider sieht das die Mehrheit der radsportguckenden Menschen wohl nicht so...


Doch Oggi, bin da ganz deiner Meinung. ziehe den hut



Geschrieben von Cyclist am 01.10.2003 um 13:42:

 

Bei einer Terminverschiebung müssten wir doch eine noch längere radsportlose bzw. radsportarme Zeit überbrücken - ist schon so in Ordnung. Ausserdem würden dann wohl noch weniger Stars an der WM teilnehmen......



Geschrieben von xxGinesxx am 01.10.2003 um 14:51:

 

Hmm... also von der Besetzung her war die Vuelta doch gar nicht mal so übel. Bis auf Mayo, Zubeldia und Beloki waren die besten Spanier da und zweifelsfrei haben die Spanier in der Masse die besten Rundfahrer.
Die Qualität der anwesenden Fahrer ist seit der Verlegung in den September gestiegen, wenn man mal zurückblickt, wieviele Regional-Truppen Ende der 80er und Anfang der 90er bei der Vuelta fahren durften.

Eine Zurückverlegung in den April bzw. Mai würde IMO garnix bringen, denn dann wäre die Radsport-Saison nach der Tour gelaufen und für die ohnehin schon gebeutelte WM würden sich noch weniger Fahrer interessieren.

Die Tour walzt seit einigen Jahren die beiden anderen GT's platt. Der Giro wäre schon längst tot, wenn er nicht von seiner Tradition, von den fanatischen Tifosi und von der rosa Zeitung über Wasser gehalten würde.
"Fantechnisch" sind die Spanier leider zweitklassig...

Man sollte auch die Streckenführung überdenken. Jedes Jahr hat man zu 75% den identischen Streckenplan zum Vorjahr. Das bringt nicht unbedingt Abwechslung, wobei die Steppenlandschaft in Spanien ihr übriges dazu beiträgt...schläfrig



Geschrieben von Kalmit am 01.10.2003 um 15:21:

großes Grinsen die böse Tour de France

Zitat:
Die Tour walzt seit einigen Jahren die beiden anderen GT's platt.


Naja... wieder so ein Spruch... warum muss man der Tour immer vorwerfen, sie wäre zu wichtig?! Als solle sie sich dafür entschuldigen!

Sie ist nun mal das wichtigste, bekannteste und größte Radrennen der Welt - und war es schon immer! So ne Tradition hat keine andere GT! Und ALLE großen Legenden hatten als Hauptziel immer nur die Tour!

Und was will man hier eigentlich?! Ulle, Armstrong und alle anderen können nur 1x im Jahr voll auf GT-Sieg fahren - und warum sollten sie dies beim Giro oder Vuelta tun?! Oder soll etwa jeder seine eigene GT fahren, also keine direktvergleiche?! Dann wird´s uninteressant. Oder sie fahren alle 3... Augen rollen

3 GT´s sind meiner Meinung nach auch einfach zu viel. 2 Wochen Spanienrundfahrt würden meiner Meinung nach reichen. Die Vuelta ist ja eigentlich - wie hier schon erwähnt wurde - ein Vorbereitungsrennen für die WM oder Fahrer, die aus irgendwelchen Gründen die Tour nicht fahren konnten. Kein echter Champion wird sich jemals das Ziel setzen, die Vuelta zu gewinnen. Es sei denn, er ist Spanier.

Die Tour ist und bleibt das wichtiste Rennen der Welt - und ich sehe keinen Grund, ihr das übelzunehmen!



Geschrieben von marina88 am 01.10.2003 um 15:27:

 

Zitat:
Original von xxGinesxx
Der Giro wäre schon längst tot, wenn er nicht von seiner Tradition, von den fanatischen Tifosi und von der rosa Zeitung über Wasser gehalten würde.


