Cycling4Fans - Forum (http://forum.cycling4fans.de/index.php)
- Radsport (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=19)
-- Große Rundfahrten Forum (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=20)
--- Tour de France 2022 (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=28877)
Geschrieben von Ocaña am 19.07.2022 um 16:44:
12 Punkte drauf für Geschke. Praktisch nichts für die direkte Konkurrenz. Ganz stark.
Geschrieben von Henning am 19.07.2022 um 18:04:
Wenn er morgen an den ersten beiden Bergen nochmal so 10 bis 15 Punkte sammeln könnte, wäre das fast schon die halbe Miete.
Geschrieben von Ocaña am 22.07.2022 um 22:36:
| Zitat: |
Original von Ocaña
Miniprofile
Das dürfte auch die sprinterunfreundlichste Tour aller Zeiten sein? Wenn es hoch kommt sind das für klassische Sprinter die Etappen 2, 3, 4, vielleicht 5, 19 und 21. Auf den kurzen Bergetappen laufen sie dazu noch dauerhaft Gefahr aus dem Zeitlimit zu fallen. |
Das war noch optimistisch.
Geschrieben von Bugno am 23.07.2022 um 05:37:
Der wahre Sieger der Tour de France ist natürlich Louis-Leon Sanchez. Wenn man die Bergetappen weglässt, kommt man auf folgendes Ergebnis:
SÁNCHEZ Luis León 00:00:00
JORGENSON Matteo 00:01:16
POGACAR Tadej 00:06:00
BOASSON HAGEN Edvald 00:06:16
VINGEGAARD Jonas 00:06:21
POWLESS Neilson 00:06:31
THOMAS Geraint 00:06:36
WRIGHT Fred 00:06:38
VLASOV Aleksandr 00:06:42
YATES Adam 00:06:49
BARDET Romain 00:06:51
GAUDU David 00:06:56
QUINTANA Nairo 00:07:05
PIDCOCK Thomas 00:08:22
LUTSENKO Alexey 00:09:31
KONRAD Patrick 00:09:51
MADOUAS Valentin 00:10:33
PASQUALON Andrea 00:10:38
MEINTJES Louis 00:11:01
JUNGELS Bob 00:11:13
Daran wird auch das Zeitfahren wenig ändern.
Geschrieben von Doggie am 23.07.2022 um 10:36:
| Zitat: |
Original von Ocaña
| Zitat: |
Original von Ocaña
Miniprofile
Das dürfte auch die sprinterunfreundlichste Tour aller Zeiten sein? Wenn es hoch kommt sind das für klassische Sprinter die Etappen 2, 3, 4, vielleicht 5, 19 und 21. Auf den kurzen Bergetappen laufen sie dazu noch dauerhaft Gefahr aus dem Zeitlimit zu fallen. |
Das war noch optimistisch.
|
Ich bin mir nicht sicher, ob mich meine Erinnerung nicht trügt, aber ich fand's die unterhaltsamste Tour seit 2011. Wenn man noch auf die dänischen Sprintetappen hätte verzichten können...
Geschrieben von Nike am 23.07.2022 um 22:11:
Mal schauen, wie lang das Ergebnis Bestand hat. Leistung von JV ist absolut unglaubwürdig.
Geschrieben von Moreau am 23.07.2022 um 22:28:
Grundsätzlich mehr Aktion von verschiedenen Fahrern. Gute Unterhaltung!
Geschrieben von KuT am 24.07.2022 um 08:47:
Ich hatte es geschafft, mich am Morgen des Kopenhagen-Tages, also am 1. Juli, bei ungefähr 5 km/h Fahrtgeschwindigkeit selbst zu schlüsselbeinen - deswegen habe ich von der Tour so viel gesehen wie schon lange nicht mehr.
(Im Grunde fast alles, wenn man von den Nachmittagsschläfchen während der Übertragung absieht.)
Abgesehen davon, dass die Bilder schön sind und ich zumindest die Stimmen der deutschen Eurosportleute ganz angenehm finde, war ich nicht sooo begeistert.
Trikot-Geschichten wie die von Cort Nielsen und Geschke finde ich ganz nett, aber sportlich eher zweitrangig.
Grün war viel zu klar und ich persönlich hätte gern noch ca. drei klassische Massensprints mehr gesehen.
Der Abstand von Vingegaard / Pogacar auf den Rest war mir zu groß, das Verhältnis von Kuss oder McNulty zum Rest regelrecht unangenehm.
Hübsche Etappen waren Kopenhagen mit Lampaert, die Calais-Flucht von van Aert, das Jungels-Pinot-Duell und der Gelb-Wechsel am Granon.
Enttäuscht war ich vom Ende der Kopsteinpflaster-Etappe, als sich fast alles wieder nivellierte.
Generell fehlt mir noch ein Mindestens-35-km-Zeitfahren inmitten der Tour, wo das Ergebnis nicht nur Bestätigung des Klassements, sondern Anlass für Spekulationen wäre.
Zu den drei Großen der Tour (G. ist nicht dabei) wäre (ohne Spekulation übe ihre Ernährung) zu sagen, dass
- mir Pogacar stilistisch am liebsten ist. Ein freundlich-fairer Angreifer, wo alles nach Lust am Radfahren riecht.
- ich Vingegaard erstmal im Frühling ernsthaft Eintages-Rad fahren sehen möchte, bevor er es in mein Herz schafft. Nur-Tour-Spezialisten sind bei allem Respekt nicht so mein Ding.
