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Geschrieben von panni am 27.05.2009 um 18:00:

 

Du hast Recht. Ich habe es falsch formuliert und meinte dass er Gerüchten zufolge wegen verdächtiger Blutwerte entlassen worden sein soll. Bier



Geschrieben von Windkante am 30.05.2009 um 01:30:

 

Zitat:
Original von Alfred
http://sport.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fsport.orf.at%2Fticker%2F329154.html

Ach, da schaltet wer seine Anwälte ein. großes Grinsen


eine Runde Mitleid mit HMH:

kicker: Herr Holczer, wie fühlen Sie sich nach Kohls Fernsehauftritt?
Hans-Michael Holczer (55): Benutzt, instrumentalisiert, hintergangen.
Benutzt und hintergangen


zum Glück gibt es endlich auch einmal einen Artikel, in dem HMH anders gesehen wird zahnlos ( daß ich das noch erleben durfte ... )

Zwar soll Holczer nichts gewusst haben von den Dopingpraktiken in seinem Team. Doch wenn Kohl einräumt, die Teamärzte könnten bei erstaunlichen Leistungssprüngen wie dem seinen eins und eins zusammenzählen, dann ist man geneigt, auch dem Teamchef eine gewisse Abstraktionsfähigkeit nicht abzusprechen.

Der Grund, warum man Holczer gar nicht glauben kann, lässt sich ganz einfach benennen. Denn in einem Atemzug mit dem Eingeständnis seines Scheiterns erklärte der Schwabe im April 2009, er erwäge eine Rückkehr in den Radsport – als Berater eines englischen Rennstalls. Während man Radprofis – oder Sportlern im Allgemeinen – mit viel Wohlwollen zugute halten kann, dass sie einfach nichts anderes können als ihren Sport, ist Holczer ein beurlaubter Realschullehrer, der wieder in den Schuldienst zurückkehren könnte.
Das Doping-Dilemma



Geschrieben von panni am 30.05.2009 um 09:53:

 

Und er bestätigt auch meine kritischen Gedanken zu Kohl.

Kohls Wandlung vom Doper, der seine Fans und die Öffentlichkeit über Jahre schamlos belogen hat, zum Dopingaufklärer, der sich fortan in der Prävention engagieren, Vorträge halten und Radcamps organisieren will, mag fragwürdig erscheinen. Sein öffentlicher Auftritt in der ARD, dem weitere in anderen Medien folgen werden, ist zweifellos auch der Versuch, nach dem Ende seiner Karriere neue Einnahmequellen zu erschließen.

Genau so ist es. Mir ist klar dass Kohl von irgendetwas leben muss und dass er seine Geschichte erzählt wäre mE vollkommen in Ordnung, wenn er es unterlassen würde öffentlich von sich auf andere zu schlließen und daraus dann auch noch Profit zu schlagen. Er hat genug über sich und sein Umfeld zu erzählen.

Warum der Verfasser des Artikels u. a. auch die Radcamps kritisch sieht verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Was soll daran bedenklich sein wenn ein ehemaliger Profi sich z. Bsp. mit Hobbyradlern auf Touren begibt?



Geschrieben von Alfred am 30.05.2009 um 10:02:

 

Die Radcamps mit Jugendlichen und Kindern. Was soll das, was qualifizert ihn dazu? Dass er jahrelang gedopt hat, das kanns nicht sein. Und es wird auch nicht dazu kommen, aus anderen Gründen.

Kohl und neue Einahmenquellen. Wo bitte? Das Argument ist so eine Frechheit. Der muss jetzt froh sein, dass er halbwegs da raus kommt. Für ihn sind alle Türen zu. Und nochmals, wieviel bekommt er für die Auftritte im TV? Und welche folgen noch? Das ist einfach lächerlich.

Und er schließt nicht von sich auf andere, er weiß was andere getan haben. Und das spricht er aus.



Geschrieben von panni am 30.05.2009 um 10:14:

 

@Alfred

Ich lese nicht heraus dass er Radcamps für Kinder und Jugendliche organisieren will.

Zu seinen Einnahmequellen: Wo habe ich geschrieben dass er sie nicht nutzen soll? Ich habe lediglich seinen pauschalen Rundumschlag kritisiert.

Kohl vermutet was andere tun. Wissen kann er nur was er selbst und sein direktes Umfeld getan haben.



Geschrieben von Harzer Radfahrer am 30.05.2009 um 10:24:

 

Zitat:
Original von Windkante
Das Doping-Dilemma


Schöner Artikel, speziell im unteren Teil, wo auch auf andere Sportarten verwiesen wird...

Zitat:
Kohls Wandlung vom Doper, der seine Fans und die Öffentlichkeit über Jahre schamlos belogen hat, zum Dopingaufklärer, der sich fortan in der Prävention engagieren, Vorträge halten und Radcamps organisieren will, mag fragwürdig erscheinen.

Dies verstehe ich aber nicht wirklich, zumal der Verfasser dann einige Zeilen später erklärt, dass Kohls Schritt glaubwürdiger erscheint als bei anderen:

Zitat:
Dennoch ist Kohls Rücktritt die einzig logische Konsequenz für jemanden, der das System Radsport kennt und über Jahre aktiv miterlebt hat, wie nach immer neuen Skandalen immer wieder ein Neuanfang propagiert wurde, im Peloton aber hemmungslos weiter geschluckt und gespritzt wurde, was der Markt hergab.

Die Entscheidung macht ihn glaubwürdig und hebt ihn ab von anderen geständigen Dopern wie Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz, die die Kronzeugenregelung nur in Anspruch nahmen, um ihre Sperre zu reduzieren – und dann schnellstmöglich in den Radsport zurückkehren zu können.


Ich würde mal abwarten, ob Kohl nun tatsächlich noch einige weitere Presseauftritte hat und was er ggf. in den nächsten Wochen so zu sagen hat... Bei Beckmann hat er eigentlich einen soliden Eindruck auf mich gemacht, der weiß, wovon er redet...
Das Problem wird sein, dass er bei seinen Sätzen genau aufpassen muß, wie er es sagt. Indirekt unterstellt er Evans und Sastre und eigentlich allen anderen Top-Fahrern auch Doping, da es "schwer vorstellbar ist, dass man die Tour bei höherer Durchschnittsgeschwindigkeit als in den Vorjahren, wo auch schon massiv gedopt wurde, auf vorderen Plätzen beendet." Dass er niemals einzelne Namen nennen kann, ohne Beweise in der Hand zu haben zu haben, ist klar...



Geschrieben von Alfred am 30.05.2009 um 11:11:

 

Zitat:
Original von panni
Kohl vermutet was andere tun. Wissen kann er nur was er selbst und sein direktes Umfeld getan haben.


Natürlich weiß er es. Erstens, sie reden untereinander und zweitens merkt er wie wer fährt, dass er gerade eine EPO-Kur hat oder Blut zugeführt bekommen hat und drittens sehen sie es auch so. Frag mich nicht wie, aber sie tuns, macht vermutlich auch die Erfahrung. In dem Fall eine pseudophilosophische Diskussion von Wissen, sicheren Wissen, Vermutung usw. bringt rein gar nichts. Er weiß es und erkennt es.

Nur ein Beispiel, der Willy Voet. 1999 ist er bei einer Alpenetappe am Berg gestanden, ich denke es war die nach Sestriere. Da sind Armstrong, Zülle und co. vorbei gedüst. Er hatte Tränen in den Augen, weil sich nichts geändert hat. Man mag zu ihm und zu den Tränen stehen wie man will, aber er hats gleich gemerkt, dass sich nichts geändert hat.

Die Camps, ich hab das so in seiner PK vom Rücktritt verstanden. Mal schaun was wird. Gut und schön, wenn er mit dem Nachwuchs arbeitet - ein Totschnig tut das z. B. auch - nur, ohne irgendeine Ausbildung läuft da nix.

Kohl, ja jetzt kommt er glaubwürdig rüber. Am Anfang wollte er ja den Zabel spielen, auf Mitlaied spielen und weiter lügen. Naja, der Zabel verdient noch immer genug und wird um Autogramme gefragt, für seine weitere Lügerei. Kohl steht mit Sicherheit nicht mehr so gut da und wenn man die Leserbriefe, einzelne Kommentare hier in Ö liest, dürfte er sich auch nicht so wohl fühlen zur Zeit.



Geschrieben von jonas am 30.05.2009 um 11:36:

 

Lance twittert dazu übrigens: "That goes in the "bullshit" category. When you're born a donkey and all of a sudden become a thoroughbred, then we know."



Geschrieben von panni am 30.05.2009 um 11:42:

 

@Alfred

Du kannst von mir aus glauben dass Kohl es sieht und und von allen anderen Fahrern weiß, ich tue das jedenfalls nicht. Wir müssen uns diesbezüglich nicht weiter streiten da jeder auf seiner Meinung beharren wird.

Wie kommst du darauf dass sie (alle) untereinander darüber reden? Kohl hat es vermutlich mit denen getan, von denen er es sicher wusste bzw. mit denen er die Versorgungsquelle teilte. Es gibt genug gegenteilige Aussagen. Bei Telekom/TMO war das z. Bsp. unüblich und auch von den Ärzten nicht gewünscht. Zuletzt hatte ich es auch von Jaksche so in einem Sportbild-Interview gelesen. Auf die Frage ob er bei Telekom etwas von Doping bei Ullrich und Klöden mitbekommen habe, antwortete er mit nein, aber dass man abgesehen von den beiden ohnehin nicht mit seinen Dopinggeschichten hausieren ging.

Zu Zabel: Auch wenn ich ihn noch nie mochte, so versuche ich doch einigermaßen fair zu urteilen. Anders als bei Aldag kaufe ich ihm seine Geschichte ab. D´Hont hat das auf einige Wochen zeitlich begrenzte Doping mit EPO in seinem Buch beschrieben. Dass er zusätzlich bis 1996 den Zaubertrank genommen hat, in dem sich u. a. auch verbotene Substanzen befanden, hat Zabel ebenfalls zugegeben. Ob er nach D´Honts Weggang von Telekom noch etwas anderes probiert hat weiß ich nicht, halte es allerdings nach seiner negativen Erfahrung mit EPO nicht unbedingt für sehr wahrscheinlich.



Geschrieben von DjHans am 30.05.2009 um 12:04:

 

Ich glaube Holczer selten, aber hier vertraue ich ihm mal.

Zitat:

kicker: Und wie hat er Sie instrumentalisiert?

Holczer: Während der Tour 2007 hat er mich beim Abendessen aufgefordert, alle meine Kraft im Anti-Doping-Kampf einzusetzen - vor allem gegen Rasmussen.

kicker: Also gegen den Mann, mit dem er - scheinbar, um Dopingkontrollen zu umgehen - eine Zentrifuge zur Blutkontrolle angeschafft hatte?

Holczer: Ja, denn er hat gesagt: Da musst du etwas tun, der Mann gehört nicht hierher, nicht in diese Tour.

kicker: Rasmussen wurde dann wegen zwei umgangener Dopingkontrollen von der Tour ausgeschlossen. Aber wieso fühlen Sie sich ausgenutzt?


Das sagt wohl alles über ihn aus. Meine Vermutung und Haltung zu Kohl hat sich vollkommen bestätigt. Er ist kein Ehrenmann. Ich wäre sehr froh ihn nie wieder im Fernsehen sehen zu müssen.

Davon abgesehen erzählt Kohl auch genügend Blödsinn. Glaubt jemand im Ernst, dass Kohl auch nur annähernd 200 Dopingkontrollen hatte? Der wird nicht mal 100 gehabt haben. Als ziemlich durchschnittlicher Profi hat man Jahr für Jahr (vor allem früher) nie und nimmer 200 Kontrollen. Vielleicht, wenn er alle Messungen des Hämatokritwerts, was kein Dopingtest ist, dazu rechnet, aber nicht mal dann. 200 Tests können vielleicht Armstrong, Ulle oder Sprinter, die ein Rennen nach dem anderen gewinnen, vorweisen, aber sicher nicht Kohl.

Jedenfalls sollte man nicht jeden Kommentar von Kohl auf die Goldwaage legen.

Und Kohl will "Aufklärung betreiben". Oh mein Gott, bitte nicht. Reicht es nicht, dass Jugendliche schon Besuch von genügend Moralapostel bekommen? Sei es jetzt wegen dem Alkohol, Nikotin, anderer Drogen oder die Verkehrserziehung. Jetzt müssen junge Radsportler auch noch "Koksi" ertragen? Kohl, der wohl definitiv absolut perfekt zum Moralapostel taugt? Will man das denen ernsthaft antun? Die Jungs tun mir jetzt schon Leid. Lasst die Jugendlichen einfach in Ruhe, sie wissen schon, was sie tun. Ob da ein Besuch von einem Polizisten oder noch schlimmer Bernhard Kohl kommt, interessiert die überhaupt nicht.



Geschrieben von Flahute am 30.05.2009 um 12:27:

 

Zitat:
Original von Alfred
Nur ein Beispiel, der Willy Voet. 1999 ist er bei einer Alpenetappe am Berg gestanden, ich denke es war die nach Sestriere. Da sind Armstrong, Zülle und co. vorbei gedüst. Er hatte Tränen in den Augen, weil sich nichts geändert hat. Man mag zu ihm und zu den Tränen stehen wie man will, aber er hats gleich gemerkt, dass sich nichts geändert hat.

Ein bisschen hat sich schon verändert; wenn auch nur statistisch.
Denn die Tour 1999 war die erste, deren Gesamt-Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 40 km/h lag. Herausgefahren übrigens von einem Fahrer, der sich nach seiner Krebserkrankung, was Rundfahrten angeht, quasi vom Esel zum Vollblut-Rennpferd entwickelt hat... tja.... großes Grinsen



Geschrieben von Bugno am 30.05.2009 um 12:51:

 

Zitat:
Original von jonas
Lance twittert dazu übrigens: "That goes in the "bullshit" category. When you're born a donkey and all of a sudden become a thoroughbred, then we know."


Hihi, Treffer versenkt! rolling on the floor laughing Soviel Selbstironie hätte ich ihm nicht zugetraut! Kam Po Wong



Geschrieben von KofiAnan am 31.05.2009 um 15:36:

  Kohl

Für mich ist Kohl ganz einfach ein NESTBESCHMUTZER und nichts anderes!



Geschrieben von karteikarte am 14.06.2009 um 14:08:

  Cancellara

Cancellara äußert sich über Bernhard Kohl:

Zitat:
Dem sind alle Sicherungen durchgebrannt. Für mich war er ein Esel, der geladen hat. Der ist einfach nur dumm, strohdumm", meinte der Olympiasieger im Zeitfahren und betonte, er hätte mit einer CERA-Dosis wie der Österreicher diesem im Kampf gegen die Uhr 30 Minuten abgenommen.


Irgendwie, irgendwo, irgendwann... doper



Geschrieben von pantani am 14.06.2009 um 15:30:

  RE: Cancellara

Candellara war ja bei den Nachkontrollen der Toru 2008 auch lange im "Gespräch". Letztdendlich war er aber besser unter "Protektion" als Kohl

Der Satz von Fignon sagt eigentlich alles:
Zitat:
Zu seiner Zeit hätten "alle dasselbe gemacht, wie sie es heute auch tun", so Fignon.



Geschrieben von steinzeit am 15.06.2009 um 09:37:

  RE: Cancellara

Unser "Freund" Cancellara ...... schließlich geht es ja nicht darum, ob man EPO nimmt, sondern wieviel!
"Strohdumm" ist leider nur die Situation, dass die Saxojünger, aus welchen Gründen auch immer, Halt bei der UCI und diversen Landesverbänden vorfinden.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht verabschiedet man sich ja knapp vor der Tour vom Dänischen Team, Doper Rijs hätte es sich allemal redlich verdient! mit dem Kopf an die Wand


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