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Geschrieben von KuT am 28.03.2025 um 09:57:
Die Kombi ist am Sterben, das ist kaum zu leugnen.
Da würde ich Riiber aber weniger die Schuld geben als Ottesen und Co., die es über Jahrzehnte nicht geschafft haben, sinnvolle Formate zu bauen.
Der Massenstart ist ein Skispringen mit Aufwärmen, das Kompaktrennen eine Willkürmaßnahme für das Fernsehen - und der mittlerweile etablierte 10-km-Lauf schafft eben nur selten die Verschiebungen, die der 15er früher konnte.
Der Staffel fehlen die Länder, dem Teamsprint, wenn man ehrlich ist, auch.
Da man kaum Austragungsorte findet, kommen zu oft große, viel zu streuende Schanzen ins Spiel (Ruka als Musterbeispiel).
Was der Entwicklung folgt, ist die Angleichung der Sportlertypen.
Ich sehe weder Spezialisten für bestimmte Schanzen, noch Kurz- und Langstreckler in der Loipe.
Wenn meine Informationen stimmen, werden die Franzosen 2030 die Kombi als "nationale Sportart" nochmal zu den Olympischen Spielen bringen, aber ob das IOC darüberhinaus noch Lust hat, ist fraglich.
Wäre natürlich jammerschade um diese traditionsreiche Wintersportart, aber man kann eine Sportart auch zu Tode attraktivieren, wenn es zu wenige Sportler gibt.
Geschrieben von Ocaña am 19.02.2026 um 14:43:
Wow. Das ist ja über alle Maßen unterirdisch.
Geschrieben von franco am 20.02.2026 um 13:36:
Die odds für eine deutsche Medaille waren nach dem Springen 1.01
Geschrieben von ogkempf am 21.02.2026 um 21:27:
Wie so oft: taktisch absolut beschissen.
Da muss man doch die Flucht nach vorn antreten udn darf sich nicht so halb kampflos einholen lassen. Ich habe mich schon maßlos geärgert, bevor es dann definitiv in die Hose ging. Das kann dann halt passieren.
Nur Sochi war schlimmer...
Geschrieben von Ocaña am 21.02.2026 um 22:57:
Wie kommen die eigentlich auf die Idee in der kommenden Woche am Kulm zu springen? Das werden sich doch kaum zwanzig Leute trauen.
Geschrieben von yeti am 23.02.2026 um 17:27:
Wenn ich mich nicht irre dürfen eh nur die 30 Punktbesten der Skisprungwertung starten.
Korrektur:
"Zugelassen sind lediglich diejenigen Athleten, die in der aktuellen Saison (nach dem Seefeld Triple) sich im Top40 der Best-Jumper-Trophy-Klassifizierung befinden. Wenn ein Athlet wegfällt, darf keiner ausserhalb von Top40 nachrücken. Bereits jetzt steht klar, dass nicht alle Plätze von den genannten 40 besetzt werden."
Aus einem anderen Forum kopiert.
Geschrieben von yeti am 07.07.2026 um 16:58:
Fahr zur Hölle IOC!
Geschrieben von ogkempf am 07.07.2026 um 17:18:
| Zitat: |
Original von yeti
Fahr zur Hölle IOC!
|
Oh Gott...ich weiß nicht, worum es geht, ahne aber Fürchterliches!!!
Geschrieben von ogkempf am 07.07.2026 um 17:18:
Das kann echt nicht wahr sein!!!
Geschrieben von Ocaña am 09.07.2026 um 11:38:
Das haben sie doch mit Anlauf selbst verkackt. Seit Jahren dünnt sich der Sport immer mehr aus. Nacheinander haben die Amerikaner, Franzosen, Italiener, Finnen (sind wieder besser) und zuletzt die Japaner den Anschluss verloren. So schlimm, dass man aus der Staffel einen Teamsprint machen musste. Olympia lebt von seiner Internationalität und die ist in der NoKo einfach nicht mehr gegeben. Sehr schade, aber mit Ansage.
Geschrieben von ogkempf am 09.07.2026 um 11:43:
In welchen Wintersporten sieht es denn anders aus? Im Langlauf dominieren die Norweger bei den Männern alles. Bei den Frauen sind die Schwedinnen momentan weit vorn. BRD, FRA, ITA, USA, FIN, usw. sind quasi Feldfüller.
Im Eisschnelllauf waren es jahrelang die NLer, die einfach alles gewonnen haben. Jetzt ist es gerade etwas internationaler, aber das ist eine Momentaufnahme.
Dafür räumt NL jetzt im Shorttrack alles ab.
Dann haben wir den Eiskanal...da läuft eigentlich alles super und so
Biathlon ist auch kaum besser. Norwegen bei den M. FRA bei den F. Und dann jeweils ein paar Spaßnationen drum herum.
Skispringen besteht seit 20 Jahren schon auf 5-6 Nationen.
Also ich sehe da keinen grundlegenden Unterschied.
Geschrieben von KuT am 09.07.2026 um 21:44:
Ein paar Gedanken zur Nordischen Kombi:
- Die Medaillenaufteilung auf Nationen können wir als Argument wohl vergessen, die ist in anderen Wintersportarten nicht oder kaum besser.
Was man aber zugestehen muss: Hinter den Medaillengewinnern und -anwärtern kommen dann kaum andere Nationen, die mit bisschen Glück eine Medaille gewinnen könnten.
- Anteilnahme der internationalen Zuschauerschaft könnte tatsächlich sehr gering sein. Wenn man den Sport nicht kennt, ist man auch bei Olympia nicht gefesselt.
- Traditionell war die Nordische Kombi schon immer mehr eine Bestenermittlung als ein Zuschauersport.
Meine erste Erinnerung ist Uli Wehlings Olympiasieg 1980. Außer Zwischenzeiten war da nichts zu sehen, bis das Ergebnis feststand.
- Die Erfindung der Gundersen-Variante, die ziemlich zeitgleich mit dem Skatingschritt (beides in den 80ern) kam, hat die Kombi dann optisch verändert und attraktiver fürs TV gemacht.
- Bis in die 90er war Nordischer Skisport in Deutschland allgemein akzeptiert nur WM- und Olympiasport. Ausnahme die Vierschanzentournee der Skispringer.
- Ca. ab der Jahrtausendwende entwickelte sich der europäische Skisport (Nordisch, Alpin, Biathlon) in ein Ganztag-TV-Programm an Winterwochenenden.
Biathlon und Alpin erfandenden neue Formate, waren aber eigentlich ohnehin telegen genug - der Langlauf reagierte mit Sprintrennen.
Das versuchte auch die Kombi, die bis dahin recht zuverlässig Normalschanze und 15 km miteinender verknüpft hatte.
- Ab 1999 gibt es Sprint (7,5km) und Gundersen (15km) bei Weltmeisterschaften. 2001 macht man es sogar noch richtiger und gibt dem Sprint die Großschanze.
Marco Baacke freut sich - und wir haben haben völlig unterschiedliche Typen von Kombinierern.
- Irgendwann (ca. 2010?) wird den TV-Sendern das 15-Kilometer-Rennen zu lang und die FIS dampft alles auf die immergleichen 10 km ein.
Weil sich weniger Austragungsorte mit traditioneller Infrastruktur finden, werden immer mehr Großschanzen verwendet.
Ruka und Klingenthal sind die Musterbeispiele für streuende Schanzen und extrem langweile Loipen.
Hier stirbt die Kombi, ohne es schon zu wissen.
- Die Kombi wird immer langweiliger und gebiert nur noch selten mitreißende Wettbewerbe. Von der FIS wird mit neuen Formaten reagiert, die immer falsch sind.
Keine Chance für gute Langläufer, sich einzeln ohne Windschatten zu bewähren. Stattdessen gnadenloses Aussortieren bei den Springen, die kaum Live- oder TV-Publikum anlocken.
- Seit der Erfindung der Gundersen ist niemand auf die Idee gekommen, dass ein Langlauf-Einzelstart eine gute Idee sein könnte, wenn man den besten Kombinierer in den Nordischen Skisportarten ermitteln will.
- Die Nordische Kombi hat sich so sehr ans Fernsehen verkauft, dass es berechtigt erscheint, wenn sie nun vom Desinteresse des olympischen Fernsehens abserviert wird.
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