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Geschrieben von Scout am 02.06.2008 um 14:59:

 

Ich fand den Giro enttäuschend. Und kann mich da nur Windkante anschließen.

Nach der Hälfte, habe ich den Giro auch nicht mehr geguckt. Schlimm genug, daß Astana in letzter Minute eingeladen wurde und Contador den Giro gewinnt, aber auch CSF Group Navigare mit Sella sind mir sehr suspekt.

Außerdem verstehe ich nicht, daß es wieder lange Transfers und damit kurze Ruhezeiten für die Fahrer gab.

Ich hoffe, daß es bei der Tour anders wird, sonst schalte ich da auch ab.
Da gehe ich lieber zu Kinder- und Jugendrennen in der Umgebung. Ist für mich interessanter, als so ein Zirkus.



Geschrieben von KönigderBernina am 02.06.2008 um 15:23:

 

Ich kann auch nicht verstehen warum dieser Giro von vielen so hochgejubelt wird.
Bis auf die Presolana und vielleicht die Marmolada-Etappe gab es eigentlich keinen Abschnitt bei dem ich mal gefesselt zugeschaut hätte. Besonders die Spektakel Etappen Mortirolo und Kronplatz fand ich doch arg enttäuschend, dazu haben mich auch die Sella-Husarenritte nicht mitreissen können, kann nicht sagen wieso, eigentlich bin ich ein großer Bergziegenfan und dass die Panarier mehr einschmeißen als der Ottonormal-GKler glaub ich auch nicht.
Dem allen die Krone aufgesetzt hat dann, dass Mr. Charisma die Rundfahrt gewonnen, hat ohne auch nur einen wirklich guten Tag gehabt zu haben (naja vielleicht Urbino).
Ein steriler Sieg in meinen Augen.
Wenn man bedenkt, dass es bei Tour und Vuelta noch langweiliger werden wird, kanns einen schon grausen... good night



Geschrieben von teufelsberg am 02.06.2008 um 17:39:

 

Zitat:
Original von KönigderBernina
Wenn man bedenkt, dass es bei Tour und Vuelta noch langweiliger werden wird, kanns einen schon grausen... good night


warum?
ist evans bei der tour unschlag- und unattackierbar, fährt astana mit richtiger vorbereitung alles in grund und boden? (ok, letzteres könnte man für die vülta annehmen)



Geschrieben von hermann am 02.06.2008 um 18:54:

  Ich weiss nicht was Ihr wollt

aber die Spannung war doch bis zum Ende gross.
Am besten, ihr guckt Derrick....



Geschrieben von KönigderBernina am 02.06.2008 um 23:33:

 

Zitat:
Original von teufelsberg
Zitat:
Original von KönigderBernina
Wenn man bedenkt, dass es bei Tour und Vuelta noch langweiliger werden wird, kanns einen schon grausen... good night


warum?
ist evans bei der tour unschlag- und unattackierbar, fährt astana mit richtiger vorbereitung alles in grund und boden? (ok, letzteres könnte man für die vülta annehmen)


Genau das!

Wobei ich mich liebend gern vom Gegenteil überzeugen lasse.



Geschrieben von Boble am 02.06.2008 um 23:36:

  RE: Ich weiss nicht was Ihr wollt

Spannung hin, Spannung her, meine Befürchtungen vom Anfang sind bestätigt worden, ein Astana Fahrer gewinnt die Rundfahrt, geht es für ein Anti-Doping-Programm noch peinlicher, ein Fuentes Kunde in Rosa, und eine Mannschaft, die die Ehrenerklärung verweigert räumt in den Bergen alles ab. doper

Schade, zu den bergetappen, die mich immer noch am meisten faszinieren, muss ich sagen, das ich es schade fand, das man Contandor an seinen schlechten tagen nicht mal früher angriff. Ein Ricco, oder auch ein menchov haben meist bis 4 oder 5km vor Schluss des letzten Anstiegs gewartet, das man hier kaum noch Zeit rausholen kann dürfte klar sein. Einzig ein di Luca hat von den GK Favoriten am Freitag etwas gewagt, aber da war es leider schon zu spät, und seine Form für Samstag dahin.

Am mortirolo, dem Berg für Husarenritte schlecht hin, hatte dann Contandor(das muss man anerkennen) keine Schwäche gezeigt, und ist Riccos und Sellas Angriffe problemlos mitgegangen, hier hat er sich sportlich den Giro Sieg verdient, über alles andere, naja doper



Geschrieben von maniroller am 03.06.2008 um 00:40:

  RE: Ich weiss nicht was Ihr wollt

Zitat:
Original von Boble
Bobles Beitrag von Anfang bis Ende

ziehe den hut Wie praktisch. Ich wusste, irgendwann kommt jemand dem ich zu 100% zustimmen kann. großes Grinsen



Geschrieben von joaquin am 03.06.2008 um 12:11:

 

Zitat:
Original von schnippler
Lance die fehlenden Murmeln vorzuwerfen ist in etwa so sinnvoll wie Adolf vorzuwerfen, dass er Blasenschwäche hatte. Dazu sag ich nix mehr!


Bringst du da nicht etwas durcheinander? großes Grinsen



Geschrieben von ploner am 03.06.2008 um 15:01:

  Giro 08

Schön war's schon. Die ganze Astana/Contador/Fuentes/undandereDoper-Problematik blende ich einfach mal aus, ohne Realitätsverweigerung ist das Fan-Dasein ja kaum möglich.
Ich mag die Streckenführung beim Giro. Das laaaange Vorspiel in hügeligem Gelände, wo sich mutige Ausreißer ins Rosa Trikot fahren können, dann erst die Höhepunkte der Bergetappen. Das einzige was mir fehlt ist ein gepflegtes Nachspiel in Form einer Flachetappe am letzten Tag. Dieses Zeitfahren und dann Schluss, das ist mir zu hektisch.



Geschrieben von Windkante am 04.06.2008 um 01:04:

 

Zitat:
Original von Scout
Ich fand den Giro enttäuschend. Und kann mich da nur Windkante anschließen. ...

Ich finde es ja schön, daß du dich meiner Meinung anschließt, nur habe ich mich bisher noch gar nicht zum Giro im allgemeinen geäußert... verwirrt



Geschrieben von Scout am 04.06.2008 um 09:59:

 

Haste heute Deinen Meckertag? rolling on the floor laughing

Ich meinte diese Passage.

Zitat:
Original von Windkante
Die Medien sind für mich mitverantwortlich! Jahrelang hat man weggeschaut und das Dopingproblem so gefördert und bis jetzt sehe ich leider auch kein Lernen aus den eigenen Fehlern:
1. bei 2. und 3. Plätze heißt es immer noch "nur Zweiter" oder "enttäuschender Dritter" oder sie werden erst gar nicht beachtet:
neuestes Beispiel ist der 2. Etappenplatz von Tony Martin - in der ZDF-Sportsendung vorhin wurde kurz das Gesamtergebnis des Giros vorgestellt, hier hätte es sich doch angeboten den Etappensieger, sowie den guten 2. Platz von Tony zu würdigen
2. bei anderen Sportarten wird das Problem nach wie vor ausgeblendet - auch wenn es aktuell ist - und man ergeht sich in Jubelarien
3. das kritische Hinterfragen sehe ich, zumindest bei den meisten Medien nicht, stattdessen werden die Teams und Fahrer völlig unreflektiert in "gut" und "böse" eingeteilt
4. es wäre gut, mehr auf die Hauptverantwortlichen im Dopingsystem hinzuweisen, insbesondere die Funktionäre, Teamchefs und Ärzte,
stattdessen wird denen noch Platz in den Medien eingeräumt sich als Anti-Doping-Botschafter zu präsentieren und zwar ohne kritische Anmerkung



Geschrieben von Donishäusle am 04.06.2008 um 10:50:

 

Zitat:
Original von Windkante
3. das kritische Hinterfragen sehe ich, zumindest bei den meisten Medien nicht, stattdessen werden die Teams und Fahrer völlig unreflektiert in "gut" und "böse" eingeteilt


Und ich sehe das die Medien selbst gern in "gut" und "böse" bei ihrer Dopingberichterstattung eingeteilt werden anstatt auch da prinzipiell eine kritische Distanz zu wahren.

