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Geschrieben von Glgnfz am 29.05.2005 um 06:31:

Pfeil

zum letzten satz: richtig! so hat man gleichzeitig zwei wichtige rundfahrten abgeräumt!



Geschrieben von gardener am 29.05.2005 um 09:43:

 

Zitat:
Original von chreezer
Aber teammäßig gesehen hätte Discovery einfach verdient gehabt hier nicht als Sieger davon zu gehen, wenn sie Savo hier so eine 3.Garnitur an die Seite stellen.


Herrje, bin ich froh, dass dem NICHT so ist. Paolo Savoldelli darf nicht gewinnen, weil seine Truppe zu schwach ist? Grübelnd Er hat einen Großteil des Giros ohne nennenswerte Unterstützung seinen Teams bestritten - umso stärker ist seine Leistung einzuschätzen!



Geschrieben von Boonens Mädchen am 29.05.2005 um 10:42:

 

natürlich darf savo gewinnen, gerade weil er alleine sehr stark war. es ist ja auch nich so, dass ich persönlich nu ga nich mag.
aber der knackpunkt ist eben, dass er gestern mit seiner alleinigen stärke nicht gewonnen hätte, weil seine stärke alleine eben doch nicht so stark war.
ich verstehe ja noch, wenn Van Huffel für doe top10 arbeitet. okay - in belgien mag das sogar mehr bedeutung haben als sonst wo.
aber ardila (und der hat ja wohl am berg die hauptarbeit gemacht, da war van huffel noch gar nich dran) hat eindeutig für dc gearbeitet. und das finde ich einfach schade. es spricht in meinem augen für die dc-mentalität. mag ja sein, dass timo etc. ähnliches tun, macht es nich besser. wenn savo gestern bei den timos gefahren wäre, hätte ich genauso gedacht: unverdient gewonnen



Geschrieben von blaireau am 29.05.2005 um 10:56:

 

Zitat:
Original von Boonens Mädchen
ich verstehe ja noch, wenn Van Huffel für doe top10 arbeitet. okay - in belgien mag das sogar mehr bedeutung haben als sonst wo.


Wie ich gerade im VanHuffel-Thread entdeckt habe, ist er schon früher im Giro konsequent für Savo gefahren. Savo ist also mit doppelt so vielen Helfern an den Start als die "Sauberen".

Schade - ich hätt' ihm eine sauberen Sieg gegönnt. Aber nicht mit der Wimper gezuckt, wenn er gestern die verdienten 4-5 Minuten kassiert hätte aufgrund der sportlichen Verhältnisse. So wird er uns halt als der Scheckheft-Sieger in Erinnerung bleiben.

Und Bruyneel schafft's vielleicht, uns mal einen Sieger zu bringen, der nicht sooo stark nach faule Fische riecht. hoffend



Geschrieben von ogkempf am 29.05.2005 um 11:04:

 

Zitat:
Original von gardener
Er hat einen Großteil des Giros ohne nennenswerte Unterstützung seinen Teams bestritten - umso stärker ist seine Leistung einzuschätzen!


Schöne Beschreibung für "mit gekaufter Unterstützung" Kam Po Wong
Man kann alles so schön ausdrücken, wenn man sich nur Mühe gibt verliebt



Geschrieben von 007 am 29.05.2005 um 11:20:

 

Zitat:
Original von chreezer
Ich denke die Sturz-Geschichte hat mit dem heute nicht so besonders viel zu tun. Für Savoldelli persönlich freut es mich auch, ich mag ihn irgendwie (auch wenn ich den Teamwechsel immernoch nicht verkraftet hab großes Grinsen ) und wer so ein Rennen zweimal gewinnen kann, der hat schon was auf dem Kasten.
Aber teammäßig gesehen hätte Discovery einfach verdient gehabt hier nicht als Sieger davon zu gehen, wenn sie Savo hier so eine 3.Garnitur an die Seite stellen. Popovych hätte ihn sicher auch zum Giro-Sieg ziehen können, aber die Prioritäten im Team sind da relativ eindeutig anders verteilt



Sehe ich ähnlich. Wenn ich Savoldelli wäre, würde ich mir von dem guten Lance und der Teamleitung von Discovery ganz schön verschaukelt vorkommen....
Armstrong reist zum Giro mit einer Armada an, die kaum zu toppen (Popowych, Azevedo, Rubiera)
und Savoldelli bekommt ein Team gstellt, das kaum existent ist und freundliche Unterstützung anderer Helfer angewiesen ist. Und dann soll der Italiener als Girosieger bei der Tour noch in die Rolle des Edelhelfers schlüpfen. Irgendwie schon arrogant, finde ich....
Und wann war ein Giro- Sieger bei der darauffolgenden Rundfahrt ein Helfer? Ein Novum im Radsport, nein halt, dass gab es schon mal: Roberto Heras....

Ob man jetzt Armstrong und Discovery Fan ist oder nicht, die Teampolitik finde ich ziemlich daneben und schadet dem Radsport....



Geschrieben von xxGinesxx am 29.05.2005 um 11:24:

 

Nun ja, gut - allerdings empfinde ich das als legitim.
Savoldelli hat zwei Graupenjahre hinter sich. Dass er dort im Team vom Siebenfachen keinerlei Ansprüche stellen darf, liegt auf der Hand und dass die sich auf die Tour konzentrieren, ist ebenso verständlich. Man muss sich Kredit halt auch wieder 'erfahren'...

T-Mobile hat ja auch, sagen wir mal mit Ausnahme von Kessler, fast nur Füllstoff nach Italien geschickt. *unschuldigtu*



Geschrieben von Michelin-Männchen am 29.05.2005 um 11:26:

  Leider gibt es keine zwei Sieger

Verdient hätten es beide. Savoldelli für sein phänomenales Comeback und die Tatsache, Hilfe zu organisieren (keine Ironie). Simoni, weil er andauernd angegriffen und nie aufgegeben hat. Wann haben wir das zum letzten mal gesehen, dass ein Fahrer lange vor dem letzten Anstieg angreift? Eben. Das Vergnügen haben wir Gibo verdanken (und nicht der Protour, wie hier so manche schreiben).

Im übrigen finde ich, dass Cunego dieses Jahr für Gibo weniger Hilfe war als Gibo für ihn letztes Jahr.



Geschrieben von chris am 29.05.2005 um 11:59:

 

Endlich mal ein kleiner Lichtblick bei Christian Werner. Rang 38 bei dieser schweren Etappe ist doch recht ordentlich. So Platzierungen um die 30 hätte ich ihm eigentlich bei allen Bergetappen zugetraut aber leider war wohl die die Form eher suboptimal. Kessler hats dafür gestern mal sehr locker angehen lassen und auch Zabel hat sich ins Grupetto zurückfallen lassen. Der will vielleicht heute noch mal unter die ersten 3 fahren.



Geschrieben von chreezer am 29.05.2005 um 13:14:

 

Zitat:
Original von gardener
Paolo Savoldelli darf nicht gewinnen, weil seine Truppe zu schwach ist? Grübelnd Er hat einen Großteil des Giros ohne nennenswerte Unterstützung seinen Teams bestritten - umso stärker ist seine Leistung einzuschätzen!


Im Großteil trifft es doch fast meine Aussage: Savo ja, Discovery nein - dass das in der Realität schlecht umsetzbar ist ist mir auch schon klar volltrottel



Geschrieben von Bugno am 29.05.2005 um 14:49:

 

Der Kelch zwischen Simoni und Cunego geht munter weiter! großes Grinsen

So sagte Simoni in der Hitze des Gefechts kurz nach der Zielankunft:

Zitat:
Cunego? Der hat in diesem Giro nicht existiert. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass er in keiner entscheidenden Situation präsent sein wird, wäre ich von Anfang an anders gefahren. Ich habe daraus gelernt: man kann nicht gleichzeitig Kapitän und der einzige Attackierer einer Mannschaft sein.


Quelle: vcn



Geschrieben von ogkempf am 29.05.2005 um 16:16:

  Starker Tobak

man Hátte ihn vielleicht einfach nicht so dumm einsetzen sollen....und er hat doch trotzdem ungeheuer viel gearbeitet!