Ich sehe eher den Untergang der Vuelta als den des Giro:

Der Vuelta fehlt die Seele, sie ist eher ein Retortenrennen. Langweilige Etappen, karge Landschaften, kein einer GT würdiges Profil. Kaum Zuschauer, kaum Begeisterung. Einige spanische Topfahrer verzichten zugunsten der Tour auf die Vuelta, ausländische Teams schicken ihre zweite Garde oder Stars ohne Form. Die Fernsehberichterstattung wird zurückgefahren, das Medieninteresse insgesamt ist gering, Sponsoren kündigen ihren Rückzug an, es ist schwer neue Sponsoren für das Rennen zu finden.

Der Giro lebt von seiner Seele, von seiner Tradition. Vom Profil her vielleicht noch anspruchsvoller als die Tour de France. Viele begeisterte Zuschauer an der Strecke, Emotion pur. Alle italienischen Spitzenfahrer am Start, nur der Zuspruch der ausländischen Teams (v.a. wegen der TV-Übertragungsproblematik) könnte besser sein. Im Fernsehen wird täglich ausführlich live berichtet, das Medieninteresse ist groß, es gibt keine Sponsorenprobleme wie bei der Vuelta.



Geschrieben von Escartin am 01.10.2003 um 15:33:

 

Eine schwache Vuelta und schon wird das Rennen totgesagt. Absoluter Schwachsinn. Vor zwei Jahren hieß es noch, die Vuelta würde den Giro überholen. Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Ich halte den jetzigen Termin für ideal, vor der Tour würden doch noch viel weniger Topleute mitfahren. Außerdem ist kein Platz im Terminkalender. Ich wäre nur dafür die WM wieder in den August zu verlegen, die Vuelta um eine Woche nach vorne zu verlegen und den zweiten Weltcupblock komplett hinter die Vuelta zu schieben.



Geschrieben von xxGinesxx am 01.10.2003 um 15:46:

  RE: die böse Tour de France

Zitat:
Original von Kalmit
Zitat:
Die Tour walzt seit einigen Jahren die beiden anderen GT's platt.


Naja... wieder so ein Spruch... warum muss man der Tour immer vorwerfen, sie wäre zu wichtig?! Als solle sie sich dafür entschuldigen!


Da lieferte mein Satz doch glatt Spielraum für 'ne Falschinterpretation. zahnlos
Das war nur 'ne Tatsachebeschreibung, an der wohl nichts zu rütteln ist, allerdings kein Vorwurf in Richtung Tour de France. Ich bin gar froh, dass es im Radsport ein Ereignis von einem solch hohen Rang gibt.
Hatte v.e.Z. schonmal geschrieben, dass der Giro teilweise auch selbst schuld ist an seiner deutliche wahrnehmbaren Abwertung.

Und marina hat Recht: Die Vuelta ist definitiv ein Retortenrennen.



Geschrieben von hasending am 01.10.2003 um 16:40:

 

Zitat:
Original von marina88
Ich sehe eher den Untergang der Vuelta als den des Giro:

Der Vuelta fehlt die Seele, sie ist eher ein Retortenrennen. Langweilige Etappen, karge Landschaften, kein einer GT würdiges Profil. Kaum Zuschauer, kaum Begeisterung. Einige spanische Topfahrer verzichten zugunsten der Tour auf die Vuelta, ausländische Teams schicken ihre zweite Garde oder Stars ohne Form. Die Fernsehberichterstattung wird zurückgefahren, das Medieninteresse insgesamt ist gering, Sponsoren kündigen ihren Rückzug an, es ist schwer neue Sponsoren für das Rennen zu finden.

Der Giro lebt von seiner Seele, von seiner Tradition. Vom Profil her vielleicht noch anspruchsvoller als die Tour de France. Viele begeisterte Zuschauer an der Strecke, Emotion pur. Alle italienischen Spitzenfahrer am Start, nur der Zuspruch der ausländischen Teams (v.a. wegen der TV-Übertragungsproblematik) könnte besser sein. Im Fernsehen wird täglich ausführlich live berichtet, das Medieninteresse ist groß, es gibt keine Sponsorenprobleme wie bei der Vuelta.

Ich schließe mich Dir an: In Sachen Infrastruktur und "drumherum" gehts dem Giro besser als der Vuelta.

Trotzdem bin ich der Auffassung, daß die Vuelta das stärkere (besser besetzte) Rennen hinsichtlich der Gesamtwertung ist. Spanien hat seit Beginn der 90er deutlich mehr und deutlich bessere Rundfahrer als Italien. Und die sind mit Ausnahme von Indurain auch regelmäßig die Vuelta gefahren.
Was Sprints und Tagessiege angeht, ist der Giro wohl stärker aufgrund der unglaublich Sprinter- und Eintagesfahrerdichte in Italien.



Geschrieben von muellerin am 01.10.2003 um 17:36:

 

Müssen sich nicht eigentlich als erstes die Spanier auseinandersetzen wegen der Vuelta?

Wenn sie die Vuelta lieben, dann werden noch einige dabei sein, die dafür kämpfen werden, damit es besser wird.

Mir ist aufgefallen, die Berichterstattung ist manchmal so schlecht, daß man außer Trikot selten eine Nummer sieht, also vieles aus dem Hubschrauber z.B. Auf Autobahnen kann ja kaum ein Fan stehen, also warum fährt man nicht öfters durch kleinere Dörfer oder Städte (das machen z.B. Giro und die Tour), da sind dann wiederum genug Leute.

Andererseits muß ich auch mal die deutschen Medien mal paar auf die "Socken" geben. Über Giro (schon weniger) und über die Tour wird berichtet, die Vuelta ist hier, sie läuft zwar, aber irgendwie existiert sie für uns gar nicht. Bei Eurosport gab es z.B. abends keine Wiederholungen, dann frag ich mich, wenn ich arbeiten gehe, wie ich eine Vuelta überhaupt verfolgen kann, wenigstens noch mal ne Wiederholung so ca. 21.oo h könnte Eurosport ruhig mal bringen.

Von daher ist für mich die Distanz halt schon wesentlich größer.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 01.10.2003 um 17:40:

 

Zitat:
Original von muellerin
wenigstens noch mal ne Wiederholung so ca. 21.oo h könnte Eurosport ruhig mal bringen.

Die zeigen dann halt lieber Dartwerfen oder Baumstammschleudern.



Geschrieben von Heidihs am 01.10.2003 um 18:25:

 

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
[...] oder Baumstammschleudern.


Das ist live ziemlich lustig! (In Schottland machen sie ja auch einen guten Whiskey ... pfeifend )

Aber sonst doch schlafend .



Geschrieben von Cyclist am 01.10.2003 um 19:32:

 

Velonews über die diesjährige Vuelta:

Zitat:
Teams are poised to give the 58th Vuelta a España a "thumbs down" in a report to be sent to the UCI, according to a report in the Spanish daily Sport.

Francis Lafargue, press officer for iBanesto.com, was selected by the teams to write up the critique of the season's final grand tour. Lafargue says the Vuelta has lost some of its appeal following a string of problems that plagued the three-week race.

"This edition has been bad," .....


Teams give Vuelta a ‘thumbs down'



Geschrieben von Crisanto am 01.10.2003 um 19:54:

Daumen hoch! Mir gefällt die Vuelta

im September eigentlich recht gut. Und abgesehen von der Autobahnproblematik hab ich auch inhaltlich nicht viel zu kritisieren. Radsport pur ohne ablenkende kitschige Landschaften und sich selbst inszenierende Zuschauer. Und selbst wenn die Spanier unter sich bleiben würden - was ja beileibe nicht der Fall ist -, auf jeden Fall ungemein kompetitiv. Das spanische Fernsehen hatte übrigens während der diesjährigen Vuelta wieder Rekordeinschaltquoten. Das wundert mich eigentlich nicht, denn am Fernseher läßt sich so eine Etappe halt wesentlich leichter, angenehmer und obendrein besser verfolgen.
ziehe den hut Crisanto ziehe den hut



Geschrieben von Cyclist am 01.10.2003 um 20:08:

 

Rekordeinschaltquoten? Das stimmt leider nicht. Sie hatten mehr Zuschauer als bei der Tour, aber im Vergleich zur letzten Vuelta sind die Zahlen zurückgegangen.
Tour 2003: 35 Mio. Zuschauer
Vuelta 2003: 43,8 Mio. Zuschauer
Vuelta 2002: 47 Mio. Zuschauer

Zitat:
Vuelta less popular in Spain
Although the Vuelta a España is still more popular among Spanish TV viewers than the Tour de France, this year's race had three million fewer viewers than last year. Total viewer numbers for the three weeks were 43.8 million, down from 47 million last year. This year's Tour de France was seen by around 35 million Spanish TV viewers.
Quelle: CN



Geschrieben von Crisanto am 01.10.2003 um 20:14:

 

Mit Rekord meinte ich vor allem in bezug auf andere Länder. Und ich finde es auf jeden Fall bemerkenswert, daß die Zuschauerzahlen deutlich über denen der Tour de France liegen.
Die zeitliche Lage - und darum sollte es ja in diesem Sräd gehen - dürfte darauf aber keinen Einfluß haben.
ziehe den hut Crisanto ziehe den hut



Geschrieben von Cyclist am 01.10.2003 um 20:16:

 

Zitat:
Original von Crisanto
Und ich finde es auf jeden Fall bemerkenswert, daß die Zuschauerzahlen deutlich über denen der Tour de France liegen.

Glaubst du, dass ist in Italien bei Giro und Tour de France anders?



Geschrieben von Crisanto am 01.10.2003 um 20:22:

 

Zitat:
Original von Cyclist
Zitat:
Original von Crisanto
Und ich finde es auf jeden Fall bemerkenswert, daß die Zuschauerzahlen deutlich über denen der Tour de France liegen.

Glaubst du, dass ist in Italien bei Giro und Tour de France anders?


Das hab ich doch mit keiner Silbe behauptet pfeifend
ziehe den hut Crisanto ziehe den hut



Geschrieben von Cyclist am 01.10.2003 um 20:28:

 

Naja, wenn du das als bemerkenswert herausstreichst, willst doch irgendetwas mit deiner Aussage bezwecken.... ich finde es alles andere als bemerkenswert, dass die Tour in diesen Ländern weniger Zuschauer hat als die eigene GT, sondern völlig normal.

Es macht aber schon nachdenklich, wenn die eigene GT nicht an allen Tagen live im TV übertragen wird, und teilweise mehr Sicherheitskräfte als Zuschauer vor Ort sind. Da liegt dann einiges im argen.



Geschrieben von maniroller am 01.10.2003 um 22:33:

  :D Ich mag die Vuelta!

Genauso wie ich den Giro in der Regel spannend und die Tour packend (nicht zuletzt, weil ich es in den letzten Jahren geschafft habe, sie live zu erleben) finde. Da gehts doch ab! Windkante bei einer GT, wo gibts das sonst mit solcher Regelmässigkeit?

Und überhaupt, ich bestehe auf „meine“ 3 grossen Rundfahrten im Jahr lamentieren

mani



Geschrieben von yeti am 02.10.2003 um 00:49:

 

Zum Thema wenig Zuschauer:

In Spanien leben 78 Einwohner pro km², in Frankreich sind es 108 und in Italien 191. Die Leute haben halt einfach in Spanien längere Wege zum Rennen, wer weiß wie da so die Bahnanbindungen sind, ob Busse fahren.

Rund um die Hauptstadt waren es ja dann mehr Zuschauer, also beim BZF. Letzte Etappe konnte ich nicht sehen, musste arbeiten. unglücklich

Vielleicht sind die Fans in Spanien im Moment auch einfach nur ein bisschen traurig und wollen vom Radsport nichts wissen ob der ungewissen Zukunft ihrer Teams.

Ach ja, ich mag die spanische Landschaft, diese Weite, einfach toll!


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