Lobend erwähnen würde persönlich ich die FAZ, die sich sehr um Fakten bemüht anstatt sich in sinistre Andeutungen zu hüllen, aber auch da ist schon Blödsinn dringestanden smile



Geschrieben von Michelin-Männchen am 04.06.2008 um 11:01:

 

Zitat:
Original von Donishäusle
Lobend erwähnen würde persönlich ich die FAZ, die sich sehr um Fakten bemüht anstatt sich in sinistre Andeutungen zu hüllen, aber auch da ist schon Blödsinn dringestanden smile

Was mich an der FAZ nervt, ist, dass sie inzwischen sehr wenig über Radsport berichtet, der Giro fand ausserhalb der Ergebnislisten fast nicht statt. Ich gebe allerdings gerne zu, dass Dartwerfer, Bowlingspieler etc. vermutlich ähnlich über die FAZ denken.



Geschrieben von panni am 04.06.2008 um 12:11:

 

Zitat:
Original von Donishäusle
Zitat:
Original von Windkante
3. das kritische Hinterfragen sehe ich, zumindest bei den meisten Medien nicht, stattdessen werden die Teams und Fahrer völlig unreflektiert in "gut" und "böse" eingeteilt


Und ich sehe das die Medien selbst gern in "gut" und "böse" bei ihrer Dopingberichterstattung eingeteilt werden anstatt auch da prinzipiell eine kritische Distanz zu wahren.

Lobend erwähnen würde persönlich ich die FAZ, die sich sehr um Fakten bemüht anstatt sich in sinistre Andeutungen zu hüllen, aber auch da ist schon Blödsinn dringestanden smile


Absolut richtig und IMO auch völlig gerechtfertigt. Extrem schlimm empfinde ich die vorgeblich innovative Dopingberichterstattung der SZ, dicht gefolgt von Welt und Focus. Da wird auf der Basis von Vermutungen locker so lange spekuliert, bis sich eine hauseigene "Wahrheit" gebildet hat. Und dann läuft das wie bei "Stille Post". Mit jeder neuen Meldung wird diese hausgemachte Wahrheit weiter bearbeitet und entfernt sich immer mehr von den Fakten.

FAZ kann ich ebenfalls ein recht gutes Zeugnis ausstellen. Leider übernehmen sie auch oft nur die DPA-Meldung und bei DPA habe ich immer häufiger das Gefühl, dass sie überwiegend für die Zielgruppe Boulevardpresse bedienen wollen.



Geschrieben von Windkante am 04.06.2008 um 12:38:

 

Zitat:
Original von Scout
Haste heute Deinen Meckertag? rolling on the floor laughing

Ich meinte diese Passage. ...

ist eher Zufall... zahnlos
Das sollte eigentlich nur eine Nachfrage sein: Es hat mich einfach interessiert, ob du mich verwechselt hast oder die Medienkritik meintest. Ballons



Geschrieben von ploner am 04.06.2008 um 16:04:

 

Zitat:
Original von panni
Extrem schlimm empfinde ich die vorgeblich innovative Dopingberichterstattung der SZ, dicht gefolgt von Welt und Focus. Da wird auf der Basis von Vermutungen locker so lange spekuliert, bis sich eine hauseigene "Wahrheit" gebildet hat.

Kann ich jetzt für die SZ nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht was "vorgeblich innovativ" an deren Berichterstattung ist. Mir gefällt, dass sie sich nicht auf das gängige Schema "Die bösen Radfahrer/Langläufer" beschränken sondern durchaus auch auf Querverbindungen zu anderen Sportarten eingegangen wird. Dass dabei auch Vermutungen ins Spiel kommen finde ich in Ordnung, solange zwischen gesicherten Fakten und Verdachtsmomenten klar unterschieden wird. Und das ist bei der SZ nach meiner Erinnerung der Fall.



Geschrieben von polli am 07.06.2008 um 12:27:

 

Zitat:
Giro d'Italia 2008
By: Michele Ferrari
Published: 4 Jun 2008
A lot of rain and cold, over 2000 km of transfers between cities and the several usual crashes made this edition of the Giro even harder than it was already due to the demanding course, especially in the 3rd week.

A course that was a bit too unbalanced in favor of lightweight climbers, proposing numerous climbs with gradients definitely higher than 10% and extreme peaks over 20%............


http://www.53x12.com/do/show?page=indepth.view&id=95


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