Geschrieben von Steamboat am 29.05.2005 um 16:40:

 

Zitat:
Original von Bugno
Der Kelch zwischen Simoni und Cunego geht munter weiter! großes Grinsen

So sagte Simoni in der Hitze des Gefechts kurz nach der Zielankunft:

Zitat:
Cunego? Der hat in diesem Giro nicht existiert. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass er in keiner entscheidenden Situation präsent sein wird, wäre ich von Anfang an anders gefahren. Ich habe daraus gelernt: man kann nicht gleichzeitig Kapitän und der einzige Attackierer einer Mannschaft sein.


Quelle: vcn


Ich sage es ehrlich.
Ich mag Simoni nicht... er liefert mir aber auch ständig neues Material, dass ich diese Haltung nicht aufgebe.



Geschrieben von paristours am 29.05.2005 um 17:40:

 

Nochmals zu gestern. Bei Euronews sagten sie, Simoni hätte den Angriff von Rujano verschlafen, weil er sich grad auser Flasche Erfrischung geholt hat... Mädchen , naja etwas unglaubwürdig. Wenn es tatsächlich stimmen würde und er an Rujano sonst drangeblieben wär und gewonnen hät, wärs der knappste Sieg aller Zeiten gewesen... Simonis Fahrstil 4km vorm Ziel sah aber auch nicht wirklich toll aus, daher lagen die von Euronews mit ihrer eigenwilligen Interpretation etwas daneben..



Geschrieben von crn am 29.05.2005 um 17:58:

 

Definitiv nicht! Simoni schaltete immer weiter runter, d.h. er fühlte sich nicht mehr besonders. Rujano hat ja nicht scharf attackiert, sondern ist in der Führung einfach sein Tempo gefahren, Simoni verlor immer mehr an Boden und erst dann kam die Sache mit dem Teamauto. Da hatte Simoni längst gesehen, dass Rujano ihm wegfahren würde ...



Geschrieben von Michelin-Männchen am 30.05.2005 um 11:35:

 

Zitat:
Original von crn
Definitiv nicht! Simoni schaltete immer weiter runter, d.h. er fühlte sich nicht mehr besonders. Rujano hat ja nicht scharf attackiert, sondern ist in der Führung einfach sein Tempo gefahren, Simoni verlor immer mehr an Boden und erst dann kam die Sache mit dem Teamauto. Da hatte Simoni längst gesehen, dass Rujano ihm wegfahren würde ...

Naja, Rujano ist schon aus dem Sattel gegangen und Simoni hat sich dann erstmal erfrischt. Der Sieg und die Distanzierung geht in Ordnung.

Stellen wir uns vor, es wäre noch 5 km weiter gegangen als bis nach Sestriere. Dann hätte Rujano vermutlich Simoni noch distanziert (der aber dann wahrscheinlich trotzdem zweiter geworden wäre großes Grinsen ).



Geschrieben von Ocaña am 28.05.2020 um 23:19:

 

15 Jahre ist das her. Magische Etappe. Kaum mal was besseres gesehen. Jippieh!!! Der Thread ist natürlich auch lustig. Alle im Riedberg-Modus wegen Lotto. großes Grinsen

Rujano hat erst am 01.03. noch ein Rennen gewonnen. Hach, da fall ich glatt in Ohnmacht Vor seinem Sohn. großes Grinsen



Geschrieben von gardener am 29.05.2020 um 03:25:

 

Der Thread ist genial. großes Grinsen



Geschrieben von KuT am 29.05.2020 um 20:46:

 

Zitat:
Original von Ocaña
15 Jahre ist das her. Magische Etappe. Kaum mal was besseres gesehen.

Definitiv die großartigste Etappe bei Giro & Tour in meiner Zeit des aktiven Verfolgens. Und diese Zeit läuft nun auch schon seit fast 30 Jahren.

(Andere Etappenrennen interessieren mich weniger und Klassiker haben ihren eigenen Charakter.)

Edit:
Hab sogar noch meinen Original-Kommentar gefunden.


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