- van Aert schon ein Spektakel ist, wobei mich Flachsprint-Siege von ihm fast mehr nerven als die Hochgebirgs-Attacken.
Das schönste Stück Radsport, das ich in den drei Wochen gesehen habe, war aber ziemlich definitiv die Pidcock-Abfahrt am Galibier. Die unterhielt und begeisterte mich deutlich mehr als sein Klettern nach Alpe d'Huez, dem wahrscheinlich langweiligsten aller mythischen Radsport-Orte.
Geschrieben von Ocaña am 24.07.2022 um 09:24:
Ein tolles Fazit!
Und weiter Gute Besserung!
Geschrieben von KönigderBernina am 24.07.2022 um 10:23:
| Zitat: |
Original von Doggie
Ich bin mir nicht sicher, ob mich meine Erinnerung nicht trügt, aber ich fand's die unterhaltsamste Tour seit 2011. Wenn man noch auf die dänischen Sprintetappen hätte verzichten können...
|
Es war wirklich keine schlechte Tour, aber zB 2019 fand ich da in der jüngeren Vergangenheit definitiv besser, einfach weil der Kampf in der Gesamtwertung viel packender war und die Niveauunterschiede nicht so riesig. Wenn eine Mannschaft so dominant ist und für die Hälfte der Teams eigentlich keine Chance auf irgendwas zählbares besteht, ist das nicht gut für den Wettbewerb.
Der Parcours war allerdings wirklich sehr gut ausgewählt, es haben vielleicht noch 1-2 Sprintetappen gefehlt: In diese Richtung wird man hoffentlich fürs nächste Jahr nachjustieren.
Genauso wünsche ich mir mehr richtige Bergetappen, mit Bergen direkt oder bald zu Beginn.
Geschrieben von Damn True am 24.07.2022 um 12:30:
Wer hätte gedacht dass sich mal darüber beschwert wird dass es zu wenige Sprintetappen gibt
Geschrieben von hermann am 24.07.2022 um 18:13:
Aus belgischer Sicht war der erste Tag bereits der Höhepunkt. Ich gönne Lampaert einfach diesen Erfolg, da er sehr oft grosses Pech hatte und ein grosser Sportsmann ist (ich höre schon die Einwäde). Auch der Sieg von Philipsen ist verdient.
Nicht verdient ist das Pech der Lotto-Mannschaft, welche einem Sieg so weit weg war wie ein Belgier einem Toursieg. Natürlich war auch die Zusammensetzung der Mannschaft suboptimal.
Pogacar, der für mich vorher wie ein Roboter war, zeigte sich von seiner angenehmen Seite und wurde vom Roboter zum Sympathieträger, er ist der ware Sieger der Tour in meinen Augen.
Geschrieben von Chiappucci am 25.07.2022 um 01:59:
Arbeitszeit
Schon vorbei?
War zwar kein Giro, aber dann doch ganz unterhaltsam.
Aber:
1922 222:08:06 LAMBOT Firmin
1947 148:11:25 ROBIC Jean
1972 108:17:18 MERCKX Eddy
1997 100:30:35 ULLRICH Jan
2022 _79:33:20 VINGEGAARD Jonas
"Früher war mehr Lametta"
Glücklicherweise haben wir ja noch eine Woche Frauen
Geschrieben von Doggie am 26.07.2022 um 13:41:
| Zitat: |
Original von Ocaña
Der 3. auf 8:13 ... größter Abstand seit Armstrong zu Beloki 2001 (9:05)
Der 10. auf 25:43 ... größter Abstand seit Ullrich zu Conti 1997 (32:26)
Der 20. auf 1:31:17 ... größter Abstand seit Coppi zu Vitetta 1952 (2:01:17)
Wie klein gerade die Abstände in den Bertie-Schleck-Knuddel-Jahren waren. Vermutlich lässt sich vieles davon auch damit erklären, dass man nicht die ersten acht Etappen mit flachen Sprints verbringt. |
Die Zeit des Pelotons der zwei Geschwindigkeiten ist anscheinend vorbei.
Es gibt jetzt ein Peloton der zwei Geschwindigkeiten plus eine Hors catégorie. Interessanterweise gab es dieses Phänomen auch zur Zeit von Ullrich, Pantani, Armstrong. Entgegen der Intuition, dass

für eine Angleichung der Geschwindigkeiten sorgen sollte, hatte es damals den gegenteiligen Effekt. Eine Erklärung dafür habe ich nicht.
Geschrieben von Ocaña am 26.07.2022 um 23:01:
Achtung leichter
Zynismus.
Geschrieben von Wussie am 28.07.2022 um 20:28:
https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_130853.htm
"
Mit dem Privat-Jet war Vingegaard mit seiner Familie aus den Niederlanden, wo sein Team beheimatet ist, in die dänische Hauptstadt geflogen. Das letzte Stück eskortierten zwei F-16 Kampfjets den neuen Volkshelden..."
Ob das nun sein musste?
Ich habe jedenfalls bei dieser Tour ordentlich Sympathie für Pogi entwickelt, der unermüdlich angegriffen hat, und sich als sportlicher Verlierer gezeigt hat.
Ich hoffe ja, dass die beiden bei der nächsten Tour wieder dabei sind und noch Konkurrenz von einem gesunden und fitten Bernal erhalten!
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH